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Wolle & Kati (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2007 • 2 Wochen • Strand
Licht und Schatten
4,1 / 6

Allgemein

Ausgewählt hatten wir das Hotel aufgrund der guten Bewertungen hier im Forum und der beschriebenen Gästestruktur, die einen Urlaub ohne größeren Anteil osteuropäischer Urlauber versprach und sich auch bewahrheitete. Das Bel Air ist ein sauberes Hotel, das auf genaueren Blick schon das eine oder andere Merkmal der Alterung offenbart. Das hat uns jedoch nicht sonderlich gestört, da wir ja zum Relaxen hergekommen sind und nicht, um mit der Lupe irgendwelche Mängelchen zu suchen. Die Anlagen Bel Air, Arabia und Arabella sind wohl als zusammengehörige Anlage zu betrachten, was insbesondere für das Bel Air vorteilhaft ist, das es aufgrund der Größe rein platzmäßig nicht so viel bieten kann. Wir haben uns ausschließlich im Strandbereich aufgehalten, da uns die chemische Zusammensetzung der Pools nicht so ganz geheuer war. So haben wir beispielsweise beobachtet, wie ein Mitarbeiter des Bel Air mit der Schippe (!!) Chor in den Pool geschmissen hat. Ob hier irgendwelche Anstrengungen unternommen wurden, das Chlor im Verhältnis zur Poolgröße zu berechnen, wage ich sehr zu bezweifeln. Bezeichnenderweise geschah dies unmittelbar während einer Art Galaabend, wo die Gäste in großer Zeremonie am Pool bewirtet wurden. Ein kurzzeitiger, beißender Chlorgeruch hat uns da schon ein wenig den Geschmack verdorben. Ein super dickes Plus kassiert die Gesamtanlage bei dem Angebot an Liegen. Es standen immer und zu jeder Tageszeit Liegen zur Verfügung, sowohl am Strand als auch an dem Großpool des Arabia. Einzig die Sahnestückchen waren gegen 10: 00 Uhr vergriffen, war für uns aber kein Problem. Mit ein bisserl Bakshish hat uns ein Mitarbeiter bei der Platzwahl gerne "geholfen". Das haben wir allerdings gleich am Anfang gemacht, wäre aber wohl auch nicht nötig gewesen, wie sich dann herausstellte. Also alles in allem können wir das Hotel ruhigen Gewissens weiterempfehlen, man muss sich nur von dem Gedanken befreien, dass die in den Katalogen ausgewiesenen 4 Sterne mit denen anderer Regionen wie z. B. der Türkei verleichbar wären. Wer -wie wir- im Jahr zuvor in der Türkei Urlaub gemacht hat, wird speziell vom Essen bitter enttäuscht sein, aber die Aussicht auf Urlaub ohne Russen (sorry) und die Sehenswürdigkeiten des Landes machen dies wieder wett. Zu den Ausflügen: Wir haben die Ausflüge nicht über unseren Reiseveranstalter Alltours gebucht, sondern sind den Empfehlungen der "Reisetipps" beim Holidaycheck gefolgt und die Schnorcheltour und Luxor über den Privatanbieter Mohamet gebucht. Beste Organisation, individuelle Gestaltungsmöglichkeit und familiärer Rahmen kennzeichnen diesen Anbieter. So haben wir mit 4 (!) Personen einen Tagesausflug nach Luxor angetreten mit eigenem Minibus und eigenem Reiseführer, während die anderen Ausflügler in Gruppen von 20-30 Leuten durch die Tempel gescheucht wurden. Reisemedizin lassen Sie (bis auf Immodium und Paracetamol) getrost daheim, die passenden Mittelchen gibt´s günstig in den Apotheken.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten mit der Zimmernummer 238 eine Familiensuite erwischt, die im Grunde genommen aus zwei zusammengelegten Doppelzimmern bestand mit entsprechend 2 Klimaanlagen, Bädern und Fernsehern. Das waren wohl um die 40 qm mit Balkon, Minisafe und Kühlschrank. Die Klimaanlagen lassen sich individuell verstellen und sind auch von der Geräuschentwicklung erträglich, was man von dem Kühlschrank hingegen nicht behaupten kann. Den haben wir nachts ausstellen müssen, um schlafen zu können. So schön das Zimmer ausgestattet war, die Lage des Zimmers war jedoch nicht so optimal, denn direkt nebenan war wohl so etwas wie ein Aufenthalts- oder Schlafraum von den Angestellten, was zur Folge hatte, dass abends bis kurz nach 0: 00 Uhr mit lebhaftem Geschnatter, gelegentlichem Stühlekegeln und sonstigem Lärm zu leben war. So ähnlich stellte sich das morgens dar, wenn auch deutlich weniger störend. Die Gänge sind gefliest, was das in Bezug auf Schallverteilung bedeutet, muss ich wohl nicht groß ausführen. Dennoch ist die Anlage insgesamt als ruhig zu bezeichnen, Lärmexzesse von Urlaubern gab es keine. Die Reinigung war sehr gründlich, es wurde jedesmal nass durchgewischt, es ist nichts abhanden gekommen (einige auch wertvolle Dinge mussten offen liegengelassen werden, da der Safe viiiel zu klein ist). Wasser kommt nicht mit tödlichem Strahl aus der Dusche, eher perlt es sich sanft aus dem Duschkopf. Ausgeblieben ist das Wasser während unseres Aufenthaltes nur zweimal kurz, nix Dramatisches. Strom hatten wir immer, da gab es keine Probleme. Am Ende des Urlaubs hat die Belüftung in einem der beiden Bäder arg gestunken, wonach kann ich nicht sagen, hat sich dann aber auch wieder gegeben. Die Handtücher wurden täglich gewechselt, gelegentlich haben manche neuen Handtücher sehr unangenehm gerochen, da haben wir sie halt als Fußabtreter nach dem Duschen verwendet.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Unserer Ansicht nach ist die Verpflegung der ganz klare Makel des Hotels. Jaja, ich weiß, jetzt werden wir wieder als unbelehrbare Meckerer dahingestellt, aber vielleicht hilft es ja doch jemandem bei der Entscheidung pro/contra des Hotels. Also: es gibt 3 grundsätzliche Ressourcen des fleischhaltigen Essens. Dies sind Hühnchen, Rind und Fisch - jeden Tag. Einzige Abwechslung ist die Variation der Ressource, was aber nicht wirklich glücklich macht, dazu noch unterschiedliche Zubereitungen der Kartoffel. Insbesondere die Rindervariationen schmeckten uns überhaupt nicht, das Fleisch war meistens zäh und faserich. Unsere Kinder fanden´s klasse, da sie ohnehin mehr auf Nudeln und Pommes stehen. Offensichtlich fanden es auch viele Erwachsene gut, denn die Köche kamen überhaupt nicht nach mit der Versorgung von Pommes und Nudeln. An der Marina-Bar und ich glaube auch an der Bar des Bel Air gab es gelegentlich auch kleine Pizzen, die nicht besonders gut belegt waren, aber doch oft neidische Blicke der Rindfleichesser auf sich zogen. Gäste des Bel Air konnten nur Mittags die Außenrestaurants an der Marina und am Pool des Arabia nutzen, Frühstück und Abendessen waren im eigenen "Restaurant" einzunehmen. "Restaurant" ist bewusst in Anführungsstrichen gehalten, denn hier zu Hause würde wohl freiwillig kaum jemand die Atmöspäre einer Betriebskantine einer Speisegaststätte vorziehen. Lieblos, zweckmäßig und ohne jede optische Auflockerung saß man halt da und schob sich das, was es gab, in den Mund. Das Frühstück bekommt man in jedem Garni-Hotel um Klassen besser. Es gab labberige Brötchen, allerdings auch recht frische Weißbrot/Mehrkornstangen, die wir dann ausschließlich verzehrt haben, und einige Varianten von irgendwelchem süßen, klebrigen Gebäckkram. Warme Mahlzeiten wie Frikadellen, Gemüse (!!) u.ä. konnte man ebenso wie Rühr- oder Spiegelei bekommen. Ein oder zwei Müslisorten haben wir auch gesehen. Ein Witz waren die vier Marmeladensorten, die zwar geschmeckt haben, aber die Problematik bestand darin, sie vom Sammelbehälter an den Frühstücksplatz zu bekommen, denn man gestand den Gästen im Höchstfalle 9 (wir haben es bewusst gezählt) kleine Schälchen zur Verfügung. Das führte natürlich schnell dazu, dass stattdessen Trinkgläser oder Müslischalen zum Transport genutzt wurden mit entsprechenden Konsequenzen für die Freunde eines kühlen Getränks oder des morgendlichen Müslis. Die Kellner waren jedenfalls völlig überfordert mit dieser Situation und wussten nicht, was sie zuerst und zuletzt auffüllen sollen. Wer gerne heißen Kaffee trinkt, sollte ebenso nicht mit allzuviel Hoffnung den Frühstückssaal betreten, denn es gibt hier nicht etwa einen Kaffeeautomaten (wie z. B. an den Poolbars), sodern auf dem Tisch steht eine Kaffeekanne zur Benutzung bereit. Die wird -wenn überhaupt- nur daraufhin überprüft, ob noch was drin ist und nicht etwa ob der Inhalt heiß oder sonstwas ist. Meistens ist der Kaffee bestenfalls warm, reine Glückssache, wenn man einen Kellner abgreift, der mit einer vollen Kanne die Küche verlässt. Aber die Gastronomie hat auch seine guten Seiten, deswegen gibt´s ja auch von uns 3 Sterne insgesamt. Durchweg gut ist das Angebot an den unterschiedlichen Bars, Drinks und Cocktails werden in allen erdenklichen Variationen (ohne Aufpreis) angboten, selbst die Qualität der Mixgetränke ist den Umständen entsprechend gut. Einzig die Bars, an denen in großen Hartplastikbechern ausgeschenkt wird (Lagoon-Bars) haben so ihre Probleme mit der Reinheit. Richtig lecker ist der schön heiße Kaffee, den man an den Bars bekommen kann. Darauf haben wir uns immer besonders gefreut. Speziell bei den Lagoon-Bars hat man schon mal die Getränke an den Liegeplatz serviert bekommen, das war natürlich auch sehr angenehm. Wer mal richtig gut essen möchte, kann dies auch in der schon oft beschriebenen Villa Kunterbunt tun, die sich rechts von der Haupteinfahrt des Arabia befindet. All inclusiv bekommt man eine Menuauswahl, wo man sich aus unterschiedlichen Angeboten ein 3-Gänge-Menu zusammenstellen kann. Glauben Sie mir - nach 1 1/2 Wochen (Abend)Verpflegung im Bel Air, aber auch offensichtlich im Arabia, stehen Ihnen vor Freude die Tränen im Auge, wenn Sie die Speisenkarte sehen und man wird nicht enttäuscht, es schmeckt himmlisch. Lediglich die Getränke sind extra zu bezahlen, mit 4 Personen wird man dabei aber kaum mehr als 15 Euro los. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Vorreservierung über die Hotelrezeption, der Laden ist ständig proppevoll.


    Service
  • Sehr gut
  • Der große Pluspunkt der Anlage: wohin man auch sieht, man ist stets von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft umgeben. Dass dies von Herzen kommt, haben wir auch daran bemerkt, dass ein Mitarbeiter, der uns mal aus der Patsche geholfen hat, kein Trinkgeld angenommen hat, obwohl weit und breit kein anderer Hotelangestellter zu sehen war. Man konnte eigentlich überall mit Deutsch und ein bisschen Englisch weiterkommen, geradezu liebevolle Blicke erntet man, wenn man sich ein paar arabische Worte/Floskeln zulegt für danke/bitte/Guten Tag etc. Check-in verlief zügig, Koffer wurden aufs Zimmer getragen, beim check-out sollte man ein bisschen clever sein, insbesondere dann, wenn man spätere Abflüge erwischt hat. Wir sollten abends um 19: 00 Uhr abgeholt werden, mussten das Zimmer um 12: 00 Uhr geräumt haben. Eher zufällig hatten wir zwei Tage vorher nachgefragt, wie wir das praktisch regeln sollen. Man kann sich bei der Rezeption für eine bestimmte Zeit (1/2 Stunde) ein "Duschzimmer" reservieren, wo man sich nach Ausnutzen des verbliebenen Strandtages in Ruhe für den Abflug zurechtmachen kann. Wer da also rechtzeitig reserviert, kann nahtlos vom Strand duschen gehen und wird dann gleich danach abgeholt, war super. Wir hatten keine ernsthaften Beschwerden vorzubringen, können also zu den entsprechenden Management auch nichts sagen außer dass sich eine deutschsprachige Angestellte regelmäßig in der Lobby aufhielt, um Beschwerden anzunehmen.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Der Transfer vom Flughafen ist innerhalb einer dreiviertel Stunde vollzogen, abhängig von der Anzahl anzufahrender Hotels. Der nahegelegene Ortsteil Sakkala ist in 5 Minuten per Taxi erreichbar, die Preise und Tricks bezüglich der Verhandlungen sind schon oft beschrieben worden. Sakkala an sich ist reine Nervensache. Neben dauerhaftem Hupen aus allen möglichen Schallquellen und permanentem Motorenlärm erlebten wir den Ort als Paradebeispiel einer Tourihochburg. Überall und immer wird man mehr oder weniger aggressiv angequatscht, als blondes weibliches Wesen sabbernd angegafft oder ist beim Überqueren einer Straße der Gefahr ausgesetzt, plattgefahren zu werden, denn eines ist sicher: Verkehrsregeln gibt es bestenfalls nur auf dem Papier. Wer sich dort einen Mietwagen zulegen möchte - wenn euch euer Leben lieb ist, vergesst es. Weiter südlich im Touristenzentrum von Hurghada geht es deutlich gesitteter zu, da ist eine richtig schicke Einkaufsmeile entstanden, die schon rein optisch sehr ansprechend ist. Wie dort das Verkaufsverhalten ist, kann ich nicht beurteilen, da wir nach den oben geschilderten Erfahrungen von sowas abgelassen haben. Die neue Einkaufszeile befindet sich im Bereich der Hotels Sindbad, Giftun, Siva Grand... Man sollte die Hotelanlage Bel Air und Arabia als geschlossene Einheit betrachten, denn was sich vor dem Hotel dem Betrachter bietet, habe ich selbst bei einem letztjährigen Ausflug ins türkische Hinterland noch nicht gesehen. Bauruinen, wohin das Auge schaut und mit viel Skepsis hinterlegt, wer oder was da irgendwann einziehen soll (siehe Fotos). Auch bei Fahrten zum oder vom Hotel könnte man in absolute Tristess verfallen, wenn man sich nicht das Innenleben der Anlage vor Augen hielte. Offensichtlich ist es ein Volkssport der Einheimischen und wohl auch Urlauber, den Müll am Straßenrand zu präsentieren, anders kann ich mir so eine Sauerei nicht vorstellen. Also: innen hui, außen super pfui. Zu dem "innen hui" tragen sicherlich auch die beiden Lagunen bei, die ansprechend aussehen und wo sowohl reines Baden als auch Schnorcheln nach Herzenslust gewährleistet ist. Wermutstropfen dabei ist jedoch, dass es keinen Strandabschnitt gibt, wo man ohne Vorsicht vor kleinen, großen oder auch scharfkantigen Steinen ins Wasser steigen könnte. Sieht zwar bescheuert aus, aber Badeschuhe sollte man sich echt leisten. Insbesondere dann, wenn man von der Landzunge/Marina aus über die Leitern ins Wasser möchte, ist dies unabdinglich. Besonders in der linken Lagune ist uns unangenehm aufgefallen, dass nach ein paar Metern der Boden eklig glibberich wurde, wahrscheinlich Algen oder sowas, ich hab´s jedenfalls nicht angefasst. Ausflüge werden zuhauf angeboten, neben den klassischen Ausflugszielen Kairo und Luxor werden alle möglichen Arten des Schnorchelns und Tauchens angeboten. Wir haben uns für eine Schnorchelfahrt und einen Tagesausflug nach Luxor entschieden. (etwas Spezielles dazu noch bei Tipps !!)


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Angebot wird von uns als durchschnittlich bewertet, die üblichen Spielchen halt, wie sie es in tausenden anderer Hotels gleichermaßen vorzufinden sind. Die Animation ist freundlich und nicht aufdringlich, dies empfanden wir als angenehm. Das Sportcenter ist ok, es gibt einen klimatisierten Geräteraum in moderner Ausstattung, mehrere Squashcourts, zwei Tennisplätze (die allerdings nicht sehr gepflegt sind), Beachvolleyball, Wasserball etc. Was die abendlichen Shows anbetrifft, wage ich gar nicht, den Eindruck, den ich beim kurzfristigen Besuch einer dieser Shows gewonnen habe, zu verallgemeinern. Kurz nach unserer Ankunft sollte ein Musical "Mamma Mia" aufgeführt werden. Mit einiger Vorfreude haben wir uns gegen 21: 30 dort eingefunden, doch was da an Stümperhaftigkeit abgeliefert wurde, habe ich noch nie und nirgends erlebt. Saumäßiger Sound, völlig unsynchrones Playback, Pappdekoration wie aus dem Kindergarten und ein "superlustiger" Hauptanimateur, der zu nach seiner Meinung nach passenden Zeitpunkten Schildchen hochhielt, nach denen mann applaudieren, johlen oder pfeifen sollte. Supergroßer Mist war das, nix anderes. Dass man dazu noch auf völlig unbequemen Betonreihen Platz nehmen musste (wo jedoch einige Kissen zur Verfügung gestellt wurden), gab der Veranstaltung den Rest. Nichts wie raus war hier die einzig sich bietende Alternative, über einen hinteren Ausgang konnten wir dem Drama in Richtung Lobby des Arabia entfliehen.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juli 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Wolle & Kati
    Alter:41-45
    Bewertungen:26