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Alexander (41-45)
ÖsterreichAus Österreich
Alleinreisend • Februar 2008 • 1-3 Tage • Arbeit
Ein Hotel der architektonischen Gegensätze
4,5 / 6

Allgemein

Dresden hat viele Gesichter. Hier die Semperoper, der historische Stadtkern einer ehemaligen Residenzstadt, dort die nicht unbeträchtlichen Reste der Architektur des real existierenden Sozialismus. Und das Westin Dresden reiht sich nahtlos in den ambivalenten Charakter dieser Stadt ein. Dem Bau ist es von außen unschwer anzusehen, dass er offensichtlich noch zu DDR-Zeiten errichtet wurde. Groß, grau und unansehnlich war da das Motto. In der Lobby sieht’s dann schon etwas besser aus, sie verstrahlt die Behaglichkeit eines typischen Kettenhotels der späten 80er- oder frühen 90er-Jahre. Der "neue Trakt" hingegen ist in einem palaisähnlichem Altbau untergebracht und steht im krassen Gegensatz zum DDR Barock. Unbedingt Zimmer im Altbauteil (neuer Trakt) reservieren!


Zimmer
  • Sehr gut
  • Die Suite, die man für mich bereitgestellt hatte, zeigt sich im selben müden Glanz. Für eine Junior Suite zwar alles andere als klein (geschätzte 50 bis 55 m²), aber eben in die Jahre gekommen, wie sich an Böden, Möblierung und Geräten unschwer erkennen lässt. Für einen Übernachtungspreis von 119,-- € (allerdings die Nacht von Sonntag auf Montag, die bekanntlich in den meisten Businesshotels nicht so toll gebucht ist) war sie aber im Großen und Ganzen okay. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen, noch vor dem Auspacken bei der Rezeption anzurufen und nach einer besseren „Behausungsmöglichkeit“ zu fragen. Die Rezeption zeigte sich kompetent und hilfsbereit und der Empfangschef fragte gezielt nach, was es denn sei, das mich an dieser Suite störe. Ich erklärte ihm, dass ich ein leicht „überwutzeltes“ Ambiente grundsätzlich nicht leiden könne. Darauf er: „Dann weiß ich, was Sie wollen. Ich zeige Ihnen eine unserer Suiten im neuen Trakt.“ Der neue Trakt entpuppte sich als äußerst gelungene Altbaurenovierung und die Suite, die mir im Dachgeschoß gezeigt wurde, konnte mich wirklich überraschen, um nicht zu sagen begeistern. Wow! Das hätte man sich angesichts der DDR-Nostalgie von außen wirklich nicht erwartet. Ich greife selten zu Superlativen, aber in diesem Fall muss man wirklich sagen „besser geht’s kaum“. Eine Zweiraum-Suite mit ca. 65 bis 70 m², dekoriert in Grau- und Rottönen, vom allerfeinsten die Flachbildschirme, Rundbadewanne, Glasdusche, 2 WCs, und und und. Einziger kleiner negativer Punkt: kein Vorraum, man steht gleich im Wohnzimmer, was aber wohl an den Altbau-Grundrissen liegen dürfte. Vom flauschigen Bademantel über den Blick auf die Altstadt bis zu den als Willkommensgruß gelieferten Naschereien und dem Mineralwasser und den Bulgari Toilettartikel fehlte es wirklich an nichts. Gratulation dem Innenarchitekten! Die Sache war zwar mit 369,-- € auch nicht mehr ganz wohlfeil, aber den Preis wert. Wenn ich wieder nach Dresden komme, weiß ich jedenfalls wo ich absteige.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Frühstücksbuffet besserer Durchschnitt.


    Service
  • Eher gut
  • Gut und zuvorkommend, meine Reklamation wurde prompt erledigt.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Direkt am Elbufer mit Blick auf den historischen Stadtkern. Ideal für Businesss oder auch Sight Seeing.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Indoorpool, Fitness, Liegewiese vorhanden.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im Februar 2008
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Alexander
    Alter:41-45
    Bewertungen:42