Die Anlage besteht aus zweigeschossigen Gebäuden mit unterschiedlicher Appartement- bzw. Studioanzahl. Es gibt einen älteren und einen neueren Teil. Alles ist renoviert und in gutem Zustand. Die Außenanlagen sind sehr gepflegt und sauber. Wir hatten ein Appartement mit Halbpension gebucht. Gäste waren hauptsächlich Briten, Schweden, Dänen und Deutsche, dazu kamen einige Franzosen und Isländer, fast alle Familien mit Kindern. Es gibt einige behindertengerechte Appartements. Eine anwesende Gruppe mit zwei schwerbehinderten Jugendlichen wurde (zumindest nach unserer Beobachtung) freundlich und zuvorkommend behandelt. Das Personal ist sehr kinderfreundlich. Empfehlenswert ist es, für Ausflüge ins Hinterland ein Auto zu mieten. Sehr schön sind zum Beispiel die Orte Sineu, Sollér und Valdemossa und die Höhlen von Campanet, in denen auf Musik und Discobeleuchtung verzichtet wird und dafür fundierte Informationen geboten werden.
Die Appartements sind ziemlich klein, aber zweckmäßig eingerichtet und bieten ausreichenden Stauraum. Wir haben für unsere Kinder das Bettzeug von der "rollenden Pritsche" auf das Sofa geholt, sodass beide bequem schlafen konnten. Die Betten im Schlafzimmer sind komfortabel. Die Badewanne war oben am Rand beschädigt, was aber beim Duschen nicht störte. Die Appartements sind sehr hellhörig, es ist daher empfehlenswert, in der oberen Etage zu wohnen. Aufgrund einer früheren Bewertung hatten wir Ameisenköderdosen im Gepäck, die wir gut gebrauchen konnten. Außerdem hatten wir Eidechsenbesuch. Es gibt einige deutsche TV-Programme, spanische Sender waren leider nur schlecht zu empfangen. Die Klimaanlage hat eine Fernbedienung mit Zeitschaltuhr.
Das Frühstücks- und Abendessen-Büffet war konstant hervorragend. Das Angebot war abwechslungsreich, das Büffet wurde ständig ergänzt. Die überwiegend mediterranen Speisen waren gut und frisch zubereitet und (für spanische Verhältnisse recht ungewöhnlich) nicht in Öl "ertränkt". Beim wöchentlichen spanischen oder mallorquinischen Büffet konnte das Küchenpersonal seine Fähigkeiten besonders unter Beweis stellen, Speisesaal und Terrasse wurden dazu sogar festlich geschmückt. Der Speisesaal ist sehr sauber, bei gelegentlichen "Unglücken" von Kindern wurde sofort eine Putzfrau herbeigeholt. Obwohl die Anlage voll belegt war, haben die Kellner frei werdende Tische schnell gesäubert und neu eingedeckt. Bemerkenswert ist auch, dass wir bei unser frühen Abreise vor Restaurantöffnung im Speisesaal ein zwar reduziertes, aber ausreichendes Frühstück bekommen haben (und nicht nur Nescafe und abgepacktes Gebäck vom Nachtportier in der Hotelhalle, wie sonst oft üblich). Das Restaurant ist abends leider nur bis 20.30 Uhr (Beginn der Minidisco) geöffnet, was für uns persönlich zu früh ist, da wir uns bei großer Sommerhitze gern dem südlichen Lebensstil mit langer Siesta anpassen und durch das frühe Abendessen die Zeit, die wir nachmittags am Strand verbringen konnten, zu kurz war. Nur deswegen ziehen wir eine halbe Sonne ab.
Das Personal war durchweg freundlich und hilfsbereit. Bis auf die Zimmermädchen sprachen alle Angestellten englisch, meist auch deutsch, sind aber auch sehr erfreut, wenn man sich zumindest bemüht, spanisch oder sogar mallorquinisch mit ihnen zu sprechen. Unser Appartement war sehr sauber (einschließlich Geschirr, Kühlschrank und Mikrowelle) und wurde bis auf Donnerstag und Sonntag täglich gereinigt. Bei unserer Ankunft mitten in der Nacht erhielten wir vom Hotelportier neben einem Lageplan der Anlage und einem Umgebungsplan sogar zwei große Flaschen Mineralwasser, da der hoteleigene Laden natürlich geschlossen war. Es gibt einen kleinen, offenbar kostenlosen Waschraum, der allerdings sehr versteckt liegt.
Die Anlage befindet sich abseits der sehr lauten Hauptstraße ca. 5-10 Minuten Fußweg vom Strand entfernt. Von einem Teil der Appartements hat man eine wunderbare Aussicht auf das Naturschutzgebiet S'Albufeira. In der Nähe befinden sich einige kleinere, teilweise überteuerte Supermärkte und die üblichen Souvenirläden (hier jedoch ziemlich gruselig und eher am britischen Geschmack orientiert) sowie Restaurants und britische und irische Pubs. An der Hauptstraße Richtung Port d'Alcudia findet man einige schöne Restaurants, in denen auch spanische Großfamilien essen, und hübsche Bars, teilweise mit Live-Musik. Offenbar durch den hohen Anteil von skandinavischen Urlaubern bewegen sich die Getränkepreise überall auf hohem Niveau. Auch Eis ist ziemlich teuer (oft bis zu 1,50 € pro Kugel). Die Busse an der Hauptstraße Richtung Alcudia bzw. C'an Picafort fahren ungefähr im 15-Minuten-Abstand (selten nach Fahrplan), die einfache Fahrt kostet 1,- € pro Person. Nach Palma gibt es nur wenige Verbindungen pro Tag, sodass es ratsam ist, dorthin mit dem Auto zu fahren. Der Strand ist auch für kleine Kinder sehr gut geeignet, da er sehr flach ins Meer abfällt. Der Sand ist wunderbar zum Buddeln und Burgen bauen geeignet. Da wir lieber am Strand als am Pool gelegen haben, war die Entfernung zum Strand etwas von Nachteil, wenn unsere Kinder nur an einzelnen Aktivitäten des Animationsprogramms im Hotel teilnehmen wollten, da wir sie dann begleiten mussten. Bei einer Anlage direkt am Strand hätten sie den Weg allein bewältigen können.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Sportangebote waren wie im Reiseprospekt beschrieben vorhanden. Liegen und Schirme waren am Pool ausreichend vorhanden, durch die Unsitte, schon frühmorgens seine Handtücher zu verteilen, waren freie Liegen jedoch nicht immer leicht zu finden. Am Strand haben wir für zwei Liegen und einen Sonnenschirm 7,- € pro Tag bezahlt. Die Toiletten am Strand sind leider oft ungepflegt. Die Animationszeiten waren zu sehr an nordeuropäischen Verhältnissen orientiert. So wurde beispielsweise Fußball spielen bei 38° C um 14.00 Uhr angeboten und Wassergymnastik um 10.00 Uhr, wenn man gerade vom Frühstück einen vollen Magen hat. Am frühen Morgen und späten Nachmittag, wenn die Wärme erträglicher war, wurden keine Sportangebote gemacht. Die Minidisco am Abend war unserem 10jährigen Sohn "zu albern", hat aber kleineren Kindern offenbar großen Spaß gemacht. Das abendliche Angebot für die Teenies beschränkte sich auf DVD schauen im Clubhaus. Hier hat z. B. eine Teenie-Disco gefehlt. Die abendlichen Shows der Animateure waren sehr professionell, haben aber gerade dadurch etwas an Charme eingebüßt. Die Animateure haben zwar ziemlich gut live gesungen, viele Ansagen kamen aber vom Band, sodass wir den Eindruck hatten, dass die Shows in allen VIVA-Hotels immer gleich ablaufen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christina |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


