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Markus (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juli 2012 • 2 Wochen • Strand
Karibikurlaub mit fadem Beigeschmack
3,0 / 6

Allgemein

Das positive vornweg. Die Hotelanlage ist sehr gepflegt, weitläufig, schön. Die Zimmer sind eher im "bungalowstil" gebaut, so dass kein großer Betonbau auffällt, sondern sich das Hotel schön in die Landschaft eingliedert. Die Besucherstruktur der Hotelanlage ist meines Erachtens nach ein großer Minuspunkt. Die Verantwortlichen vermieten was zu vermieten ist, ohne Rücksicht auf Verluste. In der ersten Woche unserer Ankunft hat der seit 10 Jahren stattfindende, alljährliche Miss-Pre-Teen-Latina-International-was-auch-immer-Contest stattgefunden. Im Klartext, die Anlage war übervoll mit 4-15 jährigen Kindern die alle von frühmorgens an schon in glitzernder Abendballgarderobe, High-Heels, und Müttern deren Augen vor Stolz irgendwie fast herausquollen, durch die Anlage flaniert sind. Wer am Pool gelegen hat, konnte sich dem stupiden Miss-Contest Jingle der den gesamten Tag aus dem Teatro geschallt ist, nicht entziehen, wer sich an den Strand geflüchtet hat, dem konnte es passieren(ich spreche aus 1. Erfahrung) dass er nach nem Mittagsschläfchen in nem Fotoshooting aufgewacht ist. Das abendliche Animationsprogramm bestand demzufolge die ersten 5 Tage aus der Präsentation des täglich Einstudierten(Lächeln, Winken, Laufen, Hübsch aussehen, POSEN). Gut, vielleicht die falsche Woche um in diesem Hotel zu wohnen. Versuchen wirs mit der nächsten. Nachdem die Miss gekürt war, und es ruhiger wurde, war das Hotel z.T. wie leergefegt, herrlich. Die Restaurants blieben teilweise geschlossen, was aber in jedem Studieren der Hotelbeschreibung auch so angekündigt ist. Dann kommt das Wochenende, das mit dem Freitag beginnt, und Sonntag spät abends aufhört. Leider schließe ich mich voll und ganz dem Vorbericht an und muss wiederholen: KATASTROPHAL! Die Zimmer, welches einige sind, werden restlos zu Billigpreisen an Einheimische verschleudert. Mit dem Effekt, dass das Hotel am Wochenende restlos überfüllt ist! Der Tag beginnt morgens. Wer sich nicht bis 08:30Uhr am restlos leergefegten Buffett einfindet, der muss mit einer Wartezeit von ca. 20 Minuten rechnen, bis er überhaupt Eintritt ins Restaurant bekommt. Den Pool sollte man am Wochenende meiden, hm, eigentlich löst sich dieses Problem von selbst, da es weder Handtücher zum Belegen der Liegen mehr gibt, noch überhaupt freie Liegen. In 3 Reihen wird um den Pool die Arbeitswoche lautstark Revue passieren gelassen, im Pool selbst gibt es nur noch Stehplätze. 1. Tag im Freibad, wenn ich das Vorzitat noch einmal auffassen darf, ist fast ein wenig untertrieben, viel schlimmer. Natürlich gehen die Plastikbecher schonmal bei solch einem Massenaufkommen zur Neige. Wie unkompliziert man dieses Problem löst, darf ich kurz beschreiben: Man nehme ein Waschbecken voll kaltes Wasser, werfe gebrauchte Plastikbecher, Besteck, grob von Essensresten befreite Teller hinein, und voilà, der nicht pingelige Gast hat wieder reichlich Utensilien um sich weiterhin wohl zu fühlen. Ich empfehle den 40%igen Rum, um wenigstens grob ein paar wenige Bakterien abzutöten, der ist übrigens gar nicht schlecht. Naja, jedes Wochenende hat ein Ende, und spätestens Sonntagabend hat man wieder wirklich Zeit sich bis zum nächsten Freitagabend zu erholen. Viele französische Gäste, da das Hotel noch den "Club Eldorado" innehat, ein Club im Clubhotel? Hotel im Hotel? Ein letzter Kommentar zum Ausflugsziel Saona per Katamaran und Piscina naturale. Abholung im Hotel. Ankunft am Hafen mit ca. 500 anderen Touristen die dann dort verladen werden auf verschiedene Katamarane oder das Schnellboot. Unser Katamaran war mit 3,5 Booten à 28 Personen gefüllt worden. Es war kuschelig. Der Platz auf dem Dach war aber herrlich. Ankunft auf der einsamen Insel Saona mit 500 anderen Touristen. Jedem Katamaran ist ein bestimmter Strandabschnitt zugewiesen. Bei überschreiten der imaginären Grenze wird man zurückgepfiffen. Mittagessen auf der einsamen Insel. Die Schlange bis zum sporadisch befüllten Buffett ist gefühlte 4 km lang. Danach Entspannen am Strand, wer Glück hat, kann sich eine von Hotels wegen demoliertem Zustand ausrangierte Liege erhaschen. Die Luft die vom Meer herüberweht riecht ziemlich streng den zahlreichen im Wasser ankernden Dieselschnellbooten. Dieser Geruch konkurriert mit dem Braunkohlegeruch der vielen Grills für das Buffett. Abfahrt zur Piscina naturale. Ein wirklich herrlicher Platz, mit Seesternen und flachem Meer kilometerweit. Ich hatte den Ausflug vor 10 Jahren schon einmal gemacht. Die Piscina naturale ist wirklich erlebenswert. Vielleicht hatte ich den falschen Reiseveranstalter erwischt, kleinere Reiseveranstalter werben mit kleineren Gruppen. Ist bestimmt einen Versuch wert.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Durchschnittlich. Groß, nett, üblich.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das italienische Spezialitätenrestaurant war geschlossen. Das Steakhouse ist von den Speisen her sehr gut, ebenso der Mexikaner. Mittags ist das italienische Strandrestaurant sehr zu empfehlen. Pasta lecker, die Pizza aus dem Steinofen sehr sehr gut (der Le Maitre trug eine Chefkochmütze mit kleiner italienischer Flagge, vielleicht eine Erklärung?) Frühstücksbuffet passabel, typisch, nichts zu meckern. Die abendlichen Speisen im Buffetrestaurant, einfallslos, unabwechslungsreich, 2-3Sterne würdig, man wird aber fündig werden und satt allemal.


    Service
  • Eher gut
  • Nichts herausragendes Negatives oder Positives zu berichten. Wie erwartet. Freundlich, adäquat, einem 4 Sterne Hotel angemessen. Auf Beschwerden, zum Beispiel dass unser Zimmermädchen es nicht geschafft hat in 2 Wochen von alleine ein einziges Mal das ausgegangen Shampoo oder Badegel nachzufüllen, wird nicht wirklich reagiert. Oder das Zimmermädchen hatte den längeren Atem. Nachdem ich mir einen Vorrat bei einem anderen Zimmermädchen erschnorrt hatte der für 14 Tage mehr als ausreichend war, war das Problem auch keines mehr. Deutsch wird nicht gesprochen, wird vermutlich auch keiner erwarten, Englisch wird an der Rezeption gesprochen.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Wahl des Hotels war bewusst nicht im Massentourismusort Punta Cana gewählt, sondern an der schönen Südseite der Karibik. So war der Plan. Eigentlich rein oberflächlich landschaftlich betrachtet auch korrekt so umgesetzt. Fahrt zum Hotel, ca. 2 Stunden. Die Fahrer sind NICHT sehr zimperlich, langsam und auf Verkehrsregeln bedacht. Wer ängstlich ist, die Valium bitte nicht vergessen, wer schon als Kind so seine Probleme mit kurvenreichen und holperigen Strassenverhältnissen hatte, auf jeden Fall die Reiseübelkeitsprophylaxe im Handgepäck griffbereit halten. Der Strand: ausreichend breit, viel Schattenplatz mit natürlich durch schöne Palmen gespendeten Schatten, nach nem kleinen "Abhang" ein schmaler Strandabschnitt ohne Palmen zum Sonnen. Ein schöner Strand. Liegen am Strand genügend. Zugang zum Meer: in nem schmalen Bereich möglich ohne Badeschuhe, ansonsten auf Grund der Steine im Wasser die auch relativ scharfkantig sind, diese nicht vergessen. Weit hinaus ins wunderschöne, türkisfarbene, traumhafte karibische Meer schwimmen? Auch die Karibik hat ihre Grenzen, in diesem Hotel in einem durch Bojen und Schnüre begrenzten Bereich. Sicher kann man diese auch unterschwimmen oder wie ein Delfin überspringen, dann befindet man sich aber sozusagen auf der "Auto-Schnellboot-Bahn" die von den zahlreichen Gefährten benützt wird um die Insel Saona zu erreichen. Vom Geräuschpegel oder hin und wieder an den Strand herüberziehenden Dieselgeruch sollte man sich auch nicht stören lassen. Umgebung. Ca. 10 Gehminuten entfernt das kleine Dorf in dem es zahlreiche landestypische Souvenir- Geschäfte gibt, sowie in der Nähe ein Casino.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Übliche Tagesanimation, Pool, sowie Liegen siehe oben im Text. Abendliche Animation nicht besonders hervorzuheben, üblich bis langweilig. Für francophone Gäste gibt es noch ein kleines Extraanimationsprogramm des Abends an der Haupt-(Pool)bar, dem sich auch sonst niemand zwangsläufig entziehen kann, sollte er sich denn gegen Sonnenuntergang dort aufhalten wollen und den Sundowner oder Aperitif oder Digestif, je nach zeitlicher Vorliebe und Planung, zu sich nehmen.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juli 2012
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Markus
    Alter:31-35
    Bewertungen:2