Die Aussenanlage des Hotels ist sehr gepflegt und schön Bepflanzt. Von Aussen ist alles sehr ansprechend und sauber. Im Inneren des Hotels findet man mehr Verbotsschilder als alles andere. Unser Zimmer war/ist zweckmäßig eingerichtet. Die Möbel erinnern ein wenig an Großmutters-Nachkriegszeit, aber zum Schlafen reicht's. Trotz Moskitoschutztür finden die Biester den Weg herein. Die Stiche vom 1. Tag jucken noch auf dem Rückflug. Wer länger als eine Woche im Nina verbleiben möchte, sollte einen aufblasbaren Kleiderschrank mitbringen, denn der hauseigene Kleiderschrank bietet so gut wie keinen Platz für die Kleidung von zwei Personen á zwei Wochen. Das Badezimmer ist ohne Fenster und gleicht einer Nasszelle. Wenn man die Türe öffnet, knallt sie direkt gegen die Toiletten-Schüssel. Die Armaturen sind stark verkalkt und es kleben totgeschlagene Mücken und dessen blutiger Inhalt an den Fliesen, was von dem Reinigungspersonal ignoriert oder nicht gesehen wird. Das Hotel ist sehr hellhörig. Wenn man einen leichten Schlaf hat, hört man seinen Zimmernachbarn schnarchen o.ä. Morgens ausschlafen ist leider unmöglich. Man wird zwangsläufig durch das Trampeln zum Frühstück und Plaudern auf dem Flur oder von Balkon zu Balkon geweckt. Rücksicht hat hier keiner genommen. Die hoteleigene Bar ist während der Essenszeiten zwar zugänglich, aber nicht besetzt. Nach Ablauf der Essenszeit (19:00 - 21:00 Uhr) wird der Speisesaal und die Bar durch ein Tau abgesperrt. Wer seinen nicht leer getrunkenen Wein mit auf's Zimmer nehmen möchte, wird schräg angeschaut. Nach dem Essen zum Rauchen nach draussen auf die Terrasse zu gehen, wird nicht gerne gesehen. Selbst Tische, Stühle und Aschenbecher wurden entfernt, so dass man gezwungen war, sich zum Rauchen an die noch nicht besetzte Poolbar zu begeben. Alternativ kann man sich auch auf die Marmortreppe setzen. Fremd eingekaufte Ware wird nicht gerne gesehen, was sich aber bei den extrem hohen Preisen im Hotel leider nicht vermeiden lässt. Eine Flasche stilles Wasser (1,5 L) kostet dort 2,10 EUR. Im Supermarkt bekommt man hierfür ein Sixpack Wasser.
Wie ich oben schon erwähnt habe, sind die Zimmer zweckmäßig eingerichtet. Eigentlich will man dort ja acuh nur schlafen. Wäre das ganze Hotel nicht so hellhörig ginge es noch. Der Badezimmer-Abluftschacht hat den Charme einer Sprechanlage. Das Mobiliar ist in die Jahre gekommen, aber zum Schlafen reicht es (wenn die Mücken einen lassen).
Wer gerne die deutsche nicht gutbürgerliche Küche mag und Zuhause vom Herd weg möchte, der sollte im Nina Hotel Urlaub machen; aber bitte nicht vergessen die Speisen mit reichlich Salz und Pfeffer nachzuwürzen, sonst schmeckt's überhaupt nicht. Olivenöl scheint auf Kos sehr teuer zu sein, von daher werden die "leckeren" deutschen Speisen höchstwahrscheinlich mit herkömmlichen Sonnenblumenöl angereichert. Wer länger als eine Woche dort ist, läuft Gefahr an Verstopfung zu leiden. Aus diesem Grunde muss man sich also keinerlei Gedanken um den Toillettengang auf dem Rückflug machen. Das Angebot der Speisen wiederholte sich in der zweiten Woche exakt. Das Frühstück war so schmackhaft, dass ich es fast jeden morgen verschlafen habe bzw. es verschlafen wollte. Das frisch gebackene Brot war so trocken, dass man es sich mit dem - ich spaße nicht, leckeren - Kaffee heruntermassieren musste. Wie die Wurst oder der Käse geschmeckt hat weiß ich nicht, denn ich habe DAS nicht probiert.
Das Personal ist suboptimal. Die Hotelchefin ist anfangs zurückhaltend und anschließend gekünzelt und überheblich freundlich. Über den Hotelchef kann ich mir - dessen Namen ist noch nicht einmal weiß - kann ich mir keine Meinung bilden, da er fast immer im Fernsehraum geschlafen hat. Das Servicepersonal beim Frühstück bzw. Abendessen war geübt freundlich. Postiv erwähnen möchte ich die Bedienung an der Poolbar "Tracy". Bei ihr hat man das Gefühl, dass man ein herzlich willkommener Gast ist. Sie ist für jeden Spaß oder Smalltalk offen. Das Reinigungspersonal ist sehr zurückhaltend und "muffelig". Die Reinigung der Zimmer läuft im "Schweinsgallopp" ab. Es wird mehr Zeit für das Falten (Schmetterling) der Bettlaken verbracht, als für das Reinigen der Möbel und Böden. Man kann sich ausschließlich auf englisch verständigen. Beschwerden haben wir uns erspart, da sie eh ignoriert werden. EINE SONNE IST FUER TRACY!!!
Das Hotel liegt mitten im Niemandsland. Der Ort ist mehr oder minder aus dem Boden gestampft. Der schöne Sandstrand ist über den Schleichweg in ca. 10 Minuten Zufuß erreichbar. Von dem "Ort" Marmari sollte man sich nicht zu viel versprechen. Supermarket, Autovermietung, Supermarket, Restaurant, Supermarket... Das war's! Auf der ganzen Insel haben wir - trotz 10 Tage Mietwagen - nicht ein einziges typisch griechisches Dorf gefunden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist sauber aber das Wasser sehr chlorhaltig. Liegen und Sonnenschirme waren kostenlos und ausreichend vorhanden. Allerdings war das Hotel nur zur Hälfte ausgebucht. Das Betreten den Pools war mit 10 Geboten verbunden, die deutlich sichtbar an einer Tafel angebracht sind. Z.B. darf man keine Getränke mit an den Pool nehmen. Dies wird zwar nicht immer beherzigt, jedoch wird einem fremd eingekauftes Wasser erst einmal abgenommen. Billard, Kicker, Tischtennis kann man für schlappe 2 EUR (pro Spiel!!!) im Keller spielen. Ich erspare mir auf die veraltete abgelegene Minigolf-Bahn - dessen Preis ich nicht kenne -einzugehen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kirsten |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 2 |


