Das Club Grand Side hat 5* an der Tür und im Katalog, der Preis ist ebenfalls entsprechend hoch. Deswegen muss sich die Anlage auch einer Bewertung gegen diese 5* gefallen lassen. Das Fazitz am Anfang. Es gibt drei Gründe, weswegen wir nicht wiederkommen und am Ende den Daumen nach unten senken: Zu kleines Familienzimmer, billiges Essen und zu wenig Liegen am Pool. In den Schulferien war das Hotel komplett ausgebucht, überwiegend deutsche Gäste, aber auch andere Nationalitäten (TR, NL, CZ, SK, F, S, GB, RUS). WLAN ist überall bis hin zum Strand verfügbar, 20 € für 2 Wochen. Einkaufen in den Geschäften gegenüber des Hotels ist nicht zu empfehlen, viel zu teuer, sehr überhebliche Verkäufer. Da lohnt sich der Weg nach Kumköy. Einziges gutes Geschäft ist Ali mit seinen Festpreisen (nach links an der Ecke). Links runter an der Kreuzung gibt es eine Massage (Pascha). Mir hat die Massage sehr gut getan, professionell und sauber. 20 Minuten Massage zu 9€, im Hotel kostet das 20 €.
Wir hatten ein Familienzimmer, zwei Schlafzimmer mit jeweils Dusche/WC. Dieses Zimmer (3411) war einfach zu klein. Es gab einen Hocker, 2 Stühle auf dem Balkon. Keinen Tisch, keine Ablage für Sachen, keine Haken, zuwenig Fächer. Im Zimmer selber gab es nur die Betten zum Sitzen. Die Sauberkeit war nicht immer optimal. Da wurden Handtücher vom Boden wieder aufgehängt, manche Flecken haben die 2 Wochen überdauert. Sehr positiv ist die leise und gut steuerbare Klimaanlage und die schöne Duschkabine mit Regendusche.
All inclusive umfasst das Hauptrestaurant, mehrere Bars, Strand- und Aquaworld-Restaurants und a-la carte. Insgesamt bekommt man fast immer Getränke und Essen. Auf den ersten Blick ist alles schön und lecker. Doch nach einiger Zeit haben wir gemerkt, dass nur billige Sachen verwendet werden. Getränke nicht von CocaCola oder Efes, sondern einer lokalen Sirupfabrik. Billige Spirituosen, keine Cocktails inlusive. Es gibt viel Geflügel, viel Hackfleichprodukte, kaum mal ein richtiges Steak. Mittag und Abends werden zwar live viele Sachen frisch gekocht, aber es sind Nudeln, Reis oder Gemüse. Die Salate waren jeden Tag gleich, immer wieder auch mit Konserven zubereitet. Auch die Desserts waren einfach nur süß ohne Abwechslung. Schade, da haben wir schon deutlich bessere Buffets gesehen. Das Geschirr war oft dreckig, man musste ständig aufpassen.
Alle Mitarbeiter sind wirklich bemüht, dass alles klappt und sauber ist. Wenn es mal irgendwo hakt, dann lag es oftmals an der schieren Menge von Gästen. Schlange stehen war ein unvermeidlicher Zustand an fast allen Aktivitäten.
Das Hotel liegt an einer wenig befahrenen Nebenstraße in Colakli. Die Zimmer verteilen sich auf mehrere Häuser, die in einer Gartenlandschaft stehen. Dadurch ist die Anlage weitläufig, alles verteilt sich recht gut und es wirkt nicht wie ein Betonbunker. Einige Zimmer liegen zur Küche, Wäscherei, Lüfter etc, da muss man eventuell aufpassen. Zum Strand sind es weniger als 5 Minuten durch einen Park. Zum Hotel gehört der Aquapark.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt einen Ruhepool, einen Hauptpool, Kinderpool und die Aquaworld. Die Aquaworld bietet eine Vielzahl von Aktivitäten. Der Nachteil von Pool und Aquaworld sind die Liegen. Am Pool sind spätesten 7:30 alle Liegen mit Handtüchern reserviert, solange es Hotelhandtücher sind wird das auch geduldet. Danach bekommt man keinen Platz mehr. Die Aquaworld öffnet 9:00, schon 30 Minuten vorher bilden sich Schlangen an den beiden Toren, und nach dem Öffnen ist auch dieses Gelände in wenigen Minuten komplett "reserviert". Es fehlen einfach Liegen, wenn das Hotel voll belegt ist. Das ist wohl schon seit Jahren so, und wird einfach akzeptiert. Der Strand ist breit und mit feinem Sand, das Meer geht recht flach rein. Hier gibt es ausreichend Liegen, die Auflagen sind mit Textilbezug und irgendwie wenig einladend. Der Liegenbereich ist ausreichend beschattet. Wir hatten bei der Kinderanimation auf den Katalog vertraut, der 3 Altersgruppen versprochen hatte. Leider war die Gruppe 9-12 Jahre nicht vorhanden. So blieb für die 12jährigen nur der Miniclub mit Sandbildern und Plätzchen backen, was natürlich nicht passt. Die Teenies wollten die "Kleinen" natürlich auch nicht mitnehmen. Das war eine große Enttäuschung.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Annett & Ronny |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 175 |


