Wir waren jetzt zum 18. Mal in der Türkei, und stellen hier einen Bericht über drei Wochen im Club Grand Side ins Netz, und welche Eindrücke wir mitgenommen haben. Das Hotel ist trotz seiner zwölf Jahre sehr gut „in Schuss“. Alles ist sehr sauber und nett begrünt. Zur Gästestruktur: über 90 v.H. deutsche Gäste. Der Rest verteilte sich auf Franzosen, Niederländer, Russen, Schweden, usw. Der absolute Clou war natürlich die Amazon Water World! Super klasse, was hier vor zwei Jahren für sechs Millionen Euro gebaut wurde! Es war ein riesengroßes Vergnügen, durch den 475 m langen Lazy River zu schwimmen, mit seinen tollen Grotten und Höhlen. Und die Rutschen waren auch klasse. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Zeit, in der man die Rutschen benutzen konnte, sehr viel länger sein kann (sonst war das Wasser nämlich ausgestellt). Und (Tipp!) wenn man - wie wir - abends nie einen Platz an der Pool-Bar bekamen, konnte man in der Amazon-Water-World ausgezeichnet den Tag ausklingen lassen. Vor der Disco sind viele Stühle, und Getränke bekam man auch. Und das schönste: bis etwa 23.00 Uhr war der Lazy River im vorderen Teil beleuchtet. Herrliche Atmosphäre! Wir haben gleich zu Beginn unseres Urlaubs die Delfin-Bootstour am Stand gebucht. War eine tolle Sache: Der Tagesausflug kostete 15 Euro p.P. und man wurde unterwegs gut informiert, hatten einige Bademöglichkeiten, das Essen super lecker und zur Krönung haben wir dann sehr lange die Delfine gesehen. Wenn man am Vortag seine Handtücher abgibt, werden sogar die „guten“ Plätze auf dem Boot reserviert. Gebucht haben wir am Strand bei Kemal. Wenn man nach links zum Steg geht. Später haben wir noch die Fahrt „Green Canyon“ mitgemacht. Sie war zwar etwas teurer, hat sich aber absolut gelohnt! Hier fuhr man mit Strom betriebenen Booten über einen Stausee. Dieser ist sieben km lang und durch den hohen Nährstoffgehalt im Wasser bietet sich einem ein phantastischer, fast unwirklicher Anblick. Die Farben des Wassers leuchten in allen möglichen Blau- und Grüntönen. Dann gucken die abgestorbenen Baumspitzen aus dem Wasser und wenn man nach oben schaute, ragen die Berge, so scheint es, fast bin in den Himmel. Und als Krönung läuft die ganze Zeit über sphärische Musik. Klasse! Man hatte zwei Badepausen und das Mittagessen wurde in einem Restaurant eingenommen. Hier hatte man hat die Wahl zwischen Hühnchen und Fisch, und kann sich am großen Salatbüffet bedienen. Am besten macht man diese Fahrt am Samstag oder Sonntag, da dann am wenigsten los ist. Zu unserer Zeit war nur noch ein weiteres Boot unterwegs, dass wir aber nur zum Ende wieder gesehen haben. Bei den Fahrten werden übrigens auch immer Fotos gemacht. Wir waren erstaunt, wie hochwertig und professionell hier gearbeitet wurde. Besonders gut haben uns die Fotos gefallen, die wie eine Postkarte gestaltet waren. Also ein Bild von uns in der Mitte und außen herum andere Fotos vom Canyon, Landschaft, Schildkröten usw. Und natürlich sollte auch hier gehandelt werden. Der Anfang der DVD, die man kaufen konnte, hat uns nicht so gut gefallen. Nachher wurde sie besser.
Die Zimmer sind geräumig ,bieten viele Ablagemöglichkeiten, waren aber leider äußerst hellhöhrig. Es gab viele deutsche Fernsehprogramme; bei denen einige sogar Videotext empfangen haben. Trotzdem gehören Ohropax unbedingt ins Gepäck. Die Klimaanlage ging bei uns nur tagsüber. Sie kühlte leider nachts nicht. Schön war, dass wir die meiste Zeit über sehr ruhige Nachbarn hatten.
Hier punktet das Hotel am meisten! Die Gastronomie war der absolute Hit. Eine riesen Auswahl an Broten, Marmeladen, Salaten, Obst, Haupt- und Nachspeisen. Alles sehr, sehr lecker, sehr gut verträglich und sobald etwas leer war, wurde sofort wieder aufgefüllt. Super lecker auch der Orangensaft. Hier kostete das Glas BIO-Orangen nur einen Euro. Erwähnen müssen wir dann noch den Käse. Noch niemals vorher haben wir in der Türkei so viele und zudem super leckere Käsesorten zur Auswahl gehabt. Alles wurde selbst hergestellt! Nicht gut war der Aufbau des Restaurants! Abends ging es zu wie in einem Ameisenhaufen, und wenn man sich am Ende der Schlange das erste Gericht nahm, war es, als man durch war, garantiert kalt. Das kann bzw. müsste man besser lösen.
Fangen wir mal mit der Rezeption an: unser Reisebüro hatte ein Fax an das Hotel geschickt, mit der Bitte, uns ein ruhiges Zimmer zu geben. Was war das Ergebnis? Weil das Hotel „ausgebucht“ war, kamen wir in ein Dachzimmer! Hier waren die Decken so niedrig, dass ich mir mehrmals den Kopf gestoßen habe. Außerdem waren vorher die Fenster zu, so dass wir nachts trotz Klimaanlage kaum ein Auge zu bekamen. Am nächsten Tag sind wir dann mehrfach zur Rezeption und haben zur Entschädigung einen Obstkorb und eine Flasche Wein erhalten. Außerdem wurden uns die Kosten für den Safe erlassen. Nett! Das neue Zimmer lag dann übrigens direkt zu Disco raus. Soviel zur Bitte um ein ruhiges Zimmer. Nach rund einer Woche haben wir darauf hingewiesen, dass der Badewannengriff daneben hängt. Bis zu unserer Abreise wurde es auch nicht behoben. Hätte ja auch eigentlich das Zimmermädchen sehen müssen. Wobei wir beim nächsten Thema wären: Die Zimmerreinigung. Die Reste der großen Motte, die ich am ersten Abend erlegt hatte, waren am Ende unseres Urlaubs immer noch da. Außerdem fehlte immer irgendetwas. Entweder wurde kein Toilettenpapier hingestellt oder keine Wasserflasche, die Seife nicht aufgefüllt oder die Flasche tagelang auf dem Waschbecken stehen gelassen. Dann fehlten die Handtücher, es war mehr als oberflächlich durchgewischt und so weiter und so fort. Nach meiner Auffassung war das mit das schlechteste Zimmermädchen, das wir jemals hatten. Die Kellner waren ok; aber auch diesen Service haben wir das schon viel besser erlebt. Hier bleibt festzustellen, dass im allgemeinen die Kellner im Schwestern-Club Aqua viel mehr auf zack waren!
Die Lage war gut. Der Transfer vom und zum Flughafen dauerte jeweils rund eineinhalb Stunden. Das Hotel liegt nach unserer Auffassung am schönsten Strandabschnitt in Colakli: super breit und super lang. Bis man bis zum Bauch im Wasser steht, muss man auch weit gehen; schön für Kinder. Liegen waren zu jeder Tageszeit reichlich am Strand vorhanden. Der „lange“ Weg zum Stand hat uns nichts ausgemacht. Man geht ja auch durch einen Garten und hat kein weiteres Hotel dazwischen. Wenn man sich abends die Beine vertreten wollte, kam man beim Verlassen sofort auf die Shopping-Meile. Hier bekam man alles, was das Herz begehrt. Von der Apotheke über Reisebüros bis hin zu allen möglichen Klamottenläden. Was uns auffiel, war, dass einige Verkäufer ein Verhalten an den Tag legten, dass man aus dem Staunen nicht mehr raus kam. Ich selbst wurde gleich am ersten Abend aufs übelste beschimpft, weil ich es gewagt hatte, drei Hosen anzuprobieren und keine zu kaufen. Später bekamen wir noch mit, wie vier Frauen aus einem Ledergeschäft kamen und so derbe beschimpft wurden, dass eine ihre Tränen nicht mehr aufhalten konnte. Natürlich ist das längst nicht überall so. Wir haben ja auch gut gefeilscht und schön eingekauft. Aber wenn Sie sich ein ungeheuerliches Theater ersparen möchten, meiden Sie den letzten KLAMOTTEN-Laden auf der linken Seite! Viel schöner ist das Outlet-Shopping-Center. Dort gibt es gute Qualität zu Festpreisen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Juni 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrich |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 6 |


