Im Badezimmer fehlen die sonst im Vierstern-Standard enthaltenen Dinge wie Haarföhn, Shampoo und Papiertücher (z. B. Kleenex). Der Fernseher war sehr klein und hatte vor allem keine Fernbedienung, daher musste man für jegliche Änderung - Programmwahl, Lautstärke - aufstehen und diese am Gerät vornehmen. Ein besonders gravierendes Problem ergibt sich aus der fehlenden Minibar, die zumindest Trinkwasser enthalten sollte. In der ganzen Anlage kann man nämlich nur im Restaurant und in der Bar (während der jeweiligen Öffnungszeiten.) glasweise bzw. in Plastikbechern Wasser erhalten. Vom Zimmer aus bedeutet dies unter Tags einen mehrere hundert Meter weiten Marsch. Sollte man plötzlich während der Nacht Trinkwasser brauchen (Durst, Medikament etc.) steht man vor einem unlösbaren Problem, da das Leitungswasser dafür nicht geeignet ist. Als wir bereits am ersten Abend das Personal an der Rezeption darauf ansprachen, erhielten wir den lapidaren Ratschlag man solle sich am nächsten Morgen eine oder mehrere 1,5 Liter Wasserflaschen im (ca. 1000m entfernten) Supermarkt besorgen, diese im Zimmer lagern (das bedeutet lauwarm) und dafür ein paar Plastikbecher aus der Pool-Bar mitzunehmen. Für den gegenständlichen Abend solle man sich eben ein Glas Wasser aus der Bar holen und ins Zimmer mitnehmen (dabei ist noch darauf hinzuweisen, dass laut Hausordnung die Mitnahme von Getränken in die Zimmer generell verboten war). Beim Frühstück waren keine Zitronen für den Tee vorhanden. Nach Reklamation wurde dies vom Personal so gelöst, dass jemand aus der Bar vom Vorabend übrig gebliebene Zitronenstücke holte. Diese waren aber nicht nur ziemlich ausgetrocknet sondern auch bereits für die Dekoration von Cocktails vor geschnitten. Man musste also mit den Fingern versuchen aus diesen Stückchen noch ein wenig Saft heraus zu pressen. Obwohl daraufhin gebeten wurde, jeweils am Morgen einige in Viertel geschnittene Zitronenstücke bereit zu halten, wurde dieser einfache Wunsch nicht erfüllt. Orangensaft war nicht erhältlich. Weder frisch gepresster (auch nicht gegen Aufpreis) noch von jener Qualität wie man sie im Supermarkt erhält (aus konzentriertem Orangensaft ohne oder mit Zuckerzusatz) was wohl das Mindeste ist, das man von einem Vierstern-Standard erwarten kann. Angeboten wurden lediglich einige Chemie Limonaden (ohne Kohlensäure) in den Geschmacksrichtungen Orange, Grapefruit und Ananas, die man sich aus einem Automaten holen konnte. Auch das unter Tags erhältliche Mineralwasser war zum Frühstück nicht erhältlich, da die entsprechenden Fontänen deaktiviert waren. Man konnte Wasser lediglich aus dem Limonadeautomaten beziehen. Dieses Wasser schmeckte jedoch nach Maschine oder Automat und war meist durch Nachtropfen von Limonade (n) aus den anderen Röhrchen nicht mehr rein. Kaffee gab es nur in zwei unakzeptablen Varianten: • Zum Frühstück konnte man Thermoskannen mit Frühstückskaffee erhalten. Ein von Farbe und Geschmack eher unbestimmtes und unakzeptables Gebräu, das manche versuchten dadurch zu verbessern indem sie in Briefchen vorhandenes dekaffiniertes Kaffeepulver dazu gaben (normales Kaffeepulver war nicht erhältlich). • Außerhalb der Frühstückszeit, nach Öffnung des so genannten Pool Bar-Restaurants ab 11:00 -konnte man sich einen Kaffee aus einem Automaten ´gönnen´. Dieser Automat war ähnlich jenen, die man in Kantinen, Garagen und Wartesälen findet, wo mit Kaffeepulver und Milchpulver und Wasser ein entfernt kaffeeähnliches Getränk erstellt wird. Es war also nicht möglich - auch nicht gegen Bezahlung - einen Espresso, eine Melange, caffe latte oder Ähnliches auf Basis einer normalen Kaffe/Espressomaschine zu erhalten. Einen derartigen ´Luxus´ gab es in der gesamten Anlage nicht. Das Angebot an Speisen (Buffet) und die Qualität waren inakzeptabel. Am täglich ausgehängten Menüplan waren klingende Namen angegeben, die (zumindest anfangs) eine gewisse Vorfreude auslösten. Was jedoch konkret unter einem klingenden Namen angeboten wurde, stand in krassem Gegensatz dazu. Der generelle Eindruck war, dass die Speisen lieblos und mit wenig Würzung (Salz, Kräuter, Gewürzen, etc.) zubereitet wurden. Da es schwierig ist, die fehlende Qualität zu beweisen, werden hier nur jene Beispiele angeführt, die es erlauben, an Hand konkreter Ereignisse zu urteilen. Beim Abendessen gab es jeweils nur eine Suppe welche jeweils von geringer Qualität war. Bei einem ´asiatischen Abend´ wurde zum Beispiel eine Wan Tan Suppe angekündigt. Diese stellte sich jedoch als klare Suppe mit wenigen Stückchen von Hühnerfleisch und Karotten heraus. Nach Reklamation beim Chefkellner rief dieser den (? Chef-) Koch herbei. Dieser versuchte den Gästen einzureden, dass dies sehr wohl eine Wan Tan Suppe sei. Dies erlaubt zwei Interpretationen: 1. Der Koch wusste nicht was eine Wan Tan Suppe ist und disqualifizierte sich dadurch als Koch. 2. Er wusste was eine Wan Tan Suppe ist, versuchte aber einen Betrug an den Gästen. Das Salatbuffet war gleichzeitig das Vorspeisenbuffet. Außer einigen Salaten (meist nur geschnittenem Kraut, Paprika, und Tomaten (halbreif und von geringer Qualität, obwohl Fuerteventura einige der besten Tomatensorten produziert.) sowie rote Rüben, Karotten und kleine Maiskolben etc. (aus Dosen und Einmachgläsern) mit drei Dressings. Es gab höchstens eine Vorspeise, zum Beispiel gab es als Highlight einmal ungeschälte Shrimps von minderer Qualität (Schalenprobe.). Ein anderes Mal war ´vitello tonnato´ angekündigt. Diese italienische Vorspeise stellte sich jedoch als dünn geschnittenes Rindfleisch heraus, über welches einige dünne Streifen von Mayonnaise gezogen waren. Es war also weder Kalbfleisch noch wurde es mit der ´tonnato´ Sauce (Tunfisch, Kapern etc.) angerichtet. Ein anderes Mal war Roastbeef angekündigt. Auch hier handelte es sich um gekochte geschnittene Rindfleischstücke und nicht um das angekündigte, typische, gebratene Rindfleisch auf englische Art mit rosa bis blutigem Zentrum. Eines Abends fehlte die (einzige.) für das das Abendessen angekündigte Vorspeise: geräucherter Schwertfisch. Auf Anfrage erhielt man die Auskunft, dass es am Markt leider keinen mehr gegeben habe. Wenn man weiß, wie normalerweise in einem Vierstern Hotelbetrieb geplant und gearbeitet wird, erscheint diese Ausrede lächerlich. Die Zeiten für das Abendessen waren mit 18:30 bis 20:30 zu früh bzw. zu kurz. Dies umso mehr als nach 20:00 keine Nachlieferung von Speisen mehr erfolgte und bereits weggeräumt und für das Frühstück gedeckt wurde. Das Mittagsbuffet war noch um einiges eingeschränkter als das Abendbuffet. Der Speisesaal, der gleichzeitig als Poolbar gehandelt wird ist ausgesprochen hässlich und abstoßend, und genau so sind die Tische gedeckt. Es gab nur einen Kellner. Dieser war schon mit dem Wegräumen der Speisen überlastet. Nur ein viel zu kleiner Teil der Tische war überhaupt gedeckt. Dünnste Papierservietten sowie das Besteck musste man sich oft schon für die Vorspeise organisieren da man keinen gedeckten Tisch mehr fand. Für die Getränke aus den Fontänen gab es nur Plastikbecher. Waren diese mindestens halb leer getrunken, dann wurden sie häufig durch den durch die offenen Türen einströmenden Wind umgestürzt. Es gab keine (besseren) Getränke, die man gegen Bezahlung erhalten konnte. Der Pool ist relativ groß und sauber. Leider hat er nur eine Maximaltiefe von 90 cm, am Rand weniger. Ein etwas sportlicheres Schwimmen ist daher unmöglich. Ein weiteres Manko ist, dass er erst ab 11:00 benutzt werden darf. Morgendliches Schwimmen oder gar vor dem Frühstück ist daher nicht möglich. Die Animation bzw. das Angebot an Abendveranstaltungen war je nach Sichtweise minimal oder katastrophal. Zum Beispiel bestand zwei Mal innerhalb einer Woche die Abendunterhaltung nur aus einem Bingo Spiel. Bei diesem waren zwei Preise zu gewinnen: ein Cocktail (auf Basis der ´Fruchtlimonaden´) und eine Flasche Schaumwein.