Der Eingangsbereich des Hotels wirkt ansprechend und gepflegt. Die Bilder an den Wänden sind sehr geschmackvoll gestaltet. Der Weg zu unserem Zimmer war kompliziert und weit (8 min), da das Zimmer im C Bereich hinter dem Pool lag. Die Gänge weisen schon einige Alterserscheinungen auf, so dass der Putz bröckelt. Auch die Farbe an einigen Balkons ist sehr verblichen oder ganz weg und macht keinen guten Eindruck. Die Gäste kamen aus verschiedenen Ländern, d. h. es waren nicht vorwiegend "Deutsche" anwesend. Zum Großteil wurde das Hotel von Familien besucht. Die Anlage ist in "Ringform" angelegt und sieht von außen sehr futuristisch aus. Anfang Juli war es sehr windig, geradezu stürmisch. Das Wetter insgesamt sehr wechselhaft (die ersten 3 Tage war Calima, von der Sahara vernebelt Staub in der Luft den Himmel, so dass es immer kebelig ist). In Jandia ist es windstiller und sonniger, auch der Strand gepflegter und hellsandiger. Deswegen würden wir nicht mehr nach Costa Calma gehen, sondern nach Jandia. Zu empfehlen ist das Shopping-Center El Palmeral mit der gemütlichen Fuerte Action Bar und einigen netten Läden. Es mischt sich deutsch und internationales Urlaubs-Publikum (kein Touristenghetto). Die Coktails sind lecker! Das Hotel würden wir wegen der schlechten Lage und dem sehr mittelmäßigen Essen nicht weiterempfehlen, außer man hat keine Ansprüche an abwechslungsreiche qualitative und gute Küche.
Die Zimmer sind geräumig und sauber. Es gibt keinen Fön, und die Fernbedienung für TV muss man eine Kaution von 6 Euro bezahlen. Sehr vermisst haben wir auch den Kühlschrank (müsste für 4 Sterne drin sein). Insgesamt war es relativ leise, man fühlte sich sicher im Hotel. Die Reinigung verlief gut und reibungslos, es wurden immer die Handtücher gewechselt. Den Safe haben wir für 2 Euro am Tag gemietet.
Wir hatten nur Frühstück und Abendessen. Zum Frühstück: Nicht zu empfehlen ist auf jeden Fall der Kaffe, welcher nach Chlorwasser schmeckt und dazu noch lauwarm aus versifften Kannen serviert wurde. Besser auf Kakao oder Tee umsteigen, da sonst Durchfall-Gefahr! Die Brötchen kann man gegen die Wand werfen, so Gummi, wie sie sind. Aufschneiden fällt daher schon schwer mit den stumpfen Messern. Lieber Brot oder Toast mit Wartezeit, da alle anderen auch Toast favorisieren. Müsli-Buffet war o. K., auch die Jogurts. Jetzt zum Abendessen: Sehr eintönig und ungewürzt und wie alle anderen schon erwähnten, POMMES zum Abwinken. Diese immer matschig und lauwarm. Die Salatsaucen sind ungenießbar, lieber selbst anmachen. Für Vegetarier ist die Auswahl ernüchternd, wir essen immerhin noch Fisch, welcher zumeist Grätenfrei war. Ansonsten sehr Fleischlastig, wenig bis gar kein Gemüse, und wenn dann zu Babybrei weichgekocht. Das gesamte Essen trieft vor Fett, schmeckt aber nach nichts. Es wiederholt sich Abend für Abend. Unsere bisher gebuchten 3-Sterne Hotel boten immer besseres Essen und mehr Auswahl. Der Nachtisch ist nicht schlecht, wer´s süss mag: Eis, Kuchen, Puddings, Cremes, Obst (teilweise aus der Dose). Im Speisesaal geht es sehr hektisch zu, daher ist ein Tisch draußen empfehlenswert. Hier sind die Tische leider oft nicht eingedeckt, dh. es fehlt die Hälfte an Besteck oder auch Servietten. Die Kellner sind zum Großteil freundlich. Das Geschirr und Besteck ist häufig dreckig und weist Essensreste auf, was sehr unappetitlich wirkt. Es mangelt vor allem an kleinen Löffeln!
Bei unserer Ankunft war eine Dame am Empfang, welche nicht sehr freundlich war (wenig Info´s, sehr wortkarg). Das Personal im gesamten Hotel spricht schlecht deutsch und englisch. Wir hatten HP gebucht und waren in der absoluten Minderheit, da alle anderen AI hatten. Mit diesem Zustand kommt das Personal im Restaurant nur schlecht zurecht. Am 1. Abend mussten wir für ein Glas Wasser nichts bezahlen, so dass wir die Tage darauf selbst Wasser zapften. Am 4 Tag kam dann ein Kellner beim Abendessen auf uns zu und wies uns umständlich darauf hin, dass wir dies bezahlen müssten. Dann wollte er doch wieder kein Geld dafür haben, was uns sehr verunsicherte und uns auch peinlich berührte. Die letzten Tage tranken wir dann nichts mehr zum Essen, aus Angst, wieder als "Wasserdieb" stigmatisiert zu werden. Das zeugt davon, dass das Hotel mit dem Umgang von HP Gästen überfordert ist, es gibt vorweg keine Infos, wie das Prozedere mit den Getränken abläuft. Sehr blamabel und ein Armutszeugnis für das Hotel (Gäste werden bloß gestellt!). Die Reinigung der Zimmer war gut, wir konnten uns nicht über mangelnde Sauberkeit beschweren. Animation haben wir nicht genutzt, wirkte aber nach außen sehr laienhaft und nicht wirklich motivierend.
Das Hotel liegt weit außerhalb der nicht vorhandenen Ortschaft (es gibt keinen Ortskern im herkömmlichen Sinn) sowie von den schönen Stränden. Die angespriesene ruhige Lage gleicht diesen Umstand leider nicht aus, da auch der Bus sehr unzuverlässig fährt, und somit lange Wartezeiten verursacht. Bustickets müssen an der Rezeption geholt werden, sonst muß die Fahrt selbst bezahlt werden. Die Tickets gelten nicht mehr ab 17:00. Der nächste größere Supermarkt (Maxcoop) ist nach ca. 10 min Fußmarsch zu erreichen. Der Shuttlebus hält am Hotel Playa Esmeralda, wo ein schöner Strandabschnitt (nach rechts) beginnt. Allerdings beginnt hier auch die "Starkwindzone" in der einem der Passat ziemlich "einheizt" und das Badevergnügen versalzen kann. Und noch etwas sehr wichtiges: Rund um die Zone des Hotels Playa Esmeralda (ca. 500- 700 Meter) kommt einem ein sehr eigentümlicher Geruch in die Nase, die sogenannte "Katzen-Klippe". Das ist eine Biogas-Anlage, welche ein sehr übelriechenden Gestank verströmt, so dass man sich fast übergeben muss. Bei schlechten Windverhältnissen kann dies bis zum Badestrand reichen. Dieser Zustand kann unserer Meinung nach "Alles verderben"! Der Transfer zum Flughafen beträgt ca. 1 Stunde.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Poolbereich ist relativ groß, wir sind nie im Pool geschwommen. Die Liegen sehen sehr schmuddelig aus. Es gibt kein Kampf um die Liegen, es stehen genügend zur Verfügung. Das Sportprogramm haben wir auch nicht genutzt, der Fitness- und Squaschraum sahen aber nicht sehr einladend aus. Die abendliche Animation in der Marilyn-Bar haben wir nicht in Anspruch genommen, der Raum wirkte sehr dunkel und muffig. Die gesamten 7 Tage, welche wir da waren, wurden wir mit "James Blunt" beschallt: James Blunt im Zimmerradio, aus der Poolbar, Eingangsbereich und in der Innenbar. Der nächstgelegene Strand liegt 20-30 min zu Fuss aber auch mit Shuttle-Bus, durch Verspätung und Umwege!!! Der vordere Strand ist sehr felsig und steinig, auch im Wasser. Erst später wird der Strand feinsandiger und breiter. Leider war es zu unserer Zeit immer "extrem" stürmisch, so dass es fast unmöglich war, auf dem Handtuch zu liegen. Einen eigenen Schirm hätten wir nicht aufstellen können, da dieser weggeweht wäre. So mussten wir zum 1. Mal in unserem Leben auf die überteuerten Liegen und Schirme zurückgreifen (9 Euro am Tag, egal wann man kommt). Die jungen Herren "Abkassierer" kommen ziemlich fix und zocken das Geld ab. Pünktlich um halb sechs wird einem frech der Schirm zugemacht, da die Jungs Feierabend machen wollen. Dagegen muss man sich dann zur Wehr setzten und versprechen, den Schirm dann selbst zu zumachen. Der Strand in Jandia wirkt schöner und einladender, auch wesentlich gepfleger (weniger Müll und Kippen). Auch der Wind weht hier nicht so stark und der Himmel ist blauer, sowie das Klima wärmer. Die Shoppingmeile dort ist komprimierter (weniger Fußwege), in Costa Calma hingegen ist alles sehr weitläufig und mühselig zu erreichen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alexandra |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 5 |


