Das Coral Beach Rotana Resort ist eigentlich eine wunderschön angelegte Anlage, mit 500 unterschiedlich gepflegten Appartements. Der Strand lädt zum Baden, Tauchen und Schnorcheln ein. Sportliche Möglichkeiten sind ausreichend gegeben. Es könnte alles so schön sein ... wenn es da nicht einige grundlegende Dinge gäbe, weswegen wir das Hotel nicht weiterempfehlen können. Das liegt zum einen an dem teilweise niveaulosen Verhalten der gefühlten 95% russischen Gäste und zum anderen an der entsprechenden Reaktion des Hotels. Man kann sicherlich über einige Kleinigkeiten hinwegsehen, aber das Trinken aus 0,1 l Plastikbechern, Billigessen mit der Qualität und Geräuschkulisse einer Werkskantine ist dann sicherlich nicht das, was man sich unter Urlaub in einem 4-Sterne-Hotel mit AI - Verpflegung vorstellt. NEGATIV: - Vorsicht beim Taxifahren. (Abzocke, Absprache mit Geschäftsbesitzern, wo das Taxi dann hält) - Nervige, hartnäckige Strandverkäufer - Hotelsäfte und Kaffee vermeiden (Durchfallgefahr) Ausflugtips: - Bootsausflüge mit Schnorcheltour (Getränke mitnehmen) - Quad-Tour - Tauchen allgemein - weitere Ausflüge zu unserer Zeit wegen poltischen Unruhen nicht möglich Internet: DSL-Stick für 30 EUR /14 Tage
Unser zugeteiltes Zimmer/Appartement war knapp 45 m² gross und hatte zusätzlich noch eine Terrasse. Einziges Manko war, daß der Weg zum Meer uns wegen einer Knieoperation etwas weit weg war. Aus diesem Grund fragten wir an der Rezeption nach, ob ein nahe liegenderes Zimmer frei ist. Dort wurde uns auch ein anderes angeboten, jedoch war dieses nur halb so gross, roch muffig, hatte den kleineren Fernseher, ein kleineres Bad und wirkte insgesamt bei Weitem nicht so luxuriös wie unseres. Also entschlossen wir uns, unser aktuelles Zimmer zu behalten. Im Zimmer; Klimaautomatik, 32 Zoll- Flachbild TV (ZDF und RTL II), kostenloser Safe, 4-teiliger geräumiger Kleiderschrank, Rauchmelder, Grosses Bad mit modernen Armaturen, Kühlschrank, Telefon 1 Stern Abzug wegen fehlendem WLAN und weiter Entfernung zum Strand. Ach ja, aktuell befindet sich 600m unterhalb am Meer eine Baustelle. Durch diese Entfernung bekommen wir vom Krach dort nichts mit, haben aber von anderen Gästen gehört, dass diese dadurch geweckt werden.
Der eigentlich schön gestaltete Speisesaal des einzigen (AI) Mermaid - Hauptrestaurant gleicht zu den Essenszeiten eher einer Moskauer Betriebskantine, wie wir es nur selten erlebt haben. Man stelle es sich einmal so vor: 1.000 Gäste (davon gefühlte 950 Russen) positionieren sich beginnend ab 18.30 Uhr in der Nähe der Restauranttür, welche um 19.00 Uhr öffnen wird. Nach dem Prinzip, Auf die Plätze - fertig - los, wird dann das Restaurant "gestürmt" und die Teller werden befüllt, als gebe es morgen keine Nahrung auf diesem Planeten mehr. Es tut beim Zusehen weh, wenn man sieht, wieviel Essen danach entsorgt werden muss, da einige nicht einmal die Hälfte Ihrer befüllten Teller essen ! Aus diesem Grund ist es nachvollziehbar, dass die Buffets zu den Essenszeiten immer nach dem gleichem Schema aufgebaut sind. Zuerst gibt es grosse Schalen Reis, dann Kartoffeln, dann Bohnen, Gemüse, Eintöpfe (teilweise mit kleinen Fleischstückchen) und themenweise auch Kalamaris und panierten Fischstückchen, (themenweise auch Geflügel). Um an ein Stückchen Fleisch zu kommen, muss man dann einige Minuten am Grill anstehen. Parallel gibt es eine gut sortierte Salatbar, sowie ein umfangreiches Kuchenstückchen-Buffet. Der geschätzte "Materialwert" dieser Mahlzeiten dürfte jedoch kaum höher als 2,00 EUR betragen ... Getränke an der Pool- und Strandbar erhält man ausschliesslich nur aus 0,1 l Plastikbechern, (welche uns als Urinprobenbechern bekannt sind) weswegen wir uns in der Folgezeit selbst mit Getränken versorgt haben. Säfte zum Selberzapfen sind mit Wasser verdünnt (mit Verdacht auf Durchfallgefahr).
Wie so oft, haben wir die Erfahrung gemacht, wenn man zum Personal freundlich ist, wird diese Freundlichkeit auch erwidert. Natürlich ist (wie in nahezu allen arabischen Reiseländern) auch ein Trinkgeld hilfreich, um die einen oder anderen Privilegien zu erhalten. Leider sind zahlreichen Miturlaubern, insbesondere diesen aus den ehemaligen russischen Staaten, solche Worte wie "Danke" oder "Bitte " völlig fremd und das Personal wird eher in Befehlsform delegiert, weswegen schnell klar wird, warum dem Personal dann auch das Lächeln vergangen ist. In den meisten Fällen kann man sich auf Englisch verständigen, mit Deutsch kommt man jedoch nicht sehr weit. Unser Zimmer/Appartement wurde täglich zu unserer vollsten Zufriedenheit gereinigt.
Vom Flughafen aus ist man in knapp 20 Minuten bereits auf dem Resortgelände des Coral Beach, welches je nach Lage des gebuchten Appartement zwischen 500m und 1500m vom Meer entfernt ist. Auf dem Gelände selbst gibt es vereinzelte kleine Shops, welche Ihre Waren (natürlich zu überhöhten) Preisen anbieten. Da das Coral Beach das südlichste in Hurghada befindliche Hotel ist und dadurch sehr abgelegen ist, gibt es zu Fuss keine Gelegenheiten anderweitig zu shoppen oder überhaupt irgendetwas anderes zu unternehmen. Die wenig sehenswerte Stadt Hurghada (Sekalla oder AdDahar Downtown) erreicht man mit Taxis, je nach Verhandlungsgeschick in unterschiedlichen Preiskategorien. Empfindlichen Menschen raten wir von einem Besuch dieser Stadt ab, da man sofort als Tourist erkannt wird und dadurch permanent, phasenweise auch aggressiv zum Kauf div. Waren bedrängt wird. Abseits der verkehrschaotischen Strassen sieht man überall Schmutz, Müll, Bauschutt, Autowracks und abgenagte Knochenteile (!) Dementsprechend ist auch der Geruch, besser gesagt, der Gestank der dann in den heissen Sommermonaten die Stadt umhüllt. Der Besuch von Gemüse-, Fisch- oder Fleischmärkten (inkl. Liveschlachtungen) sollte daher auch sorgfältig überlegt sein ! Mit dem Taxi kann man in 5 Min ein modernes, klimatisiertes Einkaufscenter westlichen Standards (SenzoMall) mit ein paar Boutiquen, Lebensmitteln, Kino, McDonalds uvm. erreichen. (Dieses haben wir öfters aufgesucht, da wir uns mit Getränken selbst versorgt haben.)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt ein umfangreiches Animationsprogramm zu allen Tageszeiten für gross und klein, dass sich jedoch ständig wiederholt. Es gibt 2 Swimmingpools. Der grosse Pool mit Poolbar ist nicht gefliest, sondern nur mit Poolfolien ausgelegt. Dieser wirkt auch soweit gepflegt, jedoch sollte man möglichst nicht unter die sich ablösenden Folien an Beckenrand oder Poolbar blicken. Dort bildet sich leider kein so schönes Bild. Der zweite kleinere Pool wirkt leider auch nicht mehr einladender. Das Wasser sieht trübe aus und die Beckenwände haben etliche schwarze Sporenspuren. Darüberhinaus gibt es 3 Tennisplätze, einen Fussballplatz, ein Beachvolleyballfeld, Bocciaspielfeld. Bis auf das Volleyballfeld sind die anderen Plätze verwaist und ungepflegt, was sicherlich an den hohen Temperaturen liegt und daher keiner spielen mag. Sehr empfehlenswert ist das Schnorcheln am Bootssteg beim Dive-Point, welcher sich südlichen Ende der Anlage befindet.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rene |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 11 |


