Katastrophe - an Urlaub nicht zu denken - wir haben unsere Reise vorzeitig beendet. Nie im Leben 4 Sterne. Bruchbude mit Kantinenessen und unfreundlichem Personal. Der in der Hotelbeschreibung angepriesene feine Sandstrand mit Kieseln versetzt, entpuppte sich als Sandstrand mit großen Steinen und Betonbrocken. Die Liegen am Strand stehen so nah beieinander, dass man kaum Platz hat, seine Liege um die eigene Achse zu drehen, ohne seinen Nachbar zu stören oder in die Quere zu kommen. Mitten am Strand befand sich ein großes Abwasserrohr, das hieraus abgegebene Wasser lief in einem Rinnsal den Strand hinab ins Meer. Auch das Abwasser aus Duschen und Toilettenhäuschen bildet ein nicht schön anzusehendes Rinnsal in Richtung des Strandes.
Wir hatten angeblich ein Sparzimmer gebucht - auf meiner Reisebestätigung stand Double Room Garden View - wer auch immer recht hat. Dieses war ausgestattet mit einem Kleiderschrank, in welchem sich ca 8 Kleiderbügel befanden und 3 kleinen Schubläden, für 2 Erwachsene für 14 Tage eindeutig zu wenig Stauraum. Zum Glück gibt es im Schreibtisch 2 weitere große Schubläden, wo ein paar Sachen reinpassten. Es gibt ein Bett, welches eher einer Stahlplatte mit Federn gleicht. In der Mitte war es allerdings so durchgelegen, dass man permanent in der mitte zusammenrollt. Eine Couch gibt es auch- die diente nur als Kofferablage. Dann gibt es noch ein Badezimmer - wo soll ich anfangen ? Schimmel in den Ecken, an der Duschwand und in den Fugen. Unerklärliche Flecken auf dem Spiegel. Haare vom Vorgänger überall. Die sogenannte Duschwand an der Badewanne ist ca 50 cm Breit, was dazu führt dass man beim Duschen ausnahmslos immer das komplette Badezimmer flutet. Es gibt kein Fenster um danach lüften zu können- daher entstehen modrige Gerüche. Der Gully im Badezimmerboden fing nach ein paar Tagen an zu stinken (Der Geruch war stark ekelerregend, Abhilfe hierbei schaffte nur ein nasses Handtuch über dem Gully).Alte Klimaanlage welche des Öfteren plötzlich laute Geräusche von sich gab. Am zweiten Tag erkundigten wir uns bezüglich eines möglichen Zimmerwechsels. Wir wurden von der Hotelangestellten an der Rezeption unfreundlich und barsch darauf hingewiesen, dass wir ein Spar-zimmer gebucht hätten und fragte uns auf die gleiche unhöfliche Art „Was denn mit dem Zimmer nicht passt“. Schlussendlich wurden wir dann doch auf eine Warteliste zum Zimmerwechsel gesetzt. Zwei Tage später fand dann auch der gewünschte Zimmerwechsel statt. Das neue Zimmer war nach der Aussage des Hotelpersonals ein Upgrade, dies wurde mehrfach betont. Dieses war jedoch im Hinblick auf Größe, Ausstattung, Zustand und Sauberkeit gleich wie das vorherige. Der einzige Unterschied dazu war, dass die Matratzen des Bettes etwas weicher waren (besser durchgelegen) und es sich nicht im Erdgeschoss, sondern im 2. OG befand. Leider stellte sich nach der ersten Nacht heraus, dass das Zimmer nur durch einen dünnen Holzboden vom darüberliegenden Zimmer getrennt war und somit jedes noch so kleine Geräusch sehr gut wahrnehmbar war (Toilettengang, Schritte, Nächtliche Aktivitäten usw.) Dies wurde jedoch für die besseren Matratzen in Kauf genommen. Die horrende Gebühr von 30,00€ für den Mietsafe im Zimmer sind unverschämt, da der Kaufpreis des Safes bei Amazon 29,95€ inkl. Lieferung beträgt. Zudem kann man den Safe ganz einfach auch ohne die 30€ an der Rezeption zu entrichten aktivieren indem man einen Knopf an der Rückseite der Tür betätigt und sich dann seinen eigenen Code erstellt.
Sämtliche Getränke ausgenommen Bier und Wein schmeckten stark nach Chlor und Sirup. Die Getränke werden außerhalb der Restaurants in mehrweg Plastikbechern serviert, die zum Teil schon eine gelbliche Verfärbung aufweisen. Die alkoholhaltigen Cocktails und Longdrinks bestehen zu 80% aus schlechtem Vodka zu 10% aus Eiswürfeln und zu 10% aus Sirup, für die Farbe, diese sind somit nicht genießbar. Auch auf mehrfachen Wunsch war es dem Barpersonal nicht möglich eine geringere Menge an Alkohol in die Getränke zu geben. Das Wasser war aufgrund des Chlorgeschmacks nicht trinkbar. Daher waren wir gezwungen im gegenüberliegenden Supermarkt auf eigene Kosten Wasser zu erwerben. Die einzigen genießbaren Getränke waren aus der ersten Füllung der Minibar, welche kostenlos war. Eine erneute Befüllung war nur gegen Aufpreis möglich. Zum Frühstück gab es für alle Hotelgäste nur zwei Kaffeemaschinen, welche ungenießbaren Kaffeeersatz spendierten, dadurch musste man immer anstehen, in der Regel circa 5 – 10 Minuten. Der „Orangensaft“ am Frühstücksbuffet war bestenfalls Konzentrat mit Wasser gemischt, das gleiche gilt für den Ananassaft. Der Großteil der Speisen an allen Buffets zu allen Zeiten war kalt. Das Fleisch war leider in den meisten Fällen außen schwarz angebraten und innen halb roh, dies ist in einem Land wie Griechenland nicht akzeptabel. Die Nudeln an den Buffets waren leider immer kalt und nicht durch. Augenscheinlich wurden abends immer die Reste vom Mittagessen recycelt, aufgrund der örtlichen Temperaturen halte ich das für unzumutbar. Leider gab es fast immer das gleiche eintönige Essen am Buffet, in einem angeblichen 4,5 Sterne Hotel erwartet man so etwas nicht! Entgegen der Bilder und Hotelbeschreibung gab es keine ordentlich gedeckten Tische. Es wurden Platzsets aus Papier benutzt. Das Essbesteck und die Teller waren leider oft stark verschmutzt. Aufgrund der minderwertigen Verpflegung in diesem Hotel war uns allen nach jedem Essen übel und unwohl. Nicht selten griffen wir zu Medikamenten gegen Magenverstimmung oder Übelkeit. Die Qualität der angebotenen Speisen erinnerte stark an schlechtes Kantinenessen. Für die angebotenen Getränke habe ich leider keine Worte...
Das Personal an der Rezeption war überfordert und unfreundlich. Nach einer kurzen Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten wurden wir direkt aufgefordert die Kurtaxe von 56,00€ pro Zimmer sowie die Kaution für die Strandhandtücher in Höhe von 10,00€ pro Tuch zu entrichten. Danach folgte ein „Sprint“ zum Zimmer in Begleitung des Kofferträgers, der kein Wort deutsch sowie nur mäßig englisch sprach. Das Gefühl der Massenabfertigung und der Profitorientierung kam schnell bei uns allen auf. Das Personal an den Bars sowie beim Essen ist bis auf wenige Ausnahmen sehr unmotiviert, lustlos und unfreundlich. Man wird nicht begrüßt oder mal gefragt ob alles passt. Getränkeservice an den Tisch ist nirgends vorhanden. Oft stehen 4-5 Personen hinter der Bar oder im Restaurant, wovon einer arbeitet und die anderen sich unterhalten, telefonieren oder mit dem Handy spielen. Dementsprechend werden auch die Tische nicht sehr schnell neu eingedeckt und man ist gezwungen zu warten, oder sich selbst Gläser usw. zu organisieren. Auf die Frage an der Bar hin, ob uns nicht jemand der anderen bedienen könnte, hieß es nur, keine Zeit.
Leider kann ich nicht sagen wie lange man mit dem Transferbus zum Hotel braucht. Wir haben 1 Stunde am Flughafen im Bus gewartet, bis der Busfahrer uns sagte dass wir auf noch 14 weitere Personen warten. Daraufhin haben wir uns auf eigene Kosten ein Taxi genommen. Dann wären wir in ca. 50 min für 75€ am Hotel. Rund ums Hotel gibt es 3 Supermärkte, eine Burgerbude und ein paar Autovermietungen. Mit abends bummeln gehen oder einkaufen ist da nichts.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation geht davon aus, dass jeder Besucher am Strand täglich mehrere Stunden lang mit Musik beschallt werden möchte, teilweise in einer Lautstärke, bei der man sich nicht mehr richtig miteinander unterhalten kann. Auf die Anfrage hin, ob die Lautstärke etwas heruntergedreht werden könnte, erhielten wir als Antwort nur „nein ist Animation jetzt!“. Somit war die Entspannung am Strand auch dahin .. Den Rest der Angebote haben wir nicht genutzt. Sämtliche Poolanlagen in diesem Hotel wurden von einem schwarz-grünlichen und merkwürdig riechenden Streif an der Wasserlinie gesäumt. Dies konnte man auch an den Wasserfällen, die in die Poollandschaft integriert waren beobachten. Der Großteil der Pools war stark verschmutzt. In vielen Pools waren die Fliesen des Poolrands an den Kanten zum Wasser hin abgebrochen und somit ergaben sich scharfe Kanten. Auch im Pool waren einige Fliesen von der Wand gebrochen und lagen nebenan am Rand. Die Einstiegsleitern in die Pools waren zum Großteil nicht fest wodurch ein sicheres Ein- und Aussteigen nicht gegeben war. Eine der Einstiegsleitern war am Holm gebrochen und nur notdürftig abgeschliffen, wodurch sich eine scharfe Schnittkante ergab. Dies ist in Kombination mit der mangelhaften Befestigung der Leitern eine hohe Gefahr für alle Badegäste sich Schnittverletzungen auf der Handinnenfläche oder den Fingern zuzuziehen. An einigen Stellen um die Pools standen Drähte aus dem Boden.Die Füße der meisten Beleuchtungseinrichtungen an der Poolanlage wiesen starke Korrosionsschäden auf. Die Holzkonstruktionen auf dem gesamten Gelände waren gesäumt von herausstehenden Schraubenköpfen, Nägeln und Brettern. Zudem heizten sich diese unter der direkten Sonneneinstrahlung so auf, dass es nicht möglich war diese barfuß zu betreten. (Aufgrund der Schäden an der gesamten Holzkonstruktion ist dies auch nicht ratsam.) Der Putz fiel an einigen Stellen von der Wand ab und die Farbe blätterte ebenso ab. Einige Fliesen am Boden waren locker und konnten mit der Hand herausgenommen werden. Die Geländer rund um die Poolanlagen waren teilweise stark beschädigt so dass bei Benutzung Verletzungsgefahr besteht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 2 |


