Das Hotel besteht offensichtlich aus drei Gebäuden, die relativ autonom betrieben werden. Das Aparthotel ist winkelförmig aufgebaut. Im Erdgeschoss sind die Reception, Halle, Restaurant und Bar untergebracht, sowie einige barrierefreie Zimmer. Darüber sind drei weitere Stockwerke mit Zimmern angeordnet, die terrassenförmig zurückweichen. Es gibt zwei Aufzüge, die allerdings recht klein sind. Die Zimmer sind alle Richtung Süden und Westen ausgerichtet, somit hell und sonnig. Es scheint aber auch nach Norden zur Straße hin einige Räume zu geben. Im Sommer könnte es etwas lauter sein, wenn die Außenpools genutzt werden, denn die liegen vor den Balkonen. Im Februar aber war es im Hause sehr ruhig. Der Altersdurchschnitt dürfte bei 40+ gelegen haben, so wie ich vermute, ausschließlich deutsche Gäste. Eine Parkgarage ist nicht vorhanden. Zum Glück war aber an der Straße genug Platz. Wir waren viel mit dem Auto auf der Insel unterwegs. Und hier rächte sich die Entscheidung grundsätzlich, nach Cala Rajada zu reisen: Man ist doch sehr ab vom Schuss! Nach Palma allein sind es schon über 80 km. Aber das weiß man, wenn man hier her fährt. Jedes Zimmer bietet ein WLAN-Netz, doch ist es kostenpflichtig und muss demzufolge freigeschaltet werden. In der Bar und Halle dagegen ist das WLAN-Netz kostenfrei nutzbar. Wir sprechen hier von einem 3-Sternhaus. Und dafür ist das Haus wirklich Ok.
Das Appartment (im 2. OG gelegen) ist völlig ausreichend groß, besteht aus Wohnraum, Schlafraum und Bad, sowie wirklich großem Balkon. Im Wohnraum ist eine kleine Küche untergebracht. Leider ist die Küchenausstattung sehr minimalistisch: Geschirr und Besteck für vier Personen, zwei Töpfe und eine Pfanne. Zwei Herdplatten, ein Kühlschrank mit Eiswürfelfach. Ich habe sehr vermisst: Toaster, Wasserkocher oder zumindest einen Teekessel. Als ÜF-Gäst ist man auf sowas angewiesen, wenn man nicht auswärts frühstücken möchte. Weiter im Wohnraum: Esstisch mit Stühlen, eine Sitzgruppe und Couchtisch mit großem Nichtraucher-Aufkleber, sowie ein Sideboard mit Fernseher. Die Couch war nicht wirklich gemütlich aber einigermaßen Ok. Es gibt keinen Teppich, nur Fliesenboden. Wirklich schlimm (und deshalb Punkteabzug) ist in unserem Raum die Zugangstür gewesen: Ein Türschloss, wo ich den Eindruck habe, die Tür mit einem 10-Centstück öffnen zu können. (habs aber nie wirklich versucht) Und nochwas: Die Tür schloss nicht richtig ab, ständig klapperte die Tür durch den Wind in jenen Tagen und stellenweise konnte man sogar durch einen Spalt das Licht im Flur sehen. Selbst Zeitung zwischen die Tür oder Handfeger als Keil brachte nichts, erst ein gegen die Tür gestellter Koffer brachte Ruhe. Das Geklapper ist sonst nicht zu ertragen. Sowas sollte in Ordnung sein! Was ebenfalls nicht so schön ist, es gibt auch draußen auf dem Flur keinen Teppich, sondern nur Fliesen mit entsprechenden Fugen, was zur Folge hat, das an- oder abreisende Gäste mit ihren Rollkoffern unfreiwillig ziemlichen Krach machen. Aber - mal ehrlich - es gibt sicher schlimmeres... Im Übrigen kann ich nichts Negatives zur Sauberkeit sagen. Gereinigt wurde jeden Tag, außer sonntags.
Das Personal war wirklich nett, hilfsbereit und freundlich. Mit deutsch kommt man gut durch. Wir baten um einen simplen Teekessel, aber diesem Wunsch konnte nicht entsprochen werden. Siehe Zimmer...
Für Selbstversorger sicher nicht unwichtig: Im Ort sind zwei Eroski-Märkte (einer fast um die Ecke), die allerdings nicht groß sind. Etwas weiter entfernt (etwa 5 Autominuten) aber gibts auch einen Lidl. Was das sonstige Laden- und Lokalangebot betrifft, ist es im Sommer sicher um ein Vielfaches größer, denn die meisten Geschäfte hatten im Februar noch geschlossen. Einmal in der Woche ist Wochenmarkt im Centrum der Stadt. Ferner gibts zwei Schlecker-Läden (gibts die noch?), ein Müller (kennt man als Hamburger nicht) und ein Burger-King. Ein Tabacos ist auch um die Ecke.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Die Pools waren allein wegen des miserablen Wetters in jener Zeit nicht nutzbar. Es gibt ein Hallenbad. Das ist im Grunde genommen nichts anderes als ein etwas massiveres Gewächshaus mit Becken. Da drin war es so feucht, dass alles, wirklich alles nass war. Es regnete von der Glasdecke, kann aber nicht sagen ob es wirklich Regen oder "nur" Schwitzwasser war. Ich kam (trotz nächtlichem Nutzungsverbot) auf die Idee, nachts ins Bad zu gehen. Ich hatte wirklich das Problem, dass ich nicht wusste, wo ich meine Kleidung ablegen sollte, denn sie war anschließend fast so nass, als wenn ich mit ihr ins Wasser gesprungen wäre. Hierzu sollte ich erwähnen, dass sich die Umkleiden in einem Nachbargebäude befinden und man somit "nackt" durch die Kälte müsste. Das ist etwas unglücklich gelöst, zumindest wenn ein derartig widriges Wetter herrscht, wie es in diesem Februar der Fall war.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2012 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marcus |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 4 |


