La Bocayna Village ist eine relativ kleine ruhige Bungalowanlage (48 Bungalows) und hat somit überhaupt nichts mit den üblichen "Bettenburgen" gemein. Die Anlage ist super gepflegt und sieht auch relativ neu aus. Hier werden nicht nur die Bungalows täglich gereinigt, sondern auch die Anlage selber. Wir haben Halbpension gebucht, soweit ich informiert bin ist aber auch Selbstverpflegung buchbar. Sowohl Frühstück als auch Abendessen gab es in Buffetform. Der Altersdurchschnitt der Gäste lag wohl so zwischen 30 und 40, hauptsächlich Familien und Paare. Die Nationalitäten waren bunt gemischt: Deutsche, Spanier, Engländer, etc. Am besten gleich einen Mietwagen zumindest mit einplanen, um unabhängier zu sein. Die Wege hier sind teilweise doch recht lang und bergig. Wen es nicht stört, dass der Mietvertrag vermutlich auf Spanisch ist, sollte auf das Mieten eines Wagens bereits bei der Buchung verzichten, da die Preise auf Lanzarote deutlich günstiger sind. Wer eine Shoppingtour in Arrecife plant, sollte dies tagsüber tun, da im Gegensatz zu den Touristenzentren Playa Blanca etc. hier die Geschäfte recht früh schließen. Wir standen gegen 19 Uhr vor verschlossenen Läden. Die Papageienstrände sind zwar Sandstrände, der Weg dorthin ist allerdings recht steinig - festere Schuhe machen es einfacher. Außer dem Strand von Playa Blanca haben wir nirgendwo Liegen und Schirme sehen können. Wer auch mal gerne im Schatten liegt, sollte entweder direkt einen Schirm von zuhause mitbringen oder vor Ort einen kaufen, da Schatten mangels Palmen quasi gar nicht vorhanden ist.
Unser Bungalow hatte 38 qm, davon 1 Elternschlafzimmer, 1 Kinderschlafzimmer mit 2 Betten, 1 Wohn-, Ess- und Kochbereich sowie 2 Badezimmer (eins sogar mit Badewanne, beide Badezimmer hatten eine Dusche). Außerdem eine schöne möblierte Terasse mit 2 Stühlen, 1 integrierten Bank, 1 Tisch und 2 Liegestühlen. Bei der Superior-Version der Bungalows gibt es sogar noch einen Whirlpool und 1 Grill. Zur Begrüßung gab es eine Flasche Rotwein, 1 Flasche Wasser sowie einen Obstkorb. Alles war sauber und noch relativ neu, kaum abgewohnt wie man es sonst in Spanien oft gewohnt ist. Die Küche war tatsächlich mal eine Küche, weshalb hier Selbstverpflegung kein Problem sein sollte. Alles notwendige war vorhanden: 4 Ceranfelder, 1 Backofen, 1 Mikrowelle, 1 Toaster, 1 großen Kühlschrank mit Gefrierfach, 1 Warmwasserkocher, 1 Saftpresse und genug Geschirr und Besteck für 4 Leute. Es gab außerdem eine normale Kaffeemaschine sowie eine Nespresso-Maschine. Die Nespresso-Kapseln sind an der Rezeption erhältlich (gold und schwarz) und kosten pro Stück 90 cent. So wurde es uns zumindest am Anfang gesagt; auf der Zimmerrechnung waren die Kapseln am Ende nicht aufgeführt. Zufall oder nicht: wer auf Espresso nicht verzichten möchte, bring die Kapseln am besten direkt aus Deutschland mit. Wir haben in den Supermärkten keine Nespresso-Kapseln finden können. Einen Safe gibt es ebenfalls, wir haben allerdings keinen benutzt, wissen deshalb nicht, ob gegen Gebühr, wie groß und wie gesichert etc. Im Elternschlafzimmer war eine normaler Fernseher, im Wohnbereich ein Flachbildschirm mit SAT-Reiceiver (ARD, diverse dritte Programme, RTL2, RTL; vielleicht kriegt man bei anderer Einstellung des Satellitenreceivers noch andere deutsche Programme) sowie DVD-Player. Außerdem ein Radio sowie eine Stereoanlage. Der iPod-Anschluss hat bei uns leider nicht funktioniert; vermutlich aber wegen falscher Bedienung. Da uns das nicht sooo wichtig gewesen ist, haben wir diesbezüglich auch nicht an der Rezeption nachgefragt.
Es gibt ein Restaurant und eine Pool-Bar. Die Pool-Bar haben wir nie genutzt, deshalb können wir diese auch nicht bewerten. Es gab morgens ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen ließ: verschiedene Müsli-Sorten, frisches Obst, verschiedene Joghurts, Wurst und Marmelade, Toast, Brot, Baguette, Brötchen (Baguette und Brötchen werden frisch gebacken), Rührei, Pancakes und diverse andere Dinge, die man wohl einem typisch englischen Frühstück zuordnet. Außerdem heißen Kaffee, heiße und kalte Milch, Tee und eine breite Auswahl an Säften (O-Saft z.B. frischgepresst). Abends gab es ein Vor- und Nachspeisenbuffet, der Hauptgang ist aus 4-5 Gerichten wählbar und wird frisch in der Küche zubereitet. Auch hier sollte jeder etwas finden: frisch gebackene Brötchen und Baguette, Käseplatte, diverse Salate, frisches Obst und Gemüse sowie div. warme Häppchen wie Pizza-Stücke, Nudeln, gebackene Kartoffeln etc. Ich bin selber ein kleiner Pingel, was Essen anbelangt, und bin jeden Tag gut satt geworden, obwohl ich nur einmal einen Hauptgang bestellt habe (bei mexikanischen Burritos konnte ich nicht nein sagen :) ). Mein Freund hatte jeden Tag einen Hauptgang und war immer zufrieden, das Fleisch wurde sogar auf Wunsch medium oder well-done zubereitet. Einziger Wermutstropfen, aber durchaus üblich für Halbpension: die Getränke zum Abendessen kamen auf die Bungalow-Rechnung. Positiv war, dass anstelle riesiger Essensberge am Buffet, die schnell kalt und matschig werden, lieber häufig frisches Essen nachgelegt worden ist. Und das bis kurz vor Ende der Essenszeit. Die Teller wurden schnell abgeräumt, Tische schnell neu eingedeckt, ebenfalls bis zum Ende der Essenszeit.
Das Personal war durch die Bank weg immer freundlich und hilfsbereit. Besonders positiv überrascht waren wir davon, dass zum einen das Personal an der Rezeption perfekt deutsch sprach und auch die Kellner im Resurant zumindest so viel deutsch, dass man alles auf deutsch bestellen konnte. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb eine Erwähnung wert. Die Karte war in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch). Die Reinigung der Zimmer erfolgt täglich zwischen 9 und 16 Uhr, die Handtücher werden auf Wunsch ausgetauscht. Einen Wäschereiservice gab es ebenfalls, es gibt aber bei einigen Bungalows auch die Möglichkeit gegen eine Gebühr von 3,90 EUR selber zu waschen. Das Waschmittel muss selber gestellt werden. In einem kleinen Hinterhof vom Bungalow hatte man die Möglichkeit die dortigen Wäscheleinen zu nutzen. Beschwerden hatten wir nicht ;-)
Das La Bocayna Village liegt in der Nähe der Papageienstrände, am Rande von Playa Blanca. Vom Flughafen in Arrecife aus haben wir mit dem Mietwagen ca. 30-40 min gebraucht. Angeblich kann man in 10 min zu Fuss den Strand erreichen. Wir haben das nie ausprobiert, weil uns der Strand dort nicht interessiert hat. Wir sind lieber mit dem Mietwagen zum Naturschutzgebiet gefahren, um einen der etwas leereren Strände zu besuchen. Die Fahrt dorthin über eine ziemlich steinige Buckelpiste (also nicht wundern :) ) dauerte etwa 15 min; der Eintritt 3 EUR. Das ist aber auch völlig in Ordnung, da so die Ursprünglichkeit der Strände, die als kleine Buchten inmitten von Bergen liegen, gewährleistet bleibt. Liegen und Schirme gibt es keine, also selber mitbringen. Schatten gibt es kaum. Da das La Bacayna Village etwas außerhalb von Playa Blanca liegt, tut man gut daran einen Mietwagen oder ein Fahrrad zu besitzen, um günstiger einkaufen zu können und unabhängig zu sein. Außer einem Restaurant und einem erst im Aufbau befindlichen Einkaufszentrum (schon gebaut, aber noch nicht voll bezogen) haben wir in der direkten, d.h. fussläufigen Umgebung auch keine Unterhaltungsmöglichkeiten gesehen. Da wir Ruhe gesucht hatten, fanden wir das aber auch gut. Wollte man doch mal etwas unternehmen, sind wir zum Hafen von Marina Rubicon gefahren oder nach Playa Blanca. In direkter Nähe ist aber auch eine Bushaltestelle. Welche Ausflugsmöglichkeiten vom Hotel angeboten werden, wissen wir nicht, da wir die Insel mit dem Mietwagen selbstständig erkundigt haben. Der Nationalpark Timanfayo mit den Feuerbergen war ca. 30 min entfernt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für 8 EUR Eintritt pro Person kann man sich den Ursprung des heutigen Lanzarotes ansehen, eine Bustour durch die Feuerberge inkludiert. Auch die übrigen "Pflicht-Sehenswürdigkeiten" wie z.B. Jameo del Agua und die Cueva de los Verdes sind gut erreichbar. Wir haben an einem Tag ohne Stress sämtliche dieser empfohlenen Ausflugsorte an der Ostküste bis in den Norden und wieder zurück bequem mit dem Auto abfahren können. Der Eintritt kostet überall zwischen 5 und 8 EUR p.P.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da eigentlich keine Freizeitangebote des Hotels genutzt, auch kaum bewertbar für uns. Wir wissen allerdings, dass es einen kleinen Fitnessraum, eine Sauna sowie einen Wellnessbereich gibt. Ebenso einen kleinen Kinderspielplatz sowie einen Billardtisch bei der Poolbar. Außerdem gab es neben einem kleinen Kinderbecken und dem normalen Pool einen Whirlpool, alles immer sauber, da jeden Tag gereinigt. Direkt am Pool finden sich auch Toiletten, die ebenfalls immer sehr sauber waren. Während unseres Besuchs war der Pool immer recht leer, Liegenreservierung weder erwünscht noch notwendig. Neben normalen Liegestühlen sind besonders die Korbmöbel mit richtigen Matrazen und Kissen hervorzugeben - super bequem. Animation und ähnliches waren nicht vorhanden. Ein dickes Plus gibts von mir für das tatsächlich kostenfreie WLAN im Bungalow, für das man die Zugangsdaten direkt an der Rezeption bekommt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Linda |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 4 |


