Das Hotel ist von der Größe her überschaulich. Es gibt Zimmer im Haupthaus und in mehreren Nebengebäuden. Zuerst erhielten wir ein Zimmer im Nebengebäude - alte Einrichtung, kleine Betten (140 cm breit) , Bad ohne Tageslicht und Dunstabzug, Dusche so klein, dass man sich nicht zu bewegen traut, Kllimaanlage ohne Temperatureinstellung ( geht nur on oder off). Das Zimmer im Haupthaus war sehr groß, die Betten zwar genauso klein aber insgesamt etwas besser. Gebucht haben wir All inclusive. Die Gästestruktur bestand aus vielen Deutschen, Deutsch-Griechen und Osteuropäern. In Griechenland sind die Kosten für Essen und Trinken wirklich nicht teuer. Irgendwo ein ordentliches Zimmer genommen mit Frühstück und das Geld in gute, landestypische Küche investieren. So lernt man Land und Leute kennen. Wir sind ab sofort geheilt von All-Inclusive.
Unser zweites Zimmer war sehr groß, spartanisch eingerichtet, aber der Boden war sauber. Badezimmer ohne Tageslicht und Dunstabzug, Dusche aber mit Duschvorhang, so konnte man sich drehen. Kühlschrank war sehr sauber, darauf steht ein kleines Fernsehgerät. Die Schränke waren nicht benutzbar. Im Winter war wohl im unteren Stockwerk eine Überschwemmung. Kommoden und Nachttische waren innen aufgequollen, Schubladen ließen sich nicht öffnen, und wenn, waren sie von innen verschimmelt. Insgesamt sind die Zimmer im Haupthaus "besser" als in den Nebengebäuden.
All-inclusive bedeutet hier: billig,billig. Die Getränke sind alle sehr süß und alle mit Süßungsmitteln, sogar die Säfte. Nur genießbar, wenn zur Hälfte mit Wasser verdünnt. Das Bier ist ganz in Ordnung, wenn es denn mal kalt ist. Außer Bier gibt es nur noch Ouzo und Brandy. Es ist auch nicht möglich, für Geld etwas anderes zu bekommen. Gekocht wird meist griechisch, allerdings mit einer einheitlichen Gewürzmischung. Viele Speisen sind verkocht, das Fleisch vom längeren Warmhalten angetrocknet. Gemüse kommt aus der Dose und wird erwärmt, aber nicht gewürzt. Auch am Salat- und Nachtischbuffet kommt vieles aus der Dose, und das in einem Land, welches so viel Gutes vor Ort wächst. Frisches Obst heißt hier Melone und Orangenspalten, Rest: Dosenobstsalat, Dosen........ Es gibt täglich, mittags wie abends Götterspeise und Milchreispudding. Der Kuchen ist auch täglich gleich, der Unterschied besteht nur darin, daß er mal mit Puderzucker oder mit Kokosraspeln bestreut ist. Was in Ordnung war, war das Frühstück. Es gibt verschiedene Brötchen, Brotsorten, Käse, Wurst, Salami, Marmelade, Nutella( kein echtes), Butter, Margarine, Tomaten, Fetakäse.............da findet jeder was. Hygienisch bedenklich fand ich die Eistruhe. Darin befanden sich große Kübel mit verschiedenen Eissorten, woraus sich jeder mit einem Eisportionierer selbst bedienen konnte. Eben dieser Portionierer stand die ganze Zeit in einem Bierglas mit Wasser, welches nur sporadisch oder gar nicht ausgetauscht wurde. Kleinere Kinder ließen die Truhe oft offen stehen, es war teilweise schon sehr weich. Eklig fand ich auch den Zuckerpott bei den Kaffeemaschinen, dieser wurde nur aufgefüllt, nie gespült, der Löffel klebte und es waren Kaffereste darin.
Die Zimmer werden alle 2 Tage vom Personal gereinigt und man bekommt neue Bettwäsche und Handtücher, die jedoch ab und zu Flecken aufweisen. Den Badteppich würde ich mir noch nicht einmal in den Keller legen. Wenn man es nicht gerade mit der Besitzerfamilie zu tun hat, sind alle anderen vom Personal sehr, sehr nett und emsig. Viele sprechen sehr gut deutsch, da sie viele Jahre in Deutschland gelebt haben. Der Chef war eher etwas muffelig, als wir das Zimmer wechseln wollten, er meinte wir hätten schon "sehr gute Zimmer", auf das andere müssten wir drei Stunden warten. Dann haben wir eben gewartet. Seine ganze Arbeit besteht darin, morgens die Leute in seinem Chevrolet mit selbstgebauten Sitzbänken zum Strand zu fahren und abends wieder abzuholen. Sonst sitzt er an der Bar und schaut sich die alleinstehenden jungen Frauen an.
Zum Strand ist man schon eine halbe Stunde unterwegs. Die Eukalyptusallee spendet die meiste Zeit Schatten. Bis zum ersten Supermarkt ca. 15 Minuten Fußmarsch. Das Zentrum von Kolymbia ist nicht besonders hübsch. Etwa 30% der Läden und Geschäfte liegen brach und sind am Zerfallen, aber es gibt das ein oder andere nette Lädchen bzw. Restaurant ( liegt auch am All- In- Tourismus, keiner geht ja außerhalb des Hotels essen..........obwohl alles sehr günstig ist, halber Liter ECHTE Cola 2,50 €, Pita mit Gyros und Zaziki 3 €). Rhodos Stadt erreicht man nach 25 km und Lindos nach 20 km. Beides absolut sehenswert. Auch ist der Ausgangspunkt für Ausflüge mit dem Mietwagen gut.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zum Pool : Nett angelegte Poolanlage mit ausreichend Liegen. Liegenbesetzen mit Handtüchern üblich ( empfinde ich immer wieder als deutsche Unsitte). - keine Dusche am Pool, sie befindet sich im Keller und ist einfach nur eklig. - keine Umkleidemöglichkeit - Abends wird um den Pool herum nicht gereinigt und abgespritzt - auf dem Poolboden befinden sich Chlorpulverreste, klar, irgendwie muß der Schmutz ja gebändigt werden. Am Pool und in der Lobby gibt es WLAN Animation Fehlanzeige, aber wir waren froh darum, benötigen es nicht. Kinderspielplatz mit Plastikhaus und -rutsche liegt den kompletten Tag in der prallen Sonne, wurde auch nicht genutzt. Für die etwas Größeren gibt es einen Lufthockey-Tisch und zwei Billardtische (gegen Gebühr!)
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sybille |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


