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Carsten (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • September 2010 • 2 Wochen • Strand
Nicht mit "griechisch. Standard" zu entschuldigen
3,2 / 6

Allgemein

Zunächst möchte ich mich vorab entschuldigen falls manches eine Spur zu zynisch rüberkommen sollte. Aber einiges ließ sich nur mit Galgenhumor ertragen. Der erste Eindruck war nicht schlecht. Eine große Lobby, freundlich und modern eingerichtet aber saumäßig warm und stickig. Liegt daran, dass die Empfangshalle nicht klimatisiert ist, was bei den Temperaturen auf Kos kaum auszuhalten ist. Es gab eine kurze Einweisung mittels Plan auf dem die Facts auf der Rückseite vermerkt waren (Essenzeiten, Infos zu Pool und Strand u.ä.). Für einen Safe werden unverschämte 45 Euronen für zwei Wochen verlangt. Da ist das erste Schluckgeräusch für Außenstehende deutlich vernehmbar. Aus meiner Sicht eine bodenlose Abzocke. Im Hotel gibt es ausschließlich "all inclusive" (ai). Richtig müsste es lauten "something inclusive". Zum "leckeren" Essen kommen wir später noch aber vieles lassen sich die Hotelmanageer gut bezahlen. Die Getränkeauswahl ist umfangreich aber zum Teil einfach nicht genießbar. Ich kann nur von den antialkoholischen Getränken sprechen, aber das hat wenig mit dem beworbenen "Coca Cola, Sprite oder Fanta" zu tun. Coca Cola wäre schon längst pleite, wenn ihre Getränke so schmeckten wie wenn sie ein Containerschiff direkt von BASF in Ludwishafen in die schicken 5-Liter-Tetrapacks gefüllt hätte. Lediglich das "Soda" und der Orangensaft traf einigermaßen meine Geschmacksnerven. Nach wie vor stelle ich mir die Frage, wo die Äpfel für den Apfelsaft herkommen. Ungenießbar. Jeden Cocktail, jeden Nicht-Termofore-Kaffee, jedes Eis am Stiel muss bezahlt werden. Und steht da nicht an einer Poolbar ai betreffend: "Eis nur für Kinder"! Geht's noch ? (Anmerkung: ich hab's probiert, billigster Eisfusel) Seit unserer Ankunft (und vermutlich auch schon lange davor) waren die drei Pissoirs im Toilettentrakt unterhalb der Lobby "out of order". Bei den restlichen drei vorhandenen separaten Toiletten war eine ohne Licht, die andere nicht abschließbar. Das juckt aber keinen. An den Waschbecken gab es genung Seifen- und Papierspender.....leider waren sie auch nicht nur einmal befüllt. Dafür lag ein Stück Seife herum und die Hände wurden mit Toilettenpapier von der Rolle abgetrocknet. Komm mir keiner, dass so etwas mit "griechischem Standard" zu erklären sei. Da tut man den Griechen Unrecht. Reine Sparmaßnahmen. So war es übrigens in allen frei zugänglichen Hoteltoiletten. Das Hotel ist im Großen und Ganzen ein Familienhotel. Soll mir mal einer erklären, warum man nicht in der Lage ist, abends an der Bar zum gemütlichen Ausklang des Tages eine entsprechende Musik zu spielen. Techno, Rave und was weiß ich in einer Lautstärke, dass du dich im Gespräch anschreien musst. All dies muss doch auch einem Hotelchecker von 1,2 fly auffallen, oder der Reiseleitung vor Ort? Da werden jede Woche zig Reisekauffrauen und-männer durch die Anlage geleitet, die unter anderem mir dann das Hotel als angemessenen Unterkunft verkaufen für den Jahresurlaub (und es war keine billige Reise, dass kann ich mit Fug und Recht behaupten). Niemand hat sich zuständig für eine eigentlich übliche Hotelbesichtigung gesehen. Bei der Begrüßung durch die Reiseleitung hat man über das Hotel gar gar nichts erfahren. Ein paar Details von Kos und ganz wichtig die kostenpflichtigen Reisen. Aber wenn man gleich nach der Veranstaltung zwei Ausflüge bucht, gibts Rabatt !! Wie bei einer Kaffeefahrt oder Dauerwerbesendung. Die Außenanlagen machen einen gepflegten Eindruck, wobei augenscheinlich sehr viel Wasser in die Bewässerung der Grünanlagen investiert wird. Gäste waren größtenteils aus Deutschland und Polen. Sollte sich trotz meines Erfahrungsberichtes jemand für das Hotel entscheiden gibt es folgende Tipps (gilt auch für andere Hotels) 1. Nehmt Mückenspray bzw. Anti-Mücken-Lotion mit. Die Biester fressen euch bei einigermaßem windstillen Abenden auf. 2. Versucht ein Zimmer im 1. OG zu bekommen oder nehmt Ameisenfallen mit. Vielleicht könnt ihr das bereits bei der Buchung klären. 3. Das Klima von Kos ist wirklich schön. Sonnenschein und fast immer eine Brise der Windstärke 4 -6. Für potenzielle Hautkrebspatienten perfekt. Du kannst dich in die Sonne knallen ohne dass du die Hitze aufgrund des Windes mitbekommst. 4. Die Tam Tam-Bar ist ein Muß. Eine total entspannte Atmospähre zu beruhigenden Klängen à la Sade (wer das noch kennt). Toller Blick aufs Meer, gutes Essen, klasse Kaffee und fast Baccardi-Feeling. Und jetzt noch an die Adresse der Reiseverkäufer: Ich denke es gibt klare Standards, wann ein Hotel in die Angebotsliste aufgenommen wird. Dann kümmert auch gefälligst um diese Standards. Lasst euch nicht vom Hotelmanager nur zu den schönsten Seiten des Hotels führen und haltet mal die Augen auf. So blind wie beim Gaia Village kann man gar nicht sein. Genießt mal jeden Tag das gleiche Essen und trocknet eure Hände mit der Klopapierrolle ab, die der Vorgänger auch schon in den Händen hattet. Schaut euch mal die vielen Schilder "out of order" an, die da schon wochenlang hängen? Ist das euer eingforderter Standard? Und das ist mit Verlaub auch kein griechischer Standard! 4-Sterne Landeskategorie. Schlichtweg lächerlich. Wie kann man solch ein Angebot als "all inclusive" verkaufen? Wie kann man es zulassen, dass ein eigentlicher Service am gut zahlenden Kunden "Urlauber" wie z. B. Hotelsafe zur leicht erkennbaren Abzocke wird? Die Bestellung eines Taxis lässt sich das Hotel 0,50 € kosten. Da habe ich nur Kopfschütteln übrig. Service am Kunden? Fehlanzeige. Und deshalb meine Empfehlung: Finger weg vom Gaia Village. Legt ein paar Euronen drauf und geht ins Neptun. Wer nähere Einzelheiten erfahren möchte oder Fragen hat gerne unter: carfloe@web.de Kalimera


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Wir hatten zwei ausreichend große Schlafzimmer, ein großes Bad mit Baddusche und Waschzimmerschrank sowie mit fest installiertem Fön. Für die Damen mit längeren Haaren ist aber der eigene, mutmaßlich leistungsstärkere Fön zu empfehlen. Wir hatten einen großen Balkon mit Trocknungsmöglichkeiten und Mehrblick. An den Fenstern sind Mückengitter angebracht, die aber bereits etliche Schlupflöcher für die Nervensägen bieten. Die zwei Klimageräte arbeiten, wenn man sie nicht zu kalt einstellt, relativ geräuscharm. Eine detaillierte Beschreibung gibt's zu der Klimaanlage nicht. Warum auch, denken sich wohl die Betreiber. Ein kleiner Fernseher, bei dem ein paar Programme aus der Heimat empfangbar sind, gibt's auch. Im Zimmer war auch ein Telefon, aber wie man wohin und warum telefonieren kann stand nirgends und man ist es leid wegen allem und jedem nachzufragen, was eigentlich selbstverständlich ist. Wie man sich bettet so liegt man. Das Wort "bretthart" muss seinen Ursprung im Hotel Gaia Royal Village haben. Und man liegt im wahrsten Sinne des Wortes bretthart. Als Rost dient eine ca. 2 cm dicke Spanplatte, die mit dem Bettrahmen verschraubt ist. Da jauchzen die Bandscheiben ! Safe gibts nur gg. richtig viel Geld an der Rezeption und eine Minibar war nicht vorhanden. Das Zimmer hatte schon etliche Monde auf dem Buckel, das war nicht zu übersehen. Ab und zu roch es auch etwas streng aus dem Abfluss des Bades nach ....nennen wir es Abwasser. So eine leichte Abwasserbrise konnte einen im Übrigen überall auf dem Hotelgelände ereilen. Es soll renovierte Zimmer geben mit tollen Bädern und Massageduschen. Aber möglicherweise ist dies ähnlich wie die Geschichte vom heiligen Grahl. Viele haben davon gehört aber keiner hat ihn je gesehen.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Für wen Nahrungsaufnahme ein notwendiges Übel darstellt, wer gerne abnimmt oder wer seinen Geschmackssinn eingebüßt hat, für den ist die Küche zu empfehlen. Für die anderen ist es ein wirkliches Ärgernis, welches einen Urlaub in seinem Erholungswert deutlich einschränkt. Ich habe nur einmal während des Urlaubs diese "Brotangebot" genutzt. Trocken, bröselig und defintiv nicht griechischer Standard ! Die können nämlich richtig gutes Weißbrot backen. Jeden Tag das gleiche Brot morgens, mittags, abends. Meine Familie und ich essen gerne gut und vor allem warm. Beides war Mangelware. Über überbackene Tomaten, warme geschnittene Champignons Kartoffelgratin am Morgen kann man streiten. Aber eine Art Götterspeise in riesigen Schüsseln als Marmelade zu verkaufen ist unglaublich. Es gab jeden Tag die gleiche Art überschaubarer Cornflakes und Früchte aus der Dose. Spiegeleier und Rühreier waren nicht selten lauwarm bis kalt. Da lacht das Feinschmecker-Herz. Tee der aus war, hat man einfach die nächsten Tage nicht ersetzt. Sollen die Urlauber doch den anderen trinken. Mein Sohn hat das Frühstück nach zwei Tagen komplett verweigert. Mittagessen und Abendessen zum Großteil einfach grausam. Mann kann die Tage fast austauschen. Es gab immer das gleiche. Statt Pute mal Lamm und umgekehrt. Statt Nudeln in Muschelform, welche in Schmetterlingsform. Kein Schild an den Speisen die Auskunft geben könnte, was das in den großen Metallschalen denn sein könnten. Zum Teil waren die Hackfleichgerichte nicht durchgebraten, dafür waren die Spaghetti (die Rückfallebene für viele und für Kinder) zu lange gekocht. Und als Dessert- und das ist keine Übertreibung - jeden Tag Melone und den gleichen pappsüßen Kuchen. Hier wird nichts mit Liebe gekocht, zubereitet oder präsentiert. Als Kantine gebe ich der Hotelküche kein halbes Jahr. Die Gläser größtenteils milchig und nicht einladend zur Aufnahme von Getränken. Ich frage mich wie die Animateure das Essen wochenlang aushalten. Es war schlichtweg unterirdisch !


    Service
  • Eher schlecht
  • Zunächst mal das Positive: Unser Zimmer wurde jeden Tag nass herausgewischt und es gab bald jeden Tag neue Bettlaken. Die Handtücher wurden jeden Tag gewechselt. An den etas unkoventionellen duft der frischen Handtücher hat man sich nach ein paar Tagen gewöhnt. Ein beschädigter Duschkopf wurde am nächsten Tag ausgewechselt. Der verdreckte Waschbeckenstopfen, der seit Sokrates Zeiten keinen oben liegenden Dichtungsgummi mehr besaß wird an die nächsten Gäste weitergereicht. Trotz Beschwerde wurde er nicht ausgetauscht. Zum Herauswaschen von Einzelteilen nutzten wir kreativ die Möglichkeit der Abdichtung mittels Plastiktüten. Das Personal war zum Teil freundlich zurückhaltend, zum Teil unmotiviert und grisgrämig dreinblickend. Der Koch machte jeden Tag ein Gesicht, als würde er zum Kochen gezwungen (geschmeckt hat es jedenfalls so, siehe unten). Auf den Zimmern keine Willkommensbekundung, nichts was eigentlich für ein Hotel mit dieser Einstufung zum guten Ton gehört.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten von einem sehr schönen Strand entfernt. Im Hotel gibt es einen "Mini Market" der bis 22.00 Uhr geöffnet hat. Der Transfer zum Hotel betrug inklusive Anfahrt anderer Hotels ca. 25 Minuten. Ansonsten müssen Ausflüge mit dem Taxi oder dem Bus durchgeführt werden, weil es so etwas ähnliches wie eine Strandpromenade nicht gibt. Um das Hotel ist Steppenlandschaft oder das nächste Hotel grenzt an. Die sehr zu empfehlende Tam Tam-Bar ist fußläufig am Strand in etwa 25 Minuten zu erreichen.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Drei Pools die allesamt eine guten Eindruck machten. Aber es sind oft die Kleinigkeiten in ihrer Summe. Warum ist man nicht in der Lage, das Netz (Frühbeetabdeckung) der beiden Wasserballtore mal zu erneuern. Das kostet wahrlich nicht die Welt, zumal kein Originalnetz von Nöten ist. Nach dem Motto "Loch an Loch und hält doch". Die Pools riechen kaum nach Chlor (was wohl auch daran liegt, dass wenig reinpinkeln) und es wird jeden Tag die Wasserqualität geprüft. Abduschmöglichkeiten (Kaltwasser) sind vorhanden. In der Nähe der Pools gibt es Pool-Bar mit den ai-Getränken und natürlich auch den kostenpflichtigen. Die Kinder hatten richtig Spaß an den Pools. Liegen waren genung vorhanden trotz typisch deutscher "Handtuchreservierung". Aber das liegt vermutlich auch an der Jahreszeit (nicht ausgebucht). Durch Zufall habe ich erfahren, dass es einen Fitnessraum gibt, der in keiner Hotelbeschreibung auftaucht. Wer mit Kurz- und Langhanteln und funktionierenden Seilzügen weiß umzugehen, kann sich ganz gut beschäftigen. Internetzugang gab es nicht, zumindest wird wie bei vielem (siehe Fitnessraum) nicht offensiv damit geworben. In der heutigen Zeit eingentlich undenkbar. Der Strand ist schöner als bei vielen angrenzenden Hotels inclusive Bar, wo man etwas zu trinken und Eis kaufen (!) kann. Die Liegen kosten, aber überall, weil der Strand staatlich ist und verpachtet wird. Er ist schön sandig mit einem Beachvolleyballfeld und zwei mobilen kleinen Fußballtoren. Es gibt zwei richtige Toiletten und zwei Umkleidekabinen. Das Salzwasser kann man sich durch zwei vorhandene Duschen abwaschen. Der Strand ist sauber, das Wasser schön warm und die Wellen zum Teil richtig hoch, was den Spaßfaktor verstärkt. Die Animateure geben sich viel Mühe und sind alle sehr freundlich gestimmt.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im September 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Carsten
    Alter:41-45
    Bewertungen:1