Die Anlage ist ansprechend gestaltet, die Aufteilung der Zimmer als Dorf mit vielen Häusern ist angenehm, weil sich die Gäste so gut verteilen. Die Außenanlage macht einen freundlichen und gepflegten Eindruck. Mit der Sauberkeit hapert es allerdings an vielen Orten, so war das Wasser in allen drei vorhandenen Poolanlagen ziemlich trübe. Das fiel vor allem bei Dunkelheit auf, wenn man trotz Poolbeleuchtung den Boden des Beckens nur schemenhaft erkennen konnte. Auf unsere Nachfrage an der Rezeption wurde uns wortreich versichert, dass der ph-Wert täglich gemessen werde. Die Gäste kamen hauptsächlich aus Deutschland, es waren auch Polen und Tschechen da, einige Österreicher. Die Insel Kos an sich ist durchaus sehenswert, aber wir können nur empfehlen, ein anderes Hotel zu wählen.
Unser ausreichend großes Familienzimmer (2 Räume mit je einem Balkon) lag im ersten Stock eines Hauses am Kinderpool (Gott sei Dank, denn am Actionpool hätten wir sonst Beschallung von 10 bis 24 Uhr gehabt). Die Möblierung ist schlicht und sparsam, die Matratzen ziemlich durchgelegen. Wir hatten zu wenig Schrankraum (ein Schrank für 4 Personen mit einem Legefach und einer Kleiderstange). Unsere Keidung mussten wir in den Koffern verwahren, die mangels Ablagemöglichkeit auf dem Boden gelagert werden mussten. Bei der mangelnden Sauberkeit war das nicht angenehm. Das Fliegengitter an einer Balkontüre war kaputt (ausgerissen), die eine Balkontüre ließ sich nicht korrekt schließen. Die Klimaanlage funktionierte bei geschlossenen Balkontüren, musste aber in beiden Räumen jedesmal wieder aktiviert werden, sobald man eine Balkontüre öffnete. Ein kleines Fernsehgerät war vorhanden, es gab griechische, deutsche, italienische und englischsprachige Sender. Keine MInibar, kein Kühlschrank, kein Zimmersafe (nur gegen Gebühr an der Rezeption). Der Hauptschalter fiel auseinander. Das Bad ist zweckmäßig eingerichtet, aber in einem schlechten Zustand und ziemlich dreckig. Die Armaturen waren komplett mit einer Kalkschicht überzogen, teilweise oxidiert. Die Leiste rund um die Badewanne hatte sich gelöst, darunter war es schimmlig. Der Toilettensitz war keiner als die Toilette. Für vier Personen gab es zwei Handtuchhaken und zwei Stangen für die Duschtücher. Mit dem Duschvorhang kam man lieber nicht in Berührung. Die Handtücher waren uralt (tlw. zerschlissen) und wurden täglich gewechselt. Gereinigt wurde nur trocken mit dem Besen und nur auf der "Hauptroute" zwischen Zimmer- und Balkontüre. Jedes Verschieben eines Möbels verursachte ein knirschendes Geräusch wegen des Staubes und Sandes auf dem Fliesenboden. Barfußgehen im Zimmer war unmöglich, weil man sich danach die Füße waschen musste. Wir dürften insgesamt noch eines der besseren Zimmer erwischt haben.
Das Essen war durchaus gut und abwechslungsreich, wenn auch nicht landestypisch. Das Personal im (einzigen) Restaurant war freundlich und hilfsbereit. Leider war das Geschirr nicht immer ganz sauber, die Teller meistens nass. Auch das Besteck war oft schmutzig (Kaffeelöffel beim Mittagessen war komplett mit Sesamkörnern vom Frühstück verklebt). Die Gläser waren weitgehend "blind" und wurden immer kopfüber gelagert. Im Glasboden sammelte sich aufgetrocknete Spülmittellösung (weißer Belag), zum Glück aber auf der Außenseite des Glases. Zusätzlich gab es Unmengen von Plastikbechern. Die Getränke waren, wie offenbar üblich bei All inclusive, viel zu süß, aber man konnte sie ja mit Wasser oder Soda verdünnen. Alkoholische Getränke aus dem All inclusive-Angebot haben wir nicht probiert.
Das Personal ist freundlich, aber teilweise inkompetent. An der Rezeption wurde nur ein von uns gemeldeter Mangel im Zimmer behoben (ein Lichtschalter wurde mit Isolierband "repariert"). Die Zimmerreinigung verdient diese Bezeichnung kaum. Denn auf Fliesenboden nur einmal mit dem Besen in gerader Linie von der Balkontüre zur Zimmertüre zu kehren, verdient die Bezeichnung "Reinigung" nicht. Im Badezimmer konnten wir keine Veränderung des Zustandes erkennen. Es war und blieb schmutzig. Als wir an der Rezeption das trübe Poolwasser ansprachen und darauf hinwiesen, dass in der benachbarten Schwesteranlage Gaia Palace das Wasser in den Pools sehr klar ist, wurde uns erklärt, dass das an der unterschiedlichen Farbe der Fliesen liegt (!).
Der Flughafentrasfer dauerte etwa eine halbe Stunde, dennoch war von Flugbetrieb im Hotel nichts zu bemerken. Der Strand grenzd direkt an die Hotelanlage an. In der Anlage gibt es einen sehr gut sortierten Minimarket, der alle für einen Urlaub notwendigen Accessoires zu moderaten Preisen anbietet. Rundherum gibt es zwei kleine Supermärkte, ansonsten nur andere Hotelanlagen. Im Hotel kann man Autos mieten und die Reiseveranstalter bieten jede Menge Ausflüge an, die ausführlich beworben werden ("Angeln mit Yannis" - wer das mag)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt drei Pools, einen Kinderpool (ca. 60-70cm Wassertiefe), einen Actionpool und einen Ruhepool. Alle drei fielen vor allem durch ihr trübes Wasser negativ auf. Es gibt genügend Liegen an den Pools, deren Auflagen haben ihre beste Zeit allerdings schon länger hinter sich, was das Liegen auf diesen Möbeln zu einer "harten Sache" macht. Die Schirmständer für die Sonnenschirme sind so schwer (mit Sand gefüllte Kübel), dass man sie nicht mit dem wandernden Sonnenstand mitbewegen kann. Der Stand ist sehr schön, nur verwechseln ihn die rauchenden Miturlauber leider mit einem großen Aschenbecher (es wird aktive Mülltrennung betrieben, d.h. der Raucher/die Raucherin trennt sich sofort von seinem Müll). Somit spielen Kinder in Sand und Zigarettenstummeln. Animation wurde vom Reiseveranstalter 1-2-Fly angeboten, wir haben sie aber nicht in Anspruch genommen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rudolf |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 10 |


