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Adi (56-60)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Dezember 2025 • Strand
Albtraum vor Weihnachten
2,0 / 6

Allgemein

Das Ghazala Beach Hotel ist ideal gelegen in der Einflugschneise der umfassend beschriebenen Naama Bay zwischen dem Jolie Ville der selben Kette RED SEA und dem Fayrouz (derzeit JAZ). Die Anlage wird mit geplanter Fertigstellung 03.2026 gerade umfassend renoviert und entspricht älterem ägyptischem 3-4* Standard. Privater Strand und Garten wirken gepflegt. Der häufige Lärm unterschiedlichster Ursachen, systemische Defizite im Gastrobereich und mangelndes Sportangebot eines laienhaftes Animationsteams waren bei perfekten Wetterbedingungen über Weihnachten eine Quelle vieler Enttäuschungen. Nachdem das Hotel Kenntnis von unserer Bewertung erlangte, versuchten der Manager und ein Guest Relation Mitarbeiter am nächsten Morgen Einfluss auf die Beurteilung zu nehmen. Man wollte erreichen, dass trotz der inhaltlichen Kritik eine Empfehlung für das Hotel ausgesprochen wird. REDSea-Hotels positioniert das Ghazala-Beach als 3*-Anlage mit HP im DACH-Raum preislich über dem 4*-All-in Ghazala Garden (über die Straße gegenüber). Im osteuropäischen Raum wird ausschließlich All-inclusive Verpflegung angeboten. Gäste aus Russland und Anrainerstaaten belegen die Anlage zu 85%, der Rest sind italienische und ein paar deutsche Gäste. Direkt an der Strandpromenade gelegen erscheint die Preistellung im Vergleich zu den umliegenden wesentlich hochwertigeren JAZ- und Accor-Häusern noch günstig. Doch nach unserer Einschätzung ist das Preisniveau allenfalls gegenüber den weniger anspruchsvollen osteuropäischen Gäste gerechtfertigt. Das aufwändige Weihnachtsbuffet wurde trotz hohem persönlichen Einsatz des Personals von den All-in Gästen in kürzester Zeit absorbiert und ausgefranzt. Die schön dekorierten Tische standen schnell voll mit Tellern voller Essen und die zusätzlichen Tische in den Fluren waren um 19.00 Uhr restlos belegt. Eine Stunde später hatten unter Saxofon-Livemusik die meisten Gäste das Fest beendet und riesige Mengen an Lebensmitteln auf den Tellern wurden entsorgt. Ein sinnloses Schauspiel fern jeglicher Nachhaltigkeit.


Zimmer
  • Zimmergröße
    Eher gut
  • Schlafqualität
    Eher schlecht
  • Sauberkeit
    Eher gut

Die Unterbringung erfolgt entweder in kleinteiligen Mini-Bungalows, welche entlang des Hauptwegs zur Strandpromenade verteilt liegen oder im zweiflügeligen Haupthaus nahe der Rezeption. Die frisch gestrichenen Bungalows haben ein kleines Bad mit gemauerter Dusche und WC und sind wegen des kleinen Fensters einem Tiny Home sehr ähnlich. Abends sitzt man gerne noch vor der Tür. Die großen Standardzimmer haben einen üppigen Balkon mit schönen Möbeln. Innen dominieren abgewohnte helle Spanplattenmöbel mit üblicher Einrichtung. Das recht bequeme Bett ist durch Einlage einer Holzplatte mit dicker Matratze boxspringmäßig höher gelegt, quietscht aber dafür bei jeder Bewegung. Das Bad mit Badewanne ist je nach Zimmer von ziemlich kaputt (Spülung defekt, Wasser dringt sporadisch aus der Wand, zugespachtelte Emaille-Löcher, Wasserschäden an der Decke) bis ganz passabel auf ägyptischem Standard. Der Fön ist neu und die Handtücher sehr gut gewaschen und flauschig. Es gibt noch Bodentücher und die Duschbad-Dispenser waren irgendwie gefüllt. Einen Wasserkocher gibt es, aber Kaffee wird nicht mehr verteilt. Teebeutel gibt es jederzeit ausreichend im Speiseraum. Täglich gibt es 1,5l oder 2x 0,6l Mineralwasser pro Person.


Restaurant & Bars
  • Essensauswahl
    Schlecht
  • Geschmack
    Schlecht

Ambiente beim Essen

  • Badeanzug & Flip-Flops

Die Anlage wird im osteuropäischen Raum ausschließlich mit All-inklusive-Verpflegung, im DACH dagegen mit HP vermarktet. Gäste des All-in Ghazala Garden Hotels erhalten am Strand lediglich Soft-Drinks und essen mittags häufig gegen Bezahlung ($6,99) ein Fastfood-Menü aus der China-Restaurantküche. Die Essenszeiten sind lang, Frühstück 7-10 Uhr, Mittag 12.30-14.30, Abendessen 18.30-21 Uhr. Vor der Öffnung der Tür herrscht jedesmal ein Gedränge und meist sind bereits nach 7 Minuten im Innenraum alle Plätze irgendwie belegt. Auch werden eine Minute später bereits einige Tischuntensilien wie Gläser, Tassen, Schüsseln, Plastikuntersetzer oder Löffel knapp. Scheinbar unerwartet und völlig überraschend scheinen sich diese mit den All-in Gästen selbständig zu dezimieren und alle Beteiligten sind bei jeder Mahlzeit aufs neue überrascht, daß wieder einmal etwas fehlt. An zwei Abenden gab es strengere Taschenkontrollen beim Herausgehen. Nach kurzer Zeit bildet sich jeden Abend eine längere Schlange vor der Fleischausgabe. Osteuropäer stehen früh auf: 6.30 Uhr werden die Liegen in die erste Reihe gehievt, anschließend die Sonne mit anschwellendem Genuss begrüßt und die Öffnung des Speisesaals erwartet. Entsprechend waren gegen 7.25 Uhr alle Vorräte an Brotauflagen verschiedenster Art von den Platten geräumt, das große Honigglas inklusive Löffel geleert und die mitgebrachten Tragetaschen mit den notwendigen Vorräten für den langen All-in Tag bestückt. Aufgefüllt wurde wenig, höchstens auf energische Nachfrage mit patzigem Begleitmurmeln. Die Bilder zeigen eigentlich alles. Kaffee, Tee, Pulversäfte und Trinkwasser gab es stets in ausreichender Menge. Und es gab auch einen echten Lichtblick: Obwohl die kleinen Backwarenteile wie Plunderstücke, Rosinenschnecken und Blätterteigteilchen ganz oben in der Gunst der All-in Gäste stand, der Durchsatz also während des Frühstücks enorm war, schaffte der verantworliche Koch in der Speiseraumecke das Unmögliche. Mit stoischer Professionalität wurden die wohlschmeckenden Teile zurechtgerückt, ständig aufgefüllt und somit unterbrechungsfrei präsentiert. Großes Kompliment dafür. Das Abendessen bestand abends aus 2 Suppen (Schüssel, Löffel da?), 2 Sorten Fleisch (Anstehen!), manchmal Fisch (Heute?), viel Gemüse (leider häufig noch roh), gekochten Beilagen (Kartoffelbrei oder Reis), saurem Beilagen, "Healthy Food", Rohkost. Auch wenn das Essen tageweise recht gut schmeckte herrschte doch allabendlich die Atmosphäre eines Katinenwettesens. Ab 20.00 Uhr wurde es wesentlich ruhiger, doch hatten späte Gäste an keinem Abend die geringste Chance darauf, einmal mehr als 50% des Buffetumfangs kennenzulernen, da außer die Beilagen niemals ausreichend nachgefüllt wurde. Insbesondere auch das Obst- und Nachspeisenbuffet wirkte um diese Zeit zerrupft und dezimiert und wie weite Bereiche der Buffets hygienisch vernachlässigt. Die einstellige Zahl an DACH-Gästen waren meist bereits nach 2 Abendessen nicht mehr anzutreffen. Das war schade. Der kostenlose Detox-Drink an der Lobbybar bei der Rezeption wirkt in 3 Sorten wohl durch die aseptische Wirkung des chlorierten Wassers. Die Getränkeausgabe an der Strandpromenade hat strikt 2 Plastikbecher mit Softdrinks ausgeteilt, was mitunter zu Schlangen bis zur Promenade führte. Lokale Alkoholika gab es wohl nur an der Poolbar.


Service
  • Deutschkenntnisse
    Sehr schlecht

Erlebnistipps erhalten

  • Nein

Bester Service

  • Rezeption

Das Verhalten der Mitarbeiter an der Rezeption war sehr freundlich und Gästebeschwerden wurden schnell und effektiv behandelt. Sehr aufmerksam wirkten ausmahmslos die Beachguards, die im Dienst meist zu zweit und resolut den Badebetrieb verfolgten. Auch wurde der Strandbereich mit den Liegen jeden Abend wieder für den nächsten Tag vorbereitet und wirkte durch die Leistungen der Strandarbeiter den Umständen entsprechend (es war sehr voll an Weihnachten), ebenso wie der Gartenbereich, ausreichend gepflegt. Im Gastrobereich gab es unter den rivalisierenden Kellnern oder zwischen den Verantwortlichen zu jeder Mahlzeit auf ägyptische Art ausgetragenen öffentlichen Streit. Ansonsten versuchten einige Kellner, besonders nach abendlichen Briefings, "Ihre Gäste" mit kleinen Annehmlichkeiten wie Wein, Eis-kalte Brausen o.ä. zu überraschen. Trinkgeld intensivierte dieses Bemühen sichtlich. Der Zimmerboy arbeitete zuverlässig am Vormittag, an seinem freien Tag fiel der Service dann einfach einmal flach: Das Ersatzteam war mit den vielen Zimmern schlicht überfordert.


Nachhaltigkeit
  • Gemeinschaftsförderung
    Sehr schlecht
  • Lokalwirtschaft
    Sehr schlecht
  • Öko-Erlebnis
    Sehr schlecht

Die Anlage war eine der ersten in der Naama Bay, und daher sehr zentral gelegen am Strand und zu den Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Einrichtung ist alt und derzeit wird mit gelegentlichem Baulärm selbst in der Weihnachtswoche der Bereich unter dem Hauptweg umfangreich saniert. Überall stehen Bauutensilien und -materialien herum und man hört sporadisch eine Schleifhexe oder einen Hydraulikmeißel. Es hängen Kabel frei. Polierte Gehsteigplatten sind weitgehend verlegt. Bei Windstille riecht es ab 16.00 im Bereich des Haupthaus nach Fäkalienabwasser. Naama Bay ist Einflugschneise. Die Strand-WCs dienen gleichzeitig als Restaurant-WCs, also trifft man auch mal auf einen Koch oder Kellner. Der hygienische Zustand ist nichtmal direkt nach der Reinigung akzeptabel.


Aktivitäten

Beliebte Aktivitäten

  • Strand
  • Sport
  • Kultur & Erlebnis
  • Ausgehen & Nightlife
  • Sonstiges

Strand

Aktivitäten am Strand

  • Baden & Planschen
  • Schnorcheln
  • Strandspaziergang
  • Sonstiges

Liegen und Schirme wurden bereits morgens ab 6.00 Uhr reserviert. Ab 10 Uhr war es sehr voll. Die Mitarbeiter haben geholfen beim Finden eines noch freien Platzes. Sicherheitskritische Bedenken kamen bei uns auf, als täglich mehrfach externe Gruppen in Stärke von 5-20 Personen anstelle über den öffentlichen Strandabschnitt nebenan, mitten durch den Liegenbereich wanderten, um an ihre gebuchte Bananafahrt o.ä zu gelangen. Auch einige Strandverkäufer und das ständige Passivrauchen am Strand, dem man nur in der ersten Reihe oder ganz hinten entrinnen konnte, haben immer wieder mal genervt.


Sport

Beliebte Sportarten

  • Schwimmen

Das Fiesta-Animationsteam hatte sich nach ein paar Tagen Zwangspause wegen eines Stromdefekts der PA (ein Mischpult und ein dröhnender Lautsprecher) neu formiert. Das ist nicht leicht. Man muss Clubtanz, Zumba, Stretching, Aquagym, Beach-Volleyball, Boccia, Darts und Yoga ausrichten und das zu viert - Boooaaaaah! Na ja, ich mach mal - oder Du doch? Neee, ich kann nicht, mach Du. Oh keine Gäste, die mitmachen. Na machen wir doch Fotos mal von unserem coolen Team, noch eines, stellt euch mal so, noch eins.... Also,manchmal bei gutem Wetter vormittags, ohne große Ankündigung, gingen Aktivitäten los. Stretching zum Beispiel, bei einem sehr schlanken Animateur, weil Gäste dann einfach mitgemacht haben, war recht ansprechend. Aber eigentlich niemand aus dem Fiesta-Team war wirlich in der Lage eine zeitgemäße Animation zu bieten. So verlustierte sich jeden zweiten Tag ein etwas korpulenter männlicher Animateur darin, die aufgereihten, weiblichen Gäste nach kurzem gymnastischen Programm dompteurhaft zu sinnnlosem hin- und herspringen zu befehligen. Viele Damen beendeten daraufhin verständlicherweise die militärhaften Übungen am Strand.


Kultur & Erlebnis

Beliebte Kultur- & Erlebnisaktivitäten

  • Shopping
  • Sonstiges

Preis-Leistung
  • Sehr schlecht
  • Unerwartete Kosten

    • Nein, keine unerwarteten Kosten.

    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Adi
    Alter:56-60
    Bewertungen:3