Das Hotel Grand Palladium Resorts White Sands (GPWS) bildet mit den Hotels Katenah, Collonial, Riveria und dem "VIP-Bereich" Royal Suites ein Resort. Die Hotels ähneln sich sehr und bilden untereinander zwei Einheiten (Katenah und Collonial sowie Riveria und White Sands). Das Royal Suits befindet sich innerhalb der White Sands/Riviera Einheit und ist nur den Royal Suites Gästen zugänglich. Die Anlage erstreckt sich über gut einen Quadratkilometer (grob geschätzt mit Google Earth) und daher kann es zu etwas längeren Wegen kommen. Zumeist sind hier schöne, überdachte Füßgängerwege gebaut und zusätzlich fahren Bahnen um Gäste zu befördern, die nicht laufen möchten. Die meisten Gäste waren Kanadier und US-Amerikaner, danach auch ein paar Mexikaner, Brasilianer und eher wenige Europäer. Die Collectivos(Sammeltaxis) fahren direkt vor der Hotelanlage ab. Es gibt eine Fußgängerunterführung auf die andere Straßenseite. In Tulum gibt es einen Busbahnhof ("el ADO"), in dem man sehr günstig Busfahrkarten buchen kann, sofern man die Maya-Ruinen (z.B. Cobà, Chichen Itza, ...) lieber selbstständig besuchen möchte. Fahrkarten kann man wahrscheinlich auch im Voraus online kaufen, Erste-Klasse-Busse (mit Klimaanlage und Sitzplatzreservation) werden z.B. von ADO betrieben. Besonderns Cobà ist unkompliziert und schnell zu erreichen; nach Chichen Itza dauert es halt einiges an Fahrtzeit. Bei den Mayastätten kann man vor Ort einen privaten Führer buchen (z.T. auch auf deutsch, immer auf spanisch und englisch); häufig beinhalten die Standardangebote aber nicht alle Teile der Stätten (z.B. nicht den älteren Teil von Chichen Itza). Erklärende Tafeln gibt es eher wenig - mir persönlich haben diese in Kombination mit Reiseführer allerdings gereicht. Trinkgeld wird auch im Hotel gerne gesehen und es ist evtl empfehlenswert mehrmals einen kleinen Betrag zu geben - größere Peso-Scheine kann man problemlos an der Rezeption eintauschen. Wer Xel-Hà (oder Xcaret) besuchen möchte, kann das Ticket auch im Hotel kaufen (d.h. man erhält einen Voucher, der einem dann erspart Bargekd/Kreditkarte mitzunehmen); Xel-Hà (oder Xcaret) ist auch problemlos mit Collectivos zu erreichen (wahrscheinlich schneller als mit zubuchbarem Shuttleservice, auf jeden Fall preiswerter). Für diejenigen, die auch mal was auf eigene Faust unternehmen (aber denen der Lonley Planet wie für mich vielleicht etwas zu sehr auf Backpackers aus ist), kann ich den Rough Guide to the Yucatan sehr empfehlen, der viele Infos zu Busverbindungen und Sehenswürdigkeiten enthält. Ebenso habe ich die Informationen auf der Travel Yucatan Internetseite sehr informativ empfunden. Ich werde das nächste Mal in Yucatan schauen, dass ich eine Mietwagenrundreise im Vorfeld organisiere, die ich mit einem Badeurlaub ausklingen lasse - hier kann ich mir durchaus vorstellen, wieder ins GPWS zu gehen.
Positiv zu sagen bleibt: großes Zimmer(Junior-Suite) mit vielen Ablagemöglichkeiten und schönem Balkon. Die Klimaanlage funktionierte gut. Es befanden sich zwei große Betten und eine Schlafcouch im Zimmer, wobei pro Bett locker zwei Menschen Platz (normaler, europäischer, Körperumfang) finden. Die Klimaanlage funktionierte gut, ebenso die sanitätren Anlagen, TV und Minibar (eine Auffüllung pro Tag inklusive). Negativ war ein moderiger Geruch und diverse Auszeiten bei der Wasserversorgung aufgrund von ein bisschen spontanen Wartungsarbeiten, sowie ein Zimmerservice, der zu wünschen übrig ließ.
Insgesamt ist die Gastronomie eher nordamerikanisch und mittelamerikanisch als europäisch ausgerichtet. In den großen Buffet-Restaurants gibt es zum Frühstück daher viel deftiges, fettiges Essen und Cereals in allen möglichen Sorten und Farben. Mittags und abends gab es ein gutes, solides, wenn auch m.E. nach wenig raffiniertes Essen. Hierbei empfand ich die warmen Speisen etwas langweilig (gilt für Beilagen, Gemüse und Fleisch) und ich hatte stets den Eindruck, dass diese sehr kalorienreich zubereitet waren (vieles schwamm in undefinierbarer fettiger Soße oder war mit amerikanischem Käse überbacken). Die Salattheke fand ich lecker; es gab eine kleinere Auswahl an fertigen Salaten und eine große Auswahl an Rohkost, die man mit Dressing und Toppings kombinieren konnte. Auf Wunsch konnte man sich stets auch Pasta zubereiten lassen oder Fleisch und Fisch grillen lassen, ebenso Tacos und Sandwiche - allerdings war nie so ganz klar, was es an Auswahlmöglichkeiten gab (und wo man individuell etwas bestellen konnte). Es gab stets Themenabende, denen die Speisen angepasst wurden. Persönlich fand ich die Speisen in den Buffetsrestaurants insgesamt gut, aber auch nicht mehr. Zusätzlich gibt es zwei Strandbars, die unterschiedliche Öffnungszeiten haben (eine davon, im Kolonial, 24h), welche Snacks servieren (Burger, Tacos, Pizza [an der White Sands Strandbar]). Es gibt auch Poolbars, die ein leicht abgespecktes Buffet anbieten und etwas hektisch wirkten (Lunch). Zum Abendessen kann man in verschiedene à la carte Restaurants gehen und sich sein Thema aussuchen. Mir hat es hier besser geschmeckt. Um einen Platz zu erhalten, muss man sich als Non-Royal-Gast in der Lobby des jeweiligen Restaurants anmelden und erhält einen Beeper, der im näheren Umkreis des Restaurants funktioniert. Die Wartezeiten können je nach Popularität und Ankommenszeit auch mal an die 1.5h gehen, diese kann man aber nutzen um an der Poolbar/Lobbybar einen (oder zwei) Aperitifs zu trinken; hier gibt es auch Erdnüsse und ähnliches. Diverse Bars runden die Sache ab; überall gibt es leckere Drinks inkl. frisch gemixter Cocktails (die in den allermeisten Fällen nicht-industriell schmecken); eine Cocktailkarte liegt aus, aber man kann sich die Drinks auch nach Wunschäußerungen zusammenstellen lassen. Vegetarische Speisen werden im Buffet-Restaurant gekennzeichnet und in den à la carte Restaurants gibt es eine vegetarische Speisekarte. Zu den Buffet-Kennzeichnungen muss man aber leider sagen, dass die Kennzeichnungen leider nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen.
Insgesamt ist der Service am GPWS (und in der ganzen Anlage) durch Freundlichkeit und Professionalität geprägt. Ich persönlich habe fast alle Angestellten als freundlich und zuvorkommend empfunden. Fast jeder Angestellte kann auf englisch kommunizieren; Ausnahmen gibt es unter Angestellten beim House Keeping und in den Restaurants (vorwiegend die Köche) keinerlei Englisch, sind aber sehr geduldig wenn man es auf langsamen und grammatisch sonstig fehlerhaftem spanisch probiert. Das Housekeeping wurde meiner Meinung nach nicht sonderlich gut durchgeführt: bei Ankunft lagen noch eine ganze Menge an Haaren im Whirlpool und auf einem unserer Handtücher befanden sich noch Benutzspuren von Vorgängern (frischer Lippenstift). Grundsätzlich wurde bei uns - trotz Trinkgeld nach nordamerikanischen Standards - immer wieder etwas vergessen, besonders häufig: Duschhandtücher, Toilettenpapier. Normalerweise bekommt man dies bei Anruf an der Housekeeping-Hotline/Rezeption sofort geliefert; teilweise bekommt es aber auch nicht oder stattdessen etwas anderes. Sauberkeit war bestenfalls okay. Bei etwaigen Schwierigkeiten die Reiseleitung zu erreichen (z.B. weil diese nicht zu vereinbarten Terminen erscheint oder vergisst Rückfluginformationen in den Ordner einzutragen), helfen Rezeption und Guest Relations gerne, freundlich und erfolgreich diese zu erreichen. Auch wenn in den allermeisten Fällen 6 Sterne angebracht wären, so zieht der Housekeepingservice mit Verbesserungspotential den Schnitt deutlich runter.
Das GPWS befindet sich wie mehrfach erwähnt etwa mittig zwischen Playa del Carmen und Tulum direkt an der Autobahn; beide Städte sind gut mit "Collectivos" (Sammeltaxis) und Zweiteklassebussen zu erreichen. Wir hatten einen Privattransfer vom Flughafen Cancun der eine gute Stunde gedauert hat. Das Resort liegt an einem mehrere hundert Meter langen Sandstrand und einer Felsenküste. Wie zahlreich beschrieben ist der Strand sehr felsig. Beim Schnorcheln sind man schon ab und zu den ein oder anderen Fisch - allerdings ist es kein m.E. nach Vergleich zu den vergleichsweise nahen Hotels am Roten Meer mit "Hausriff". Die Villas (Zimmer, Suiten) sind im Dschungel eingebettet, man hat auch die Gelegenheit die lokale Fauna ein wenig kennenzulernen. Die Geräuschkulisse ist meiner Meinung nach von Meeresrauschen und Dschungelgeräuschen (Vögel) geprägt; die Autobahn habe ich nicht gehört. Mit dem Collectivo (Sammeltaxi) kann man auch problemlos direkt die Ruinen von Tulum, die Parks Xcaret und Xel-Hà (und zahlreiche weitere Parks), sowie den Busbahnhof von Tulum anfahren (letzteren gibt es sicherlich auch in Playa del Carmen, das weiss ich aber nicht), und von dort aus auf eigene Faust Trips mit den lokalen Linienbusunternehmen organisieren (wir waren mit ADO unterwegs und es hat prima geklappt, siehe mehr dazu unten). Die Einheimischen feilschen z.T. über den Fahrpreis im Collectivo und bekommen ihn dann billiger (je nach Streckenlänge), wir haben immer den "Standardpreis" von 30 Pesos (oder 3 USD) pro Person bezahlt. Die Collectivos fahren vor dem Hotel ab (d.h. man muss ein klein bisschen durch die Anlage laufen); es gibt einen Fußgängertunnel auf die andere Straßenseite (Richtung Tulum). Taxis fahren soweit ich weiß ab der Lobby ab; ab dem GPWS sind die Taxipreise fix.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gibt eine schöne Poollandschaft (eigentlich mehrere Poollandschaften), wobei die Pools unterschiedlich laut/belebt sind, so dass die meisten Urlauber wohl einen passenden Pool finden sollte (am ruhigsten ist wohl der Spa-Pool, am belebtesten der Pool am Kolonial). Auch der Strand ist traumhaft, wobei es nicht so ganz einfach ist, einen Zugang ins Wasser zwischen den Felsen zu finden. Beim Schnorcheln kann man den ein oder anderen Fisch sehen - allerdings fand ich es im Vgl. zum Schnorcheln in Ägypten ("Standard" Hotel-Hausriff) enttäuschend. Zahlreiche Weg durch den Dschungel laden zum spazieren und joggen ein, es werden diverse sportliche Aktivitäten angeboten und ein Fitnesscenter gibt es auch. Etwas schade empfand ich die Tatsachen, dass der Zustand der Sportgeräte (zumindest Kardio-Training) deutlich verbesserungswürdig waren, z.B. waren im Fitnessraum von 5 normalen Fahrrädern 3 kaputt und wurden auch nicht repariert (das Personal im Fitnesscenter erweckte leider grundsätzlich einen unmotivierten Eindruck). Insgesamt war ich aber überaus zufrieden mit dem Sport- und Unterhaltungsprogramm (zu letzterem kann ich ehrlich gesagt nichts sagen, da ich es nicht genutzt habe sondern nur "en passant" wahrgenommen habe).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2011 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sven |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |

