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Diana & Michael (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juni 2009 • 2 Wochen • Strand
Riesige, schöne Anlage mit hellhörigen Zimmern
4,8 / 6

Allgemein

Das White Sand ist einer von 5 Teilen des sehr großen Palladium Komplexes. Mit Ausnahme des Royal-Bereiches können alle Einrichtungen der anderen Hotels mit genutzt werden. Die Zimmer sind in recht großen Wohnblöcken mit sehr hübschen Innenhöfen zusammengefasst. Wir waren in Haus 59 mit Strandsicht und direktem Strandzugang. Der überwiegende Anteil der Gäste während unseres Aufenthalts stellten die US-Amerikaner dar, die mit ihrer Lautstärke und räumlicher Präsenz nicht gerade zu einem angenehmen Urlaubsambiente beitragen. Neben den inländischen Gästen, die zumeist am Wochenende erschienen, waren noch Kanadier, einige Osteuropäer und sehr wenig Westeuropäer da. Altersmäßig war alles vertreten mit einem Schwerpunkt bei den 25-35-Jährigen. Zu Beginn unseres Aufenthaltes war die Auslastung sehr niedrig. Wir brauchten zwei Tage um zu ergründen, wo sich am Abend die große Masse der Leute ballt (in der Colonial-Lobby). Im Laufe des Urlaubs stieg die Auslastung sichtlich an und lag gegen Ende bei geschätzten 50%. Dies ist mE der Grenzwert, bevor es zumindest teilweise unangenehm wird, denn die wirklich schönen Plätze am Strand sind damit ausgelastet und auch in manchen Restaurants schien man gelegentlich nicht hundertprozentig mit Sitzplatzanweisung, Abräumen und Nachfüllen nachzukommen. Es waren kleinere Probleme zum Thema Instandhaltung vorhanden. Defekte Latten in den Holzbrückenstufen oder Holzgeländern, abgesprungene Platten im Pool oder nicht vollständig gepflegte Rasen- und Strandflächen begegneten uns gelegentlich, war aber im erträglichen Rahmen. Lauffaul sollte man in diesem Ressort nicht sein, die Distanzen sind beträchtlich und auch wenn Spaziergänge was Nettes sind, so nervt es nach einer Weile schon mal, immer zwischen 5 bis 20 Minuten von Punkt A zu Punkt B zu benötigen. Daher haben wir auch irgendwann angefangen, für manche Wege die Züge zu benutzen, die auf festgelegten Routen durch die Anlage brummen. Das macht echt Spaß. Sehr hohen Sonnenschutzfaktor wählen. Handyerreichbarkeit gut.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Die Zimmer sind schön und geräumig, Gleiches gilt für das Badezimmer, das mit Jacuzzi ausgestattet ist. Auch die Einrichtung ist in Ordnung. Es existieren Klimanlage, Ventilator, Minibar, Musikanlage, kostenloser Safe und Fernseher. Leider war unter den Sendern kein deutscher zu finden – Nachrichten wären schon mal schön gewesen. Der Balkon ist lediglich mit zwei Plastikstühlen und einem Plastiktisch ausgestattet. Es gibt nicht mal eine Vorrichtung, um nasse Kleidung aufzuhängen. Das riesengroße Manko der Zimmer ist ihre Hellhörigkeit. Wenn der Nachbar schnarcht, hört man das. Man hört ebenfalls alles, was im Hausflur von Statten geht, jedes Türöffnen, Reden, Stöckelschuhe auf dem Boden. Vor allem jedoch hört man, wenn irgendjemand im Haus die Musikanlage oder den Jacuzzi benutzt. Wir hatten einige üble Nächte und daher möchte ich besonders auf diesen Punkt hinweisen, denn er stellt eine erhebliche Bedrohung der Urlaubserholung dar. Ich würde nicht wieder in dieses Hotel gehen, nur aufgrund der Zimmerhellhörigkeit.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Da die Restaurants der Nicht-Royal-Bereiche alle genutzt werden konnten, gab es trotz unterdurchschnittlicher Auslastung etliche Buffetrestaurants (abends nur klimatisiert). Während unseres Aufenthalts waren täglich 6 von 8 Spezialitätenrestaurants rollierend geöffnet, ohne Reservierung (normalerweise mit Reservierung). Alle Bars waren regulär geöffnet, wobei abends am meisten in den Lobby-Bars der Hotels mit Theatro (Riviera und Colonial) los war. Da die Show am Colonial um 21 Uhr beginnt und danach fast jeden Tag noch eine echt gute Live-Band spielte (die mit ausschließlich Männern – die mit den weiblichen Sängerinnen war übel), waren dort die meisten Menschen. Die Show im Riviera begann so gegen 22:15 und konnte nicht so viele Leute zu sich locken, daher war auch diese Bar nicht so voll. In den Lobby-Bars war um 00:00 Uhr Schluss, aber wer dann unbedingt noch weiter machen wollte, konnte entweder in die Disco oder an die 24 h geöffneten Strandbars (mit Snacks) wechseln. Die Auswahl und Qualität des Essens war unterschiedlich, aber nie schlecht. Von Rindercarpaccio bis Hamburger war beim Buffet alles vertreten, Fleisch, Fisch und Pasta vorgefertigt oder on demand, Themenabende, gutes Salatbuffet, mäßige Käseplatte, überraschend gute Desserts. Essige und Öle waren neben fertigen Dressings ebenfalls vorhanden. Mit Gemüse war es nicht so doll, das war entweder halbroh oder matschig. Auch waren die Frühstückspancakes nicht so lecker, aber dafür schien die Nuss-Nougat-Creme echtes Nutella zu sein. Leider war kein richtiges Vollkorn- oder Roggenbrot zu finden. Die Spezialitätenrestaurants waren ordentlich, hier ist der Brasilianer zu empfehlen, sogar das Maki-Sushi beim Japaner hat einigermaßen dem Original geglichen. Hier wurden wir sogar nach Nahrungsmittelallergien gefragt, Respekt! Mit den Getränken war es ähnlich. Der Wein, der AI war, war gerade so genießbar, der Sekt war ok. Mein Mann fand das Bier akzeptabel, ich fand es jedoch zum Speien und obwohl ich Biertrinker bin, hab ich in dem Urlaub insgesamt nur ein Gezapftes und ein Flaschenbier probiert, dann war es vorbei. Die Cocktails waren recht gut (Frozen Margerita und Mojito!!!), außerdem haben wir reichlich Anis Seco con hielo y un poco agua getrunken, unser karibischer Ersatz für Pernod. In allen Restaurants und in den Bars außer den Strandbars werden Getränke recht zügig bedient. Es gibt aber keinen Strandservice (was wir in dieser Hotelkategorie schon erlebt haben). Die Sauberkeit von Geschirr und Gläsern war gut, jedoch waren manchmal Kleckereien von den Vorgängern auf den Tischtüchern, da diese nicht immer ausgewechselt wurden. Das finde ich bei dieser Kategorie eigentlich nicht angebracht. Abends waren die Tische mit einer kleinen Blumenvase dekoriert. Dekoration am Essensbuffet war nett bis kunstvoll.


    Service
  • Gut
  • Bis auf einige Tranfunzeln war der Service in Summe wirklich ok. Die Menschen waren zumeist freundlich, aber nicht euphorisch. Die Geschwindigkeit war stets abhängig von der Person. Einige (besonders ein paar Kellnerinnen in der Colonial-Lobby) konnten sich durch Geschwindigkeit, eine pfiffige Persönlichkeit und gutes Gedächtnis hervorheben, anderen einzelnen hätte man im Gehen die Schuhe neu besohlen können. Hinsichtlich der Fremdsprachenkenntnisse kann man sagen, dass bis auf manche On-Demand-Köche (zB bei der Pasta) die Englischkenntnisse der Angestellten völlig ausreichend waren. Der Nudelkoch kannte leider bis zuletzt das englische Wort für Knoblauch nicht (und ich leider erst beim letzten Zusammentreffen die spanische Übersetzung); im Gegensatz dazu konnten wir mit dem Zimmerputzmann jedoch ausreichend gut kommunizieren, als wir ihm klarmachen wollten, dass er nicht den Balkon putzen darf, da dort gerade ein aus dem Nest gefallenes Vogelküken wohnte. Deutsch haben wir von uns aus nie versucht, jedoch hatten einige Kellner der Spezialitätenrestaurants Spaß daran, ihr Deutsch zu erproben. Wir sind zuvor noch nie mit „Alles paletti?“ nach unserem Befinden gefragt worden :-) Die Qualität der Zimmerreinigung war tadellos. Tägliches Wechseln der Handtücher, auch wenn sie nicht auf dem Boden lagen, mehrfaches Wechseln der Bettwäsche und tägliche Befüllung der Bar (3 ltr Wasser, 4 Bier und 4 Limo/Cola). Grund zur Beschwerde gab es für uns nur, als nachts um Drei irgendein Depp im Haus die Musikanlage benutzte, so dass wir unfreiwillig mithören mussten. Das haben wir bei der Rezeption mit der Bitte um Prüfung durch einen Security-Mann reklamiert, der zwar kam, wie wir vom Bett aus hörten, aber ohne Taten wieder ging. Offenbar hört man den Lärm vom Flur aus schlecht, aber von den hellhörigen Zimmern aus sehr gut, also riefen wir wieder bei der Rezeption an um darauf hinzuweisen, dass der Security-Mann mehr tun muss, als sich nur an den Eingang des Hauses zu stellen, sondern an den Zimmern hören muss, um den Bösewicht auszumachen. Daraufhin kam wieder jemand, der aber ebenfalls sofort wieder abrauschte, mit dem Effekt, dass wir zwischen Drei und halb Fünf Disco hatten. Ergo: Schlechte Leistung, große Enttäuschung, für uns üble Nacht.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Transfer vom Flughafen Cancun dauerte ca 70 Minuten. Die Lage des Ressorts ist als Startpunkt für Ausflüge nicht ungünstig. Tulum, Xcaret. Xel-Ha, Muyil sind zB ganz in der Nähe. Ausflüge werden ua von den deutschen Reiseveranstaltern in Kooperation mit einem inländischen Unternehmen angeboten und scheinen nicht ganz preiswert, jedoch war unser Ausflug (Sian Kaan/Muyil) sein Geld wert.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die beiden riesigen Haupt-Pools im Ressort dürften allen Ansprüchen genügen, denn neben ausreichender Schwimmfläche gab es Jacuzzis, Sportpools, Kinderpools, also alles, was das Herz begehrt. Freie Liegen waren während unseres Aufenthalts immer zu finden. Ganz nett sind auch die Adult-Pools, die separiert sind, mit beschränkter Anzahl Liegen, die aber auch über Bar und WC verfügen. Das Wasser hatte gute Qualität. Am Strand waren zwar auch ausreichend Liegen vorhanden, aber nur, wenn man bereit war, auch mal etwas weiter von den Zentren (Bars und Animation) zu liegen. Wir waren zumeist im palmenbeschattenen Teil vom Colonial, ca 150 m von der Strandbar und 100 m vom Animationszentrum entfernt. Das erlaubte die Getränke- und WC-Versorgung ohne Geräuschkulisse sowie Palmenschatten. Hier bekamen wir zu jeder Zeit Plätze, auch wenn wir manchmal Liegen hinziehen mussten. Handtuchreservierung ist also wirklich überflüssig. Der Strand wurde zwar täglich von Algen und Plastikbechern gereinigt und auch die Liegen wurden wieder in Reih und Glied gerückt, für andere Abfälle wie Altbatterien, unbekannte Plastikteile, alte Kokosnusschalen etc. hatte man aber leider kein Auge. Das wäre wirklich verbesserungswürdig. Der Strand selbst ist zumeist karibisch weiß, es gibt weiter oben aber dunklere und härtere Stellen, wo sich der Untergrund durchdrückt. Man muss auf Steine achten, ein Spurt durch den Sand könnte schmerzhaft werden. Auch im wunderschön türkisfarbenen Wasser gibt es als Ausläufer der Riffe viele Steine. Mit ein wenig Vorsicht kommt man aber gut ohne Badeschuhe aus. Wegen des Riffs kann man aber nur wenig im Meer schwimmen. Von der Tagesanimation haben wir bis auf die laute Musik nicht viel mitbekommen. Die Abendunterhaltung in den Shows war eher durchwachsen, die Männer-Band, die im Colonial oft im Anschluss an die Shows spielte, war super.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Mehr Bilder(14)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juni 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Diana & Michael
    Alter:31-35
    Bewertungen:7