Wie der Katalog beschreibt, handelt es sich um eine Bungalowanlage mit rund 230 Einheiten unterschiedlicher Größe und Ausstattung(!) sowie einem Haupthaus für Rezeption, Restaurant, Wellness usw. Der Park macht einen hervorragend gepflegten Eindruck und hat in etwa die Form eines Rechtecks mit der langen Seite in Ost/West-Ausrichtung. Es gibt zwei Poolanlagen mit jeweils zwei Becken, eine größere nahe dem Haupthaus (östlich) und eine etwas kleinere im Westteil. Letztere beinhaltet zusätzlich noch das Areal mit den Wasserspielen. Die Gäste waren ungefähr zur Hälfte deutsch, ein Drittel Spanier, der Rest ein westeuropäischer Mix. Keine Proleten. Zielgruppe sind ganz eindeutig Familien mit Kindern von 2 bis 12 Jahren. Kurzes Fazit: Bis auf den Mangel an Sonnenschirmen eine Rundum-Sorglos-Anlage, die wir guten Gewissens weiter empfehlen können. Wichtig nochmal: mit Klimaanlage buchen und für Ruhebedürftige die Westhälfte des Parks. Empfehlenswert ist die U-Boot-Fahrt, die in Puerto de Mogan angeboten wird, inkl. Bustransfer. Modernes Boot für 44 Passagiere und zwei Piloten, das auf seiner Tour ein versunkenes Schiffswrack umkreist. Wichtig: nicht auf eigene Faust hinfahren, sondern an der Rezeption inkl. Bus buchen lassen, sonst keine Gewähr, dass das Boot wie angekündigt fährt. Ebenfalls gut gefallen hat uns Sioux City, nur ein paar Autominuten entfernt. Die Tour auf den höchsten Berg in der Mitte der Insel kann man machen, kommt aber nicht an die Insel La Palma heran. Den Palmitos Park haben wir ausgelassen - fast 100 EUR Eintritt für uns vier fanden wir etwas heftig.
Wir hatten die größte Variante der verfügbaren Bungalows, das sog. „Familienzimmer“. Die Bezeichnung ist irreführend – auch das ist ein Bungalow mit zwei separaten Schlafzimmern. Aufpassen: unbedingt einen Variante mit Klimaanlage buchen, die Bungalows heizen sich mächtig auf. In jedem Zimmer war eine Klimaanlage montiert, die sehr effektiv kühlte, auch bei schwächster und leisester Einstellung. Außer dem Kühlschrank hatten wir die Kitchenette nicht beansprucht, sie ist aber ausreichend ausgestattet. Die Einrichtung ist nicht besonders luxuriös, gab aber keinen Anlass zur Klage. Der TV-Empfang ist ordentlich (ARD, ZDF, die wichtigsten Privatsender, Eurosport). Zu dem Familienzimmer gehörte auch eine Playstation 2, die Auswahl an Spielen war jedoch eher dürftig, vor allem für kleinere Kinder, aber deshalb fliegt man ja auch nicht auf die Kanaren. Die Härte der Betten war angenehm, und es gab großzügigen Stauraum für das Gepäck, ebenso einen Mietsafe. Die Fenster sind allesamt mit Eisenstäben vergittert und mit Mückennetzen bespannt. Schallschutz gibt es wie üblich keinen; von unseren Nachbarn bekamen wir trotzdem nichts mit. Das Bad hätte ein wenig größer sein können, die Funktionalität war aber tadellos.
Wir hatten zum ersten Mal AI gebucht – ist sonst nicht so unser Ding, aber für die Kinder eben ideal und gegenüber HP sogar günstiger, weil die Getränke inbegriffen sind. Schätzungsweise 95% der Gäste hatten ebenfalls AI. Frühstück: Sowohl englisch als auch deutsch (Müsli); Brötchen nicht mit deutschen vergleichbar, aber besser als in manch anderen Hotels; der „Live-Koch“ bereitete ständig Spiegeleier und Pfannkuchen zu – letztere waren bei Kindern äußerst beliebt. Säfte schmeckten sehr künstlich (nur die Kinder mochten sie); Kaffee war durchaus trinkbar, wir mochten den spanischen Espresso gern. Wer erst nach 10:00 Uhr zum Frühstück kam, musste mit dem „Langschläfer-Frühstück“ vorlieb nehmen – man bekommt dann an der Poolbar Brötchen, zwei Sorten Wurst und Käse und abgepackte Marmelade – auch kontinentales Frühstück genannt. War nicht der Hit und wurde auch kaum genutzt. Mittag und Abend: Kaltes (Salate) und warmes Buffet. Eigenes Kinderbuffet mit Pommes, Nudeln, Fleisch- oder Fischnuggets u.ä. Jeden Tag andere, jeweils mehrere warme Gerichte, die man mal mochte und auch mal nicht – an der Qualität der Speisen gab es aber nichts auszusetzen – da haben wir auch schon anderes erlebt. Wieder mit „Live-Koch“ – für gegrilltes Fleisch oder Fisch. Zu zapfen gab es Cola (+light), Fanta, Sprite, Tonic Water, Wasser, Bier (Tropical - schmeckte gut!) und drei Sorten Wein (die schmeckten nicht). Nachtischbuffet mit mehreren Sorten Eis, Obst und diversen Süßspeisen. Nicht so gut gefiel uns das wöchentliche Barbecue – das kann unsereiner besser. Für alle Mahlzeiten gilt: es wurde immer aufgefüllt; auch wenn man später kam, konnte man sich der kompletten Auswahl gewiss sein. In Stoßzeiten ging es teilweise etwas beengt zu, da musste man ein wenig Gelassenheit mitbringen. Das Personal war jedoch, wie schon erwähnt, jederzeit Herr der Lage. Kinderstühle waren ausreichend vorhanden.
Rezeption, Restaurant, Poolbar, Reinigungskräfte – wir haben selten so viel (eigentlich ausschließlich) freundliches und höfliches Personal erlebt. Sogar die Kellner im Restaurant, die zu Stoßzeiten wirklich alle Hände voll zu tun hatten, wirkten niemals genervt und hatten immer ein freundliches Wort für die Kinder übrig. Der Service im Restaurant beschränkt sich auf Eindecken und Abräumen, das funktionierte allerdings perfekt; ansonsten war Selbstbedienung angesagt. Die meisten Angestellten der Rezeption sprechen fließend deutsch, teilweise stammen sie sogar aus dem deutschsprachigen Raum. Ansonsten kam man mit englisch immer weiter, sogar mit der Putzfrau konnten wir uns unterhalten. Den Umgang mit Reklamationen können wir mangels Ereignissen nicht beurteilen. Reinigung war in Ordnung; einmal kam sogar die Chefin der Reinigungskräfte zu uns und erkundigte sich, ob wir zufrieden seien. Nörgeleien über die Gärtner können wir nicht nachvollziehen. Ja, sie sind tagsüber unterwegs, aber wann sollen sie es denn sonst machen? Die Gartenanlagen sind dafür wirklich schön. Am Nordostende befindet sich ein Bungalow mit zwei Waschmaschinen und einem Trockner. Die Benutzung eines der Geräte kostet jeweils 4 EUR. Ein Waschgang dauert etwa eine halbe Stunde – hat prima funktioniert.
Die Anlage liegt am nordwestlichen Rand von Playa del Ingles, an das (schönere) Maspalomas angrenzend. Durch diese Randlage bekommt man vom Trubel in Playa so gut wie nichts mit. Wer Wert auf abendliche Ruhe legt, muss allerdings aufpassen: An das Nordostende des Parks grenzen zwei größere Hotels, zwischen denen allabendlich eine (gefühlte) Open-Air-Disco stattfindet, die mächtig Lärm veranstaltet. Wir bekamen Anfragen anderer Gäste mit, die dort untergekommen waren und den Bungalow wegen dieses Lärms wechseln wollten. Wir waren im Westteil untergebracht – dort war es abends wunderbar ruhig. Vereinzelt wird hier die Entfernung zum Strand kritisiert. Ja, es sind ein paar Autominuten, aber wer lesen kann, weiß das schon vorher. Hierfür gibt es aber einen Shuttle-Service. Alternativ nimmt man ein Taxi (kostet nicht die Welt) oder gleich den Mietwagen (gehört zu einem Kanaren-Urlaub irgendwie auch dazu). Am Strand gibt es einen großen Parkplatz, der werktags ziemlich leer und am Wochenende brechend voll ist – da kommen die Einheimischen dazu. Mehrere Geldautomaten und ein Spar-Markt (geöffnet bis 21:00 Uhr) sind fußläufig zu erreichen. Günstiger einkaufen kann man in San Fernando (nördlich von Playa), wo man kaum noch Touristen trifft.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlagen waren sehr gepflegt und für Kinder aller Altersgruppen geeignet. Die Wasserspiele im Westteil boten eine Menge Spaß. Alle Pools waren stets beheizt – nachmittags empfanden wir sie sogar als etwas zu warm. Gegen Abend war das warme Wasser wiederum wegen des kühlen Windes angenehm. Die offizielle „Badezeit“ endet um 18:00 Uhr. Verboten ist die spätere Benutzung nicht, die Pools werden lediglich nicht mehr beaufsichtigt. Tatsächlich war abends kaum noch jemand im Wasser. Leider zwei negative Punkte: Obwohl offiziell unerwünscht, wurde nichts gegen die morgendlichen Liegenreservierer unternommen – übrigens keine reine deutsche Unart, wie wir feststellen mussten. Größtes Manko: Es gibt viel zu wenig Sonnenschirme. Die Sonne brennt im Sommer gnadenlos – hier muss unbedingt nachgebessert werden. Für Kinder gab es tagsüber eine Betreuung und am Ostpool leichte Animation (Sport und Spiele). An den meisten Werktagen gab es abends nach der Essenszeit eine täglich wechselnde Show, meistens im Freien und in unterschiedlicher Qualität. Das Sportangebot haben wir nicht genutzt. Für kleinere Kinder gab es auch noch zwei Spielplätze, die sich in gutem Zustand befanden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Volker |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


