Sichere Dir jetzt bis zu 250 € Sofortrabatt von TUI & Airtours in ausgewählten Hotels.
Alle Bewertungen anzeigen
Brigitte (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2013 • 1 Woche • Strand
Personalausbeutung und Missmanagement
4,3 / 6

Allgemein

Gästestruktur: national recht gut durchmischt; viele Briten, aber auch Holländer, Deutsche, Spanier, vereinzelt Italiener und Franzosen. Keine Russen...! :-) Überwiegend Familien, mit Kindern vom Säuglings- bis zum Teenie-Alter. Im Großen und Ganzen angenehme Leute, weder Snobs noch "Ballermänner". Die Bungalow-Anlage, die sich wohltuend von den umgebenden Hochaus-Bettenburgen abhebt, HÄTTE sehr viel Potenzial für einen Familien-Traumurlaub: viel Platz, viel Grün, schöne Pools, in denen auch abends noch geplanscht werden darf, herzliches und kinderfreundliches Personal, schmackhaftes Essen, hervorragend funktionierende Shuttle-Bus-Verbindung zum ca. 2 km entfernten Strand, ausreichend große und angenehm schattige Restaurant-Pool-Terrasse, engagierte Animateure und, und, und... Aber man fragt sich, was für ein (Miss-)Management da im Hintergrund zugange ist. Die Firmenleitung scheint nur auf den Profit zu schielen und darüber die langfristige Qualitätssicherung zu vernachlässigen. Aufgrund der nachstehenden detaillierten Einzelbewertungen gibt es für das Hotel allgemein deswegen auch nur 3 Sonnen. FAZIT: Der Preis für einen Aufenthalt im "Parque Cristóbal" unterscheidet sich nur unwesentlich von dem eines 5-Sterne-Hotels. Vor diesem Hintergrund stehen Preis und Leistung des Hauses im Komfort-Bereich (fehlende Klimaanlagen, technische Mängel und seltener Wäschewechsel in den Bungalows, überfordertes Service-Personal und daraus resultierende Ekel-Tische auf der Terrasse) in einem eklatanten Missverhältnis. Das Management wäre gut beraten, so bald wie möglich in eine Qualität und Zukunft sichernde Richtung zu steuern, bevor die Anlage entweder total heruntergewirtschaftet ist oder die Gäste schon vorher ausbleiben, womit dann auch das Geld für die dringend gebotenen Investitionen fehlte... Bevor sich in dieser Richtung nichts bewegt, können wir das "Parque Cristóbal" leider nicht weiterempfehlen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Bungalows leiden unter einem enormen Investitionsstau. Störend sind weniger ein paar Kratzer in den Möbeln (man wohnt ja auch zu Hause nicht unbedingt in Ausstellungsräumen) als vielmehr die Summe mehr oder weniger kleiner Mängel wie wackliger Badarmaturen oder klemmender Fenster. Sehr gelitten haben wir unter dem Nicht-Vorhandensein einer Klimaanlage in unserem Bungalow, denn bei Temperaturen ab 30 Grad können die Deckenventilatoren nicht mehr wirklich viel ausrichten. Die metallene (!) Eingagstür lag in südlicher Richtung, war also vom späten Vormittag bis zum frühen Abend von der Sonne bestrahlt und wirkte dementsprechend wie ein Heizkörper. Wenn sich dann das große Fenster nicht öffnen lässt und auch keine Klimaanlage vorhanden ist, ist an erholsamen Schlaf nicht zu denken. Hinzu kamen unbequeme, zu harte Matratzen. Positiv aufgefallen: Der geräumige Kleiderschrank mit integrierten Schubfächern. Auch sonst gibt es genügend Stauraum-Mobiliar. Da wir all inclusive gebucht hatten, nutzten wir von der Kitchenette lediglich Gläser und den Kühlschrank für Getränke. Der Kühlschrank funktionierte einwandfrei. Es scheint auch alles Notwendige an Geschirr etc. vorhanden zu sein, und alles war picobello sauber. Das Bad ist zwar recht klein, aber es geht. Was jedoch unbedingt Not tut, sind Ablagemöglichkeiten. Der Waschtisch reicht für eine Familie als Ablagefläche nicht aus. Sehr angenehm ist die "private" Terrasse vor jedem Bungalow und deren Ausstattung mit Gartenmöbeln und Liegen.Die gesamte Gartenanlage macht einen gepflegten Eindruck. Die Rasenflächen werden regelmäßig gemäht und nachts gewässert. Gut täten der Anlage (und dem Auge des Betrachters) aber ein paar Blumenrabatten als bunte Farbtupfer. Überfällige Investitionen: Klimaanlage für jeden Bungalow, etwas Styrodur alsTürdämmung, bessere Matratzen, Regal oder Ablageboard im Bad und hin und wieder einen Reparaturtrupp nach dem Rechten sehen lassen.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Beim Büffett gibt es eine gute Mischung aus täglich weitgehend gleich bleibenden (z.B. bestimmte Salate) und wechselnden Gerichten, wobei es sich bei Letzteren meist um typische Gerichte verschiedener Länder handelte (mexikanisch, italienisch, spanisch, chinesisch...). Vieles wird bei Show-Cooking frisch zubereitet. Es ist kein Gourmet-Restaurant, aber alles ist sehr schmackhaft und auf den Büfetts appetitlich angerichtet. Häufig werden Reste vom Vortag verwertet, indem beispielsweise ein Salat daraus gemacht wird. Die "Resteverwertung" war immer sehr lecker und gab uns darüber hinaus das gute Gefühl, dass wertvolles Essen nicht auf dem Müll landet. Die Getränkeauswahl zu den Mahlzeiten war recht vielseitig (Limonaden, Säfte, Bier, Wein), wobei uns insbesondere der Rotwein weit besser mundete als übliche All-inclusive-Tischweine. Das Restaurant war zumindest zu Beginn der "Gelage" immer ordentlich und sauber. Auch an der Sauberkeit des Geschirrs und Bestecks gab es nichts zu beanstanden. Dass die Porzellanteile kleine "Macken" haben, nimmt in einem Haus mit vielen kleinen Kindern nicht Wunder. Die Snacks am Nachmittag sind enttäuschend wenig und einfallslos. Auch hier wird offensichtlich gespart. Und wer irgendwann nach 16 oder 17 Uhr hungrig vom Strand kommt und vor dem Abendessen - Beginn 18.30 Uhr - eine Kleinigkeit essen möchte, hat sich hoffentlich von unterwegs etwas aus einem "Supermarket" mitgebracht... Schlimm war der Zustand der Restaurant-Terrasse - Abfall und allerhand eklig Klebriges auf den Tischen und dem Boden - nachmittags und teilweise auch abends aufgrund des bereits erwähnten viel zu geringen Personaleinsatzes.


    Service
  • Gut
  • Der Personaleinsatz ist viel zu gering! Die Leute tun, was sie können, sind aber permanent überfordert und wahrscheinlich über kurz oder lang ausgebrannt. Wir haben beobachtet, dass an einem Tag eine einzige Kellnerin vom Frühstück bis zum späten Nachmittag allein (!) für die Restaurant-Terrasse und die Bar zuständig war. Dass diese Frau zwischen Drinks mixen, Kaffeemaschine warten, Vorräten auffüllen etc. nicht auch noch regelmäßig die Tische saubermachen kann, ist klar. Entsprechend sah es nachmittags auf der Terrasse aus: überall leere Tassen, Gläser und Plastikbecher, volle Ascher, versiffte Tischplatten... Ähnlich während der Essenszeiten im Restaurant: Auch hier viel zu wenige Kellner. Die älteren ersetzten fehlende Kollegen teilweise mit flinker Routine, jüngere waren sichtlich überfordert. Trotzdem waren alle überaus freundlich und scherzten sogar noch im Vorbeihasten mit dem einen oder anderen Kind. Man möchte gar nicht wissen, wie die Köche und Küchenhelfer rotieren, denn in der Küche dürfte sich die Situation ähnlich darstellen. Aus dem rückwärtigen Teil des Restaurant-Blocks drangen jedenfalls regelmäßig noch tief in der Nacht Arbeitsgeräusche. Sofern das Personal im "Parque Cristóbal" nicht überdurchschnittlich gut entlohnt wird (was aufgrund des Gesamteindrucks nicht unbedingt anzunehmen ist), drängt sich der Verdacht auf, dass die Arbeitskräfte hier ziemlich ausgebeutet werden. Zimmerreinigung: An einem Tag wurden die Bungalows nicht gereinigt (wurde zuvor angekündigt). Das ist - es handelt sich schließlich nicht um ein 5-Sterne-Haus - prinzipiell okay. Nicht okay war hingegen der seltene Wechsel der Bettwäsche: 1 mal in einer Woche. Wegen der sich auch nachts noch im Bungalow stauenden Hitze waren die Laken verschwitzt und hätten eigentlich täglich, mindestens jedoch jeden zweiten Tag gewechselt werden müssen. Den Zimmermädchen ist dieser Vorwurf bestimmt nicht zu machen. Dass die Damen mitdenken, hat sich beispielsweise daran gezeigt, dass am zweiten Tag unseres Aufenthalts unaufgefordert ein Aschenbecher auf dem Terrassentisch stand, nachdem wir uns am Abend zuvor mit einem wassergefüllten Becher aus der Poolbar beholfen hatten. Sprachen: Mit Englisch kann man sich im Allgemeinen recht gut mit dem Personal verständigen, an der Rezeption auch mit Deutsch. Alle dienstbaren Geister sind überaus freundlich, flink und hilfsbereit. Deswegen gibt's hier fünf Sterne, auch wenn das Management eigentlich für seinen Personal-Geiz nur drei verdient hätte.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Transferzeit vom Flughafen von etwa einer halben bis dreiviertel Stunde ist lang genug, um sich unterwegs einen ersten Eindruck von der Landschaft zu verschaffen, und kurz genug, um nicht als ermüdend oder Zeit verschwendend empfunden zu werden. Das Minus der verhältnismäßig weiten Entfernung zwischen Hotel und Strand (ca. 2 km) wird durch das große Plus einer hervorragend funktionierenden, kostenlosen Hotel-Shuttle-Busverbindung ausgeglichen. Wer sich vom Shuttle-Bus unabhängig machen will - der letzte zum Strand fährt leider schon um 12.30 Uhr - kann auch recht kostengünstig für ca. 3,50 Euro mit dem Taxi fahren. Eine öffentliche Bushaltestelle mit den wichtigsten Linienverbindungen ist nicht weit vom Hotel entfernt. Das Ambiente von Playa del Inglés ist Geschmackssache: eng bebaut mit Hochhaus-Bettenburgen, dazwischen unzählige Bars, Pizzerien, "Supermarkets", Shopping-Centers - teilweise wirkt alles auch ein wenig prollig. Es gibt weder eine gewachsene Altstadt noch ein richtiges Stadtzentrum, und auch die Strandpromenade ist nicht wirklich schön: Auch hier dominieren Bars, Restaurants und Läden für Strandartikel und Souvenirs. Ziemlich lästig sind zudem die vielen fliegenden Händler, die einen sogar in den offenen Restaurants anquatschen. Positiv: Es gibt jede Menge Taxis, die man auch unterwegs auf der Straße "anwinken" kann.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Animation: Vielseitig und engagiert, vor allem für die Kinder; zu Beginn des Aufenthalts explizit, aber nicht aufdringlich angeboten. Pool: Wurde nur von unserem Sohn ein paarmal abends genutzt, da wir ausgesprochene Strandgänger sind. Die Becken machten einen sauberen und gepflegten Eindruck. Positiv fiel uns auf, dass der Pool auch abends, teilweise bis nach Einbruck der Dunkelheit, genutzt werden durfte. Negativ: Die Liegen am Pool waren meist schon lange vor dem Frühstück alle "reserviert", und für ein Haus, das so weit vom Strand entfernt ist, sind einfach nicht genügend Liegen vorhanden. Der Strand ist vor allem am Wochenende sehr überfüllt. Teilweise muss man aber auch an Werktagen einen längeren Fußweg durch den glühend heißen Sand in Kauf nehmen, um freie Liegen und Sonnenschirme zu finden, für die einen die öffentliche Hand kräftig zur Kasse bittet: Die Miete für zwei Liegen plus einen Schirm beträgt 7,50 Euro pro Tag - und um 17 Uhr werden die Schirme weggeräumt. Dann hat das städtische Personal nämlich Feierabend, egal wie heiß die Sonne noch brennt... Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass der Strand sehr sauber ist und einen schönen, feinkörnigen, fast pudrigen Sand aufweist. Muschelsammler werden hingegen enttäuscht sein: es gibt dort nicht mal Bruchstücke von Muschelschalen :-(


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im August 2013
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Brigitte
    Alter:46-50
    Bewertungen:1