Massentourismus hat einen Namen - Mallorca! Ich war vor 15 Jahren mal auf Mallorca und hatte es als schöne Insel in Erinnerung. Durch unsere Kinder suchten wir nun ein näheres Ziel und versuchten es mit der Lieblingsinsel der Deutschen. Jetzt wissen wir, dass dort z. B. in den Herbstferien täglich 500 Flieger landen. Entsprechend überlaufen ist die Insel und es braucht mir auch keiner mit Umweltschutz kommen, so lange dort noch immer gebaut wird. Der Blau Club wird durch die Durchfahrtsstrasse getrennt, die durch den Ort Sa Coma führt. Den Ort Sa Coma gibt es als solchen nicht, denn alle Häuser wurden in den letzten 15-20 Jahren gebaut. Die zum Club gehörenden Gebäude sind so ziemlich verstreut, aber damit kann man leben. Gäste sind überwiegend Deutsche mit Kindern. Der Club hat 3 Sterne. In den Reisekatalogen in Deutschland wird er mit 4 beworben. Lassen Sie die Finger davon, wenn sie es ein bissel hübsch haben wollen und z. B. Fön im Bad gewohnt sind - dieser ist nämlich dort mitzubringen! Die Zimmer sind abgewohnt und schmuddelig. Ich bin noch nie im Urlaub in ein anderes Zimmer gezogen, aber diesmal war es so weit. Erst wurde uns eins im Gebäude über der Rezeption zugeteilt, worauf hin mein Mann gleich fragte, wie es denn mit den morgendlichen Anlieferungen (Wäsche etc.) zum Lift wäre. Nein, wir könnten uns da drauf verlassen, es wäre nicht laut. Stimmt, bis 4. 15 Uhr morgens war Ruhe. Eine Frechheit! Daraufhin bekamen wir am dritten Tag ein anderes Zimmer mit Blick zum Strand im Haus 6. Zwar genauso abgewohnt, aber wenigstens ruhig! Man wird ja so genügsam. Wir hatten einen Leihwagen. Buchen sie diesen in Deutschland, dann haben sie die günstigen deutschen Versicherungsbedingungen. Wir sind damit die Buchten an der Küste abgefahren und haben leider keinen Geheimtipp gefunden. Die Parkgebühren am Strand bei "es Trenc" waren besonders dreist, denn dort verlangt man für den Parkplatz 6 Euro. Schön ist Palma und die Landschaft abseits der Küste. Essen gehen kann man sehr gut bei "Julia" gleich am Ortseingang von Son Servera bei Cala Millor. Probieren sie die Lammschulter und eine richtige Paella. Da schmecken sie den Unterschied!
Wir hatten ein Appartment mit Schlafzimmer, Bad und Wohnzimmer mit Küchenzeile. Zur Reinigung habe ich schon beim Service geschrieben. Alles abgewohnt und igitt. Ich bin erstmal mit meinem Sagrotan und Spülmittel durchgezogen und habe Lichtschalter, Fernbedienung, WC, Waschbecken und Küchenzeile keimfrei gemacht. An den Wänden hingen Spinnweben und die nicht erst seit gestern. Das Schlafzimmer ist mit zwei Einzelbetten ausgestattet, was natürlich zwischenmenschlich bedeutet: Gehen wir zu mir oder zu Dir oder lassen wir es? Unsere Nachbarn haben es nicht gelassen, wodurch wir durch die Hellhörigkeit des Gebäudes Zeuge wurden. Auch wenn die Klingel eines Zimmers im EG betätigt wurde, hörte man dies im 2. OG. Die Zimmertüren sind verrammelt und verschlissen. Eine besondere Gefahrenquelle für Kinder stellt der Fernseher da. Er steht auf einem Sidebord mit vielleicht 30 cm in ca. 1 m Höhe, nicht festgemacht. Wenn da ein Kind dran zieht oder schiebt fällt er runter. Die Steckdosen haben übrigens auch keine Kindersicherungen.
Wir hatten Halbpension. Bloss gut, denn eigentlich gibt es beim Essen keine Highlights, ausser dem Eis zur Nachspeise. Das Essen wird zwar mit tollen Worten beschrieben an einem Essensplan am Restauranteingang, aber dieser hält nicht, was er verspricht. Dieser Plan gilt für eine Woche und in der nächsten geht es wieder von vorn los. Manche Speisen sind noch kalt, das meiste ist zerkocht, alles nicht so der Hit. Dank dem Salatbuffet habe ich das erste Mal im Urlaub mein Gewicht gehalten. Der Salat war immer frisch und immer gleich. Viele sagen, zu Hause hat man ja auch nicht so eine Abwechslung, aber da zahle ich auch nicht einen Haufen Kohle..... Das Ambiente ist wie in einer Bahnhofshalle & wie das in der Hauptsaison ist, mag ich mir lieber nicht vorstellen. Ausgestattet ist das Restaurant teilweise mit Plastikgartenmöbeln vom Baumarkt (die weissen, die jeder kennt). Allgemein wird das Mobiliar kaum abgewischt und klebt entsprechend. Einfach nur Massenabfertigung.
Diesen einen Punkt erhält ausschliesslich der Hausmeister des Hotels, da dieser uns ganz schnell mal die Tür aufgesperrt hat, als wir unseren Schlüssel hatten innen liegen lassen. Ausserdem hat er genauso schnell den kaputten Fernseher ausgetauscht! Die Reinigung allgemein liess sehr zu Wünschen übrig. Die entsprechenden Abschläge gibt es für die Putzfrau, weil sie es in 14 Tagen trotz Trinkgeld nicht einmal geschafft hat, unter den Betten durchzuwischen. Bei unserer Ankunft hatten wir einen abgeschnittenen Zehennagel unseres Vorgängers (eindeutig männlich, vermutlich Kategorie Riese) gefunden. Weitere Abschläge kommen für die völlig uninteressierten und unmotivierten Servicekräfte im Restaurant, die es schafften, nie zu Lachen. Die Tische wurden überwiegend für 2-3 Personen eingedeckt. Nachgedeckt wurde kaum, was zur Folge hat, dass man sich sein Gedeck vom Nachbartisch selbst organisierte. Das Geschirr stapelte sich am Tisch und das Besteck sowie die Gläser waren sehr unsauber. Wir haben das häufig dem jeweiligen Tischkellner/in zurückgegeben, jedoch kam nie eine Entschuldigung.
Das Hotel liegt in einer Bucht, wobei die Fotos in den Reiseprospekten sehr optimiert wurden, um es mal zu umschreiben. Den Strand empfanden wir als nicht sauber, da unglaublich viele Kippen rumlagen. Für die Liegen am Strand wurden pro Tag und Stück 4, 50 Euro verlangt. Alles weitere wurde schon gesagt!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das einzige Higlight! Die Animateure im Kinderclub geben sich sehr viel Mühe. Leider ist auch das Mobiliar im Miniclub mehr als renovierungsbedürftig. Vielleicht liest das ja jemand vom Management und ändert spendiert den einen oder anderen Eimer Farbe und Mobiliar. Das Sportcenter ist auch top. Betreuung durch kompetente Leute und gute Trainingsbedingungen. 3 Squashcourts, von denen einer fürs Spinning umfunktioniert wurde. TT-Platten, Billard, Tennis, Fussballplatz mit Kunstrasen, Fitness- und Kraftraum sowie Sauna. Sanitärräume sind auch sehr sauber. Pro Zimmer kann das Sportcenter eine Stunde am Tag kostenfrei genutzt werden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | DTB |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 24 |


