Von aussen sah das Hotel bei der Ankunft sehr nett aus und machte auch einen gepflegten ersten Eindruck. Empfang war sehr freundlich. Wir hatten Halpension gebucht. Weniger nett war der Eindruck beim Aufstieg zu den Zimmern, hier spürt man eindeutig, dass das Hotel ca. in den 60´ern gebaut wurde und seither nicht viel verändert wurde. Entsprechend war auch die Ausstattung (alte Teppichböden, alte Tapeten... Das Haus bietet All In an, der Chef achtet jedoch mit höchster Priorität darauf, dass die Kosten minimalst gehalten werden. Sinnvoller wäre es, dieser würde sich vorwiegend um das Management kümmern, dem Personal mehr Vertrauen schenken (die sind in Ordnung !) und endlich mal in eine Generalsanierung innen investieren, damit das Hotel auch innen das äußere Erscheinungsbild des Hotels widerspiegelt! Ein Bademeister, der sich um das Aufstellen und Wegräumen der Liegen kümmert wäre gefragt! Lieber hätten wir ein paar Euro mehr bezahlt, und eine entsprechende Qualität vorgefunden!
Die Lage und Größe der beiden Zimmer, die wir hatten, war in Ordnung. Bei der Einrichtung hatte man das Gefühl, dass nur zweckmäßig erneuert wird, ensprechend zusammengewürfelt waren auch die Möbeln. Die Badezimmer waren für 3 Sterne OK. Die Handtücher wurden zwar täglich gewechselt, doch sowohl diese, als auch die Bettdecken, Polster und Überzüge rochen noch nach dem Schweiß der Vorgänger.
Wie gesagt, wir hatten Halbpension gebucht, d. h. die Getränke waren selbst zu bezahlen - Preise aus unserer Sicht für Österreich normal. Beim Frühstück störten uns die abgezählten Semmeln. Weiters war der Orangensaft aus dem bereits beschriebenen Kanister am ersten Tag bitter, am zweiten Tag ungenießbar, auf meine Reklamation schrie der Kellner Richtung Küche "Der Orangensaft gärt schon wieder...". Der Chef rühmte seine Idee, dass jeder Gast das Frühstücksei auf dem Grill auf der Terrasse nach seinen Bedürfnissen zubereiten kann, was für manche ein Spass ist, war für uns störend (zuest anstellen, dann war sogar mal ein faules Ei dabei - wie alt mußte das wohl sein ?) Das Abendmenü klang vielfältig, nur wurde es in der Früh nicht wie anderswo üblich, mit einer Speisekarte zum Ankreuzen auf dem Tisch verkündet (Kopien waren scheinbar zu teuer!), sondern durch den Chef schreiend durch den Speisesaal verlautbart. Die Qualität des Essens war unterschiedlich, beim Grillabend merkte man, dass ein Kroate (Küchenchef) das "Ruder in der Hand" hatte, die beherrschen es halt! Die Spaghetti, die die Kinder am zweiten Tag bestellt hatten, waren eine Zumutung, noch mehr jedoch der Parmesan den wir dazu bekommen hatten (dunkelbraun, semmelbröselartig, über den "Duft" möchte ich lieber gar nicht schreiben...). Die Suppe wurde, wie in unserem Landgasthaus zu Hause zuletzt vor ca. 30 Jahren mit Metallbechern (Protionierern) aus großen Töpfen zum Teller auf den Tisch gebracht. Leider war die Suppe auch mal eiskalt (Abendessen von 17: 30-19: 30, wir kamen um 19: 00, vielleicht wars ja die Strafe dafür...). Die größte Strafe war jedoch, als HP - Gast im alten Speisesaal mit ältesten Möbeln, noch älterem Teppichboden und Tapeten - wie sie in "Ein echter Wiener geht nicht unter" üblich waren, abgestempelt zu sein.
Die Dame am Check In war sehr freundlich! Das Servicepersonal im Speisesaal war sehr nett, unangenehm haben wir empfunden, dass der Chef selbst laufend herumlief. Im Gegensatz zu anderen Gästen, die dies als Vorteil empfanden, hatten wir den Eindruck, er wollte laufend nicht nur das Personal, sondern auch die Gäste "kontrollieren", zwar kann man das Hotel ja auch All In buchen, doch die Semmeln am Frühstückstisch waren abgezählt, zusätzliche gab es nur auf spezielle Bitte, jedoch erst nach der Frage des Chefs, ob nicht Brot auch ausreichend wäre ... na ja Gestört hat uns auch die schon länger nicht gewaschene Kleidung der Kellner. Über das Reinigungspersonal können wir nicht viel sagen, die haben wir nicht viel gesehen, nur soviel sei bemerkt: Am Abreisetag wurden die Betten bereits abgezogen, wie wir noch beim Frühstück saßen ... die paar Minuten hätte man ja auch noch warten können ...
Die Lage des Hotels war aus unserer Sicht hervorragend. Einmal um die Ecke war man mitten im belebten Zentrum mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten- ein wirklich sehr netter Ort mit südländischem Flair! Die Distanz zum hoteleigenen Strandbad (ca. 1km) haben wir nicht negativ empfunden. Der ca. 50m entfernte Parkplatz war kein Problem.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Badesteg war toll! Da bei uns alle Kinder schwimmen können, war es natrülich toll, am Stegende nach Lust und Laune hineinhüpfen zu können, ohne dass man Angst haben musste, den Grund zu erreichen (ca. 10m tief). Die Anzahl an verfügbaren Plätzen war mehr als gering, wenn jemand der Meinung ist, an der italienischen Adria picken die Gäste wie Sardinen aufeinander, möge der diesen Steg besuchen, sämtliche Vorurteile über die Adria wären revidiert! Wir sind zwar nicht kleinlich, aber als Zumutung empfandenwir auch, dass man sich die Liegen und Schrime selbst aus dem Keller holen mußte, und abends wieder zurückbringen mußte - das hatten wir an keinem anderen Steg rund um den See festgestellt ! Über die Radtouren mit dem Chef können wir nichts sagen, da wir diese nicht in Anspruch genommen haben. Wollten auch als - gefühlsmäßig "abgestempelte" Halbpensionsgäste nicht 9 EUR pro Rad für 3 Tage bezahlen...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 3-5 Tage im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hannes |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 6 |


