...so kann er was erzählen." DAS war die Erfahrung von Matthias Claudius, dem bekannten deutschen Dichter. ICH tu´ mich damit schon etwas schwerer, bin ich doch heuer zum vierten Mal im Elena Christina gewesen und mußte feststellen, daß alles, ja ALLES noch genau so war, wie beim ersten Mal. Genauso schön, versteht sich! Das Haus sieht immer noch so aus, als sei es erst gestern in Betrieb gegangen, der Garten immer noch so gepflegt von Opa Iannis wie in den Jahren zuvor, die Aussicht auf die vorgelagerten Städtchen Tris, Ixia und Ialyssos, die Küste und das türkische Festland -von den Zimmerbalkonen oder aus dem Garten- immer noch unverbaut und atemberaubend schön. Was also soll ich hier noch schreiben, was nicht schon in meinen Bewertungen vom Juni 08, Mai 09 und Juni 11 steht? Hm, daß das Zeltdach, welches das open-air Restaurant gegen Wind und Witterungseinflüsse geschützt hat, nun einer festen Holzkonstruktion mit Panoramafenstern gewichen ist? Ja, DAS ist was Neues! Toller Einfall, der den Gästen nun die Möglichkeit bietet, wahlweise mit weit geöffneten Fenstern beim Frühstück und beim Abendessen quasi inmitten der Natur zu sitzen, oder, wenn´s mal richtig bläst, bei geschlossenen Fenstern windgeschützt die leckeren Speisen zu geniessen, die die Familie täglich frisch zubereitet. Aber dazu mehr unter der Rubrik "Gastronomie". Zur Anzahl der Zimmer etc. haben andere Gäste hier schon genug geschrieben. Ich möchte hier nur NOCH EINMAL erwähnen, daß die Gästestruktur jedem Gast einen "passenden" Urlaubspartner bietet. Wir haben hier, pardon, das Hotel Elena Christina hat Gäste jeden Alters, von 2 Jahren bis Ende der Siebziger. Es "hat" Paare, Freundeskreise, Familien mit Kindern. Man findet Schweizer, Franzosen, Niederländer, Österreicher, Deutsche und noch weitere Nationen, die hier in bester Eintracht miteinander umgehen. Das Elena Christina ist in dieser Hinsicht ein kleines europäisches Musterdorf. Dazu bei trägt natürlich auch der Tatbestand, daß im E-C fast jede gängige europäische Sprache gesprochen wird: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Schwyzerdütsch und natürlich... Griechisch. Was will man mehr??? Reisetipps Rhodos findet man in allen besseren Reiseführern oder im Internet. Daher hier nur meine persönlichen Highlights auf der Insel: - Monolithos, ein Felsen an der Westküste mit einer Burgruine aus der Zeit der Johanniter - Asklipio, liegt 4km landeinwärts hinter Kiotari, mit der kleinen Kirche Mariae Entschlafung aus dem 11. Jahrhundert, sehenswert wegen der Wandmalereien aus dem 17. Jhdt. Über dem Ort die Ruine einer Johanniterburg => sehenswert!!! - Moni Tsambika, kurz hinter Kolimbia an der Ostküste, prachtvolle Aussicht auf die Küste und das umliegende Hinterland; interessante Geschichte!!!
Da ich in diesem Jahr das Glück hatte, in einer Suite zu wohnen, die sich in Komfort und Größe deutlich von den anderen Appartements abhebt, zitiere ich fairerweise meine Bewertung vom vergangenen Jahr: Wie schon von vielen anderen Besuchern erwähnt: Die Räumlichkeiten (Zimmer ist der falsche Begriff) sind großzügig gestaltet. Man hat eine Küche und ein Schlafzimmer mit einer zweckmäßigen, sauberen Möblierung. Das Bad ist ausreichend groß und sauber. Natürlich sind die Appartements mit Fernseher und Klimaanlage ausgestattet. Ein Schmankerl ist der große Balkon, der es dem Gast ermöglicht, den Sonnenuntergang über der türkischen Küste bei einem Gläschen `Wasauchimmer´ zu genießen.
Hier hat sich etwas getan, in den zurückliegenden Jahren. War das Abendessen in den ersten Jahren noch mehr von dem Versuch geprägt, den Gästen die Fahrt in die Stadt zu ersparen, mit durchaus leckeren, landestypischen Speisen, jedoch in begrenzter Auswahl, so gibt es heute ca. 10 Gerichte à la carte und 1 oder 2 Tagesgerichte, aus denen man sich -üblicherweise nach dem Frühstück- ein Gericht aussucht, für das dann frisch am Tage eingekauft wird. Frischer geht´s nimmer!!! Der Schwerpunkt liegt (glücklicherweise) immer noch auf der griechischen Küche. Da Tiziana jedoch als gebürtige Italienerin die italienische Küche ebenso virtuos beherrscht, darf man sich auch auf solche kulinarische Ereignisse freuen. Mein Tipp an dieser Stelle: Die Dorade, gegrillt auf Olivenholz und Holzkohle, von Michael, dem Chef persönlich, das Moussaka, ein kulinarisches Highlight, zubereitet von Tiziana, unter den strengen Augen ihrer Schwiegermutter Dorothea (vertritt hier die französische Küchenfraktion), das Zicklein, gegrillt, zart wie ein ......, eben noch auf einer Wildblumenwiese umhertollend, hmmmm....... Warum vergebe ich hier 6 Sonnen? Ganz einfach: Ich vergleiche keinen Gourmet-Tempel mit einer hochdekorierten internationalen Küche einerseits, mit einem 3-Sterne Familienhotel andererseits. Wäre das so, dürften 99% der bei Holidaycheck bewerteten Hotels in der Kategorie "Gastronomie" max. 1 Sonne haben (wenn überhaupt). Vergleichbar sind doch nur die in dieser Kategorie liegenden Häuser! Also: 6 Sonnen! Bevor ich´s vergesse: Mit zum allgemeinen Wohlgefühl trägt auch Antoni bei, der Oberkellner im E-C. Er ist seit ein paar Jahren Teil des Teams und hat sich m. E. nicht nur sehr gut eingefügt, nein, er hat das Team wunderbar ergänzt! Hier an dieser Stelle noch einmal meinen besonderen Dank an Antoni für seine erfrischende, unkomplizierte Art und seine nie nachlassende Aufmerksamkeit. :-)
Hier muß ich noch einmal auf meine Bewertungen der vergangenen Jahre verweisen. Es hat sich NICHTS zum Negativen verändert! Es ist ALLES noch so, wie ich´s dort ausführlich beschrieben habe. Die Familie ist einfach umwerfend herzlich, ständig bemüht, den Gästen den Aufenthalt unvergesslich zu machen. Die Freundlichkeit, ja Herzlichkeit der Familie ist NICHT aufgesetzt! Wer ein wenig Menschenkenntnis hat, der wird die Wärme in den Augen von Opa Iannis erkennen, wenn er morgens seine Gäste mit dem (schon legendären) Satz begrüßt: "Guten Morgen xxx, Alles gut?" Zu den Fremdsprachenkenntnissen habe ich mich oben schon ausgelassen. Es ist ein Witz, aber wahr: Hier spricht man mehr Sprachen als in einem der 5-Sterne-Schuppen unten am Strand! Dorothea spricht perfekt Französisch, Tiziana Italienisch als Muttersprache, Michael wie alle anderen auch Deutsch, Schwyzerdütsch, natürlich sprechen alle Griechisch und noch Englisch... und wenn es sein muß, spricht Tiziana demnächst auch noch Japanisch :-)) (kleiner Insider-Witz)
Es ist an dieser Stelle schon 100-fach geschrieben worden, daß man im E-C einen fahrbaren Untersatz braucht, da man ja schwerlich beides haben kann: die Nähe zum Strand und den dortigen Bars und Unterhaltungslokalen und die Ruhe und Abgeschiedenheit des E-C in dieser bevorzugten Lage auf einem Bergrücken. Wer also "Remmidemmi" sucht ist dort falsch! Es gibt keine Kneipen in unmittelbarer Nähe, keine Tanzlokale oder Disco´s. Dafür aber Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe! Freundlicherweise fliegen die Touristenbomber nicht über das E-C, sondern in gebührendem Abstand über die Küstenlinie. Damit bieten sie den Gästen in den Hotels unten am Strand wenigstens etwas Unterhaltung: Flugzeuge zählen, Flugzeugtypen raten, Smalltalk in Gebärdensprache üben, oder ähnliches. :-) Wenn man sich mit einem kleinen Auto, einem Motorrad oder Roller versehen hat, dann schrumpfen die Entfernungen zum Bäcker, zum nächsten Supermarkt oder Kiosk auf ein leicht zu verkraftendes Maß. Zu den vorgenannten Einkaufsmöglichkeiten braucht man ca. 5 min, nach Rhodos-Stadt ca. 10-15 min, je nach Verkehrslage und Mut des Fahrers. Das E-C hat die ideale Lage, um den nördlichen und mittleren Teil der Insel zu erkunden. Bis nach Lindos sind´s ca. 40km und damit hat man ungefähr die Mitte der Insel in Nord-Süd-Richtung erreicht. Alle anderen, nördlicher gelegenen Sehenswürdigkeiten könnte man auch mit dem Fahrrad erreichen, wäre die Insel nicht so furchtbar bergig..... :-) Die etwas weiter entfernten Sehenswürdigkeiten in der südlichen Hälfte der Insel sind mit dem Auto allesamt in einer Tagestour zu schaffen.
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- Sonstiges
Hier kann ich nur meine Ausführungen der Vorjahre wiederholen: Wenn ich mal in das entzückende schweizerisch gefärbte Deutsch der Eigentümer fallen darf: Es "hat" einen Swimmingpool, ein Kinder-Planschbecken, Liegen vom Feinsten (sauber, bequem), Sonnenschirme, Dusche und Toilette am Pool (letztere ausnehmend sauber!!!). Was will man mehr, wenn man nicht zum Disco-Urlaub fährt? Wer nervige Animateure sucht, dröhnende Discomusik oder ähnliches, hat hier eben Pech!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jürgen |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 11 |


