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Sarah (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juni 2017 • 2 Wochen • Strand
Kleine Tücken, die man kennen sollte
4,0 / 6

Allgemein

Die Hotelanlage an sich ist wunderschön und sehr gepflegt. Ihre weitläufigen Parks laden zum Flanieren ein – sind für ältere Menschen und Gäste mit Problemen beim Gehen aber ein echtes Hindernis. Wer (so wie wir) nicht das Glück hat, eines der wenigen mittig auf dem Gelände liegenden Zimmer zugeteilt zu bekommen, muss entweder zum Strand oder zum Restaurant verhältnismäßig weite Wege zurücklegen. Meine Oma, die uns die zwei Wochen, die wir im Horizon Beach Resort verbracht haben, begleitet hat, schaffte es durch die Länge der Wege, den hügeligen Aufbau der Hotelanlage und die wahnsinnige Hitze (die aber eher ungewöhnlich ist für Ende Juni/Anfang Juli, wie uns Einheimische versichert haben) nicht, in einem Zug von unserem Zimmer zum Strand zu laufen. Allgemein haben wir das Hotel als nicht sehr seniorengerecht empfunden: Es sind, mit Ausnahme der Treppen in Pool und Rezeptionsbereich, nirgendwo Handläufe vorhanden und Sitzgelegenheiten zum Ausruhen gibt es auf dem Gelände kaum (Bänke findet man nur an besonderen „Aussichtspunkten“ - und zu denen muss man meist noch ein paar Extrameter zurücklegen). Die Mitarbeiter an der Rezeption kamen uns auch nicht etwa entgegen, sondern verspotteten uns zum Teil sogar: Die kleinen Elektrofahrzeuge (ähnlich wie Golfcarts), die vom Personal benutzt werden, um neu angekommene Gäste zu ihren Zimmern zu fahren, dienen nur Gästen mit Behindertenausweis zusätzlich als Transportmittel von A nach B (meine 84-jährige Oma schien offenbar nicht gehbehindert genug) und die Tatsache, dass wir ein Taxi zur nahe gelegenen Tam Tam Bar bestellen wollten (über den Strand in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen – vorausgesetzt, man hat nicht schon Schwierigkeiten, überhaupt an den Strand zu kommen), fand einer der Rezeptionisten scheinbar so absurd und lustig, dass er sich darüber ganz unverhohlen bei seinen Kollegen und auch beim Taxifahrer ausließ, welcher uns dann mit entsprechender Laune empfing. An den vorherigen Bewertungen kann man sehr gut erkennen, dass sich im Horizon Beach Resort Stammgäste besonders wohl fühlen, und das aus gutem Grund: Gäste, die zum zweiten, dritten, oder auch zehnten Mal hier Urlaub machen, werden ganz offen den Neuankömmlingen vorgezogen. Das zeigt sich in freundlichen Gesten wie dem Reservieren von besonders schön gelegenen Tischen beim Abendessen, kleinen Aufmerksamkeiten in Form von Geschenken, der Tatsache, dass man bevorzugt bedient wird und dem persönlichen Empfang von höher gestelltem Personal. Als neuer Gast fühlt man sich da unter Umständen etwas außen vor und weniger willkommen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer sind großzügig geschnitten und zweckmäßig eingerichtet. Kühlschrank (wenn auch etwas laut bei voller Kühlleistung), Klimaanlage und Föhn funktionierten einwandfrei und der Kleiderschrank bot ausreichend Platz und Kleiderbügel für eine Dreierbelegung im Doppelzimmer. Die WLAN-Verbindung ist offenbar Glückssache: In unserem Zimmer war sie gut, bei unserer Begleitung im Nachbarhaus dafür schlichtweg nicht vorhanden. Bei einigen der in Katalog und Reisebüro als „Erdgeschosszimmer mit Terrasse“ ausgewiesenen Zimmer (wie auch unserem) handelt es sich tatsächlich um Souterrainzimmer mit Balkon, dessen Umrandung auf der Höhe der umliegenden Wiese endet. Das ist nicht weiter störend, hat uns anfangs aber etwas irritiert. Etwas unverschämt finde ich, dass man für die Benutzung des Safes im Zimmer satte 3€ pro Tag zusätzlich berappen muss – das entspricht bei zwei Wochen immerhin 42€ und das, obwohl der Aufenthalt im Horizon Beach Resort grundsätzlich kein Schnäppchen ist. Die Gebrauchsanweisung für diesen Minitresor ist zudem lediglich auf Spanisch vorhanden, was den Herren an der Rezeption jedoch nicht dazu bewegt hat, mir beim Entrichten der Nutzungsgebühr auf Englisch zu erklären wie ich vorgehen muss. Stattdessen wies er mich an, es erst einmal selbst zu versuchen, und schickte schließlich entnervt einen Kollegen, als ich erneut um eine Erklärung bat.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • In der ersten Woche, die wir in diesem Hotel verbrachten, war das Essen ein wahrer Traum: Die Auswahl war riesig (sogar für Vegetarier!) und die Speisen von hervorragender Qualität. Bis kurz vor Ende der Essenszeiten wurde alles noch einmal nachgefüllt, sodass jeder Gast jederzeit auf jedes Gericht Zugriff hatte. In der zweiten Woche unseres Aufenthaltes wurde es jedoch zunehmend voller und mit steigender Gästezahl sank die Qualität sowohl von Frühstück als auch Abendessen: das Personal kam mit dem Auffüllen der Speisen nicht hinterher, die Auswahl wurde geringer und die Teller offenbar kürzer gespült und dann noch teilweise verschmutzt wieder in Umlauf gebracht. Beim Essen zeigte sich das „angenehme Publikum“, von dem in vorherigen Kommentaren mehrfach geschwärmt wurde, von einer ganz und gar unangenehmen Seite: am Buffet herrschte Krieg. Da ließen Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt mit dem Essen und der Kühltruhe für das Speiseeis spielen (ich persönlich möchte kein nur noch halb gefrorenes und angepustetes Eis essen), Erwachsene fassten mit der flachen Hand auf die obersten Teller eines jeden Tellerstapels (igitt!), um festzustellen, welcher davon am wenigsten warm war, das gewaschene Obst an der Desserttheke wurde erst ausgiebig betatscht (man möchte ja nur die weichen Früchte), Kuchen kreuz und quer zerstückelt (einigen sagte wohl die Spitze der Kuchenstücke mehr zu als der Rand), und sogar angebissene (!) Kekse wieder zu den übrigen zurückgelegt. Es wäre zu wünschen, dass das Personal nicht nur penibel darauf achten würde, dass Herren abends in langen Hosen zum Essen erscheinen, sondern auch, dass sich die Gäste auch dementsprechend gesittet benehmen. Ein solches Verhalten ist meiner Meinung nach abschreckender als jede kurze Hose und Badesandale.


    Service
  • Gut
  • Grundsätzlich war das gesamte Personal von den Mitarbeiterinnen im hauseigenen Supermarkt und Souvenirshop über die Kellner beim Frühstück und Abendessen bis hin zu der Dame, die am Strand die Liegen vermietet, ausgesprochen nett und zuvorkommend. Einzig mit den Mitarbeitern an der Rezeption sind wir ein paar Mal aneinander geraten (s.o.). Gewundert hat mich, dass der Großteil des Personals, mit dem wir Kontakt hatten, entweder nur sehr schlecht oder gar kein Deutsch gesprochen hat, obwohl der Großteil der Gäste aus Deutschland und der Schweiz kam.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel liegt etwas abseits am langen und schönen Sandstrand mit kristallklarem Wasser. Der Transfer vom Flughafen dauerte nur 10 Minuten und Die Busverbindung nach Mastichari und Kos Stadt sind regelmäßig (etwa ein Mal in der Stunde), klimatisiert und günstig. Die Tam Tam Beach Bar in der Nähe ist ein echter Wohlfühltipp. Als ab und an etwas störend empfanden wir das Nachbarhotel, an dessen Grenze unser Hotelzimmer lag, das offensichtlich großen Wert auf laute Dauerbeschallung bis in den späten Abend hinein legt.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Wir selbst haben das Sportprogramm gar nicht und das Unterhaltungsprogramm nur selten genutzt, aber mitbekommen, dass hierfür einiges angeboten wurde. Das junge Animationsteam ist sehr sympathisch und bemüht, die Gäste zu unterhalten, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Abends gibt es im eigens dafür gedachten offenen Theater mit Bewirtung täglich eine Minidisco und eine liebevoll umgesetzte Show oder ein Konzert.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Juni 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Sarah
    Alter:26-30
    Bewertungen:1