Das Hotel besteht aus einem Haupthaus mit Rezeption, Souvenirshop, Lobby und Bar im Erdgeschoss und Fitnessraum, Minimarkt, Tischtennis im Keller. Nebenan schließt das Hauptrestaurant an. Die 260 Zimmer und 64 Familienzimmer sind in 28 zwei- und dreistöckigen Gebäuden im griechischen Stil untergebracht. Die Anlage ist gesäumt von Palmen, Bananenbäumen und Blumen, was besonders hervorzuheben ist. Insgesamt ist die Anlage sehr gepflegt. Anfang Oktober waren überwiegend Deutsche und einige Schweizer im Hotel, vor allem ältere Gäste über 50 Jahren und junge Familien mit Klein- und Kindergartenkindern. Bevor wir ein paar Ausflugstipps geben, noch ein Tipp zur Verpflegung: der Minimarkt ist sehr teuer und hat wenig Auswahl. Am besten einige Dinge in Mastichari einkaufen oder in größeren Supermärkten. In Mastichari haben wir auch ein Auto gemietet bei einer örtlichen Vermieterin direkt an der kleinen Hauptstraße. Ein Fiat Panda, voll versichert, freie km hat uns für 2 Tage nur 60 Euro gekostet. Anders bei Kosmos im Hotel (gleichwertiges Angebot für 85 Euro) oder über die Reiseleitung (Avis: 123 Euro für 3 Tage). Wir wurden vom Hotel abgeholt und wieder von Mastichari zurück gebracht von der Vermieterin. Mit dem Fiat sind wir viele Sehenswürdigkeiten abgefahren. Old Pili, Asklepion und Kos Stadt (Platane des Hippokrates, Burg Neratza) lohnen sich für einen Tag. Am zweiten Tag haben wir den Westen angesehen: bei Kefalos sind wir bis hoch in die Berge gefahren (Kloster Ioannis) an Ziegen und Klippen vorbei. Wenn man denkt, es kann hier nicht langgehen, ist man genau richtig. Eine Fahrt zur Schwammtaucherinsel Kalymnos -von Mastichari aus- mit der Autofähre (nur 3, 50 Euro) lohnt sich ebenfalls. Weniger gut war die Fahrt mit dem Schiff nach Bodrum (46 Euro pro Person, über Reiseleitung gebucht): außer nachgemachten Markenklamotten minderer Qualität ist nicht allzu viel sehenswert. Deshalb am besten auf eigene Faust mit dem Mietwagen die Sehenswürdigkeiten Kos anfahren (Dumont direkt Reiseführer reicht aus). Das Wetter war Anfang Oktober noch sehr gut, ca. 27 Grad.
Zu Anfang hatten wir große Probleme mit dem zugewiesenen Zimmer. Wir hatten wie oben geschrieben lange auf das Zimmer gewartet und wurden dann enttäuscht. Die Zimmernummern sind gestaffelt. Vorn in der ersten Strandreihe befinden sich Zimmer mit der Nummer 5 am Anfang. Das sind die besten Zimmer. Dann geht es weiter mit 5, 4, 3 etc. Die dritte Ziffer der Zimmernummer ist die Etage. Wir haben als erstes das Zimmer mit der Nummer 1106 bekommen. Es befindet sich am weitesten vom Strand entfernt (1 vorn!) und im Keller (0 an dritter Stelle!). Dementsprechend enttäuscht waren wir. Einen Kellerraum im ungünstigst-gelegensten Gebäude! Wir haben uns absolut nicht wohl gefühlt und versucht, ein anderes Zimmer zu bekommen. Das Hotel war aber laut Aussage der Rezeption voll. Wir sollten am nächsten Tag wiederkommen. Aber auch an diesem Tag war kein gutes Zimmer frei, nur wieder eins im Keller (in einem Gebäude nebenan). Wir wurden auf zwei Tage später vertröstet. Inzwischen war die Infoveranstaltung von Neckermann und wir haben der Reiseleitung unseren Missmut erläutert. Sie meinte, ob wir denn über Bucher Reisen gebucht hätten. Wir verneinten und sie wunderte sich, dass wir als Neckermannreisende so ein Zimmer bekommen hatten. Uns leuchtete schnell ein, dass alles eine Sache des Preises war (Thomas Cook oder Tui bekommen die besten Zimmer!). Sie wolle noch mal nachhaken. Dies schien aber nicht der Fall zu sein. An dem besagten Tag des erhofften Zimmerwechsels wollte man uns dann das Zimmer über unserem geben (damit wir nicht mehr im Keller sind), allerdings wollten wir natürlich auch nicht in dem Gebäude bleiben und hielten den Vorschlag für einen schlechten Scherz. Der andere Rezeptionist mischte sich dann ein und machte seiner Kollegin einen Vorschlag. Wir erhielten dann das Zimmer 1615. Das Gebäude war etwas näher am Strand (Meerblick vorhanden) und befand sich in der ersten Etage. Zu unserem Erstaunen war es auch besser ausgestattet und hatte ein Sofa. Zudem waren wie im anderen auch ein Kühlschrank und ein Mietsafe vorhanden. Ein sehr schönes Zimmer. Uns ist diese Hierarchie der Zimmerverteilung später aufgrund unserer Erfahrungen noch deutlicher geworden als wir feststellten, dass die Zimmer unterschiedlich farbene Türen haben. Blau ist die unterste Kategorie, dann kommt grün und die besten Zimmer in Reihe eins haben holzfarbene Türen und keinen Zimmerschlüssel, sondern eine Keycard. Am besten also gleich über Thomas Cook oder Tui buchen oder eben weniger bezahlen und ggf. auf einen Zimmerwechsel bestehen.
Es gibt ein Hauptrestaurant, eine Bar in der Lobby, Poolbars an den zwei Pools und eine Taverne am Strand. Das Hauptrestaurant war von der Atmosphäre her angenehm und groß genug für die Gästeanzahl. Qualität und Quantität waren sehr gut. Das Frühstück bestand aus typischen Speisen wie Brot, Brötchen, Käse, Wurst, versch. Marmeladen, Kuchen (Marmor, Nuss) und versch. Keksen, Müsli, Kornflakes, Quark, Joghurt, frischem Obst (Birne, Banane, Apfel, Pflaume, Weintrauben, Melone), getrocknetem Obst (Pflaume, Feige, Dattel), Salat, Tomaten, Gurken etc. – aber auch aus hervorzuhebenden Speisen, die warm dargeboten wurden: Spiegel- und Rührei, gekochte Eier, Würstchen, Kartoffel- oder Pilzgratin, Tomaten überbacken, warmer Apfelstrudel, Milchreis, Croissants, frische Crepes und Waffeln. Abends war die Auswahl noch unglaublicher. Angefangen bei Suppen, ca. 15 verschiedenen Salaten (alle frisch und lecker), Thunfischcreme, Käsecreme, Zaziki, Brot-, Käse-, Wurstauswahl, kleine Lachs- der Käsehäppchen bis hin zu warmen Speisen, die man gar nicht alle probieren konnte. Verschiedene Fleisch- und Fischsorten (Lamm, Kalb, Schwein, Hühnchen, Paella, Scampis, Muscheln etc.) wechselten täglich. Für Vegetarier war neben den Salaten Gemüsereibekuchen, Blätterteigküchlein, gefüllten Gemüsen, verschiedenen Nudelsorten und natürlich Pommes, die Gemüselasagne ein absolutes Highlight. Das Dessertbuffet war ebenfalls reichlich. Kuchenvariationen mit Sahne, Eis und Creme sowie Quark und Obst konnten leider nicht immer alle probiert werden.
Das Personal war stets freundlich und hilfsbereit, an der Rezeption sprachen alle sehr gutes Deutsch. Im Restaurant wurde überwiegend Englisch gesprochen. Besonders die Servicekräfte im Restaurant sind positiv aufgefallen, weil sie sich sehr bemüht und zuvorkommend verhielten. Leider hatten wir große Probleme beim Check-in, weshalb es beim Service zur Abwertung kommt. Da an diesem Morgen sehr viele Gäste eincheckten, waren die beiden Rezeptionistinnen mit der hohen Gästezahl überfordert. Unser Flug ging früh morgens und wir waren schon um 9 Uhr im Hotel. Dort erhielten wir die Auskunft, dass unser Zimmer noch nicht beziehbar sei. Die abreisenden Gäste haben die Möglichkeit das Zimmer bis 12 Uhr zu belegen. Obwohl viele Gäste ihre Zimmer sofort beziehen konnten, mussten wir bis 11: 30 Uhr warten. Es hieß, wir hätten schließlich am Abreisetag genau die gleichen Rechte (was uns aber nichts gebracht hat, weil unser Flug wieder früh morgens war!). Auf Nachfrage erfuhren wir unsere Zimmernummer und konnten uns die Lage des Zimmers schon vor 11: 30 Uhr ansehen. Die Enttäuschung war groß und wir versuchten sofort einen Zimmerwechsel zu veranlassen, was allerdings aufgrund der angeblichen Hotelauslastung nicht möglich war. Wir mussten also nach 2, 5 Stunden Wartezeit ein Zimmer beziehen, was weder Meerblick noch Tageslicht hatte. Unser Eindruck vom Service wurde deshalb schon zu Beginn getrübt.
Das Hotel liegt zusammen mit zwei weiteren Hotels (Marmari Palace und Neptune Hotel) in der Nähe der kleinen Ortschaft Mastichari (Flughafentransfer 20 Minuten). Direkt am Hotel sind keine Geschäfte oder Unterhaltungsmöglichkeiten geboten, nur ein kleines Restaurant befindet sich gegenüber. Die Lage ist eher etwas für Ruhesuchende, für uns war es genau richtig. Der Strand ist direkt am Hotel gelegen. Je nach Zimmernummer ist die Entfernung zwischen 20 und 700m. Am Strand links entlang kann Mastichari zu Fuß in etwa 40 Minuten erreicht werden. Am Strand rechts entlang erreicht man innerhalb von 5 Minuten die viel erwähnte Tam Tam Bar. Uns hat sie nicht so gut gefallen, weil sie laut und überfüllt war, das Preis-Leistungsverhältnis ist aber in Ordnung. Ausflugsmöglichkeiten gibt es trotz der nichtzentralen Lage des Hotels jede Menge. Mit dem Linienbus gegenüber dem Hotel können Mastichari oder Kos-Stadt problemlos und kostengünstig erreicht werden. Über die Reiseleitung können zahlreiche Ausflüge gebucht werden (Bodrum, Rhodos, Kalymnos, Nissyros, Fischpicknick, Jeepsafari, Diving, Patmos und Sirtaki, feiern wie die Griechen – Preise zwischen 30-55 Euro, leider hoffnungslos überteuert). Näheres zu unseren Ausflügen erfahrt ihr unten bei den Tipps.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
In der weitläufigen Hotelanlage befinden sich zwei Süßwasserpools und Kinderbecken. Dort sind kostenlose Liegen und Schirme vorhanden. Für den Sport gibt es einen Fitnessraum, Tischtennis, Mini Soccer, zwei Tennisplätze und Beachvolleyball-Möglichkeit am Strand. Die Schirme am Strand sind kostenpflichtig (5 Euro für 2 Liegen mit Schirm). An der Informationswand von Neckermann hing ein Plakat von Pro Sport mit dem Hinweis einer kostenlosen Schnupperstunde Surfen. An der Rezeption wusste leider keiner, wo dies stattfindet soll und auf dem Plakat stand nur der Termin (montags 10 Uhr). Am Strand rechts entlang beim Neptune Hotel wurden wir aber fündig. Etwa eine Stunde dauerte der lustige Kurs und war sehr gut besucht, war ja auch kostenlos. Interessierte haben die Möglichkeit einen prof. Surfkurs inkl. Surfschein gegen Gebühr zu erwerben. Die Unterhaltung durch das Animationsteam unseres Hotels hingegen war mäßig. Es wurden zwar zahlreiche Sportmöglichkeiten angeboten, beispielsweise Gymnastik (eher für Ältere!), Beachvolleyball, Wassergymastik, Boccia etc., aber die Animateure wirkten lustlos, so dass sie ihrem Job, nämlich zu animieren, eigentlich nicht gerecht wurden. Ebenso lustlos und wenig lustig waren die abendlichen „Cabaretshows“, die wir nicht weiterempfehlen können.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Diana |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 21 |


