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Andreas (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juli 2010 • 1 Woche • Strand
Viel Lob und wenig Tadel
4,8 / 6

Allgemein

Die weitläufige Anlage ist archetektonisch gelungen und in eine wunderbare Gartenanlage eingebettet. Das ganze erinnert an ein Feriendorf und fügt sich gut in die naturbelassene Umgebung ein, ganz im Gegensatz zu den vielerorts üblichen Betonbunkern, die ganze Küstenabschnitte optisch verschandeln (Spanien …) Von außen wirken die einzelnen Gebäude nagelneu und wie aus dem Ei gepellt. Durch die Größe der Anlage gibt es allerdings auch extreme Unterschiede bzgl. Lage der einzelnen Apartments. Wohl dem, der in der Nummerkategorie 5xxx landet, diese Gebäude befinden sich direkt am Meer und werden wohl überwiegend an „repeater“ (Wiederholungsgäste) vergeben. Wir hatten Zimmer 2411 (ebenerdig) direkt am Familienpool (ironischerweise auch Erholungspool genannt). Die ersten Zimmerziffer sagt übrigens etwas über die Entfernung zum Meer bzw. zum Haupthaus aus: 5 = direkt am Meer und 1 in der entgegen gesetzten Richtung am Haupthaus in dem auch Frühstück- und Abendessen eingenommen wird). Der seitliche Meerblick war aufgrund der Entfernung und des relativ kleinen Sichtfensters nicht der Rede wert und bietet gg. einem Zimmer mit Blick zur Landseite m.E. keinen wirklichen Mehrwert auf der nach oben offenen Wohlfühlskala. Die Hotelgäste sind in großer Mehrheit deutschsprachig (Deutsche, Österreicher, Schweizer), ansonsten sind noch vereinzelt Osteuropäer (zB Polen) anzutreffen. Wir hatten für 3 Tage einen Mietwagen (von zuhause bei TUI gebucht), ein Fiat Punto für satte 183 Eur + 12 Eur Kindersitz. Der Clou war, dass seit 2010 bei einer Mietdauer < 5 Tage vor Ort noch mal 36 Eur für Zustell- und Abholservice berechnet werden (die Vermietstation ist in KOS Stadt), was nur im Kleingedruckten ersichtlich war und auch dem Reisebüro nicht bewusst war. Macht somit summa summarum 231 Euro für einen Kleinwagen und das ist m.E. für 3 Tage eine Frechheit. Im Hotel kann man bei „Michael“ auch Mietwagen buchen und ohne es überprüft zu haben, bin ich mir sehr sicher, dass es dort günstiger ist. KOS bietet im Vergleich zu anderen Inseln die wir schon besucht haben (zB Kreta oder Mallorca) relativ wenige attraktive Ausflugsziele. Die Vegetation ist (auch aufgrund der Dürre) ziemlich monoton und auch landschaftlich ist das ganze keine Augenweide. Es gibt allerdings einige schöne Strände die einen Abstecher lohnen, so z.B. der Paradise beach im südwestlichen Teil der Insel. Das von allen Reisbussen angesteuerte Bergdorf ZIA ist eher enttäuschend, viele kommerzielle Souvenirläden und wenig Ursprüngliches erwartet den hitzegeplagten Besucher. Witzige Ausnahme ist der Laden am oberen Ende der Dorfstraße, der in einigen Reiseführern aufgrund der Inhaberin MARIA als Unikat besonders hervorgehoben wird. Maria ist über 90 und lebt allerdings seit 2007 in den USA, bei einem unterhaltsamen Plausch mit ihrer sympathischen Nichte erfährt man auch den traurigen Hintergrund. Während in ZIA wenig mit einem typisch griechischen Bergdorf gemein hat, lohnt in unmittelbarer Nähe das Örtchen Lagoudi abseits der Haupttouristenpisten einen Abstecher. Direkt an der Kirche parken, die auch einen Besuch lohnt (insbesondere wenn man eine persönliche Führung durch den äußerst liebenswerten Pfarrer erhält) und den unbefestigten Weg linkerhand nach unten gehen und schon steht man am Eingang eines mystischen Gartens. Die aus Belgien stammende und seit 25 Jahren auf KOS lebende Künstlerin Christina Colman hat sich hier ein einzigartiges Refugium geschaffen. Es gibt auch eine kleine Speisekarte, Eis sowie kühle Getränke und der Blick von der Terrasse sowie das ganze Ambiente ist traumhaft schön (wir waren gg. 13:00 dort und waren die einzigen Gäste) – Kategorie Insider Tipp !! Über die TAM TAM Bar wurde in vielen anderen Beiträgen bereits ausführlich berichtet, ein kühles Mythos Bier und ein Mezes de Chef in einer fast schon karibisch anmutenden Atmosphäre waren der Inbegriff von Erholung und vollkommenem Urlaubsglück (bei vergleichsweise zivilen Preisen). Zum Schluss noch eine Bemerkung zum Aqua Park der sich in unmittelbarer Nähe des Horizon Hotels befindet. Die Preise sind happig (17 Eur für Erwachsene und 13 Eur für Kinder) und leider darf man nach Verlassen des Parks diesen nicht ein weiteres mal am selben Tag mit der zuvor gelösten Eintrittskarte betreten. Für abenteuerlustige Kinder ab 9/10 Jahren und jung gebliebene Erwachsene ist das Ganze dennoch eine Gaudi. Die Anlage besteht aus einem Kleinkinderbereich (bis 8 Jahre), einem Wellenbad, einem Minifluss auf dem man sich in Reifen gemütlich durch’s Wasser treiben lassen kann und 8 Rutschen unterschiedlichster „Schwierigkeitsgrade“ (tlw. auch mit Reifen benutzbar). Bei der ein oder anderen Rutsche ist schon etwas Mut gefragt, unserer Tochter & mir hat es jedenfalls ganz gut gefallen – Mama und unser Kleiner (3 Jahre) sind vorsorglich im Hotel geblieben und das war auch gut so. Nervig fand ich allerdings die extrem laute Musikbeschallung (Disco style). Alles in allem hatten wir eine sehr schöne Urlaubswoche, nach 7 Tagen hatten wir aber das Gefühl dass wir alles gesehen und erlebt haben, so dass eine weitere Urlaubswoche sicherlich etwas langweilig geworden wäre.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Wir hatten ein Familienzimmer bestehend aus 2 separaten Räumen und einem Bad. In dem als Kinderzimmer zu nutzenden Raum stehen 2 Betten im rechten Winkel zueinander, des weiteren befindet sich in diesem Raum der Mini TV sowie ein Kühlschank. Über den Fernseher könnte man sich aufregen, aber nur wenn man der Meinung ist, dass man im Urlaub überhaupt einen Fernseher braucht. Der Kühlschrank ist viel zu klein (was somit einen Beitrag zur Steigerung des Getränkeumsatzes im Hotel leistet), etwas zu laut und auch bzgl. Einstellung der richtigen Kühlstufe schwer beherrschbar (unser neues Lieblingsgetränk war unfreiwillig "Apfelsaft on the rocks"). Verwunderlich und auch ärgerlich war das Fehlen einer Tür zu diesem Kinderzimmer. Im Erwachsenenzimmer sind 2 Betten (mit harten Matratzen) zu einem Doppelbett zusammen geschoben, ansonsten gibt es noch einen Korbstuhl und einen Abstelltisch mit Wandspiegel. Im Gegensatz zum ansprechenden Äußeren der Gebäude ist das Innenleben sehr schlicht und karg gehalten. Eigentlich schade aber nicht wirklich tragisch, denn man verbringt ja die meiste Zeit im Freien. In jedem Zimmer befindet sich eine effiziente Klimaanlage die nur bei geschlossenem Fenster & Balkontür sowie eingestecktem Schlüssel funktioniert (gegen 10 Leihgebühr erhält man auf Nachfrage einen Zweitschlüssel und kann dann bei Bedarf die Zimmer während Abwesenheit runterkühlen). Leider besteht das Schließkonzept für Zimmer und Tresor aus einem antiquiertem Schlüsselsystem, zu allem Überfluss ist die Zimmernummer auch noch fett aufgedruckt. Man schleppt also immer 2 Schlüssel durch die Gegend und im Verlust- oder Diebstahlfall wäre es ein leichtes sich schnell zur richtigen Wohnung zu orientieren … Wie wir gehört haben, gibt es aber auch (neuere ?) Wohnungen die mit einem Kartensystem operieren (5’er Blocks am Meer).


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich um „Massenverpflegung“ aus der Großküche handelt würde ich Umfang & Qualität der Speisen als sehr gut bezeichnen. Riesige Auswahl insbesondere im Bereich des Salatbuffets – hier konnte man sich alleine schon satt essen. Die notwendigen Kompromisse an den Geschmacksnerv des überwiegend deutschsprachigen Publikums bzw. die Kinder sind umfangreich vorhanden, es waren aber immer auch 1-2 landestypische Hauptspeisen im Angebot – gut so ! Beim abendlichen Schaulaufen konnte auch die erste Disziplin der germanischen Pauschalurlauber Olympiade ausgiebig bestaunt werden: Das Schichten von möglichst vieler Speisen auf einem Teller ohne das etwas herunterfällt. Hierbei wurden äußerst beeindruckende Leistungen erzielt. Bzgl. Getränke ist zu sagen, dass diese m.E. überteuert sind und das Urlaubsbudget ganz schön strapazieren. Wir haben immer einen der empfohlenen griechischen Tagesweine (special offer) probiert, die Preise lagen zwischen 11 und 13 Euro, am letzten Tag bei 18 Euro (Chardonnay). Der Wein wird auf Wunsch im Eiskühler bereitgestellt und die Qualität würde ich unter der Rubrik „summer wine“ (schmeckt nur im Urlaub aber nicht daheim) einstufen. Am ersten Abend haben wir an der Poolbar 2 verschiedene Cocktails probiert – beide nicht zu empfehlen und überteuert => Finger weg ! Tipp an alle für die Essen mehr als reine Nahrungsaufnahme bedeutet: Es besteht freie Platzwahl im Restaurant und wenn man vor 19:30 zum Abendessen geht, gibt es in der Regel noch den ein oder anderen freien Tisch im Freien mit Blickrichtung Pool & Meer. Die Plätze sind überwiegend nicht beschattet aber die Sonne verliert schnell an Kraft und gg. 20:30 wird man dann mit einem wundervollen Sonnenuntergang belohnt. Keine Ahnung warum das gros der Gäste dennoch einen Platz im lauten (aber klimatisierten) Innenraum bevorzugt, das Ambiente im Freien ist jedenfalls 1000 mal schöner.


    Service
  • Gut
  • Überwiegend perfekt ! Bei der Putzfrau angefangen bis hin zu den diversen Kellnern die auch im größten Chaos den Überblick behalten und stets freundlich und zuvorkommend sind. Man erkennt die Wichtigkeit des Service Gedankens im Horizon Beach auch daran, dass sich der (?) Vorgesetzte des Servicepersonals allabendlich bei den Gästen erkundigt ob alles in Ordnung sei (Qualität des Essens, Bedienung …). Lediglich an der Rezeption haben meine (vielleicht auch zu sensiblen) Antennen einen Hauch von Arroganz und Unlust wahrgenommen. Ab und an ein freundliches Lächeln oder ein Spruch a la „kann ich sonst noch etwas für Sie tun“ (gerne auch in Englisch) würde hier wahre Wunder wirken. Interessanterweise scheint es im Servicebereich auch das ein oder andere extra Bonbon für Stammgäste zu geben (Früchtekorb im Zimmer, kostenloser Wein …) – als Erstkunde hätte ich mich übrigens genauso darüber gefreut  Beim abendlichen Animationsprogramm dauert es länger, bis man seine Getränke ordern kann aber es ist Urlaub und Stress und Hektik machen wir Deutschen uns zuhause schon genug, daher hat mich das nicht gestört.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • „In the middle of nowhere“ und das ist auch gut so. Kein nerviger Verkehrslärm, keine sinnlose Touristenmeile vor der Haustür und kein illumierter Nachthimmel (hurra, man sieht die Sterne !). Ein weiteres großes Plus ist der unmittelbar angrenzende Sandstrand und die einzigartige TAM TAM Bar in Sicht- und Laufweite. Für Familie mit Kindern nahezu perfekt, als Paar oder Single würde ich hier allerdings keinen Urlaub machen, man hat nämlich aufgrund der Abgeschiedenheit wenig Gelegenheit etwas von „Land & Leuten“ mitzubekommen bzw. die koische Gastronomie kennenzulernen. (erstaunlicherweise buchen aber dennoch viele kinderlose Gäste diese Hotel) Sehr angenehm auch die äußerst kurze Zeitspanne zwischen Landung und Ankunft im Hotel: Gepäck war nach ca. 10 Minuten da, der Bus fuhr weitere 10 Minuten später los und die Fahrt zum Horizon beach dauerte auch nur 15 Minuten (mit dem Taxi höchstens 10 Minuten).


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Unsere 9 jährige Tochter war abends immer begeisterte Minidisco Teilnehmerin, das darauf folgende abendliche Animationsprogramm war auch ganz okay, die Animateure sind ausnahmslos nett und gut drauf und man darf deren Darbietungen nicht mit Bühnenprofis vergleichen. Wie bereits mehrfach erwähnt sollte man aber dringend das Musikangebot überarbeiten. Nix gegen die Musik der 60’er und 70’er aber wir haben 2010 und es gibt auch eine Menge toller Hits aus den letzten 10 Jahren !!! Weitere Animationsangebote (Wasserball, Wassergymnastik, Fußball, Volleyball, Dart …) wurden von uns nicht genutzt . Die beiden Pools sind ganz nett und relativ groß, aber eher unspektakulär. Leider ist es entgegen der Aussagen andere Urlauber während unseres Aufenthaltes Mitte Juli oft nicht möglich gewesen nach 12:00 noch 4 freie Liegen für unsere Familie zu finden, die (deutsche ?) Unsitte der morgendlichen Handtuchreservierung wird nicht unterbunden. Am Meer müssen die Liegen bis ca. 15:00 bezahlt werden, der Wellengang war zumeist ziemlich stark und leider war der Sand an einigen Strandabschnitten schwarz eingefärbt (Teer ?).


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Juli 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Andreas
    Alter:41-45
    Bewertungen:14