Von außen fällt zunächst die große Leuchtreklame für das hoteleigene Casino ins Auge, das sich im Erdgeschoss links von der Rezeption befindet. Im Vorraum des Casinos befinden sich zahlreiche Spielautomaten, im größeren und höheren Hauptraum gibt es neben weiteren Spielautomaten auch Tische für Roulette, Black Jack und Poker. Der Einrichtungsstil und der Zustand des Teppichs lassen darauf schließen, dass das Casino schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Insgesamt würde ich das Casino eher als Spielhalle beschreiben, echtes „Casino-Feeling“ kam bei mir nicht auf. Die Lobby ist großräumig und in hellen Farben gestaltet, wodurch eine freundliche Atmosphäre entsteht. Auch auf Sauberkeit wird hier viel Wert gelegt, da die Lobby und die Toiletten im Erdgeschoss mehrmals täglich gereinigt werden. Aufgrund von Rampen parallel zu den Treppen und zwei großen Aufzügen ist das Hotel rollstuhltauglich. Nach einer ca. 35-minütigen Busfahrt wurden wir an der Rezeption freundlich empfangen und konnten problemlos einchecken. Weil die Zimmer erst um 14 Uhr beziehbar waren, wurde uns für die Zwischenzeit ein Mittagessen angeboten (wir hatten All-Inclusive gebucht). Die Gäste waren zumeist entweder Gruppen junger Leute, überwiegend aus deutschen Abiturienten (wie auch wir) oder Senioren, die der Sprache nach zu urteilen aus dem osteuropäischen Raum stammen. Familien mit Kindern waren hingegen sehr selten. 1. Um Diebstahl vorzubeugen, ist das Verschließen von Wertgegenständen im Haussafe empfehlensewert (trotz der Kosten von 7 Leva pro Tag). Alternativ kann man sie auch in einem Koffer mit Zahlenschloss deponieren und diesen bestmöglich im Zimmer verstecken. 2. Geld kann man bedenkenlos im hoteleigenen Wechselbüro umtauschen. Die Angestellten dort sind sehr freundlich und verstehen gut deutsch. Außerdem gibt es keine Servicegebühr und der Wechselkurs wird per Taschenrechner vorgerechnet (Je Euro erhält man 1, 90 Leva; beim Rücktausch erhält man je 2 Leva einen Euro; Stand: Mai 2009). 3. Besonders bei Spaziergängen in den Abendstunden empfiehlt sich das Auftragen von Mückenschutz. 4. Obwohl die Trinkwasserqualität nicht das deutsche Niveau hat, reicht es dennoch zum Waschen und Zähneputzen. Wen der leicht metallische Nachgeschmack stört, kann sich in den Supermärkten gegenüber mit 7-Liter-Kanistern Wasser eindecken. 5. Animateure und Reiseleiter von Abiturientengruppen kennen das Nightlife in der Umgebung sehr gut und können wichtige Tipps zu Discobesuchen geben. Wenn die Zeit reicht, sollte man alle vier großen Clubs (Lazur, Viking, Orange, Mania) besuchen. 6. Bekommt man nach einer langen Nacht Hunger, empfehle ich ein „Pizza Slice“ für 3 Leva (1, 50€). Die Pizza wird frisch zubereitet, schmeckt einwandfrei und die Stücke sind ausreichend groß.
Wir waren zu dritt in einem Doppelzimmer mit Doppel- und Zustellbett untergebracht, weswegen das Platzangebot relativ gering ausfiel. In anderen Doppelzimmern, in denen statt dem Zustellbett ein Sofa stand, war es hingegen sehr geräumig. Zusätzlich verfügte unser Zimmer über eine Terrasse, die durch Metallgitter von den anderen Terrassen getrennt und somit von allen Seiten einsehbar war. Die Einrichtung ist eher rustikal gehalten. Unser Zimmer hatte zwei unterschiedlich große Spiegel mit Holzrahmen, zwei Nachttische mit Schubladen, einen kleinen und einen großen Tisch. Auf dem großen Tisch stand ein kleiner Fernseher und ein einfaches Telefon. Der Kleiderschrank war zwar groß, hätte aber mehr Fächer haben dürfen. Positiv ist uns die einfach zu bedienende Klimaanlage aufgefallen. Auf den ersten Blick bemerkten wir zwei kleinere Mängel: Zum einen fehlte die Abdeckung an einer Bettlampe, zum anderen war eine Schrankkante locker, aus der auch Nagelspitzen herausragten. Der Abfluss in der Dusche ist leider wenig effektiv, weshalb es bei längerem Duschen schnell eine Überschwemmung gibt. Auch der eingebaute Föhn ist zwar laut, aber wenig wirksam. Bei längeren Haaren empfiehlt es sich deshalb einen eigenen Föhn mitzunehmen. Trotz dieser Mängel bleibt der Gesamteindruck positiv, zumal die Putzfrauen gute Arbeit leisten.
Frühstück: Da wir es morgens nach einer langen Nacht bevorzugten auszuschlafen und die Lichter am Frühstücksbuffet pünktlich um 10 Uhr erloschen, haben wir uns nur einmal zum Frühstück aufgerappelt um festzustellen, dass wir zuvor nichts Besonderes verpasst hatten. Die Auswahl am Buffet hielt sich in Grenzen: Vier verschiedene Müsli- bzw. Cornflakessorten, eine Brotsorte sowie Wurst, Käse und Marmeladen. Das „Highlight“ war die Auswahl an verschieden zubereiteten Eiern (Spiegelei, Rührei, Rührei mit Fetakäse, French Toast). Leider waren diese größtenteils ungewürzt, mit reichlich Fett zubereitet und lagen schon längere Zeit in der Auslage. Wirklich gut waren hingegen die frisch auf der Außenterrasse zubereiteten Pancakes. Mittagessen/Abendessen: Mittagessen und Abendessen lassen sich zusammenfassen, weil das Angebot an Speisen die ganze Woche über überschaubar blieb und es an Variation mangelte. Als Vorspeise gab es ein Salatbuffet mit ca. zehn verschiedenen Salaten. Die meisten wurden jeden Tag angeboten, manche variierten. Dazu gab es noch Wurst sowie sauer eingelegte Sprotten und Rollmops. Der Geschmack war immer gut, allerdings gab es bei manchen Dressings einen leicht metallischen Beigeschmack, was vermutlich mit der Trinkwasserqualität zusammenhängt. Außerdem gab es diverse Suppen, von denen ich nur die Kartoffelsuppe probiert und wegen der pappigen Konsistenz und des passenden Geschmacks für schlecht befunden habe. Bei den Hauptgerichten gab es keine Überraschungen: Ganz links stand der „Weissfisch mit Tomaten-Zwiebel-Soße“, was neben der Makrele, die es nur an einem Tag gab, und den Sprotten/Rollmöpsen das einzige Fischgericht war. Bedenkt man die Nähe zum Meer und die hohe Grätenzahl im Filetstück, ist dies ziemlich enttäuschend. Rechts davon gab es „Schmackshühnchen“, Schwein „Jädgderer Art“, Rindfleisch und ein wechselndes Fleischgericht wie z. B. „Rolle“. Alles war mit reichlich Fett zubereitet und schmeckte durchschnittlich und etwas zäh. Als Beilagen gab es neben Pommes, Salz- und Westernkartoffeln gab es mit Reis und Käse gefüllte Zucchini und Paprikaschoten sowie Aufläufe wie Käselasagne und traditionelles „Mousakas“ (soweit ich weiß das einzige nationale Gericht am Buffet). Auch bei diesen Speisen wurde an Fett nicht gespart, dafür allerdings an Gewürzen. Beim Nachtischbuffet wurde man von dem Großteil der Desserts von einem giftgrünen oder pinken Zuckerguss angestrahlt, der doppelt so süß schmeckte wie er aussah. Die Törtchen bestanden aus einem Biscuitboden, süßer Sahne, süßer Schokosoße und doppelt süßem Zuckerguss und waren deshalb eigentlich nur süß und klebrig. Sogar der Grießpudding bekam ein Topping aus Zuckergruss. Halbwegs ok war das Blätterteiggebäck und das Eis. Bedienung: Was mich in dieser Hotelkategorie verwundet hat war die Tatsache, dass man sich seine Getränke zum Essen an der Bar bestellen und abholen musste. Alternativ konnte man sich auch stilles Wasser an einer Station zapfen, bekam dann allerdings nur Plastikbecher. Die Bedienung beschränkte sich also aufs Tellerabräumen und machte dies auch stets zügig und gründlich. Manchmal waren die Angestellten etwas übereifrig, besonders kurz vor Feierabend, und räumten die Teller unmittelbar beim Kauen des letzten Bissens ab. Themenrestaurants: Neben dem Hauptrestaurant gibt es auch noch Themenrestaurants für Fisch, Hähnchen und Pizza. Ich habe lediglich das Pizzarestaurant ausprobiert. Mittags kann man dort ohne Vorbestellung essen, muss dann aber teilweise sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Will man abends dort essen, muss man bereits am Vortag Tisch und Speisen vorbestellen, die dann aber zügig auf dem Tisch landen. Nachdem man den Fettsee in der Pizzamitte mit einer Serviette trockengelegt hatte (,die man anschließend problemlos als Fenster benutzen konnte), schmeckte die Pizza recht gut. Interessant finde ich die unkonventionellen Beläge. Ich hatte beispielsweise neben Salami und Schinken auch Essiggurke auf meiner Pizza und hätte nicht vermutet, dass die Kombination so lecker schmecken würde.
Insgesamt betrachtet kann man sagen, dass die Hotelangestellten besser deutsch als englisch verstehen und sprechen. Will man mehr als zwie Getränke bestellen, empfielht sich jedoch die Zeichensprache. Die Motivation des Personals an der Poolbar hielt sich in Grenzen: Der Blick der Kellner schwankte irgendwo zwischen gelangweilt und genervt, auf ein Lächeln wartete man vergebens. Immerhin wurden die bestellten Getränke sofort zubereitet. An der Poolbar hielten sich auch muskulöse Angestellte auf, die der Aufschrift ihrer Hemden zufolge für die „Security“ zuständig waren. Anscheinend gab es jedoch wenig zu tun, denn meistens plauderten sie mit ihren Kollegen und verglichen ihren Bizeps miteinander. Nichts zu beanstanden gibt es hingegen bei der Zimmerreinigung. Täglich wurden die Betten gemacht, der Müll entleert und neue Handtücher gebracht. Unverständlich blieb für uns jedoch, weshalb die Türschilder nach jeder Reinigung von den Putzfrauen wieder mitgenommen wurden. Wollte man morgens länger schlafen, wurde man durch die Putfrauen geweckt, die aufgrund der fehlenden Türschilder ja nicht wissen konnten, ob jemand im Zimmer ist. Kritik gab es aus dem benachbarten Mädchenzimmer, wo eine halbe Packung Tampons und ein Rasierer abhanden gekommen sind. Am Morgen des letzten Ferientages gab es für sechs Leute aus unserer Gruppe eine böse Überraschung: In der Nacht wurden ihnen Handys, Mp3-Player, Aufladegeräte und Bargeld gestohlen. Auch anderen Hotelgästen wurden Wertgegenstände entwendet. Das Erschreckende daran ist, dass die Täter mit einem Schlüssel in die Zimmer eingedrungen waren. Die Täter flüchteten erst, als sie von einer unserer Mitreisenden bemerkt wurden. Weder Hoteldirektion noch Polizei konnten oder wollten zur Aufklärung beitragen, obwohl die Täter offensichtlich über einen Generalschlüssel verfügten. Nach einem Anruf bei der Versicherung über das Hoteltelefon verlangte die Rezeptionistin sogar Geld für das Telefonat. Am Ende blieben viele Fragen offen.
Das Hotel liegt inmitten eines Hotelgebietes. Dementsprechend ist auch die Infrastruktur: Direkt gegenüber des Hotels befinden sich zwei 24-Stunden-Supermärkte. Die Lebensmittelpreise sind im Vergleich zu Deutschland nur halb so hoch oder sogar noch niedriger. Außerdem gibt es zahlreiche Restaurants und Imbissbuden, an denen man sich auch noch nach einem anstrengenden Discobesuch stärken kann. Zum gut gepflegten Sandstrand sind es ca. 5 Minuten Fußweg (vom Haupteingang aus in Blickrichtung immer geradeaus). Für eine Liege und einen Schirm zahlt man jeweils 7 Leva (umgerechnet ca. 3, 50€) pro Tag. Deshalb ist es ratsam, Strandtücher, Luftmatratzen und ggf. faltbare Sonnenschirme mitzunehmen. Direkt am Strand liegt auch die Discothek „Lazur“. Der Eintritt variiert zwischen 4 und 5 Lewa (2-2, 50€). Von 23 bis 0 Uhr gilt die Happy Hour, bei der man zwei Drinks zum Preis von einem bekommt. Das Lazur besteht aus zwei Stockwerken und einem Außenbereich mit Pool und zwei Bars. Im Erdgeschoss gibt es vier Bars und eine große Tanzfläche, im Obergeschoss nochmals zwei Bars und eine kleinere Tanzfläche. Ab Mitternacht füllt sich die Disco meist randvoll. Das Publikum besteht zumeist aus einheimischen Hotelangestellten und Abiturienten. Gepsielt wird Querbeet, von Charts über HipHop und House. In den späten Abendstunden überwiegt jedoch die elektronische Musik. Negativ aufgefallen ist uns der lange Weg zu anderen Discotheken wie dem „Mania“, „Den glade Viking“ und „Orange“. Zum „Orange“ (sehr empfehlenswert) ist es am Weitesten. Zu Fuß läuft man ungefähr eine halbe Stunde, die Taxifahrt kostet 20 Leva (10€). Alle drei Clubs findet man, wenn man der Hauptstraße hinter dem Hotel in Richtung Zentrum folgt. Im Hotel gibt es einen Informationsstand, an dem man sic über Freizeitangebote informieren kann. Für Jüngere dürfte besonders Paintball (46 Leva inkl. Transfer) und der Besuch des neu eröffneten Aqua-Parks (Mai 2009) mit zahlreichen Riesenrutschen interessant sein.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam war immer gut gelaunt und hat sich sehr gut um die Hotelgäste gekümmert. Aktivitäten waren beispielsweise Wasserball im Pool, Volleyball am Strand, Boule, Karaoke und Bingo. Ab 20 Uhr gab es eine Kinderdisco, der Kinderclub war, vermutlich wegen Renovierungsarbeiten, geschlossen. Im Erdgeschoss links von der Rezeption gibt es außerdem einen Fitnessraum mit zahlreichen Geräten, die allerdings schon etwas in die Tage gekommen sind. Da sich allein zwei Angestellte um die Sauberkeit im Poolbereich kümmerten, war dieser auch dementsprechend gepflegt. Liegen und Schirme waren in ausreichendem Maße vorhanden, allerdings wurde es nicht gern gesehen, wenn Liegen verschoben wurden. Schade war, dass man an der Poolseite der Poolbar nicht bedient wurde. Die Beschallung mit unterschiedlicher Musik vom Animationsteam und der Poolbar war auf Dauer etwas nervig.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Philipp |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 2 |


