Gerade im Vergleich zu vielen anderen Touristenbunkern auf Mallorca ist das Hotel wirklich sehr grün und hat Atmosphäre. Wir haben es als Dreisternehotel gebucht und unter diesem Aspekt war die Anlage auf jeden Fall angemessen. Wir waren mit dem Auto in Arenal und haben uns dort "gleichwertige" Hotels angesehen und diese schlägt das Na Taconera um Längen. Sofern man in der Hauptsaison einen Platz auf der Terrasse der Bar bekommt, hat man einen wirklich Traumhaften Ausblick. Die Hauptsaison war jedoch für uns das Hauptproblem! Es war überall gnadenlos überfüllt: Speisesaal, Pools, Bar... Im Hotel wären nicht viele Kinder, schrieben einige vorherige Bewertungen, was für uns bei der Buchung ausschlaggebend war (wir mögen Kinder, aber wir wollten einen Erholungsurlaub machen!!!). Viele davon benahmen sich so unglaublich rücksichtslos: man wurde über den Haufen gerannt - egal wo, im Pool wurde vom Rand gesprungen ohne Rücksicht auf Verluste und natürlich geschrien, dass man glaubte man sei im Zoo...! Sagte man einen Ton, so hatte man sofort die Lobby der angriffslustigen Eltern im Nacken ("Das hier ist halt ein Pool, die spielen doch nur und wenn Ihnen das nicht passt,dann verreisen Sie doch außerhalb der Sommerferien!" Anmerkung: Die Spanne der deutschen Sommerferien betrug in diesem Jahr 14 Wochen, innerhalb derer wir nicht hätten verreisen können!!!) Der Fairness halber muss man aber sagen, dass die Schuld nicht dem Hotel zuzusprechen ist, sondern der elterlichen Inkompetenz!!! Buchen Sie auf keinen Fall ein Sparzimmer (wir haben die Löcher gesehen!). Und wenn Sie ein Standardzimmer gebucht haben, dann fragen Sie vorher an der Rezeption, ob es nach vorne oder hinten rausgeht und verlangen Sie entweder ein Zimmer nach vorne oder mindestens im fünften Stock, denn besagter Sohn des Chefs versucht immer erstmal alle in die schlechten Zimmer zu stecken (dies haben wir von vielen anderen Hotelgästen auch gehört!)! Bringen Sie sich einen eigenen Fön mit und lassen Sie die Wertsachen zu Hause, denn der Safe ist ein schlechter Scherz und kostet 15€ die Woche. Oropax ist auch ein guter Tipp und auf Grund der Lage des Hotels sind gute Laufschuhe angebracht. Und am wichtigsten: Wenn Sie sich erholen, wollen, dann meiden Sie die Hauptsaison, denn Jenny, Violetta und Janik lassen grüßen...
Das Waldblickzimmer im dritten Stock war ein Urlaubsalptraum. Das Zimmer mit Meerblick, welches wir danach bekamen war dafür ausblicktechnisch traumhaft. Die Wände sind sehr dünn und wir hatten einen cholerischen Zimmernachbarn - persönliches Pech. Das Bad ist wirklich sehr alt und unsere Dusche war die meiste Zeit kaputt. Die Klimaanlage hat gut funktioniert und der Rest der Einrichtung war zum Schlafen ausreichend und zweckmäßig.
Das Essen...!!!! Also vorab: So dramatisch, wie die vorherige Bewertung es schilderte, ist es bei weitem nicht. Ich bin ein schwieriger Esser und achte auf eine gesunde Ernährung und ich fand das Essen für unseren einwöchigen Urlaub vertretbar. Sicher habe ich auch schon besseres Essen bekommen, aber es ist halt ein Dreisternehotel und das zudem auf Mallorca, wo ohnehin andere Standards gelten. Üppige Büffets wie in Ägypten oder der Türkei darf man halt nicht erwarten. Es gab immer frische Oliven und Blattsalat mit verschiedenen Beilagen. Nudeln haben immer eine solche Konsistenz, wenn man sie für so viele Menschen kocht, also meine Güte...! Die Kartoffeln waren wirklich immer Pommesvariationen, aber seltsamerweise wurden die von jedem gegessen und darüber hinaus habe ich im Urlaub auch noch nie Salzkartoffeln angetroffen. Es gab immer eine Fischsorte und zwei Sorten Fleich, dabei immer ein Geflügel, welches mir auch immer geschmeckt hat. Das Nachtischbüffet entsprach einem durchschnittlichen spanischen Nachtischbüffett (ich war schon mind. 15 Mal in Spanien). In südlichen Ländern sind die Dinge nunmal süßer und Farbstoffe gehören eher zum Alltag als im grün-ökologischen Bio-Deutschland. Es gab immer frische Melone oder Ananas, Äpfel, Kiwi und Orangen, dazu immer auch Eis. Beim Frühstück waren die Brötchen frisch aus dem Ofen und ich empfand sie als knusprig und esse sie zu Hause selber so. Wurst sieht in Spanien immer weniger ästhetisch aus als bei uns und bei Spiegeleiern kann man ja wohl nicht viel falsch machen! Es gab alles reichlich, wurde sofort nachgefüllt und für uns war es vollkommen ausreichend. Wer motzt, der sollte mal ausrechnen, was er bezahlt hat und dann mal durchrechnen, was davon alles bestritten werden muss. Wer ein 20m langes Bio-Luxus-Büffet haben möchte, der muss eben vier oder fünf Sterne Riu oder Iberostar buchen. Ein, zwei Cocktails waren in der Tat sehr süß, aber sonst waren die Getränke sehr gut: Bier, Wein, Cola und Co. konnte man sehr gut trinken. Der Saft war süß, aber frisch-gespresst ist meiner Ansicht nach eine völlig überzogene Anforderung.
Die Mitarbeiter von Bar, Restaurant und Sportzentrum waren alle sehr freundlich. Mit der Rezeption hatten wir eher größere Schwierigkeiten, denn der leitende Rezeptionist ist der Sohn des Eigentümers und benimmt sich auch so: arrogant und vollkommen unkooperativ! Wir hatten Standardzimmer gebucht und wurden in ein Zimmer mit "Waldblick" gesteckt. Dieses war im dritten Stock und ging nach hinten raus. Wir hatten höchsten Blick auf die Wurzeln, aber die gehören dann wohl auch zum Wald...! Es grenzte an einen Staatsakt das Zimmer tauschen zu dürfen. Im Anschluss daran war der Herr (Marc) so angefressen, dass wir uns mit harmlosen Anliegen (Busplan, etc.) überhaupt nicht mehr an die Rezeption trauten. Unser Highlight war dafür der Maître des Speisesaals (Gabriel). Zwar waren wir auch verärgert, dass wir anderthalb Tage auf einen festen Tisch warten mussten, aber ansonsten war er unglaublich freundlich und lustig und er konnte ja nichts dafür, dass das Hotel gnadenlos ausgebucht und überfordert war!
Die Bucht von Font de sa cala ist sehr hübsch und auch nicht überfüllt, sie hat jedoch bei falscher Strömung ein nicht unerhebliches Problem mit Seealgen. Die Entfernung im Katalog stimmt nicht - ein Kilometer wird das zur Bucht schon sein! Bei über 30 Grad kann das schon recht beschwerlich werden. Ansonsten ist das Örtchen aber sehr ruhig und nett anzusehen. Für alle Nachteulen und Partymäuse: Fahrt auf jeden Fall nicht hierher!!! Die Busse fahren nur, wenn es ihnen gerade passt und das auch nur bis etwa 21 Uhr. Taxi kostet etwa 8€. Mit dem Transfer hatten wir Glück. Auf dem Hinweg waren wir zwar die Letzen und nach etwa anderthalb Stunden da, aber zurück waren wir auch die Letzen und nach etwa einer Stunde am Flughafen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Sportanlage ist wiklich völlig veraltet, das Fitnessstudio und der Minigolfplatz sind ein schlechter Scherz und die Benutzung des Tennisplatzes kostet unglaubliche 12,50€. Die Pools sind schön, aber wegen der Kinder wie oben erwähnt nicht zu benutzen, da Gefahr einer unfallindizierten Querschnittslähmung. Es gibt aber sogar Auflagen für die Plastikliegen. Der Kritik an der Kinderanimation kann ich mich nur anschließen. Hätte das Mädchen weniger geraucht und Kaffee getrunken und stattdessen ihren Job gemacht, dann wäre die Poolsituation vielleicht auch entspannter gewesen. Die sechs Kinderlieder konnte wir irgendwann mitsingen und wir wussten genau, wann sie auf das nächste Lieg umschaltet!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nina |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 7 |


