- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Punta Bonita ist eine kleine, frisch renovierte, überschaubare Anlage, die lt. Katalog ca. 85 Zimmer (alle mit seitlichem Meerblick) besitzt, die sich auf mehrere 2-stöckige Häuser verteilen, welche um eine wunderschöne Gartenanlage und einem Pool liegen. Nach der rd. 4 stündigen Anfahrt erblickt man zuerst die Einfahrt des Hotels, welche wohl noch im Bau zu sein scheint. Hier machte alles einen unfertigen Eindruck, der aber schnell durch die mit reichlich Muscheln verzierte Rezeption und den dahinter liegenden, sehr gepflegten Garten und der eigentlichen Hotelanlage vergessen war. Alles ist neu, in modernen, karibischen Farben gestrichen und macht von Außen einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck. Wir hatten das Glück zur ausklingenden Saison anzureisen, so dass das Hotel vielleicht zu 50 % gefüllt war. Und davon wiederum in etwa 15 Personen Deutsche waren (wobei unsere kleine Reisegruppe bereits 6 Erwachsene + 1 Kind ausmachten). Bei den restlichen Gäste handelte es sich um Franzosen zwischen Anfang bis Ende 20, was aber absolut nicht störte. Zwischenstopp bei An-/Abreise-aufgrund des schlechten Kurses und der überteuerten Preise empfehle ich dort nichts zu kaufen Ausflug nach Saona-zwar auf den ersten Blick wahnsinnig teuer, aber nur zu empfehlen, wo anders erlebt man an einen Tag einen Flug mit einem Kleinflugzeug, eine Schnellboottour und einen Katamaranausflug?! Ausflug nach Santa Domingo-wurde bei uns nicht mehr angeboten, leider, aber jeder der schon mal die Möglichkeit hatte, sagt, mitmachen! Grundsätzlich gilt, die Preise für Ausflüge sind nicht mit denen in Europa zu vergleichen. Hier erscheint alles teurer. Auch wenn man bummeln geht, sind die Preisvorstellungen enorm hoch. Die Dom.Rep. ist nicht mehr das Billigparadies, was es einst wohl mal war. Und würde man essen gehen wollen, zahlt man mittlerweile unsere Preise. Für Erholungssuchende und Menschen, die kleine Hotels den großen Anlagen vorziehen, ist das Punta Bonita das ideale Hotel. Ruhig, abseits gelegen, ein endlos langer Strand vor der Tür. Wer Trubel, Disko oder ähnliches sucht, ist hier verkehrt. Für Familien mit vor allem kleinen Kindern ist es vielleicht nicht ganz so zu empfehlen. Kein Kinderclub und Kinderanimation. Unser kleiner Mitreisender war mit 6 Jahren das einzige Kind im Hotel-für ihn war es somit manchmal schon etwas einsam. Und zur Urlaubsvorbereitung kann ich nur das Internet empfehlen. Gebt Samana in die bekannten Suchmaschinen ein und ihr stößt auf viele verschiedene Foren, die viele Fragen im Zusammenhang mit dem geplanten Urlaub z.T. tagaktuell beantworten.
Zuerst erhielten wir ein Zimmer im Erdgeschoß eines Hauses, was meinem Freund nicht so recht gefallen wollte, weil man aufgrund der Verandatüren, sich wie auf den Präsentierteller fühlen könnte. Nachdem das Hotel am nächsten Tag bereit war, uns ein anderes Zimmer anzubieten, schauten wir uns dieses an und entschieden-das erste ist okay, was wollen wir mehr. Bei dem zweiten Zimmer handelte es sich nämlich um eins in der 1. Etage, welches sich einen Belüftungsschacht mit dem Nachbarzimmer teilt (wie in einer anderen Bewertung bereits genannt) und damit sämtliche Geräusche voneinander zu hören sind. Und da es sich unter dem Dach befindet, es sich schnell bei Sonneneinstrahlung aufheizt. Die Wände der Zimmer sind in den unterschiedlichsten, kräftigen, karibischen Farben bemalt. Die Inneneinrichtung ist spartanisch, aber gut in Schuß - wie auch ansonsten, die Zimmer immer täglich gründlich gereinigt werden. Es stehen ein Bett (1,80 x 2 m), 2 Nachttischschränkchen, ein Spiegel mit einem Frisiertisch und ein Regal mit Safe (gg. Gebühr) und Fernseher (DW und einige englische Sender) zur Verfügung. Einen geschlossenen Schrank gibt es nicht. Die Sachen kann man aber in das Regal legen, was bei der tropischen Feuchte wohl auch praktischer ist. Die Klimaanlage funktionierte und war verschieden einstellbar, aber in ihren höchsten Stufen ein wenig zu laut. Das Bad beinhaltet eine Toilette, einen Waschtisch mit Waschbecken und eine ummauerte Dusche. Die Handtücher werden täglich gewechselt. Wir hatten Glück-Wasser gab es außer einem Mal immer und vor allem auch schön warm. Neu und gewöhnungsbedürftig für uns war, dass man gebeten wird, dass Toilettenpapier in den Mülleimer zu schmeißen-nicht in die Toilette, weil das könnte zu Verstopfungen führen und wer weiß, wann die dann beseitigt werden. Strom gab es auch meistens-außer ein, bis zwei mal, der dann aber innerhalb weniger Minuten wiederkam. Aber wenn dann doch mal abends ein Stromausfall ist, kann ich nur empfehlen, Kerzen dabei zu haben, weil es sonst stockfinster ist, man sieht im wahrsten Sinne des Wortes nicht die Hand vor den Augen. Auf der großzügigen Veranda sind 2 Schaukelstühle und ein Tisch zu finden. Das ist eine Erwähnung wert-weil wo sonst, sitzt man mit seinem Cocktail in der Hand schön gemütlich in einem Schaukelstuhl und liest ein Buch?!
Für die All-inklusive-Gäste gibt es sämtliche Mahlzeiten im Hauptrestaurant in Buffetform, welches aus einem nach allen Seiten offenen Haus besteht. Einmal innerhalb der Woche kann man auch im A-la-carte-Restaurant zu Abendbrot essen, was wir aber nur einmal taten, da das Buffet eindeutig besser war. Frühstück gibt es von 7 bis 10 Uhr 30, Mittag 12 Uhr 30 bis 14 Uhr 30 und Abendbrot ab 19 Uhr bis 22 Uhr (Live-Musik inkl.). Das Angebot ist immer in Buffetform, wobei ein Teil der Speisen frisch, z.T. nach Wunsch, zubereitet wird. Es war vom Umfang her natürlich kein 5 Sterne-Buffet, immerhin ist das Punta Bonita nur ein 3 Sterne-Hotel, aber es war immer schön abwechslungsreich (z.T. themenbezogen), meistens sehr lecker und jeder hat garantiert immer etwas gefunden, um sich satt zu essen. Am besten waren die frisch gemachten Rühreier und/oder Crepes zum Frühstück und bei jeder Mahlzeit das Nachspeisenbuffet mit 2 Obstsorten der Saison und leckeren Kuchen. Alle lokalen alkoholischen und nichtalkoholischen Getränke sind zwischen 10 und 23 Uhr inklusive. Diese besorgt man sich am besten an der Pool- bzw. Strandbar. Sie werden in Plastikbechern (0,2l) serviert. Hat man sich die Bardamen bzw. -herren aber mit Trinkgeld zu Freunden gemacht, bekommt man die leckeren Cocktails auch in großen Gläsern. Hier besonders zu empfehlen ist der Punta Bonita-giftgrün, aber köstlich und der Banana Mama-gibs aber nur wenn es Bananen gibt und das dann meistens an der Poolbar. Des weiteren besteht die Möglichkeit mittags an der Strandbar Snacks in Form von selbstgemachten Hotdogs und Pizza zu sich zu nehmen, was ich nur empfehlen kann. Man muß aber damit rechnen, seinen Hotdog mit einer der vielen Hundedamen zu teilen, die einen mit ihrem treudoofen Blick bettelnd anschauen, während man hungrig über sein Essen herfällt.
Als wir ankamen, begrüßte uns der Hoteldirektor persönlich, der, wir wir schnell mitbekamen, wohl der einzige ist, der deutsch spricht. Mit allen anderen Angestellten spricht man am besten Spanisch, Französisch oder manchmal auch Englisch (in der Reihenfolge). Auch wenn es für sie vielleicht schrecklich klang, wenn wir unsere Bestellungen in unserem fürchterlichen Spanisch aufgaben, so strahlten sie doch über beide Ohren, weil wir es wenigstens versuchten. Und über ein bisschen Trinkgeld freut sich ja jeder und die Dominikaner ganz besonders, weil sie sich damit ihr mageres Gehalt aufbessern. Ein paar Pesos hier und da und schwups hat man neue Freunde. :o) Die Einweisung durch den Direktor (Esszeiten, was wo zu finden, Badetücher, All-in-Bänder usw.) war etwas durcheinander und wir mussten vieles nachfragen. Aber hey, man ist ja in der Karibik und wie heißt es da so schön -manjana, manjana. Aber grundsätzlich war die Rezeption immer bemüht, uns unsere Fragen schnell und unkompliziert zu beantworten in einem Mischmasch aus Englisch, Spanisch und Deutsch. Und das Servicepersonal im Restaurant war zwar manchmal schön karibisch langsam, aber immer nett und freundlich.
Das Hotel befindet sich auf der noch nicht touristisch überlaufenen Halbinsel Samana. Der nächst größere Ort ist Las Terrenas. Um vom Flughafen Puerto Plata dorthin zu gelangen, muss man einen ca. 4stündigen, z.T. abenteuerlichen Bustransfer auf sich nehmen. Unterwegs wird ein kleiner Zwischenstopp gemacht. Bevor man die Halbinsel erreicht, wechselt man von einem normalen Bus in einen Kleinbus und ab gehts über die Berge, welche Samana vom Rest der Republik trennen. Der dabei zu genießende Ausblick entschädigt für so manches mitgenommene Schlagloch und waghalsige Überholmanöver. Das Hotel liegt, umgeben von Kokospalmen, direkt an einem schier endlos erscheinenden Sandstrand am Meer. In der näheren Umgebung befinden sich weitere kleine Hotels, Apartmenthäuser, Villen und eine Bar. Es gibt keine Strandpromenade, wie man sie aus europäischen Badeorten kennt. Nur eine schmale, unbefestigte Strasse trennt das Punta Bonita vom Strand. An dieser Strasse sind dann auch die fliegenden Händler zu finden, die Massagen, Bilder, Schmuck, Tattoos und ähnliches feilbieten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Bei der Ankunft im Hotel erhält man einen Gutschein pro Person für ein Badetuch. Diesen Gutschein tauscht man bei der Animation gegen ein Badetuch ein, welches man dann jeden Tag gegen ein neues Badetuch tauschen kann. Kleiner Tipp-die blauen Badetücher sind größer. Der Pool sieht schön und sauber aus-drin war ich aber nie. Warum sollte ich auch-bei diesem Meer vor der Tür?! Im Pool sind Massagedüsen und ein Netz zum Wasserball spielen ist auch gespannt. Ansonsten gibt es eine Animation bestehend aus 2 netten Herren, die wir aber nicht in Anspruch genommen haben. Soweit wir das aus der französischen Hotelinformation ableiten konnten, bieten diese Herren Wassergymnastik, einen Merenguekurs, Spanischunterricht, Strandvolleyball u.ä. zu verschiedenen Zeiten des Tages an. Des weiteren besteht die Möglichkeit Tischtennis und Billard in Poolnähe zu spielen. Boccia für den Strand kann man sich auch ausleihen. Eine Tauchschule befindet sich im Hotel nebenan, die Tauchfahrten starten aber direkt vorm Punta Bonita. Der Strand ist sauber, endlos lang, schön zum Muscheln sammeln geeignet. Das Wasser ist klar und lädt zum Schnorcheln ein. Kleiner Hinweis: bevor man einfach ins Wasser rennt, checken ob nicht gleich ein kleines Korallenriff da ist, an welchem man sich stoßen könnte. Liegen sind ausreichend vorhanden. Und einen kleinen Shop gibt es neben der Rezeption auch, wo man das nötigste kaufen könnte. Als wir abreisten, wurde darin noch ein kleines Internetcafe eingerichtet. Also nun kein Problem direkt vom Hotel Kontakt mit zu Hause aufzunehmen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Mai 2005 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Sandra |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 6 |