Die Lage inmitten des Naturschutzgebietes ist toll, aber das war es auch schon. Die Abbruchfassade des Haupthauses verhieß schon bei der Ankunft nix gutes.
Der verranzte Teppichboden im gesamten Schlafraum war das erste was negativ auffiel. Sowas habe ich bei Strandhotels noch nie gesehen, machte einen unhygienischen Eindruck und man sah u.a. deutlich festgetretene Sandflecken. Die Einrichtung war dunkel, verwohnt, absolut nicht aus dem 21 Jahrhundert, aber immerhin sauber. Im Bad waren anscheinend nur Hobbyhandwerker tätig: offene Bohrlöcher in den Fliesen, Deckenbeleuchtung irgendwie passend gemacht, Armaturen verkalkt, der Fön eine Lachnummer wenn man längere Haare hat, von Schimmelfugen ganz zu schweigen. Die Matratzen waren eine Zumutung, weil total durchgelegen. Beim Flat-TV war der Standfuß nicht arretierbar, der Fernbedienung fehlte der Batteriedeckel. Der Wandspiegel hing schief, ließ sich auch nicht begradigen, weil einfach schief angebracht. Der Deckenventilator machte einen mordslärm, so dass wir diesen in der ersten Nacht nicht nutzen konnten. Die Klimaanlage kühlte nur bis um 0 Uhr, dann brummte sie nur noch. Wegen der Lage im ersten Stock, direkt gegenüber der Bar war es nicht möglich die Balkontür offen stehen zu lassen, weil es einfach zu laut war und, je nach Windrichtung auch zu sehr von der Hoteleigenen Kläranlage stank. Auf dem Balkon standen zwei Monoblockstühle mit Tisch und es gab einen Wandwäschetrockner - der allerdings für große Badetücher zu klein war. So hingen an vielen Balkonen die Handtücher über dem Geländer. Das war zwar aus "ästhetischen Gründen" von der Hotelleitung nicht erwünscht, aber mal ehrlich? Das Gemäuer wirkte von Außen eh wie eine Abbruchbude, da machten die Handtücher es auch nicht schlimmer :-/ Ein Kühlschrank, Telefon (mit Wackelkontakt) und ein Safe waren vorhanden.
Das Essen war nicht überragend, aber okay. Es fehlte oft der letzte Pfiff und die Auswahl war überschaubar. Im Themenrestaurant "El Canario" war der Wein um längen besser, als das was allgem. aus den Zapfhähnen kam. Die "Cocktails" bestanden aus Fertigmischungen mit Alkohol und waren auch kein Highlight. Frühstück gab es erst ab 8 Uhr, was wir als ziemlich spät empfanden. Leider hatte der Restaurantbereich kein Flair. Nur sehr viele zu eng stehende Tische, mit mehr oder weniger sauberen Tischdecken. In den Salz- und Pfefferstreuern, egal an welchem Platz, war selten was drin. Keine Pflanzen, keine gemütliche Atmosphäre. Die Möglichkeit zum draußen Essen war nicht gegeben. Nur ein kleiner Innenhof mit wenigen Tischen, in dem sich die Hitze staute. Dadurch, das es keine Zeitenregelung beim Essen gab, wirkte alles wie in einer Großkantine. Kein separat, betreutes Kinderbuffet. Je nach Uhrzeit extrem laut und das Buffet ziemlich verwüstet. Der Service am Tisch wurde von Tag zu Tag langsamer. Anfangs musste man beinahe aufpassen, das der Teller nicht während des Essens weggeräumt wurde, in den letzten beiden Tagen blieb das Geschirr auch schon mal komplett stehen. Leider keine durchgesetzte Kleiderordnung. Badebekleidung beim Abendessen geht gar nicht und in einem vermeintlichen 4 Sterne Hotel sollte das auch nicht geduldet werden. Draußen an der "Spielebar" konnte man nur bedingt sitzen, die Geruchsbelästigung der Kläranlage war furchtbar. Saß man näher in Richtung Hauptgebäude wehte einem der manchmal recht unappetitliche Geruch von altem Fisch oder Fett entgegen.
Reklamationen (wie wegen dem zu lauten Deckenventilator) wurden ernst genommen und zügig beseitigt. Ein gewünschtes zusätzliches Kissen wurde prompt geliefert und wir wurden auch immer im Anschluss per Telefon gefragt, ob alles in Ordnung ist.
Die Lage ist ein Traum. Deswegen wollten wir auch diesmal dort hin. Um das Hotel herum gibt es nur noch ein weiteres RIU Hotel, einen Supermarkt, einen Autoverleiher und einen Aloe Vera Laden. Im Hotel gibt es einen Shop, zwei Klamottenläden und einen Friseur. Diverse Strandlokale die zwischen 18-19 Uhr schließen sind auch vorhanden. Nach Corralejo Ort kommt man in 10 min. mit dem Auto, Taxi oder Bus. Vom Flughafen sind es ca. 30 km, mit dem Mietwagen waren wir in einer halben Stunde beim Hotel.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Tja, das leidige Thema Pool und ihre Liegenreservierer. Ich werde das nie verstehen, dass viele Urlauber glauben, sie hätten mehr Rechte als alle anderen. Leider zuckt bei Nachfrage an der Rezeption das Personal nur die Schultern- man will sich nicht mit den Gästen anlegen. Schon bei Tagesanbruch waren ein viertel der Liegen belegt, bis zur Frühstückzeit schon die Hälfte, nach dem Frühstück gab es so gut wie keine freien Plätze mit Sonnenschirm mehr. Die Anlage ist alles andere als weitläufig und der Pool viel zu klein für die Menge Menschen. Kinderbecken und Hauptpool liegen direkt nebeneinander. Zusätzlich findet dort auch die Poolanimation statt. Liegen und Schirme sind am Strand nur gegen eine Gebühr von 3€ pro Stück zu haben, was aber in Ordnung ist, weil sonst wäre dort auch alles belegt mit verwaisten Handtüchern. (Im übrigen kosten in Jandia zwei Liegen und ein Schirm schon 13,50€ und der Strand dort, war nicht so gepflegt wie hier ;-) ) Fahrräder kann man zu einer Gebühr von 9€/p.T. leihen, es gibt zwei Hartbodentennisplätze, Beachvolleyballfelder, Indoor Tischtennisplatten und diverse buchbare Ausflüge und Wassersportmöglichkeiten. Wir buchen immer vorab einen Mietwagen und waren viel auf unserer Lieblingsinsel unterwegs, von daher haben wir von den hoteleigenen Angeboten keinen Gebrauch gemacht bzw. mussten wir zum Glück auch nicht ;-) Die Animation war am Abend im Hauptgebäude viel zu laut, das schreckte eher ab, als das es einladend wirkte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nicole |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 2 |


