Ein großes RIU All-Inclusive Hotel aus dem Jahre 2006. Relativ gut in Schuss gehalten, aber das feuchte Klima ist nicht zu übersehen. Kulinarisch und Servicetechnisch ok, all Inklusive bedeutet hier: Inklusive Minibar, 24 Stunden Zimmerservice, Service am Pool und Strand, 24 Stunden Getränke und Essen, und nicht nur lokale Alkoholika (Campari, Martini und ähnliches findet sich ebenso). Im November waren viele englische Kanadier und Amerikaner vor Ort, eine bunt gemischte Altersaufteilung, aber wenig Kinder. Für die ist dieses Hotel aber wohl eher nicht geeignet (keine Wasserrutsche usw.). Free WIFI gibt es pro Zimmer für 4 Geräte. So wie das Stromnetz des Landes, ist auch das Internet nicht sehr stabil, man muss da eher flexibel sein. Das Hotel selbst hat einen eigenen ausreichend dimensionierten Stromgenerator, der die Versorgung übernimmt, sollte es zu einem Stromausfall kommen.
Die Zimmer sind groß, die Klimaanlage funktioniert gut, alternativ gibt es einen Deckenventilator. Das Bad hat 2 Waschmuscheln und eine Badewanne. Minibar, Filterkaffemaschine, und Alkoholika sind inklusive. Es gibt einen Balkon mit Sesseln, Trockengestell und Fliegengitter. Gegen Stechmücken wird in der Anlage regelmäßig gespritzt, nachdem wir Gäste aus anderen Hotels gesehen haben, wissen wir auch warum. Trotzdem kommt man den kleinen Plagegeistern nicht vollkommen aus. TIPP: Unter Tags (wenn die Türen immer wieder geöffnet werden) das Zimmer auf 20°C kühlen. Mücken fliegen nicht ins Kalte (sagte unser Reiseführer und behielt recht). Teilweise finden sich Wasserflecken in den Zimmern und auch im Rest der Anlage, sogar richtige Stalagtiten konnten wir finden. Das ist wohl dem ewig-feuchten Klima geschuldet. Schimmel konnten wir allerdings keinen entdecken und auch keinen schlechten Geruch, wie in früheren Bewertungen beschrieben. Allerdings mussten wir einmal umziehen, da sich das Wasser einen Weg durch die Kabelkanäle in unser Badezimmer gebahnt hatte, das war uns dann doch zu viel Feuchtraum. Unser "neues" Zimmer war dann nahe an einem laut quietschenden Aufzug gelegen. Als Stadtmensch kann man solche Geräusche ausblenden, andernfalls hätten wir sicher nochmals umziehen müssen.
Generell ist die Gastronomie gut und die Auswahl gigantisch. Ein Hauptrestaurant und 5 Spezialitätenrestaurants lassen einiges an Abwechslung aufkommen. Bei letzteren können wir den Italiener (geniales Vorspeisenbuffet) und das Crystal empfehlen. Fleischtiger werden allerdings nicht optimal versorgt: die Konsistenz vieler Fleischgerichte erinnert etwas an die Schuhsole des Tramps. WARNUNG: Finger weg von den rohen Muscheln! Leider schmecken die Dinge genial und sind auch meistens in Ordnung. Allerdings haben wir an 2 verschiedenen Abenden in unterschiedlichen Besetzungen unsere diesbezügliche Lektion gelernt, und die Nacht und den Folgetag mit ziemlich unangenehmen Folgeerscheinungen verbracht. Für Vegetarier und Fischfans ist die Küche ansonsten wirklich hervorragend, aber unter Berücksichtigung der anderen Punkte gibt es nur ein "eher gut" als Bewertung. Es gibt vier Bars (inklusive der Poolbar). Alle haben eine relativ kleine Karte, aber alle machen so ziemlich alle Drinks, für die sie die Zutaten haben, einfach bestellen. (Auch Banana Daiquiris sind kein Problem ;). Die Qualität der Drinks ist ziemlich vom Barmixer abhängig, bei der Poolbar haben wir "Wandy" zu unserem Favoriten erkoren. Nachteil bei den Getränken: Wein gibt es in den "Sorten" Rot, Rosé und Weiß, die beiden letzteren sind geharzt. Ganz ok, aber nicht auf längere Zeit. Wer wie wir gerne Wein trinkt, sollte am Anfang des Urlaubs einen Supermarkt aufsuchen und ein paar Vorräte anlegen. Als Bier gibt es das "El Presidente". Als Weintrinker können wir darüber leider nicht mehr berichten.
Das Personal ist recht gemischt, was Freundlichkeit betrifft. Von "herzlich" bis zu "lächeln nur gegen Trinkgeld" und hinter dem Rücken der Gäste über sie lästern. Wir haben uns an die Freundlichen gehalten und wurden auch ohne permanentes Trinkgeld geben top bedient. Ein paar Brocken spanisch helfen ungemein, Englisch, Französisch und Deutsch können zum Bestellen aber nicht zur Konversation verwendet werden. Die Rezeption ist allerdings auch in Englisch firm. Die Zimmerreinigung ist top, Unter Tags wird das Bett mit einer Tagesdecke zugedeckt, am Abend wird das Bett wieder aufgedeckt. Immer wieder gibt es neue Handtuch-Kunstwerke, die Minibar (inklusive) wird zweimal täglich aufgefüllt, am Abend gibt es frische Handtücher, wenn man will. Bei Beschwerden gibt es allerdings teilweise mehr Aktionismus als Lösungen, da muss man schon dran bleiben.
Der Strand liegt direkt hinter dem Pool. Palmen spenden Schatten, Liegen gibt es ausreichend - falls nicht können welche vom Pool organisiert werden. Wir haben das Hotel während drei Wochen von relativ leer bis ganz voll erlebt, trotz "Pathologischen Liegenreservierern" war es nie ein Problem, eine Liege zu bekommen. Sowohl am Strand als auch am Pool wird man regelmäßig mit Getränken beliefert. Fruchtsäfte und Wasser haben die Kellner immer mit, aber auch Cocktails und Kaffee können kostenlos bestellt werden. Nebeneinander liegen hier mehrere RIU-Hotels, die durch eine Strandpromenade verbunden sind und durch eine eigene Security kontrolliert werden. Diese lässt auch nur bestimmte Strandverkäufer durch, was die Anzahl überschaubar hält. Am Strand gibt es Hütten von "Scuba Caribe". Dort kann man sich für die inkludierten Wassersportarten anmelden (Paddelboot, Katamaran, Schnorcheln, Surfen) oder auch Ausflüge oder Tauchgänge und -schulungen buchen. In ca. 500 Metern Entfernung, am Ende der Strandpromenade, gibt es die Caribbean Street, eine Straße mit vielen kleinen Läden und wahnsinnig teuren Preisen (trotz Handeln). Hier werden die Urlauber brav ausgenommen. Einige ähnliche Geschäfte gibt es auch gleich neben der Handtuchausgabe. Neben der Poolbar werden Tickets für die Coco Bongo Show/Disco inklusive Transfer verkauft. "Puts Vegas Nightlife to Shame". Wer im Internet bucht, statt bei den Verkäufern, kommt ein paar Dollar günstiger weg. Die Internet-Bewertungen reichen von euphorisch bis vernichtend. TIPP 1: Der kleine Hotelshop in der Lobby ist billiger als so ziemlich alles im Umkreis. Seltsam, aber gut zu wissen. Hier gibt es auch einige Medikamente, auch diese billiger als in der Apotheke in der Caribbean Street. TIPP 2: 2-3 Mal pro Tag fahren kostenlose Kleinbusse in Shoppingcentren (Palmareal und San Juan), einfach an der Rezeption fragen. In beiden gibt es hauptsächlich Luxusware (z.B. Designer-Badeanzüge von EUR 300,- aufwärts). Allerdings gibt es in Palmareal auch das lokale Hard Rock Cafe und einen Supermarkt mit Elektronikabteilung und vernünftigen Preisen. Auch San Juan beherbergt einen Supermarkt, und wer schon immer zu IKEA unter Palmen gehen wollte, wird hier auch zufrieden gestellt. TIPP 3: Geldwechsel ist nicht notwendig. Wir konnten alles mit Kreditkarte (bzw. zur Not in Euro) bezahlen, im Worst Case bekommt man USD als Wechselgeld zurück. Die Umrechnungskurse sind halbwegs OK. Ansonsten braucht man einen Leihwagen oder ein Taxi um zu den nächsten öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen. Viel mehr als Badeurlaub bietet das Hotel nicht, diesen aber durchaus komfortabel.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist nicht sehr tief und recht warm. An einem Ende liegt die Poolbar, diese serviert auch auf Wasserhocker. Wir haben den Pool allerdings nicht genutzt - wir sind ja zu Palmen und Meer gefahren. Da das Hotel nicht auf Kinder ausgelegt ist, gibt es auch wenig Programm dafür (und auch wenig Kinder). Die Animation ist recht ok, aber nicht aufregend. Immerhin ist sie unaufdringlich und man kann ihr leicht aus dem Weg gehen. Am Strand gibt es Hütten von "Scuba Caribe". Dort kann man sich für die inkludierten Wassersportarten anmelden (Paddelboot, Katamaran, Schnorcheln, Surfen) oder auch Ausflüge oder Tauchgänge und -schulungen buchen. Pool und Strand werden täglich gesäubert, je nach Seegang gibt es damit weißen Sand bis zum Wasser oder doch einiges an angeschwemmten Seepflanzen, aber die Playeros geben sich Mühe.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im November 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Herbert |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 59 |

