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Axel & Kerstin (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • März 2011 • 2 Wochen • Strand
Leider nicht ganz die Erwartungen erfüllt
3,7 / 6

Allgemein

Kurz vorweg: Dies soll nicht eine Bewertung im Stil "Deutscher Knauser-Urlauber will Geld zurück" werden, sondern eine möglichst objektive Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der Preis-Leistungs-Relation. Das Hotel vermittelt optisch den Eindruck eines kolonialen Grand-Hotels. Hohe, geschwungene Auffahrt, eindrucksvolle Empfangshalle, livirerte Kofferträger. Die Anlage wirkt gepflegt, ständig wird gereinigt und restauriert. Bei genauem Hinsehen zeigen sich aber dann doch Mängel wie z.B. total verrostete Deckenventilatoren, deren Wirkung eher Lärmentwicklung als Erfrischung ist. Oder das nach Wechsel schreiende Wasser im Bassin des Springbrunnens im Lobby-Abgang. Die gebuchte AIl-In umfasst alle Mahlzeiten und Getränke sowie den Zimmerservice, der aber in der Zeit von 23 - 07 Uhr ein sehr eingeschränktes Angebot bietet. Wer z.B. seinen Tagesausflug vor 07 Uhr beginnt, kann sich kein Frühstück auf's Zimmer kommen lassen, sondern muss sich in der Sports-Bar mit trockenen Sandwiches und Vortags-Croissants begnügen. Das Publikum ist international, vorwiegend US-Amerikaner, Kanadier und Deutsche. Wobei die Nordamerikaner eher jung und die Westeuropäer eher älter sind. WLan-Zugang in der Lobby kostenlos, vor den Mahlzeiten aber stark ausgelastet. Telefonieren per Handy: ca. 3 €/Min, vom Hotelzimmer aus auch nicht billiger. Preis/Leistung: Wer sich auf ein 5-Sterne-Haus freut, der wird enttäuscht sein. Wieder einmal hat ein RIU-Hotel nicht unseren Erwartungen entsprochen !


Zimmer
  • Eher gut
  • Das Zimmer im 3. Stock ist großzügig, sauber und bietet dank gut sortierter Minibar (im Spender Vodka,Gin,Rum,Veterano), Flat-Screen-TV und bequemen King-Size-Bett einen gehobenen Standard. Klima-Anlage arbeitet gut und im großen Kleiderschrank sind ausreichend Bügel vorhanden. Vom Balkon aus sieht man das Meer, die Pools und die geplegte Anlage mit Kaiser-Palmen, Springbrunnen und Zierhecken-Labyrinth. Es riecht recht muffig, was laut Aussagen anderer Gäste in tiefer gelegenen Stockwerken immer extremer wird und bis zum Schimmelbefall führt. Da aus den Schwesterhotels davon nichts berichtet wird, kann es nicht nur an der Luftfeuchtigkeit liegen, sondern lässt eher auf bauliche Mängel des erst in 2006 eröffneten Hotels schliessen.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Es gibt das Hauptrestaurant, in dem Frühstück und Abendessen in Büffet-Form serviert werden, das Strandrestaurant für Spätaufsteher-Frühstück und Mittagessen, sowie 5 "Spezialitäten"-Restaurants. Diese kann mann nur morgens ab 08 Uhr für den gleichen Tag reservieren, was zu einer Schlangenbildung ab ca. 07:30 und Wartezeit von bis zu einer Stunde führt. Komm man später, geht man i.d.R. leer aus. Die Ansteherei lohnt sich allerdings nicht, speziell das "Gourmet-Restaurant" erinnert eher an Disney-Land als an ein gehobenes euröpäisches Haus. Die Auswahl in den Buffet-Resto's ist so lala, erwartungsgemäß wird wenig gewürzt. Man findet aber immer etwas schmackhaftes. Highlights sind die frischen Braten und die Nachspeisen. Reste werden üblicherweise am Folgetag zu Vorspeisen verwertet. Da stark amerikanisiert, wird in den Buffet-Restaurants nicht auf Kleidung geachtet, was zu einem eher unausgewogenen Erscheinungsbild der Gäste führt. In einem Spektrum von Strand-Short und FlipFlop bis hin zum Dinnerjacket findet sich hier alles. Die Weine sind gewöhnungsbedürftig, der chilenische Weiße ist gut gekühlt genießbar. Trinkgelder werden immer und überall erwartet, s.o. also ausreichend kleine Dollars mitnehmen. Die Bars sind gut sortiert, speziell in der Lobby-Bar ist gutes Personal verfügbar. Longdrinks sind kräftig, Cocktails OK bis auf die Pina Colada.


    Service
  • Eher gut
  • Das Personal ist größtenteils freundlich und bemüht, hat in Einzelfällen aber schon die karibische Leichtigkeit verloren. Dies äussert sich insbesonders dann, wenn man mal vergisst, das obligatorische Trinkgekd zu geben. Hier kann es dann dazu kommen, daß man am Folgetag gerne mal "übersehen" wird und sich dann selber versorgen darf. Es gibt aber auch Highlights, wie das Mädel an der Lobby-Bar, die uns schon am 2. Tag unaufgefordert den passenden Digestif serviert. Hauptfremdsprache ist Englisch, an der Rezeption und im Managament sowie im gehobenen Service-Personal wird auch Deutsch gesprochen. Der PR-Manager läuft permanent lächelnd durchs Areal und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden, reagiert aber auf sachlich vorgetragene Kritik eher verhalten und fühlt sich schnell persönlich angegriffen. Die Luft kann man sich also sparen.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt direkt am Strand, ca. 30 Fahr-Minuten vom Airport entfernt. Daher kein Fluglärm, abgesehen von den permanent kreisenden Rundflug-Helicoptern. Man befindet sich in einer reinen RIU-Welt, die z. Zt. aus 4 Hotels besteht, und im Dezember 2011 noch um das neue Top-Hotel RIU Bavaro erweitert wird. Das das Palace jedoch am anderen Ende der Anlage steht, gibt's keine Baulärm-Belästigung. Einkaufen kann man zu überhöhten Preisen (Flasche Body-Lotion 16 US$) in zwei Einkaufs-Straßen innerhalb der Anlage. Hier gibt's den üblichen Strand- und Souvenir-Kram, eine Apotheke, sowie gefakte kubanische oder schlecht gelagerte dominikanische Zigarren (Kein Humidor !!!!). Oder sich per Shuttle mehrmals täglich in eine Shopping-Mall karren lassen. Den Weg kann man sich allerdings sparen, da auch hier keine Schnäppchen zu machen sind. Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit, per Taxi (12$) in den Ort Bavaro zu fahren. Ausflugs-Angebot ist reichhaltig, da gibts für jeden Geschmack etwas, ist aber nicht billig. Beispiel Whale-Watching per Flug: 295 US$/Person


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Animation hält sich in Grenzen, solange man nicht direkt am Strandzugang liegt. Hier ist die mittägliche Merenge-Lektion schon recht laut. Ansonsten werden die Gäste durch Dart-, und Hufeisenwerfen, Bogenschiessen oder Tischtennis kaum belästigt. Einzig die Bingo-Session an der Pool-Bar zur schönsten Zeit (spät nachmittags) empfinden wir als störend. Der Strand ist echt karibisch und im Vergleich zu anderen Hotels sehr großzügig bemessen. Hier liegt man unter Palmen nicht Liege an Liege, sondern findet ausreichend Platz und ruhige Ecken. Kellner laufen mit Getränken. Die Liegen sind unterer Standard, lassen sich nicht komplett flach machen. Bauchlage nur für Gymnasten möglich. Zudem entweder knallhart bespannt oder komplett durchgelegen. Wenn man sich aber am Pool eine Auflage klaut, geht's. "Reserviert" wird kaum. Zum Pool können wir nichts sagen, da der fast ausschließlich von US-Amerikanern befüllt ist, die sich dort ganztägig aufhalten, und zudem per Animation zu albernen Wettkämpfen wie "Wasserballon-Schmeißen" oder "Bier-Ex-Trinken" angehalten werden. Was dazu führt, daß sich Nachmittags ein Film von Schweiss, Sonnenöl, Alkohol und wer-weiß-was-sonst-noch bildet. Überhaupt sollten für diese Art von Gästen die Mahlzeiten gleich im Pool serviert werden :-) Die Abendunterhaltung ist langweilig und niveaulos, kaum jemand hält es bis zum Ende aus. Ab 23:30 kann mann aber in die Disco "Pascha" gehen. Dort gilt das All-In aber nur begrenzt. Jedes Getränk kostet 2 US$, Dienstags und Samstags sogar 5 US$ Eintritt !!


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im März 2011
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Axel & Kerstin
    Alter:46-50
    Bewertungen:2