Das Hotel Royal Village ist eine sehr große Anlage, die sich auf insgesamt 6 Häuser verteilt. Architektonische Bausünden wurden hier glücklicherweise nicht gemacht, auf Betonklötze wurde verzichtet, so dass die Häuser in der Regel zwischen 2 und 4 Stockwerke haben. Laut Angaben im Prospekt verfügt das Haus über insgesamt 200 Zimmer, die als "komfortabel" bezeichnet werden. Das ist durchaus mit vorsicht zu genießen, je nachdem in welchem Haus man untergebracht ist. Ich kann leider keine Angaben zum Alter machen, aber m. E. ist es sicher schon 30 Jahre alt. In dieser Zeit wurden sicher immer wieder Renovierungen durchgeführt. für Behinderte ist das Haus sicher nicht geeignet, da es in Hanglage gebaut wurde und man als Gesunder schon gut bei Kondition sein sollte, um die Neigungen zu überwinden. An der Sauberkeit gab es nichts zu kritisieren, für Kinder ist es in den Ferien sicher paradiesisch im Royal Village, weil es gleich zwei Outdoor-Pools und einen Indoor-Pool gibt. Die Lage des Hotels ist wirklich einmalig. Bedingt durch die Hanglage muss man, wie oben schon erwähnt, gut zu Fuß sein. Dafür genießt man einen traumhaften Seeblick, der doch für manchen Entschädigt. Überdies ist auch ein regelmäßiger Shuttlebus eingerichtet, der unseres Wissens für 1,-- Euro pro Fahrt genutzt werden kann. Die Gästestruktur war zu unserer Zeit gemischt, aber in der Mehrzahl doch Deutsche, dann Italiener und einige andere Nationalitäten. Trotz der negativen Begleiterscheinungen (die Klimaanlage funktionierte offenbar nicht, was uns aber nicht störte, weil wir sie nicht benötigten) war das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung. Wir haben über Ameropa gebucht, die den günstigen Preis anboten: 290, 00 Euro für zwei Personen Halbpension für vier Nächte. Da muss man einfach Abstriche hinnehmen, was freilich nichts daran ändert, dass das Royal Village mit Sicherheit keinen 4-Sterne-Standard bietet. Für einen Kurzurlaub ist das Hotel hingegen sicher empfehlenswert und wir denken auch, dass sich Familien mit Kindern, die nach einem preiswerten Urlaubshotel suchen, mit dem Royal Village gut bedient sind.
Das Zimmer kann nur als "putzig" bezeichnet werden. Ein Umstand, der uns zwar nicht weiter störte, aber dennoch auffiel. Bedingt durch die Größe des Zimmers, war der Kleiderschrank mehr hoch als breit. Er war so hoch wie das Zimmer (ca. 2, 40m). Die Kleidungsstücke konnten denn auch nur mit einem langen Stock heraus balanciert werden. Ziemlich gewöhnungsbedürftig. Der Fernseher war der Größe des Zimmers angepasst, ebenfalls Miniaturausführung, aber immerhin mit einigen deutschen Programmen ausgestattet. Eine (leere) Minibar war ebenfalls vorhanden und ein Balkon (ohne Aussicht). Das Bad ebenfalls erbärmlich klein und mit keinerlei Ablagemöglichkeiten. Alles in allem bei weitem kein 4-Sterne-Standard. Immerhin, die Matratzen war in Ordnung und der Zimmerservice war okay.
Das Essen war leider allenfalls nur durchschnittlich. Das lag jedoch nicht an der Kantinenatmosphäre, die der Speisesaal ausstrahlt, nein, das Essen war für italienische Verhältnisse eher unterdurchschnittlich. Die Buffets waren reichlich, die Auswahl akzeptabel, mehr aber auch nicht. Störend war die Lautstärke im Speisesaal, wo die Gäste auf einer Ebene ohne Trennwände oder optische Unterteilungen wie Blumenkästen usw. unterbgebracht sind. Wie unterschiedlich die Geschmäcker sind, zeigt eine Kritik eines anderen Users, der den Kaffee als "erstklassig" beschrieb. Wie er zu diesem Urteil kommt, ist mir schleierhaft. Der Kaffee, der natürlich aus einem Automaten kommt, war m. E. völlig ungenießbar. Der gräßlichste Kaffee, den ich jemals in Italien trinken musste. Entsprechend schmeckte dann auch der Cappuccino. Ansonsten war das Frühstück mit Rühreiern, Spiegeleiern, Speck, Würstchen usw. gut bestückt, freilich nicht überragend. Vereinzelt kam es auch immer wieder zu Schlangenbildung, weil man sich bei der Arrangierung der Speisen eben auch nicht besonders viel Mühe gemacht hat. Das war beim Abendessen noch auffälliger. Hier wurde meist ein Koch damit beschäftigt, Fleisch, z. B. Schmorbraten in Scheiben zu schneiden und den Gästen auf die Teller zu legen. Das Fleisch war in Ordnung, die Soßen meistens wässrig, die Nudelgerichte nicht der Rede wert. Erfreulich, dass die Getränke (Wasser, Softdrinks, Rot- und Weißwein) beim Abendessen inkludiert war. Während unseres Aufenthaltes Mitte September gab es übrigens "richtige" Gläser, keine Pappbecher. Gut war auch die Möglichkeit, einmal in der hauseigenen Pizzeria essen zu dürfen. Die Pizzeria befindet sich in Haus 3, wo auch die Rezeption ist. Zu bestimmten Saisonzeiten wird wohl auch ein abgespecktes Mittagessen angeboten und Kaffee und Kuchen ebenfalls. Wir waren aber nach der Hochsaison dort, so dass diese Leistungen nicht mehr angeboten wurden. Da wir tagsüber aber ohnehin nicht im Hotel waren, hätten wir diese Dinge sowieso nicht in Anspruch nehmen können.
Der Service ist sehr zu loben. Check-in und Check-out verliefen in Windeseile, die mehrsprachigen Mitarbeiter waren zuvorkommend, freundlich und gab bereitwillig Auskunft auf alle Fragen. Die Zimmerreinigung war ohne Beanstandung. Im Rezeptionsbereich finden sich auch viele schriftliche Infos zu Limone und zum Gardasee.
Das Royal Village liegt in exponierter Höhenlage von Limone, einem der kleinsten, aber dafür auch romantischsten und damit reizvollsten Orte am Gardasee. Die sechs Häuser wurden in einen 40. 000qm großen Olivenhain hinein gebaut. Mit dem Shuttlebus erreicht man in wenigen Minuten den Ortskern. Wir sind immer mit dem eigenen Pkw gefahren, für den wir immer problemlos einen Stellplatz auf dem großzügigen hoteleigenen Parkplatz ergatterten, weil wir den Gardasee in alle Richtungen "abgegrast" haben, überdies befindet sich unten am See ein neues Parkhaus mit erschwinglichen Preisen, so dass man auch einmal mehrere Stunden seinen Wagen dort abstellen kann, ohne Angst um sein Erspartes haben zu müssen. Trotz der Hanglage ist das Hotel in Zentrumsnähe, wo sich reichlich Shoppingsmöglichkeiten finden.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
In der Hotelanlage sind zwei sehr schöne Außenpools und ein Indoorpool. Mitte September war es für ein Bad draußen schon viel zu kalt. Wir nutzten daher einmal das Hallenbad mit einem großen Pool und zwei dazu gehörigen Whirlpools. Leider befanden sich während unseres Aufenthalts keine Liegen im Hallenbad, so dass sich der Aufenthalt auf das nasse Element beschränkte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im September 2008 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Helmut |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 109 |


