Die Anzahl der Zimmer ist ok: nicht zu viel und nicht zu wenig. Verteilt auf 6 Stockwerke. Ab der 2. Etage hat man auch Meerblick. In der 6. Etage werden nur die Stammgäste und die Gäste von "Thomas-Cook-Reisen" untergebracht, nicht aber die "Neckermänner" u.ä.. Wir hatten ein Appartement. Das Schlafzimmer war seperat. Kleine Küchenzeile mit 2 Ceran-Kochplatten, Kühlschrank und dem allernötigsten Geschirr. Wohnbereich mit 2 Couches (etwas schmuddelige Bezüge) und TV (sehr kleines Bild). Dann noch einen Balkon mit Meerblick und Wäscheleine. Das Bad hat normale Größe, allerding wenig Abstellmöglichkeiten. Das ganze Appartement kam mir etwas "abgewohnt" vor. Überall gab es kleinere Mängel. Nichts dramatisches, aber doch eben auffällig. Das Publikum war überwiegend deutschsprachig (Deutsche und Österreicher zu 90 %). Sehr viele Rentner, die im Winter Langzeiturlaub machen und einige Radfahrer, da im benachbarten Iberostar Royal Cristina der große Radkeller ist (dort wollten wir wieder hin, aber es war schon ausgebucht). Da dann in Deutschland in den Bundesländern die Osterferien anfingen, reisten in der zweiten Woche viele Familien bzw. Großeltern mit ihren (Enkel-)Kindern an und es wurde richtig laut und hektisch im Hotel. Zu Beginn der Umstellung auf die Sommerzeit wurde dann auch der abendliche Speisebeginn um eine halbe Stunde auf 18. 30 Uhr nach hinten verschoben. Alles in allem nicht Schlecht, aber auch nicht Hervorragend. Wir werden nächstes Jahr wieder versuchen in das Nachbarhotel zu kommen. Sollte das -wieder- nicht klappen, geht die Welt nicht unter, wenn wir wieder im Royal Playa de Palma landen. Für Familien ist diese Hotel wegen der Geräumigkeit der Zimmer gut geeignet.
Eiges habe ich ja oben schon gesagt. Also unser Appartement hatte eine ausreichende Größe. Der Fernseher war zwar klein, aber es gab eine ganze Menge deutscher Programme. Leider kein Pro7, so dass wir den Box-Kampf zwischen Stefan Raab und Regina Halmich am 30. 3.07 leider nicht sehen konnten. Dafür gibt es dann Sender wie NTV, Bayern3,...? Die Belüftung erfolgt durch eine Kombi-Klima-Heiz-Anlage, soll heißen: man stellt sich die gewünschte Temperatur am Regler selber ein. Dann wird die Raumtemperatur konstant gehalten. Der Kreislauf wird beim Öffnen der Balkontür natürlich unterbrochen. Das Zimmer verfügt auch über ein Telefon. Wir haben einige Ferngespräche mit Deutschland geführt und waren bei der Abrechnung angenehm überrascht: wir hatten mit höheren Tarifen gerechnet. Angenehm hat mich überrascht, dass die Zimmer so gut wie gar nicht hellhörig waren. Man hat nur mitbekommen, dass die Zimmernachbarn zuhause waren, wenn man die Tür hat ins Schloß fallen hören. Sonst Nichts von Nebenan. Sehr schön. Einen Safe kann man gegen Gebühr benutzen. Hierzu erhält man an der Rezeption die nötigen Untensilien. Die Bedienung ist einfach (Zahlencode). Das schöne ist, dass alle Zimmer ab der 2. Etage Meerblick haben. Zur Sauberkeit und zum Service habe ich mich ja weiter oben schon geäußert.
Es gibt einen Speiseraum und eine größere Bar mit Sitzbereich und großem TV. Die Raucher müssen in ein Extra-Bereich (verglast). Hier gab es auch einen PC mit internet-Zugang (gebührenpflichtig). Der Speiseraum erinnert athmosphärisch an eine bessere Kantine, weniger an ein Restaurant. Da ließe sich mehr draus machen. Die Einrichtung scheint auch schon ein bißchen älter. Die Speisen waren gut, manchmal schon kalt. Sehr viel Fisch. Wer genau hingeschaut hat, hat mitbekommen, dass Reste vom Vortag zu Salaten u.ä. verarbeitet wurden. Frisch zubereitete Speisen gab es nur mit langen Wartezeiten (s. o.). Einmal war mein Hähnchenfilet auch nicht durchgebraten, so dass ich es zurückgehen ließ. Das Essen war sich immer sehr ähnlich. Von allem ein bißchen. Typische Themenabende gab es nicht. Zweimal wurde man am Eingang mit einem Schnaps begrüßt. Sonntags gab es immer Sekt zum Frühstück (wer wollte).
Hier liegt das eigentliche Problem des Hotels: im Service-Bereich. Wir wurden bei unserer Ankunft sehr freundlich an der Rezeption empfangen und hatten auch Verständnis, dass um 10 Uhr früh unser Zimmer noch nicht fertig war. Das ist eben so, wenn man sehr früh in Deutschland abfliegt. Aber das restliche Service-Personal (Zimmerreinigung, Speisesaal) ist weit hinter meinen Erwartungen geblieben. Fangen wir bei der Zimmerreinigung an: auch nach 2 Wochen und täglichem Aufwischen, fanden sich noch lange schwarze Haare mitten im Bad oder Wohnbereich, die eindeutig NICHT von uns stammen konnten. Also vom Vor(vorvor)gänger. Die Handtücher, die man wechseln wollte sollten in die Wanne gelegt werden. Das hat soweit auch geklappt, ABER die neuen Handtücher wurden lieblos und nicht ordentlich gefaltet auf die Ablage gelegt. Ich mußte jedesmal erst gucken, ob die wirklich frisch waren. Das sah immer sehr unordentlich aus. Auch die Nachtwäsche beim Bettenmachen wurde einige male lieblos in der Ecke liegengelassen und nicht unter die Decke gelegt. An dem Tag, an dem es Trinkgeld gab, lag unser Nachtzeug in einem großen Knäuel mitten auf der Tagesdecke !? Das kenne ich so gar nicht. Meistens lassen sich die Zimmermädchen etwas einfallen, wenn es Trinkgeld gab: Nachtzeug hübsch hingelegt oder die Handtücher nett gefaltet (als Schwan z. B.). Das fand ich sehr enttäuschend. Jetzt zum Speiseraum: er fasst etwa 300 Personen. Wer also mal etwas später kam, mußte schon warten ehe ein Tisch frei wurde. Da hat sich dann der Ober-Kellner drum gekümmert. Dann konnte ich auch kein Prinzip feststellen, wann es abends Stoffservietten und wann Papierservietten gab. Mal so mal so. Wie sie lustig waren. Frühmorgens öffnete der Speiseraum um 8 Uhr. Da haben sich die Gäste dann verteilt und es kamen nicht alle auf einmal. Das Buffet war jeden Tag gleich: Wurst, Käse, Tomaten, Gurken, warme Beilagen, frische Eier, Eierkuchen, Obst, Marmeladen, Müsli und Gebäck. An der Theke, wo Spiegeleier und Omelettes zubereitet wurden gab es immer eine Riesenschlange, weil die Köche dort einfach nicht in der Lage waren mehr als 4 Spiegeleier gleichzeitig zu machen, auch wenn bereits 10 Personen in der Schlange standen. Die haben stur auf ihre 4 Spiegeleier geschaut bis die fertig waren, sie dann an die Wartenden der Reihe nach verteilt und dann wieder von vorne mit dem Braten von genau 4 Spiegeleiern angefangen. Und das obwohl die heiße Platte Platz für mindestens 20 Spiegeleier hat. Abends an der gleichen Stelle das gleiche Problem: hier wurden Fisch-Filets und Steaks frisch gebraten. Aber immer viel zu wenig auf einmal, obwohl die Möglichkeit für mehr da ist. Beim Abräumen sind die Kellner recht flott. Das wars aber auch. Wir haben morgens bzw. abends manchmal 15 Minuten gewartet ehe sich jemand nach unseren Getränkewünschen erkundigte. Da half auch kein Trinkgeld. Es wird jeder Tisch beispielsweise seperat gefragt, was man Trinken möchte. Dann wird es geholt. Dann erst wird der zweite Tisch befragt um es dann zu holen. Danach dann der dritte Tisch usw.. So sind Die Kellner frühmorgens für jede Kanne Kaffee einzeln gelaufen. Was für ein Aufwand. Gut, dass die Kellner nicht nach Kilometern bezahlt werden. Abends natürlich das Gleiche: Jede Flasche Wasser wurde einzeln geholt. Teilweise haben wir uns unseren Kaffee und unsere angefangenen Flaschen Wein vom Vortag selber geholt. Außerdem empfand ich einige Kellner als sehr arrogant und hochnäsig und sehr unfreundlich. Man hatte teilweise schon "Angst" einen anzusprechen. Die benahmen sich, als wären sie die Gäste und nicht umgekehrt. Sehr unhöflich. Was mich auch gestört hat, weil ich es so nicht kenne, ist, dass das schmutzige Geschirr auf einem großen Wagen mitten durch den Selbstbedienungsbereich geschoben wurde, während wir gegessen haben. Andersherum wurden frische Tischdecken erst gebracht, während wir auch schon aßen. Die Blumendeko wurde einem irgendwann zwischen Vorspeise und Hauptgang auf den Tisch geknallt.
Das Hotel liegt eigentlich noch am Ortseingang von Playa de Palma (In der Höhe zwischen Balneario 9 und 10). In unmittelbarer Umgebung gibt es 2 Supermärkte, ein ärztliches Center, 2 Friseure, eine Autovermietung und einige Bars/Gaststätten. Nicht mit deutschen Gaststätten zu verwechseln!!!: recht einfache Ausstattung. Die Preise sind ok.. Um diese Jahreszeit ist hier abends noch "tote Hose", da die eigentliche Saison FRÜHESTENS zu Ostern beginnt. Man muß schon etwas suchen (oder wie wir aus den Vorjahren wissen), wo man abends noch etwas Trinken gehen kann. Zu Strandpromenade ist es nicht weit und bis ca. 18 Uhr haben dort auch die Geschäfte und Supermärkte auf. Etwas nervig waren hier an der Promenade die Afrikaner, die einem alle 5 Minuten eine "echte" Gucci-, Ray-Ban-, Dior-, usw. Sonnenbrille verkaufen wollten. Mitunter waren die sehr "anhänglich". Vorsicht auch vor den Hütchen-Spielern, denen leider immer noch nicht das Handwerk gelegt wurde. Ich kann gar nicht verstehen, dass es immer noch Leute gibt, die trotz aller Warnungen hier ihr Geld verspielen.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Welche Unterhaltung? Jeden Tag Bingo spielen? Mal nachmittags mal abends. Mehr war da nicht. Kinderbetreuung: Fehlanzeige. Im Swimming-Pool war zwar schon Wasser, aber es war viel zu kalt. Das Hallenbad wurde von den Familien mit Kindern ausgiebig genutzt, so dass man dort auch nicht in Ruhe seine Bahnen ziehen konnte. Alles in allem finden Sport und Unterhaltung definitiv NICHT statt. Man ist auf sich selbst angewiesen. In der Bar gibt es noch einen Billard-Tisch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im März 2007 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christiane |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 5 |


