Dazu ist in diesem Forum schon alles gesagt (Details s. unten). Dennoch würde ich im Rahmen eines weiteren Mallorca-Urlaubs dieses Hotel durchaus noch einmal wählen. Die Frage ist halt immer: ist's woanders wirklich entscheidend besser? Spannend wäre es durchaus zu wissen, wie dieses Hotel in der Hochsaison mit den vielen kleinen Engpässen umgeht (Warteschlangen, lausige Klimaanlage, noch mehr Stress für's Personal, Platz am Pool etc.). Naja, und nicht zuletzt entscheidet immer auch die persönliche Anspruchshaltung über die Qualität des Erlebten. Ich brauche keinen Badebutler oder Ticketservice, dafür gibt's ja die 5*-Häuser. Aber ein wenig mehr von den Dingen, die kein oder kaum Geld kosten (Lächeln! Billardkreide für 1,50€ etc.) sollten sich endlich auch mal ab 3* aufwärts etablieren.
Das Gute zuerst: die DZ mit "garantiertem Meerblick" haben tatsächlich einen tollen Blick, trotzdem der Querbau die Sicht Richtung Palma versperrt. Strandabwärts kann man jedoch (zumindest aus dem 6. Stock) die ganze Bucht überblicken. Die Zimmer sind ausreichend groß, es gibt Couch + Tisch und einen Flachbild-Fernseher mit den gängigsten deutschen Programmen. Alles hell und freundlich eingerichtet und scheinbar erst kürzlich renoviert. Die Minibar kühlt laangsaaam aber sie kühlt. Lagern Sie Ihre Getränke besser schon am Vortag ein! Das Bad ist sauber, es gibt einen Fön und einen Duschkopf mit Schlauch (auch nicht selbstverständlich!) sowie einer Heizlampe an der Decke, die jedoch... ...Ja, und hier kommen sie wieder, die fiesen kleinen Details: was taugt eine Heizlampe, die nach exakt 45 Sek. wieder aus geht (ich hab's mal gestoppt)? Richtig: sie taugt nix. Strom sparen ist wichtig, aber bitte nicht bei einer Heizlampe. Ein Intervall von, sagen wir, 10 Minuten wäre angemessen. Oder was weiß ich, wie lange die durchschnittliche Duschdauer des gemeinen Europäers ist... Und warum bitte hat ein fensterloses Bad keinen Ventilator oder keine Lüftung? Wie soll dann der Dunst (sichtbar oder unsichtbar ;-) verschwinden? Tipp: immer schön die Bad-Tür und die daneben befindliche Zimmertür offen lassen. Das verstört zwar eventuell vorbei laufende Gäste, die sich gerade auf dem Weg zum Essen befinden, aber wenigstens haben SIE dann reine Luft! Soll Iberostar halt einfach einen Ventilator einbauen und gut is'. Dann die Klimaanlage: dass sie bei geöffneter Balkontür automatisch aus geht macht ja Sinn. Dann möge sie bei geschlossener Balkontür aber bitte auch auf höchster Stufe um so ordentlicher kühlen! Leider tut sie es nicht, die Kühlleistung ist grotesk schlecht! Ich will mir gar nicht ausmalen, wie stickig es im Hochsommer sein mag, wenn es sich schon Ende Oktober bei 21 Grad Außentemperatur in den Zimmern nicht ordentlich abkühlt. Auch hier sind's also wieder die vielen kleinen Schludrigkeiten, die in der Summe nur 4,5 Sonnen scheinen lassen.
Man wird satt, so viel ist sicher. Als Süßspeisen-Fan muss ich allerdings einem Mit-Bewerter recht geben, dass die Nachtische samt den Küchlein doch arg cremelastig sind. Wie auch immer, es gab vier Sorten Eis, eine Sorte flambierte Früchte und jede Menge Frischobst, das ist ok. Auch mangelt es nicht an warmen Speisen, wenngleich es durchaus oft an einer plausiblen Kennzeichnung gebricht (s. auch Foto zu dem Thema). Nudeln erkennt man ja noch, aber bei so manchem Fleisch/Fischstücken wäre einfacher, sie mit "Cordon Bleu" oder "Butterfisch mit Kräutersoße" zu benennen, anstatt das Ganze mit "Schwein-Mehl-Öl" oder "Fisch-Wasser-Gewürz" zu betiteln. Was soll das? MISERABEL sind die Cocktails an der Bar! Sie enthielten keinen Alkohol, obwohl sie das hätten tun sollen. Einmal mehr trägt das Bar-Personal zum Bewertungs-Abzug bei, denn es behandelte unsere Reklamation schlichtweg mit Schulterzucken. Streichen Sie also in dem Zusammenhang das "Gast" aus Gastronomie. Cocktails bekommen Sie woanders bessere, z.B. im mg-Café ein paar Strandabschnitte weiter runter.
Die Holländer an der Rezeption waren ok, das spanische Zimmerpersonal freundlich. Unser Safe hatte mehrmals einen Wackelkontakt, der immer zügig behoben wurde. Das Restaurant-Personal war emsig, aber bei permanentem Andrang auch schnell ausgelastet. Restaurant-Platzanweiser Antonio hatte jedoch trotz Stress immer ein Lächeln auf den Lippen. Das bewirkt schon eine Menge! Und wenn sich der bräsig-deutsche Pauschal-Tourist auch mal bemüht, die Getränkebestellung auf radebrecht-Spanisch abzugeben und nicht immer und überall Deutsch voraussetzt, kann man sogar der einen oder anderen Kellnerin ein Lächeln abgewinnen. Lächeln... lächeln... lächeln... das gilt in der 5*-Top-Hotellerie fast überall als Markenzeichen und wichtigstes Kriterium. Und das Schönste: es kostet nichts! Richtig genervt hat aber die Tatsache, dass es im Speisesaal ZU WENIG Plätze gibt: an 4 von 7 Abenden stand von 18:00 bis 19:30 Uhr durchweg eine Traube wartender Gäste vorm Speisesaal! Stichwort Billardtisch: es gibt einen in der Bar. Es fehlte allerdings die Kreide. Den zahlreichen Kids, die einfach nur drauf los holzen ist das wurscht, aber für einigermaßen ernsthaft Billard-Interessierte tut so ein Stückchen Kreide einfach mal not... sonst rutscht man bekanntlich ständig ab. Gefragt nach einem Stück Kreide an der Rezeption hieß es: "müssen Sie fragen an die Bar". Gefragt an die Bar hieß es: "keine Kreide, nada". Gefragt, was nun mache, hieß es: "musse spiele ohne Kreide". SO EINE Antwort gehört nicht in ein 4*-Hotel (s. auch Gastronomie). Tipp an Iberostar: immer ein Stückchen Kreide parat haben für Gäste, die explizit danach fragen und älter als 16 Jahre sind... auch DAS kostet nicht die Welt und verdirbt den erwachsenen Gästen nicht den Spaß. All diese Kleinigkeiten summieren sich zu einem Ganzen - deshalb auch nur 4 Sonnen. Ausserhalb der Hotelbewertung, aber trotzdem an dieser Stelle erwähnt sei der mauligste, selbstgefälligste und rotzigste Spanier, den wir in dieser Woche getroffen haben: Manuel Lopez Vito von Europcar gegenüber. WAGEN SIE ES NICHT, ihn mit allzu schnellem und komplexem Deutsch anzusprechen, sonst können Sie was erleben! Testen Sie's... wir haben uns jedenfalls geärgert (schon wieder!) und postwendend nebenan bei Thomas Cook über den Kerl beschwert. Susanne von Thomas Cook meinte nur schulterzuckend: "so isser halt, der Manuel".... Ok, aber bitte nicht in meinem Urlaub, comprende!?
Top-Lage für einen Strand-Urlaub. 50m vom Strand entfernt (selbst auf dem Zimmer hört man das Meeresrauschen) und nach hinten liegt ist die Durchgangsstraße, an der sich Autovermietungen, Supermarkt und Reisebüro befinden. Ein Taxi in die Altstadt kostet ca. 18€, Buslinie 15 zuckelt in 45-60 Minuten für 1,10€ dorthin. Mit Buslinie 20 soll's übrigens ein wenig schneller gehen (haben wir aber nicht getestet). Für 3,50€ kann man mit der Bimmelbahn von Ballermann 1 bis 15 (incl. 1x aussteigen) die Strandstraße rauf unter fahren. Unterhaltungsmöglichkeiten, nun ja... wir waren exakt zu Beginn der Nachsaison dort, so dass viele Etablissements schon geschlossen hatten. Also besser die Kritik von Jemandem aus der Hochsaison lesen. Eins ist natürlich klar: einen Architekturpreis hat die Playa de Palma nicht verdient: in den 70ern und 80ern durfte halt jeder bauen wie er will und die Läden und Restaurants entlang der Promenade stellen schon einen lustigen Gegenentwurf zu den Chanel- und Gucci-Boutiquen der Innenstadt dar. Aber das ist ok, weil man das ja auf Malle an der Stelle auch so erwartet. Und immerhin gibt's ja die einschlägigen Amüsiertempel wie Megapark, Oberbayern und wie sie alle heißen. Aber nochmal: in der Nachsaison ist dort tote Hose. Es bleiben also nur die bekannten Hotspots in Palma Stadt (Abraxas, Tito's etc.)
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Internet kostet 5€/halbe Stunde oder 7€/ganze Stunde. Fotos hoch laden und an Freunde verschicken ist nicht möglich. 10 Minuten entfernt gibt's einen Fahrradverleih (7€ pro Tag). Ansonsten kann ich zu dieser Kategorie nix beitragen, da wir außer an einer Quiz-Show in der Hotelbar (incl. schlechter Cocktails!) an nichts anderem teilgenommen haben und auch keine Kinder dabei hatten. Aber es existieren sowohl Pool und Hallenbad und natürlich der Strand, ebenso wird eine Mini-Disco geboten. Deshalb und nicht zuletzt zu Gunsten des Gesamtschnitts gibt's hier 5 Sonnen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Lars |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


