Es wird zwar vielerorts die Freundlichkeit gelobt, aber ich halte das für ein aufgesetzt. Nett ja, jedoch hatten wir immer das Gefühl, es ist professionelle Freundlichkeit, die nicht von Herzen kommt. Für diese Thesen sprachen auch jede Menge Kleinigkeiten am Rande, die uns in der Summe aufgefallen sind, aber nicht den Urlaub vermiest haben (wäre ja noch schöner ;o) Es gibt z.B. an jeder Ecke Hinweise (mündlich oder auf Schildern), was man alles NICHT darf. Dem gegenüber steht kein einziges Willkommen-Schild. Das mag nicht wichtig sein, zeigt aber, welcher Geist da herrscht. Das ist nämlich die Seniorchefin. Sie ist extrem bissig und unfreundlich. Ich habe einmal miterlebt, wie sie eine Urlauberin zusammengestaucht hat, weil diese ein Handtuch aus dem Zimmer an den Pool mitgenommen hat. Diesen Ton hätte sie sich mit mir oder einem unserer Kinder nicht erlauben dürfen... Ergebnis: Das Personal hat Angst vor den Chefs. Das geben sie gerne zu und das stört die Atmosphäre erheblich. AI-Urlaub bekommt na in der Türkei oder Nordafrika besser, Griechenland bekommt na in kleinen Pensionen oder einem Appartement besser.
Einfach eingerichtet, jedoch funktional, geräumig und gut gereinigt (außer sonntags). Klimaanlage koset allerdings 5,-/Tag extra.
Die Hotelbar schließt um 23 Uhr - das ist schon sehr früh. Direkt nach 23 Uhr bekommt man gegen bares etwas, doch sobald fertig aufgeräumt ist geht der Rolladen runter. Als wir mit 10 Personen auf der Terrasse saßen, wurden unsere Tochter und ein befreundetes Mädchen nicht mit ihrer ganzen Bestellung an der Bar bedient (nur 2 Getränke pro Person). Ich habe dem Barkeeper gesagt, dass er das mit meiner Tochter nicht machen soll. Als es am nächsten Tag wieder so lief, sind wir in die Bezahl-Bar gegangen. Die Bar-Austattung (auch der gegen Bares) war sehr dürftig. Kein Sekt... Die Poolbar am Wasser wurde überhaupt nicht betrieben. Positive Überraschungen gab es keine. Wir haben in anderen AI-Urlauben erlebt, dass es zu den Mahlzeiten oder auch zwischendurch ein Goodie gab, Eis für die Kinder oder eine Spezialität des Landes. Mit Ausnahme eines Mars-Eis eines Nachmittags im Ilios Fehlanzeige. Das Essen war einfach und gut - jedoch sehr berechenbar und auf Dauer monoton. Einen Morgen gab es Rühreier, dann Spiegeleier, dann gekochte Eier - und dann wieder von vorne. Mit dem Gemüse mittags liesse sich das ähnlich aufzählen.
Es war nicht möglich, aufs Zimmer anzuschreiben, etwa, als wir an der All-inklusve-Bar um 23.10 Uhr noch etwas trinken wollten. Obwohl längst bekannt, mussten wir aufs Zimmer, um Geld zu holen. Generell gewann ich den Eindruck, dass hier an jeder Ecke gespart werden soll (... welcher Geist...). Das ist ja grundsätzlich kaufmännisch legitim, jedoch sollte man das seine Gäste nicht so deutlich spüren lassen. Kleines Beispiel für Geiz? Wir kamen gegen Mitternacht an und bekamen pro Kopf ein Sandwich in die Hand gedrückt - Wasser jedoch mussten wir kaufen - die Bar war ja längst geschlossen. Noch ein Beispiel? Am Sonntag werden die Zimmer nicht gereinigt. Die Putzfrau brauche schließlich auch mal einen freien Tag. Nanu?
Kos ist wunderschön, das Hotel liegt etwas ab vom Schuss, dafür krähen morgens die Hähne, das ist sehr sympathisch. Zu Strand ist es zu Fuß weit (muss man mögen), es gibt jedoch Shuttlebusse des Hotels. In direkter Umgebung gib es außer einem kleinen Laden nichts, in etwa 400 metern Entfernung kommt dann ein Riesen-Supermarkt mit allem und die Straße zum Meer, gesäumt von Restaurants und Shops - jedoch die Hälfte leer stehend, die Krise lässt grüßen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zwei Pools ok, Kinderbecken auch, mehr aber auch nicht. Zur Unterhaltung Billard, vereinzelte Spielautomaten - und viel Eigeninitiative.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Guido |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


