Wir haben Mitte August zu zweit (Mutter/Tochter) eine Woche im Hotel smartline La Santa Maria in Calla Millor verbracht. Neben dem Hotel La Santa Maria gibt es noch das Hotel La Santa Maria Playa sowie die Apartamentos La Santa Maria, die in direkter Nachbarschaft zueinander liegen. Das von uns gebuchte 3 Sterne Hotel verfügt über 120 Zimmer, die größtenteils frisch renoviert sind. Zu unserer Reisezeit waren überwiegend deutsche Gäste im Hotel darunter mehrheitlich junge Leute, Familien und Pärchen. Vorab ist, in Anlehnung an die Bewertungen einiger Vorredner, zu sagen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut in Ordnung ist. In vielen 3 Sterne Hotels, in denen wir bereits waren, lag das Niveau über dem von 3 Sternen. Dies ist beim La Santa Maria nicht so, dennoch entspricht es im Großen und Ganzen unseren grundsätzlichen Erwartungen, die wir an ein 3 Sterne Hotel haben. Wer entsprechende Leistungen und Standards erwartet, die hier zum Teil nicht erfüllt und daher kritisiert werden, sollte beim nächsten Mal ab 4 Sternen buchen. TIPP Strand: Der zum Hotel nächstgelegene Strand war zu unserer Reisezeit relativ überfüllt. Folgt man der Promenade in Richtung Süde, finden sich Strandabschnitte, an denen verhältnismäßig wenig los ist und die Schirme nicht dicht an dicht stehen. Besonders schön ist der Strand bei Beobachtungsturm Nr. 4 der Rettungsschwimmer (Nummern stehen seitlich auf den Türmen). Die Miete für einen Sonnenschirm und zwei Liegestühle beträgt in Calla Millor derzeit für den Tag 12,60 €. Duschen und WCs sind nur zum Teil vorhanden. TIPP Promenade/Spaziergang: Folgt man der Promenade in Richtung Norden gelangt man nach Cala Bona. Während die parallel zur Fußgängerzone verlaufende Strandpromenade zwar schön, aber recht eintönig gestaltet ist, wandelt sich das Bild in Richtung Norden. Das Ufer wird steiler und felsiger, die Promenade schlängelt sich entlang des Wassers und es fallen einem die vielen alten Bäume auf, die dort stehen.
Die Zimmer sind wie zu Beginn beschrieben neu renoviert. Im Bad hochwertige Amaturen und eine ebenerdige Regendusche. Teilweise leider mangelhaft verbaut. Der Wasserhahn am Waschbecken ist zu kurz bzw. zu weit am hinteren Rand des Beckens angeordnet. Föhn ist vorhanden. Im ganzen Zimmer gibt es keine Schubladen. Möbel sind neuwertig. Keine Minibar/Kühlschrank. Klimaanlage vorhanden. Die Größe des Zimmers ist absolut ausreichend. Die Fernbedienung kann für 10 € Pfand an der Rezeption ausgeliehen werden. Ohne Fernbedienung lässt sich der Fernseher lediglich anschalten. Weder Lautstärke noch die Programme können verändert werden. Wer den Fernseher nutzen möchte, leiht sich die Fernbedienung. Geld erhält man bei Rückgabe wieder zurück. Safe vorhanden, wurde jedoch von uns nicht genutzt. Der Balkon verfügt über einen kleinen Wäschetrockenplatz.
Beim Thema Gastronomie scheiden sich bezüglich dieses Hotels anscheinend die Geister. Wir hatten Halbpension gebucht, was völlig ausreichend war. Die Getränke müssen selbstverständlich, wie bei gebuchter Halbpension üblich, bezahlt werden. Im La Santa Maria werden die Getränke in bar kassiert, d. h. die Getränke auf die Zimmernummer schreiben zu lassen und am Ende des Urlaubs die volle Summe zu zahlen, scheint hier nicht üblich zu sein, was auch nicht weiter tragisch ist. Die 0,2 Liter Softdrinks kosten jeweils 1,80 €. Es gibt insgesamt drei Speisesäle, die von einem Eingang aus hintereinander gereiht sind und nacheinander durchlaufen werden können. Im vorderen und hinteren Speisesaal stehen jeweils dieselben Vor- und Nachspeisen. Im mittleren Speisesaal befindet sich das Buffet mit den Hauptspeisen. Beim Frühstück befindet sich im mittleren Saal entsprechend eine Auswahl an überwiegend herzhaften Eierspeisen (Rührei/Spiegelei/hartgekochte Eier täglich, Pancakes/Pfannkuchen 1-2 Mal pro Woche) und den dazugehörigen Beilagen (Speck etc.). Während die Gäste in anderen Hotels, insbesondere abends, teilweise in Schichten für das Essen eingeteilt werden, um die Menge an Personen bewältigen zu können, kann im La Santa Maria jeder individuell seine Essenszeit bestimmen. Dies führt insbesondere beim Abendessen zu überfüllten und teilweise bis auf den letzten Platz besetzten Essenssälen, sodass nicht jeder immer einen Platz zu seiner Wunschzeit bekommt und warten muss. Es muss allerdings dazu gesagt werden, dass dies i. d. R. nur zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr der Fall ist. Entweder man ist pünktlich um 18:30 Uhr vor Ort und reiht sich in die Warteschlange (!) vor dem Essenssaal ein oder man geht erst eine Stunde später zum Essen. Bei Letzterem ist der "Ansturm" vorbei und es geht insgesamt weniger hektisch in den Sälen zu. Dies ist dann auch die Zeit, in der die Kellner so langsam wieder mit dem Abräumen hinterherkommen. Neben den drei Sälen gibt es eine improvisierte Terrasse. Hier wurde ein Teil des Außenbereichs in der Nähe des Pools durch Pfosten abgegrenzt und dem Speisesaal zugeordnet. Wenig ansprechend und ungemütlich. Hier muss auf jeden Fall nachgebessert werden. TIPP: Es lohnt sich in den dritten, hintersten Speisesaal zu gehen, da dort insgesamt weniger los ist, da die meisten Urlauber die beiden vorderen Speisesäle besetzen. In dem hintersten Speisesaal sind zudem die schönsten Plätze zum Essen. Es gibt eine Reihe mit Tischen für jeweils zwei Personen entlang der Fensterfront mit Blick auf den Pool. Unserem Geschmack hat das Essen im Hotel leider nicht entsprochen. Es gab jeden Abend eine Auswahl an verschiedenen Salaten und Desserts sowie frischem Obst (Melone, Ananas, Bananen, Äpfel etc.). Teilweise waren die Speisen wenig appetitlich angerichtet und schmeckten fad. Aioli war allerdings sehr lecker :-) Beim Hauptspeisenbuffet gab es jeden Abend eine Kartoffel- sowie Nudelbeilage (Pommes, Wedges, Kartoffelsticks etc. sowie jeden Abend eine andere Sorte Nudeln) mit stets den gleichen beiden Soßen. Tomaten- und Hackfleischsoße mit kaum bis gar keinem Hackfleisch. Die Nudeln waren recht fettig/ölig und hatten einen seltsamen Geschmack. Die wenigen Male, wo wir Fleisch gegessen haben (es gab immer eine Auswahl an Fisch, Geflügel, Rind, Schwein), war es lecker, zart und saftig. Aber jeden Tag braucht man es nicht. Desserts schmeckten teils viel zu süß und künstlich. Das Frühstück war ok. Die Brötchen hätten besser sein können. Teilweise wie Papier und schmeckten wie vom Vortag. Die Hygiene im Speisesaal war leider nicht akzeptabel. Zum Teil dreckiges Besteck und häufig dreckige Teller. Man nimmt sich einen Teller vom Stapel und greift auf der Unterseite als erstes in irgendeinen Essensrest. Was auch nicht ok ist, dass sich das Personal während der noch laufenden Essenszeiten am Buffet bedient. Wir finden es gut, dass das Personal vom Buffet essen darf und dadurch nicht allzu viele Reste entstehen, aber vor den Gästen ist das nicht in Ordnung. Nach den offiziellen Essenszeiten gerne.
Der Service ist insgesamt als gut bis sehr gut zu bewerten. Das Personal ist durchweg freundlich. An der Rezeption wird den Urlaubern gerne auf deutsch weitergeholfen. Die Deutschkenntnisse des Restaurantpersonals sind für die Getränkebestellung ausreichend, wobei ich der Meinung bin, dass zumindest in diesem Umfang Sprachkenntnisse in Spanisch oder Englisch vorhanden sein sollten, statt krampfhaft auf Deutsch auf die Leute einzureden wie es manche Urlauber gerne tun. Die Damen von der Zimmerreinigung verstehen weitestgehend nur Spanisch. In seltenen Fällen auch Englisch. An der Zimmerreinigung gibt es grundsätzlich nichts zu bemängeln. Lediglich die Plastiktüten mit der Aufschrift "Steril", in denen die Zahnputzbecher zur Ankunft verpackt sind, könnten eingespart werden. Da ist nix steril dran. Am ersten Tag direkt ein Haar am Zahnputzbecher gefunden. Nein Danke! Fast täglich kommt eine Vertreterin des Reiseveranstalters für einen sogenannten "Ferien-Informations-Treff" ins Hotel. In der Lobby gibt es einen Briefkasten für die Urlaubspost und es besteht die Möglichkeit das dortige WLAN kostenfrei zu nutzen. Die Qualität des WLANS ist ausreichend. In den Zimmern gibt es hingegen keinen WLAN-Empfang.
Die Lage des Hotels ist top. Es liegt mitten im Zentrum von Calla Millor unmittelbar am südwestlichen Ende der Carrer Cristofol Colom, der Fußgängerzone des Urlaubsortes. Der Strand ist innerhalb von 5-10 Gehminuten erreichbar. Auf dem Weg zum Strand kommt man auch an der örtlichen Touristeninformation vorbei. Direkt gegenüber des Hoteleingangs befindet sich ein Restaurant bzw. eine Bar mit großer Außenterrasse. Unser Zimmer war südwestlich ausgerichtet. Dort befindet sich der Hotel Pool und der durch eine Mauer sowie eine Straße abgetrennte "Fantasy Park", ein Spaßpark für Kinder mit Hüpfburgen und einer Go-Kart Bahn. Die abendliche Animation am Pool und der Betrieb der Go-Kart Bahn gehen bis maximal 24:00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es in den in diese Richtung ausgerichteten Zimmern entsprechend laut. Nichts für zartbesaitete Menschen, die nach dem Abendessen gerne ihre Ruhe haben möchten. Wir waren meistens noch auf der Fußgängerzone unterwegs, die von Restaurants und Bars, Cafés bis hin zu Supermärkten, Souvenirshops und Bekleidungsgeschäften auch zu späterer Stunde keine Wünsche offen lässt. Auch die verkehrliche Anbindung ist sehr gut. Direkt am Hotel gibt es mehrere Bushaltestellen (Linienbus, Mini-Tren-Touristenbus, Safari-Bus), eine Taxistation sowie einen Ausgangspunkt für Kutschfahrten und diverse Auto- und Fahrradvermietungen. Die Lage ist damit ideal für Urlauber, die ihren Urlaub "aktiv" gestalten wollen und neben dem wunderbaren Strand nicht auf Shopping und Nightlife verzichten wollen. Für Ruhesuchende ist die Lage daher eher suboptimal.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da wir jeden Tag am Strand waren, können wir diese Kategorie nicht ausführlich bewerten und nur von dem Gesehenen ausgehen. Der Pool ist relativ klein, besitzt aber einen abgetrennten Nichts-Schwimmer-Bereich. Am Pool gibt es zudem einen Kinderspielplatz und eine Bühne, auf der Abends verschiedene Shows einschließlich Mini-Disco veranstaltet werden. Zudem gibt es ein kleines Hallenbad, was allerdings nur wenig ansprechend ist, was evtl. auch an der Jahreszeit liegen mag. Die Pools machen allgemein einen sauberen Eindruck. Es sind zwei Bars vorhanden. Eine Poolbar und eine an die Lobby angrenzende Bar. In der innenliegenden Bar haben sich kaum Gäste aufgehalten. Sie wurde überwiegend als Durchgangsbereich zum Pool genutzt. Das Raumklima dort war fast unerträglich, was evtl. durch das angrenzende Hallenbad bedingt war. Die Bar ist durch eine Glastür von der Hauptlobby getrennt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Larissa |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |
Danke für Ihren Besuch


