Das Hotel ist wie ein Bergdorf gebaut und rein optisch sehr ansprechend. Bedingt durch die starke Hanglage sind die oberen Bungalows am besten mit dem Minibus zu erreichen, der 24 Stunden verkehrt. Dies ist jedoch durch den hervorgerufenen Lärm nachts recht störend. Insgesamt ist die Anlage schon sehr in die Jahre gekommen und im renovierungsbedürftigen Zustand. Die Gäste kommen zum größten Teil aus England und Italien. Dementsprechend ist auch die Animation auf diesen Besucherkreis ausgerichtet. Es waren auch einige Deutsche in dem Hotel, allerdings nicht so viele. Der Altersdurchschnitt der Gäste lag bei 30 - 40 Jahre. Durch die starke Hanglage und die zahlreichen Treppen ist die Anlage aus unserer Sicht nicht behindertengerecht. Bei Besichtigung des Hotels Horizon Beach Resort, das genau die gleiche Sternezahl hat wie das Lagas, stellten wir fest, daß zwischen diesen beiden Häusern Welten lagen. Wir würden jederzeit wieder nach Kos fahren, aber nie wieder in das Lagas. Zudem ist auch der Ort Mastichari sehr viel beschaulicher und ursprünglicher als Kardamena.
Bei uns im Zimmer herrschte zwei Wochen lang ein muffeliger Toilettengeruch, der auch durch ständiges Lüften nicht beseitigt werden konnte. Hieran hat sich das Hotel allerdings nicht gestört. Der Geruch wurde auf das Putzmittel geschoben. Unseres Erachtens lag das aber auch an den alten Sanitäranlagen. Die Klimaanlage war schon sehr betagt und fiel dementsprechend häufig aus. Die Fernbedienung für die Klimaanlage konnte man eigentlich nur mit der Kneifzange anfassen. Insgesamt machte die Klimaanlage auch keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. Auch hatten wir häufiger nette Besucher (Kakerlaken). Die vor den Betten liegenden Läufer mußten wir erst einmal entfernen, da diese wohl noch nie eine Reinigung erfahren hatten und dementsprechend speckig aussahen.
Das Essen war insgesamt recht gut. Dies gilt insbesondere für die Vorspeisen. Die Hauptspeisen waren manchmal etwas lieblos angerichtet und nicht sehr landestypisch. Insgesamt war aber für jeden immer etwas dabei. Hervorzuheben sind die Brötchen und das Brot, die wirklich hervorragend schmeckten und mit deutschem Mehrkornbrot und -brötchen gut mithalten können. Das Hotel hat eine eigene Bäckerei. Die Kellner wirken bis auf wenige Ausnahmen recht gelangweilt und sind sehr ernst.
Mit der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft im Hotel ist es nicht weit her. Dieses wird an folgenden Beispielen deutlich: Eine Dame an der Rezeption fuhr einen dermaßen an, nur weil man auf der Suche nach einer Toilette aus Unwissenheit auf den Bürobereich zusteuerte. Am Abreisetag kam unser Transferbus zum Flughafen nicht. Dadurch bedingt mußten wir unseren Reiseveranstalter anrufen. Wir sprachen die Dame an der Rezeption an und baten sie, das Telefongespräch führen zu dürfen. Das Hotel sah sich nicht in der Lage, die Telefonkosten für das Gespräch mit dem Reiseveranstalter zu übernehmen und stellte uns 0,96 € in Rechnung. Auf unsere Nachfrage nach Service für uns als Gäste bekamen wir nur ein Schulterzucken zur Antwort. In der Snackbar am Pool, die bis 15.00 Uhr geöffnet ist, war es an der Tagesordnung, daß den Gästen, die noch beim Essen waren, schlag 15.00 Uhr der Teller hochgehoben wurde, um die Tischdecke zu entfernen. Dabei wurde keine Miene verzogen, denn Feierabend ist Feierabend. Die Zimmerreinigung erfolgte nicht sehr gründlich.
Der Strand ist duch eine stark befahrene Uferstraße (und nicht wie im Katalog angegeben wenig befahrene Uferstraße) vom Hotel abgetrennt. Vom Hotelstrand waren wir sehr enttäuscht. Er ist sehr schmal und die Straßennähe wirkt sehr störend. Jenseits des Bereiches der Liegestühle geht der Strand in einen Naturstrand über, so daß der Bereich, in den man sich legen kann, nicht besonders groß ist. Wenn man so wie wir einen eigenen Sonnenschirm mitbringt, ist man platzmäßig schon sehr eingeschränkt. Positiv anzumerken ist, daß der Strand sehr sauber und das Wasser sehr klar ist. Zum Ort mit zahlreichen Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten benötigt man zu Fuß etwa 20 Minuten. Der Weg ist allerdings sehr unangenehm, da es keinen Bürgersteig gibt und die eine Straßenseite abends sehr schlecht beleuchtet ist. Man muß aufpassen, daß einem nicht der Popo abgefahren wird. Man kann allerdings auch den stündlich verkehrenden Bus nehmen, der recht preiswert ist (ca. 1,50 €). Die Haltestelle befindet sich gegenüber vom Hotel. Das Taxi kostet 5 €. Der Ort ist duch das junge englische Publikum abends sehr schrill und laut. Am Hafen weiter durch gibt es etliche sehr schöne Bars mit einem reichhaltigen und preiswerten Cocktailangebot. Dort ist es auch sehr viel ruhiger und angenehm. Allerdings muß man den lauten Bereich erst einmal hinter sich lassen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sportangebot haben wir nicht genutzt. Die hoteleigene Disco war immer abgeschlossen und konnte daher gar nicht genutzt werden. Die Abendanimation haben wir uns einmal angesehen und waren davon nicht sehr begeistert. Sie war überwiegend auf das englische Publikum zugeschnitten. Den Pool haben wir nicht genutzt, hörten jedoch, daß die Wasserqualität nicht sehr gut sein soll und einige Leute möglicherweise davon eine Mittelohrentzündung bekommen habne. Die Toiletten am Pool waren eine Zumutung: Eine von drei Toiletten war immer unbenutzbar, da die Glühbirne in den 14 Tagen, in denen wir da waren, defekt war und nicht ausgetauscht wurde. Die anderen Toiletten waren dermaßen verdreckt, daß man besser auf die Benutzung verzichtete. Die Toiletten wurden wohl auch nur zweimal am Tag gereinigt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sabine & Christian |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 3 |


