Einreise ohne lange Wartezeit, kurzer Transfer, 3 weitere Hotels wurden angefahren. Erstes erstaunen über den Zustand dieser Häuser. Letztendlich blieben 2 Paare übrig die im Hotel Melia Las Americas abstiegen. Schnelles einchecken. Guter erster Eindruck, Lobby mit schönem Blumenschmuck, Main Bar, Sitzgelegenheiten soweit alles OK. Blick aus dem Fenster des Zimmers - der erste Schock man blickt auf eine Art schäbigen Innenhof – aber wir werden ja nicht oft am Zimmer sein. Wir haben das Hotel wegen der vielen positiven Bewertungen gebucht darum schreibe ich nach langem wieder eine Bewertung. Das man im „Süden“ abstriche machen muss ist uns klar, derart enttäuscht wurden wir seit Jahren nicht mehr. Die Lobby wurde aus Ermangelung sonstiger Aktivitäten unser Hauptaufenthaltsort. Leider zog es wie im sprichwörtlichen Vogelhaus. Die Gäste trafen sich an der Hauptbar zum herumstehen und Kartenspielen! Jeweils zwei Stunden am Abend kommt ein Klavierspieler, nebenbei läuft der Fernseher! 3x wöchentlich die immer gleiche Modenschau. Im Indoor- Theater die immer gleichen Tanzdarbietungen welche zumindest wir nicht mehr sehen können. Die groß angekündigte Beach Party viel einmal dem Sturm zum Opfer, in der 2. Woche entpuppte sich die Beach Party als Musik am Strand, lieblos ohne jeden Höhepunkt. Der Besuch des Mainpool und des Pools bei den Bungalows verursacht ein weiters überdenken ob wir die richtig Wahl getroffen haben. Man wundert sich das kein Gast im schönen großen Pool schwimmt, freut sich schon ins Wasser zu hüpfen und weis sehr schnell warum – Eiskalt! Später auf der Liege geniest man den Blick auf eine „umgebaute Industrieruine“, Schwarzalgen beherrschen das Bild. Poolumrandung und Möbel genauso alt wie das Hotel, alles etwas schäbig, Auflagen wurden offensichtlich noch nie gereinigt. Eine sehr steile Treppe führt zur immer schmuddeligen Strandbar und zum Strand selbst. Nicht viel besser beim „Bungalow-Pool“. Vom Planschbecken aus – richtig es ist ein Erwachsenenhotel – der gleiche Charme a la Industrieruine. Das gleiche kalte Wasser auch bei der swimm up Bar. Hier kann man auch zu Mittag essen – wenn man nicht vorher gesehen hat das dass vorgebratene Fleisch, die ungekühlten Pommes, usw. stundenlang frei herumliegen. Der Strand ist begrenzt vom Golfplatz und vom Nachbarhotel – gehen Sie dort mal eine Runde durch die Bungalowanlage um zu wissen es könnte noch viel schlimmer kommen. Wir freuten uns auf den im Prospekt geschilderten sehr schönen Kilometerweiten Strand zum spazieren gehen. Links Golfplatz, rechts endet der Strand beim Nachbarhotel, der Sand ist zudem mit unzähligen Muschelkalkstücken durchzogen und lädt daher nicht zum Barfuss gehen ein. Auch das Dinner wurde mehr zur Qual als zur Freude. Nicht das man Hunger leiden müsste, aber kein Themen Tag, kein Barbecue- Abend, kein Gala Dinner wie von anderen (wirklichen) 5 Stern Häusern geboten. Trinkgeld: Durch die Unsitte der Kanadier, US- Amerikaner sind so gut wie nicht vorhanden, bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit Trinkgeld zu geben bringt dies keinen besseren Service sondern macht das Personal noch gleichgültiger. Die Hoffnung mit jeweils einem Euro/ CUC/ Dollar eine Besserung zu erreichen bleibt unerfüllt. Mit einem CUC pro (Nicht-)Leistung bleiben sie auch für den nächsten Tag nicht in Erinnerung, d.h. sie warten wieder dass sich endlich ein Kellner zu ihnen bewegt um ihren Wunsch entgegen zu nehmen. Wir haben dann versuchsweise 4 Tage im Restaurant gar nichts gegeben - es war vollkommen egal. Gerne gaben wir im halboffenen Fischrestaurant zu Mittag aber auch in den Spezialitäten Restaurants 3-5 CUC für die immer zuvorkommende Bedingung. Tip: Wechseln sie ihre 1 oder 2 Euro Münzen in CUC Scheine 1:1,1, die Euro Münzen werden nicht wahrgenommen. Fazit: nachdem wir in letzter Zeit öfters an der Preispolitik von Robinson, Aldiana und Co. gezweifelt haben hat sich dies für uns wieder relativiert, immerhin hatten wir für diese gemachte Erfahrung auch € 4.500,- ohne Nebenkosten ausgegeben.
Sauberkeit und Zimmer: Wie schon beschrieben – unglaublich, auch unser Zimmermädchen, mit dem wir sonst zufrieden waren dürfte noch nie eine Schulung besucht haben. Flecken egal wo die zu Beginn unseres Urlaubs vorgefunden wurden waren auch bei der Abreise noch vorhanden. Waschwasser wurde offensichtlich nur am Anfang der Putztätigkeit gewechselt, war man als 4-5 mit seinem Zimmer an der Reihe war das Wasser schwarz. Teilweise sehr gepflegter Garten, würde man auch die Bogengänge öfters neu streichen oder die Schwarzalgen mit einem Hochdruckreiniger säubern hätte dies sicher einen positiven Effekt auf das ganze Erscheinungsbild.
Am Weg zum Haupt Restaurant wird man von einer Angestellten begrüßt. Manchmal findet man hier auch den Hoteldirektor der auch sonst immer und überall präsent ist. Nach einigen Tagen und um einige Erfahrungen reicher geht einem vor allen beim Verlassen des Restaurants – how was your breakfast - lunch - dinner? mächtig auf die Nerven wenn man sich gerade mal wieder über den schleppenden Service oder die nicht vorhandenen Produkte geärgert hat. Einige versuchten beim Hoteldirektor Verbesserungen zu erreichen, wurden dann an die zuständigen Stellen verwiesen. Ganz anders bei den hofierten Stammgästen aus Kanada wo er sich vor Dankesbezeugungen gar nicht mehr einkriegen konnte. Das Personal ist großteils selbst mit simpelsten Aufgaben überfordert. Einige wenige bilden eine angenehme Ausnahme. So wird selbst ein einfaches Frühstück zur Geduldsprobe, bis Kaffee, Tee, Wasser von Kellner gebracht wird. Der schwarze Tee(beutel) – falls mal nicht wieder aus – wird am Faden hängend zum Gast gebracht, hat man Glück gibt es auch heißes Wasser dafür. Kaltes Wasser kann man glasweise bestellen ob es gebracht wird ist reiner Zufall da Bestellungen von einen Kellner an den Nächsten delegiert werden der genauso wenig Lust verspürt den Auftrag auszuführen. Sollte man nicht als erstes am Tisch sitzen kann man gut erkennen was der vorherige Gast gespeist hat. Dasselbe Spiel mittags und abends. Drei Sorten Wein sind vorrätig. Leider war ab der zweiten Urlaubswoche der Rotwein nicht trinkbar, ich würde sogar behaupten er war ungenießbar. Da meine Gattin keinen Weißwein trinkt blieb nur der Griff zum Wasser übrig. Toll für ein 5 Sterne Haus. Der Koch beim Fisch- und Fleischgrill war hoffnungslos überfordert und hatte auch noch den vorbreiteten (leider immer kalten) Braten aufzuschneiden. 3x sind wir ohne etwas braten zu lassen wieder gegangen da der Koch so transpirierte das Ihm der Schweiß nicht nur übers Gesicht sondern auch die Arme runterrannte. Es kam beinahe jeden Tag vor das irgendetwas „aus“ war, mal gab’s keinen Essig dafür 7 Sorten Öl, zwei Tage später standen Fertigsalatsaucen aus deutscher Produktion statt Essig bereit. Man hatte den Eindruck das zugewartet wurde bis ein, oder mehrere Artikel ausgingen, dann wurde nachbestellt. Helle Aufregung verursachte es wenn es mal Folienkartoffel oder Früchtejogurt gab – ja man wird bescheiden! 2 mal mussten wir mit ansehen wie ein Gast vom Service- Personal gemaßregelt wurde weil er in der Hoffnungslosigkeit des vergeblichen Wartens selbst von den überfüllten Abräumtischen Wasser, Salzstreuer oder Besteck holen wollte. Auch abends wurde nie die Tischdecke gewechselt wenn dies notwendig gewesen wäre, die Sitzpolster spotteten sowieso jeder Beschreibung. Bei den Saftgläsern (Saft/Salatbar)konnte man zwischen fleckig, schmutzig oder verschmiert wählen, ich fand kein einziges mal ein sauberes Glas. Bedeutend besser der Service in den Spezialitäten Restaurants, leider enttäuschte auch hier das Speisenangebot sodass wir nur jeweils 1x hingingen. Einzig des Internationale Restaurant entsprach unseren Vorstellungen. Dort war aber eine 2te Buchung wegen Platzmangel nicht möglich.
Mit Englisch kommt man gut zurecht, sehr selten bemüht man sich etwas Deutsch zu sprechen. Wlan in der Lobby, Zugang dafür CUC 4,50 im ersten Stock erhält man den notwendigen Code, unglaublich kompliziert, ausloggen nicht vergessen sonst läuft der Timer weiter.
Varandero selbst bietet sich bei Schlechtwetter zum Spazieren an. Zirka 20 min. entfernt. Fahren sie nicht mit dem Bus, fährt jedes Hotel an.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
siehe unter der Rubrik Hotel allgemein.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hans |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 2 |
Sehr geehrter Herr Hans, ich bedauere zu lesen, dass Sie nicht ganz zufrieden waren mit dem Aufenthalt bei uns. Ich will nicht in den einzelnen Punkte im Detail gehen. Die viele positive Bewertungen beweisen uns, dass viele Gäste unsere Anlage lieben gelernt haben. Das Hotel ist 20 Jahre alt aber wir investieren viel Zeit und Zuneigung um es in guten Zustand zu halten. Die Kritiken, die Sie hier äussern sind sehr subjektiv. Ich sehen keine „umgebaute Industrieruine“, ehrlich gesagt, ich verstehe nicht was Sie damit meinten. Leider haben Sie ein paar Tagen erwischt, wo das Wetter nicht wie sonst warm und sonnig ist wie immer. Deshalb die etwas kälteres Poolwasser oder die Animation in der Lobby. Was mich am meisten wundert, ist dass Sie nicht die Professionalität von unseren Tänzern und die schöne Shows im Theater geschätzt haben. Aber es ist Geschmack Sache, genau so wie das Essenberurteilung. Wir haben sowohl Themen-Abende mit kubanischen Abend, internationalen Dinner wie auch das Freitag Gala Buffet. Danke für Ihren Schreiben und Schade, dass Sie nicht die Zeit bei uns voll geniessen könnten. Mit freundlichen Grüßen Bernard Meyer general Direktor

