Insgesamt ist es ein tolles Hotel und wir hatten einen sehr schönen Urlaub. Dennoch gab es einige negative Punkte, die ich nicht vorenthalten möchte: Das Hotel ist sehr familien- und kinderfreundlich. Das ist es wirklich! Für Familien mit kleinen Kindern und insbesondere für die Kinder selbst ist das natürlich toll. ABER: Es gibt auch Päärchen oder Singles, die sich im Urlaub ohne Kindergeschrei erholen wollen!!! Das ständige Dauergeplärr aus allen Richtungen ging uns fürchterlich auf die Nerven. Ich hatte noch nie, nie, nie in meinem Leben so viele Babys gleichzeitig um mich herum, nicht einmal als mein eigenes Kind klein war. Das ist wirklich grauenhaft, insbesondere wenn man eine Babygeschrei-Aversion hat. Vielleicht sollte man in der Beschreibung des Hotels die Zielgruppe mehr betonen, sodass Nicht-Babygeschrei-Liebhaber wissen, worauf sie sich da einlassen. MUSIK: In den ganzen zwei Wochen lief nur Musik, die mindestens 30, 40 Jahre alt war, z. T. noch älter. Das ist unzumutbar. Wer will das olle Zeug noch hören? Wahrscheinlich nicht mal die Generation 60+. Die Anschaffung einiger aktueller House-/Techno-CDs würde sich wirklich mal lohnen. Ist ja nicht so ne große Investition für ein Hotel, wenn man es mit den sonstigen Betriebskosten vergleicht. Wenn ich mit über 40 Jahren diese alte Musik schon als nervtötend empfinde, wie schlimm ist es dann erst für jüngere Leute? Ein ganz dickes Minus für die Musik. Wenn man die schlechte Musik und das Kindergeschrei ausblenden kann, ist es aber ein wirklich gutes Hotel. Beim Gepäck unbedingt auf's Gewicht achten, die 20 kg nicht überschreiten, da die das am Flugplatz sehr eng sehen und wenn man zuviel hat, muss man tatsächlich draufzahlen. Internet im Hotel: Man hat zwei Stunden am Tag frei und es funktioniert in der Hauptbar recht gut, läuft allerdings eher langsam, weil so viele Leute draufhängen. Wir hatten Mitte bis Ende September noch gutes Wetter, obwohl es an ca. drei Tagen bewölkt war, konnten wir doch nahezu die ganze Zeit in der Sonne liegen, bei ca. 26 - 28 Grad.
Die Zimmer sind sehr gut, auch das Bad ist in Ordnung. Schön, dass die Minibar jeden zweiten Tag kostenlos aufgefüllt wird. Schade nur, dass kein Flaschenöffner vorhanden ist. Als ich einmal nachts etwas trinken wollte, musste ich meinen Freund wecken, damit er mir mit dem Feuerzeug eine Flasche öffnet, da ich selbst diese Kunst leider nicht beherrsche. Betten: Die Matrazen sind bequem, allerdings sind die Kissen grauenhaft hart und haben eine Kante. Völlig unbenützbar. Morgens beim Aufwachen hat man das Gefühl, dass die Halswirbelsäule plötzlich eine Stufe hat. Es lohnt sich, ein Kissen, auf dem man gut schläft, von zu Hause mitzubringen, auch wenn dann der Koffer schon halb voll ist. Es gibt keine Steckdose mit Dauerstrom, der Strom funktioniert quasi nur dann, wenn man im Zimmer ist. Nicht optimal zum Laden von Handys und Laptops. Der Fön im Bad ist nicht besonders stark, wenn man sich richtig stylen will, sollte man sich einen eigenen Fön mitbringen. Sauberkeit war ok. Im Fernsehen gibt es drei deutsche Programme, falls jemand im Urlaub fernsehen will, anstatt am Strand zu liegen. Sonst ist alles in Ordnung, bis auf die Sache mit dem Kissen fühlt man sich im Zimmer wirklich wohl.
Quantitativ war es auf jeden Fall genug, sowohl vom Platz her, als auch was die Menge des Essens anbelangt. Es gibt ein großes Hauptrestaurant mit sehr langen Öffnungszeiten, fünf A-la-Carte-Restaurants, die man pro Urlaub einmal kostenlos besuchen darf, und auch an der Poolbar und an der Strandbar gibt es den ganzen Tag über etwas zu Essen. Hygienisch war m. E. in allen Bereichen alles in Ordnung. Qualität des Essens: Hauptrestaurant: Geschmacklich war alles gut. Es kam öfter mal vor, dass Sachen kalt waren, oder dass etwas gefehlt hat und nicht sofort nachgelegt wurde.Was mich persönlich sehr gestört hat, war das viele Öl am Essen. Über die meisten Speisen - die sonst eigentlich sehr gut gewesen wären - wird schöpfkellenweise Öl rübergeschüttet. Weshalb man sowas tut, ist mir völlig unverständlich. Da verbiegt es mir den deutschen Magen, der so etwas nicht gewöhnt ist und sich auch nicht daran gewöhnen möchte. Positiv war, dass es bei allen Mahlzeiten auch Obst und Salat reichlich gab. Auf die Süßspeisen kann man nach meinem Geschmack verzichten. A-la-Carte-Restaurants: Alle fünf sind sehr gut, insbesondere das griechische Restaurant ist sehr exquisit. Ich komme aus einer Krautanbauregion und musste erst nach Rhodos fliegen, um zu lernen, wie Krautsalat richtig zubereitet wird. Außerdem unbedingt probieren: Der Lammbraten aus dem Holzofen. So gutes Fleisch habe ich lange nicht gegessen. Im Sushi-Restaurant gibt es besonders gutes Sushi, damit können die China-Restaurants bei uns nicht mithalten. Pool- und Strandbar: Hier gibt es Toast, Crepes, Eis und sonstige Süßigkeiten. Außerdem jede Menge Getränke, Kaffee, Cocktails etc. Wenn man Mineralwasser mit Kohlensäure möchte, wird das Soda genannt. Manche sind der Meinung, die Getränke, v. a. das Mineralwasser würden nach Chlor schmecken, da die Leitungen wohl hygienehalber regelmäßig mit chlorhaltigem Wasser ausgespült werden. Ich selber habe es nicht gemerkt, das hängt wohl von den individuellen Geschmacksnerven ab, ob man es merkt oder nicht.
Das Personal ist sehr freundlich und die meisten Mitarbeiter des Hotels haben in mehreren Sprachen zumindest Grundkenntnisse. Keinerlei Kommunikationsschwierigkeiten. Auch sonst sind alle sehr bemüht und das Housekeeping muss man wirklich loben. Sowohl die Anlage insgesamt als auch die Zimmer wurden regelmäßig und gründlich gesäubert - und so diskret, dass man fast nichts davon mitgekriegt hat. Bei so vielen Kindern im Hotel ist das eine logistische Meisterleistung. Auch die Mitarbeiter an der Pool- und Strandbar und die Animateure sind sehr nett. Freundlich aber nicht aufdringlich. Sehr professionell. Im Restaurant musste man teilweise recht lange auf ein zweites Getränk warten, besonders in der ersten Woche. In der zweiten Woche war es besser (zwischenzeitlich hatte eine Umfrage stattgefunden), da scheint eine gewisse Lernfähigkeit durchaus vorhanden zu sein.
Der Strand ist direkt am Hotel, sehr gute Lage, wirklich bequem zu erreichen. Der Strand ist auch schön und wird sauber gehalten. Schade nur, dass die Liegen extra kosten - bei einem nicht ganz billigen All-Inclusive-Urlaub würde ich erwartet haben, dass die Liegen inclusive sind. Für zwei Personen in zwei Wochen sind es immerhin € 112,--, eine ziemliche Belastung für die Urlaubskasse. Man kann sich aber am Strand auch problemlos auf ein Handtuch legen, außer wenn es sehr windig ist. Die Entfernung zum Flughafen ist nicht allzu weit, sie dehnt sich aber ziemlich aus durch die vielen Zwischenstopps, die der Bus noch an anderen Hotels macht. Der Ort Faliraki ist sehr nahe, man läuft aus dem Hotel raus direkt darauf zu und kann eigentlich nichts falsch machen. Die Läden sind alle gleich, wenn man einige gesehen hat, hat man eigentlich alle auf der Insel gesehen. Eher billiger Touristen-Ramsch, aber es wird viel gekauft, den meisten Leuten gefällt es wohl. Sehr lustig: Das Fisch-Peeling! Wer es noch nicht kennt, unbedingt mal ausprobieren. Nightlife: Es gibt in Faliraki einige nette Clubs, die aber musikalisch auch nicht ganz auf dem Laufenden sind, trotzdem ganz gute Stimmung und nette Atmosphäre. Wie gesagt: Was Technobeats und sonstige etwas modernere Musik anbelangt, ist wohl die ganze Insel ein bisschen "hängengeblieben". Einzig aus den Stripclubs schallte richtig gute Musik auf die Straße raus - die kriegen's doch auch hin! Direkt vor dem Hotel fährt ein Bus nach Rhodos-Stadt, die Verbindung ist völlig unkompliziert und es ist günstig, sodass man dafür keine teure Ausflugsfahrt buchen muss. Auch in Rhodos-Stadt findet man sich intuitiv gut zurecht, sodass man nicht unbedingt eine Führung benötigt. Sehr beeindruckend: Die riesige Stadtmauer. Unbedingt mal durchlaufen! Die Therme von Kalithea liegt auf dem Weg nach Rhodos-Stadt und ist ebenfalls mit dem Bus sehr gut erreichbar. Was mich als Biologin sehr interessiert hätte, aber überhaupt nicht zu finden war: Fachkundige Führungen zu zoologischen, ornithologischen und botanischen Besonderheiten - eine Marklücke, vielleicht möchte die mal jemand schließen? Lohnenswert ist ein Ausflug nach Lindos, ein sehr hübsches, malerisches Städtchen, sollte man mal gesehen haben und die Bucht ist wunderschön.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animateure haben sich wirklich sehr um die Kinder bemüht, für mich persönlich ist das nicht sonderlich interessant. Sportmäßig hätte ich mir mehr gewünscht, vor allem ein hoteleigenes Fitneßstudio war nicht vorhanden, wäre aber schön gewesen. Es gibt täglich einen Zumbakurs, der mich allerdings nicht so richtig überzeugt hat, da ich das aus dem Sportstudio in besserer Qualität kenne. Allerdings kann man das mit Touristen vermutlich auch nicht anders machen, da viele es noch nie ausprobiert haben und nicht gleich auf hohem Level einsteigen können. Außerdem: Dart, Wasserball, Boccia und Beach-Volleyball. Am Strand gibt es Wassersportangebote, nicht ganz billig, aber macht großen Spaß. Gleitschirmfliegen war toll. Bei den Preisen unbedingt handeln! Die Disco kann man vergessen, wie schon oben erwähnt, auch hier uralte Musik. Es tanzen ca. 30 Leute, d. h. rein rechnerisch, dass ca. 370 von 400 Gästen NICHT tanzen, weil ihnen die Musik nicht gefällt. Die Liegestühle sind ok, ich glaube die werden regelmäßig repariert oder ausgetauscht. Die Pools sind ok, groß genug und sauber.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 4 |


