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Silke (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • Oktober 2008 • 3-5 Tage • Arbeit
Viel Fassade - keine Erholung
2,9 / 6

Allgemein

Auf ein Hotel in einem historischen Gebäude war ich neugierig. Auch der Name versprach einen angenehmen Aufenthalt in einem Hotel mit gehobenem Standard. Vom Eingang des Hotels fährt der Gast über lange Rollbänder in den Lobbybereich, der in der Basis/dem Bauch des Turms untergebracht ist. Während der Fahrt kann der Gast die Lichtspiele auf der Decke und die Soundcollage verschiedener Wassergeräusche auf sich wirken lassen. Die Lobby wirkt eher bedrückend. Der Raum ist zwar sehr hoch, doch das dicke Mauerwerk und fehlendes Tageslicht wirken bedrückend und einengend. Der gesamte Raum ist von massiven Säulen unterteilt. Das dauernde Plätschern, Blumen- und Kerzendekoration geben dem Raum ein höhlenartiges Ambiente. Rezeption und Businessraum sind in Nischen untergebracht. Zu den Fahrstühlen gelangt man durch schmale Durchgänge. Doch auch dieser Raum wirkt sehr gedrungen, nicht zuletzt wegen einer Wendeltreppe, an der man sich leicht den Kopf stoßen kann. Als Raucher muss man sehr lange Wege in Kauf nehmen, da man nur draußen vor dem Eingang rauchen darf.


Zimmer
  • Schlecht
  • Vom ringförmigen, dunklen Flur, in dessen Mitte sich Fahrstuhlschacht und Treppenhaus befinden, gehen die Zimmer wie Kuchenstücke ab. Die Zimmer sind sehr klein und eng. Ein kurzer Flur mit Schrank und kleiner Kofferablage, davon abgehend das Bad. Ein großes Fenster begrenzt die Dusche zum Zimmer hin. Im Zimmer selber sind nur drei sehr kleine Fenster. Sie sind hoch angebracht, so daß man nur im Stehen hinaussehen kann. Ein richtiges Panorama und viel Lichteinfall hat man wegen des dicken Mauerwerks nicht. Das Zimmer ist mit einem Sessel, Tischchen, kleinem Schreibtisch incl. Minibar, Stuhl und einem Doppelbett in beige, lila, altrosa ausgestattet. Wenn der Koffer nicht auf die Ablage passt, bleibt wenig Raum für Bewegung. Zu zweit noch weniger. Am Badezimmerfenster kann man elektrisch eine Alulamellen-Jaloussie herunterlassen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl und Geduld, um die Lamellen in die richtige Position zu bewegen. Die Größe des Flatscreen-Fernsehers ist der des Zimmers angemessen. Die Neigung des Fernsehers, der fast unter der Decke angebracht war, war so gering, daß man nicht vom Bett aus Fernsehen konnte. Ein richtiges Bild konnte man nur hinter dem Bett im Stehen oder unter der Dusche stehend sehen. Doch ins Bad wurde der Fernsehton leider nicht durch die intakte Lautsprecheranlage übertragen (Vogelgezwitscher schon). Schade, daß die Rezeption lediglich mitteilen konnte, daß die Wandbefestigungen der Fernseher nicht vertikal verstellbar seien. Das Störendste an dem Zimmer war die Lüftungsanlage - bei manchen lauter, bei anderen extrem. Sie ist nicht abzustellen, laut Rezeption wegen Bauauflagen. Man verspürt einen permanenten Luftzug im Raum und die Luft ist äußerst trocken. Da die Lüftungsschlitze sich oben in der Holzverkleidung am Kopfende des Bettes befinden, ist dies nachts besonders unangenehm. Die Ventilation macht Geräusche und ihre Schwingungen lassen die Holzverkleidung mal summen, mal vibrieren. Man spürt es im Bett. Viel Fassade, aber keine Erholung.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Da wir nachts arbeiten mußten, hat das Hotel ein spätes Frühstücksbuffet organisiert, das natürlich mit dem großen Sonntagsbuffet nicht zu vergleichen ist. Ein Besuch lohnt sich für ein ausgiebiges Brunch am Sonntag. Im wintergartenartigen Speiseraum kann man der Enge des übrigen Gebäudes entfliehen. In den Genuß eines Frühstücks an einem Wochentag sind wir nicht gekommen. Die Cave-Bar und das Restaurant habe ich nicht besucht.


    Service
  • Sehr schlecht
  • Wir waren mit einer Gruppe von etwa 20 Personen in dem Hotel untergebracht. Daß wir nachts arbeiten mußten, war dem Hotel bekannt. Trotzdem wurden die "Bitte nicht stören"-Schilder bei allen vom Housekeeping mißachtet. Es wurde geklopft und einen Morgen stand sofort jemand im Zimmer. An einem anderen Morgen wurden wir nach nur 2 Stunden Schlaf von lautem Vogelgezwitscher geweckt, das nicht enden wollte. Nach mehrmaligen Anrufen bei der Rezeption wurde lediglich mitgeteilt, daß es sich um einen Test der Lautsprecheranlage handele, die nicht abgestellt werden könne, dann wurde doch versprochen etwas zu unternehmen. Nach einer halben Stunde zog ich mich an und begab mich an die Rezeption. Nach einem Gespräch mit der Direktion wurde der Test nach weiteren 10 Minuten eingestellt. Man hatte eine Lösung gefunden, wie man den Test am Nachmittag durchführen konnte. Das war überhaupt kein erholsamer Schlafplatz (siehe auch ZIMMER)- jede "Nacht" wurde für uns auf andere Art beendet. Auf unsere Bedürfnisse wurde kaum eingegangen. Eine Entschuldigung in jedweder Form hat kein Kollege erhalten. Nur mir hatte die Direktion nach meiner persönlichen Beschwerde eine Dose Kaffee von der Rezeption in die Hand drücken lassen. Ich empfand das eher als groteske Ironie. Als ich nachfragte wie ich die laute Klimaanlage ausschalten könne, wurden mir von der Rezeption lediglich Ohrstöpsel angeboten. Doch so würde ich meinen Wecker nicht hören können. Dann bot mir die Rezeption an, daß mich zu gewünschter Zeit das Housekeeping wecken könnte. Da ich das Telefon nicht hören würde, würde mich jemand persönlich wecken. Die Vorstellung, daß ein Fremder mich in meinem Zimmer aus dem Tiefschlaf rüttelt, ließ mich dankend ablehnen. Ich war peinlich berührt. Ich bin beruflich häufig unterwegs und wohne in vielen unterschiedlichen Hotels weltweit. Eine solche Häufung an Mankos, innerhalb eines so kurzen Aufenthalts habe ich noch nirgendwo erlebt. Auch nicht bei weniger Sternen.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel ist in einem historischen Wasserturm untergebracht, der von einem Park umgeben ist. Der Turm liegt leicht erhaben auf einem Hügel. Auf der Eingangsseite wird das Gelände von einer Sackgasse und einem anschließenden Bahndamm begrenzt. Zufuß erreicht man in 2-3 Minuten den S-Bahnhof Sternschanze. Von dort aus kann man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt innerhalb von <15 Minuten erreichen. Im angerenzenden Szeneviertel, dem Schanzenviertel (<5 Minuten Fußweg) findet man viele Cafés, Kneipen, Restaurants und individuelle Geschäfte. Hier erfuhren wir, daß es in dem Viertel Proteste gegen den Bau des Hotels gab, weil dort zuvor ein Kulturzentrum beheimatet war.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:3-5 Tage im Oktober 2008
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Silke
    Alter:31-35
    Bewertungen:2