Der erste Eindruck vom Hotel war nicht so gut. Es ist nicht schlecht, aber an manchen Stellen nagt der Zahn der Zeit sichtlich an Gebäude und Einrichtung. Das Hotel besteht aus mehreren Trakten mit einem großen Innenbereich, in dem auch die Pools liegen. Der Innenbereich ist grün und nett gestaltet. Prima: von 10 bis 18 Uhr ist ein Rettungsschwimmer anwesend. Es gibt auch einen kleinen Teich im Innenbereich, der allerdings bei unserem Aufenthalt mehr einem Sumpf geglichen hat. Man muss ständig Plastikarmbänder tragen, die nicht abnehmbar sind. Leider sind diese Plastikarmbänder nicht nur störend, sondern auch hart und scharfkantig, so dass eine reale Verletzungsgefahr bei einer unbedachten Bewegung vorliegt. Falls ein Feuer ausbrechen sollte, verlasst euch nicht auf die in jedem Zimmer angeschlagenen Fluchtpläne. Einige davon sind völlig falsch, so haben z. B. Brandbekämpfungseinrichtungen in unserem Trakt überhaupt nicht existiert, obwohl sie eingezeichnet waren. Spart euch das Geld und verwendet keine Liegeauflagen und schon gar keine Pooltücher. Die Auflagen sind zu einem großen Teil alt, schmuddelig und schmutzig; die Pooltücher ebenso alt und eklig.
Wie wir das Zimmer bezogen haben, hat es ein wenig gemuffelt. Auch die WC-Spülung war defekt (das WC hat nicht aufgehört zu spülen), aber das ist sehr schnell behoben worden. Das Hotel ist mitten im belebten Touristenviertel gelegen, was bedeutet, dass JEDEN Abend bis um exakt Mitternacht lautstarkes Programm war, entweder von der eigenen Hotelanimation oder von benachbarten Hotels. An Schlaf vor Mitternacht war an keinem einzigen Tag zu denken. Leider gibt es keine Klimaanlage. Das heißt, will man frische Luft, müssen die Fenster geöffnet sein, was wiederum bedeutet, man bekommt den Lärm der hauseigenen Animation oder der benachbarten Hotels noch lauter zu spüren. Je nach Zimmerlage hat man zudem einen wunderschönen Ausblick in andere Zimmer. Die Balkonliegen könnten eine Reinigung gut gebrauchen. Im WC gibt es keine Belüftung; hier befindet sich übrigens auch der einzige Mülleiner des Zimmers. Apropos Bad: Die Wassertemperatur in der Dusche (genauer gesagt, in der Badewanne mit Duschvorhang) steckt voller Überraschungen. Man muss - vor allem zu Stoßzeiten - damit rechnen, dass das Wasser urplötzlich sehr heiß oder sehr kalt wird. Das kommt zum Glück nicht ständig, aber immer wieder vor. Steckdosen waren vorhanden, haben aber etwas filigran gewirkt. Beim Ausstecken eines Gerätes haben wir immer die Steckdose festgehalten, weil wir befürchtet haben, wir würden sie mit aus der Wand ziehen. Der Zimmersafe kostet extra, ist aber auf jeden Fall anzuraten.
Wenn man Vegetarier ist, hat man Pech gehabt. Die Essensauswahl wird sehr schnell eintönig. Nicht-Vegetarier habens da besser, denn auch wenn das Essen wenig abwechslungsreich ist, profitiert man von der erheblich größeren Auswahl. Als Vegetarier hat man ein zusätzliches Problem: Da die wenigsten Speisen ausgeschildert ist, darf man bei jedem Essen ein heiteres Ratespiel spielen, ob in dem Gericht jetzt Fleisch drin ist oder nicht. Denn manche Gerichte sind so clever zubereitet, dass sie auf den ersten Blick vegetarisch erscheinen, man dann beim Essen aber merkt, dass da doch Fleisch drin ist (Reste vom Vortag?). Das ist besonders witzig, wenn der Körper kein Fleisch verträgt und man nach einigen Minuten krampfend am Boden liegt. Auch die Qualität des Essens war so eine Sache. Man hat dem Speisen oft angeschmeckt (auch angesehen), dass nicht gerade die frischesten Zutaten verwendet worden sind, auch sind manche Gerichte zu lange in der Pfanne/auf der Warmhalteplatte gelegen, so dass sie z. B. hart geworden sind (wie bei den Pfannkuchen). Das Brot (mit Ausnahme der Baguettes) kommt übrigens aus dem Supermarkt, wird also nicht frisch zubereitet. Die Auswahl an nicht-alkoholischen Getränken beschränkt sich auf Softdrinks (Cola, Cola light, Sprite, Fanta Lemon und Fanta Orange), Wasser bzw. Mineralwasser und angebliche "Fruchtsäfte" aus dem Zapfautomaten, die wirklich extrem süß waren und die wir stets mit reichlich Wasser verdünnen mussten. Diese "Fruchtsäfte" waren übrigens öfter falsch am Automaten beschriftet, so dass dann doch etwas anderes rausgekommen ist als erwartet. An den Bars gibt’s auch Ananas- und Orangensäfte sowie Kaffee und Kakao. Will man gerne mit dem/der Liebsten an einem eigenen Tisch essen, hat man Pech gehabt, wenn man nicht zeitig einen Tisch reserviert hat. Es gibt hauptsächlich Tische für sechs oder acht Personen, und das Personal achtet darauf, dass diese immer voll besetzt sind, bevor es weitere (vorhandene) Tische freigibt. Es kommt natürlich auf die persönliche Einstellung an, aber für uns war die ewige Tischplatzsuche nervig. Die Teller, Gläser und das Besteck waren häufig nicht sauber, man muss halt genau schauen, was man nimmt. Wir haben auch öfter beobachtet, dass einem Mitarbeiter ein Besteck auf den schmutzigen Boden gefallen ist, er es aber einfach aufgehoben und weiter in den Speisen verwendet hat. Witzig war es, dass wenn jemand sein Tischtuch im Speisesaal bekleckert hat, ist nicht etwa das schmutzige Tischtuch ausgetauscht worden (geht ja auch schlecht an einem vollbesetzten 8er-Tisch), nein, das Servicepersonal hat sich beeilt, Küchenpapier auf die Stelle des corpus delicti zu legen. Dementsprechend oft waren auch die Tischdecken schmutzig, da das Personal diesen Küchenpapier-Trick nur in schwerwiegenden Fällen angewendet hat. An den Bars gibt es leider immer Vordrängler, und leider werden diese vom Personal auch immer zuerst bedient. Hier sollten die Mitarbeiter mehr darauf achten, wer zuerst drankommt.
Die Zimmer werden jeden Tag sehr gründlich gereinigt, dabei werden offen liegende Wäsche und Handtücher sehr nett zusammengelegt. Das Personal ist beileibe nicht unfreundlich, aber von Freundlichkeit kann auch keine Rede sein. Besonders an der Rezeption hatten wir diesen Eindruck. Hier wurden wir eher kühl und kurz angebunden behandelt, was aber auch ok ist, zumal die Rezeption oft überlastet ist. Der letzte Eindruck war hierbei leider der schlechteste; der Rezeptionist hat unseren Check-out extrem desinteressiert durchgeführt und man hat gemerkt, dass ihn einfach alles genervt hat. Bei der Rezeption liegen Wetterinformationen aus, die aber schonmal veraltet, d. h. zu lange nicht mehr aktualisiert, sein können.
Das Hotel liegt in Meeresnähe mit Felsstrand. Hier kann man schön flanieren und die Seele baumeln lassen. Zum Sandstrand sind es ca. 10-15 Minuten zu Fuß. Der Strand ist schön, es hat immer gute Wellen gegeben. Für einen kleinen Nervenkitzel haben die scharfkantigen Felsbrocken gesorgt, die sich hier und da am künstlich angelegten Sandstrand unter dem Sand oder im Meer verstecken. Die Liegen am Strand kosten extra (und zwar saftig!), aber eine Strandmatte tuts ja auch :) Am Strand gibt es eine Rettungsstation und Rettungsschwimmer, zudem patroulliert die Polizei laufend an der Promenade. Generell war im Hotelviertel sehr viel Polizeipräsenz zu bemerken, was ein sicheres Gefühl gibt. Ein TUI-Büro und ein Arzt sind in unmittelbarer Nähe; ebenso eine schöne Einkaufsmeile, die zum Bummeln einlädt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation war bis auf spezielle Shows (z. B. "Daddy Cool"), eintönig, vor allem das allabendliche Kinderprogramm. Es waren immer dieselben Lieder, die immer in derselben Reihenfolge abgespielt wurden. Zudem hat man bei einigen Animateuren die Freude an ihrer Arbeit vermisst. Alle Ankündigungen der Animateure sind in mehreren Sprachen wiederholt worden (Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Englisch waren immer dabei). Zum einen ist das gut, zum anderen langwierig und hat so manche Atmosphäre zerstört. Nachteilig war auch, dass jede Sprache viel zu schnell gesprochen worden ist, und zwischen den verschiedenen Sprachen oft keine Redepausen gemacht wurden, so dass man erst spät gemerkt hat, dass jetzt plötzlich Deutsch gesprochen wird. Die zu hohe Lautstärke der Lautsprecher hat auch nicht gerade geholfen, denn dadurch wurde das Gesagte noch unverständlicher. Wie so oft gibt es auch hier einen nicht artgerechten Kleintierzoo mit z. B. Papageien, Hasen und einem Affen. Vielleicht ist das ja anderen egal, uns taten die Tiere einfach nur leid.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Robert |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


