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Stefan (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2009 • 2 Wochen • Strand
Alles in allem ein schöner Urlaub
4,7 / 6

Allgemein

Unser Fazit gleich vorweg: Während unsere Söhne (12 und 14 Jahre) die Anlage super fanden, kommen wir "Alten" zu einer differenzierteren Betrachtung. Unter dem Strich war der Urlaub sehr schön, wir würden die Anlage aber nicht nochmals ansteuern. Warum? 1. Die Anlage war für unseren Geschmack zu groß. Bei 300 Zimmern tummeln sich ca. 1000 Gäste auf dem Areal. Zwar muss man nirgends Schlange stehen, wir ziehen geringere Menschenansammlungen jedoch vor. Wahrscheinlich rechnen sich AI-Anlagen aber erst ab einer bestimmten Personenzahl. verzichtet. 2. Das Publikum war recht gemischt (AI-bedingt?), wir haben zwar Grenz- aber keine Totalausfälle erlebt. Der größte Teil der Gäste (50%) kommt aus Bella Italia, eigentlich kein Problem. Dass Italiener insbesondere dann, wenn sie im Rudel auftreten, gleich den halben Strand mitunterhalten, emfanden wir bisweilen als störend. 3. Sehr missfallen hat uns die Tatenlosigkeit der Hotelleitung beim Umgang mit dem Problem Reservierung von Liegen an Pool/Strand", doch dazu später mehr. 4. Gewöhnungsbedürftig war auch die Distanzlosigkeit des Personals im Hauptrestaurant. Morgentliches Schulterklopfen verbunden mit der Frage "everything fine last night?"war nicht unser Ding. Ansonsten ist die Anlage - wie vielfach beschrieben - sehr schön angelegt und gepflegt. Auto bei Sebastianos mieten, bloß nicht im Hotel! Wer wirklich griechisch essen gehen will die Taverne an der Kreuzung 0,5 km vor Zia besuchen!


Zimmer
  • Sehr gut
  • Die Suite mit Meeresblick und einer großen uneinsehbaren Dachterrasse war Spitze, die Klimaanlage gut zu dosieren. Leider ist keine Möglichkeit vorhanden, die Badesachen aufzuhängen. Also Wäschleine und Klammern nicht vergessen!


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Neben dem weniger schönen Hauptrestaurant gibt es mittags das Fischrestaurant (super leckerer Fisch frisch vom Grill) und abends noch einen "Italiener" und eine Taverne. Bis auf kleine Variationen ist das Essensangebot abends überall mehr oder weniger gleich, alles kommt aus der selben Küche. Die Restaurants haben wohl mehr die Aufgabe, den Gästestrom im Hauptrestaurant etwas zu entzerren. Man sitzt in der Taverne und beim "Italiener" einfach unter weniger Menschen. Unsere Jungs tendierten freilich mehr zum Hauptrestaurant, weil hier das Speiseangebot am umfangreichsten war. Nach 3-4 Tagen stellten wir fest, dass sich das Essen weitestgehend wiederholt und man kommt wieder zu normaleren Essensgewohnheiten zurück. Den häufig vergebenen Superlativ beim Esen können wir nicht nachvollziehen, er bezieht sich wohl auf die Vielfalt des Angebots. Ich meine jedoch, dass weniger bisweilen mehr ist. Das Essen ist aber in jedem Fall gut. Von schlechter Qualität waren die Säfte. Der O-saft ist wässrig, der Grapefruitsaft schmeckt nach gestrecktem Ananassaft! Die Hotelleitung sollte unbedingt darauf achten, dass das Personal sauber gekleidet ist. Die Dienstuniform (beige Hose, blaues T-shirt) war bei den Damen auf der Terrasse des Hauptrestaurants mehr als schäbig und dreckig. 5 Tage (!!) immer den selben Flecken auf ein und demselben T-Shirt zu sehen ist heftig.


    Service
  • Gut
  • Der Service ist gut, das Personal sehr freundlich und abgesehen von der Liegenproblematik sehr hilfsbereit. Die Zimmer werden top gereinigt.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Sehr positiv empfanden wir die Nähe zum Flughafen und die damit verbundene minimale Transferdauer. Da die Anlage ja unmittelbar in der Einflugschneise liegt, waren wir auf den Fluglärm gespannt. Uns persönlich hat er nicht gestört. Die meisten Maschinen landen morgens und abends. Wer bei wohl dosierter Klimaanlage (diese zieht nicht) aufgrund der Schwüle und der Mücken nachts bei geschlossenem Fenster schläft, bekommt so gut wie nichts mit. Wir hörten jedoch vereinzelt Klagen von Leuten, die bei offenen Türen/Fenstern schliefen. Abends, wenn die Maschinen verstärkt landen, sitzt man in der Regel beim Essen. Da wir fast jedesmal ein anderes, völlig übermüdetes und infolge dessen schreiendes Kleinkind in unserer Nähe hatten, kamen die Fluggeräusche (10-15 Sekunden Dauer) so gut wie nie bei uns an! Im Vergleich zur letztjährige Insel Thassos hat uns Kos landschaftlich weniger angesprochen. Die Anlage liegt zusammen mit der Schwesteranlage Royal (5*) als Solitär an einem akzeptablen, aber recht eng möbliertem Sandstrand, der auch für kleinere Kinder gut geeignet ist. Der Strand ist nah, sauber und bietet neben includierten Angeboten wie Beachvolleyball, Tretboot und Kajak auch entgeltliche Wassersportmöglichkeiten an (Surfkurs, 6h, zu 125€, 15 Minuten Crazy Shark 15-10 € p.P.). Kardamena ist ein 08/15 Ort, der wohl abends und nachts insbesondere Engländer anzieht; einige alkoholgezeichnete Gestalten traf man tagsüber an. Ansonsten gibt es den üblichen Touristen-Schnickschnack, z.T. zu deutlich höheren Preisen als in Zia/Kos-Stadt. Im Winter mus Kardamena einer Geisterstadt gleichen. Die Insel ist leider rasch erkundet, 2-3 Tage reichen aus. Einen fahrbaren Untersatz (Auto, Buggys, Quads) gibt es entweder direkt im Hotel (Tisch in der Hotelhalle) zu deutlich erhöhten Preisen von einem recht beleibten Herren, der sich bisweilen nicht an seine Bürozeiten hält, oder aber deutlich günstiger im Ort. Wir haben bei "Sebastianos" im Ort gemietet (die Besitzerin ist Deutsche, holt Mieter vom Hotel ab und bringt diese wieder dorthin zurück, Vollkasko ohne SB ist selbstverständlich, absolut probemlos und zu empfehlen). Wer nach Kos-Stadt fährt (lohnt sich durchaus) sollte eine Tour über die Berge fahren. Neben tollen Ausblicken kann man auch einen kurzen Abstecker in das Örtchen Zia machen, wo es die üblichen Touristenmitbringsel zu deutlich reduzierten Preisen gibt. Sehr empfehlenswert ist die unscheinbare griechische Taverne an der Kreuzung 0,5 Km vor Zia. Hier gibt es sagenhafte Souvlaki, die Hotelküche könnte sich da eine Scheibe abschneiden bzw. den Koch einstellen! Den Süden der Insel kann man wunderbar mit Buggys erkunden,.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Unsere Kinder waren von den angebotenen Möglichkeiten sehr angetan und machten vieles mit. Bisweilen hatten wir das Gefühl ohne Kinder verreist zu sein. Die Animation übernimmt ein italienisches Team. Missfallen hat uns, , der Volleyballanimateur (abends mutiert er zum Koch beim "Italiener") nicht nur auch unseren 12-Jährigen immer rasch wegschickte (angeblich wegen der Verletzungsgefahr), um dann selbst mitzuspielen! Unsere Kinder fanden auch das Abendprogramm im Theater gut, wir haben es geschwänzt. Der obligatorische wöchentliche griechische Abend ist Geschmacksache. Der Pool ist sehr groß und man kann bestens schwimmen. Die beim ersten Anblick der Poolbar befürchteten Alkoholleichen blieben aus. Im kleinen Supermarkt gibt es alles, was man zu Hause vergessen hat, freilich zu leicht erhöhten Preisen. Sonnecreme ist sehr teuer. Gleiches gilt für die kleine Boutique nebenan. Nun zur Liegenproblematik. Da garantiert ausreichend Liegen an Pool und Strand für alle Gäste vorhanden sind, hat die Hotelleitung mehrsprachige Schilder angebracht, dass das Reservieren von Liegen verboten ist und entsprechende Liegen vom Hotelpersonal freigeräumt werden Die Praxis sieht leider ganz anders aus: Wer wie wir zeitig frühstückt ist danach zwar einer der ersten am Strand, findet aber auf 99% der unbesetzten Liegen Handtücher vor. Wahrscheinlich stellen sich da viele nachts einen Wecker oder lassen die hoteleigenen Handtücher abends gleich liegen. Die reservierten Liegen füllen sich auch tagsüber nur zu ca. 80%, viele bleiben ganztägig unbenutzt. Was tun? Soll man sich anlegen und riskieren, Gegenstand einer italienischen Großoffensive zu werden? Die Hotelleitung reagiert auf Beschwerden nicht hilfreich und riet uns stattdessen: "Räumen Sie die Handtücher bitte selbst weg und verweisen sie dann die Gäste an uns". Super Idee! Wir haben' s trotzdem gemacht. Zwei Stunden nachdem wir zwei Liegen nutzten kam eine Belgierin und beschimpfte uns, dass wir 2 ihrer 6 reservierten Liegen weggenommen hätten. Was uns einfiele, das sei ja wieder typisch deutsch. Wir hatten bis dahin noch geglaubt, dass genau das Gegenteil eine deutsche Un-Tugend sei! Wir blieben äußerlich unbeeindruckt, fragten uns freilich schon, ob unsere Urlaubstage nun immer so beginnen würden. Nach mehreren Tagen verfeinerten wir unsere Vorgehensweise. Wir behaupteten dann halt keine Handtücher auf den Liegen vorgefunden zu haben, die hatte der Wind (ein solcher blies Gott sei Dank immer leicht) dann halt immer 1 bis 2m neben die Liege geweht. Gegen Ende des Urlaubs nahm die Zahl der Steine, die auf die Handtücher gelegt wurden merklich zu. Das ganze ist absolut nervig und wird leider seitens der Hotelleitung nicht unterbunden. Ein gelegentlich vorbeischauender "Pool-Boy" unternimmt auch nichts. Wir hätten es vorgezogen, einen Schirm und 2 Liegen zu mieten!


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stefan
    Alter:46-50
    Bewertungen:2