Die Anlage ist sehr weitläufig. Insgesamt sehr sauber und gepflegt mit 2stöckigen Gebäuden und schönen Poolanlagen. Die Gästestruktur hat mir gut gefallen. Viele Russen, Belgier, Schweizer, ein paar Engländer und ein paar Deutsche. Englisch sollte man unbedingt sprechen. Das Publikum war während meines Aufenthalts eher älter; der Durchschnitt dürfte bei mindestens 40 Jahren gelegen haben. Trotz gewisser Verständigungsprobleme war alles sehr harmonisch. Das Hotelpersonal freut sich sehr, wenn man Münzen gegen Scheine tauscht. Es versucht auch niemand, einen wie auch immer zu beschummeln. Die ägyptischen Banken tauschen keine Münzen in die Landeswährung. Von daher ist es nett, wenn man auf Bitte tauscht. Ausserdem hat man dann wieder Kleingeld. Trinkgeld wird nicht unbedingt erwartet, aber gerne genommen.
Mein gebuchtes Premium-Single-Zimmer mit der 6000er-Nummer entsprach meinen niedrigen Erwartungen. A room without a view. Ein kleines, dunkles Zimmer mit Blick auf die Wand des innenliegendes Ganges. Der Kleiderschrank war nur ca. 1m breit. 2 Einzelbetten. Aber ich wollte dort ja nicht meine Flitterwochen verbringen. Safe, Kühlschrank, Heisswasserkocher und eine kleiner Flatscreen waren immerhin vorhanden. Für ein Röhrengerät wäre auch gar kein Platz gewesen. Das Bad war recht gross und der Haarfön sehr leistungsstark. Ich habe dann gegen einen kleinen Aufpreis ein Superiorzimmer genommen, das war im Vergleich der reinste Ballsaal. Die Sparvariante kann ich aber nicht ernsthaft empfehlen! Beide Zimmer waren sehr sauber.
Das Strandrestaurant ist nicht schön, sehr plastiklastig (hässliche Plastikstühle, -tische, -besteck-, -teller und -becher). Das Hauptrestaurant ist kantinenmässig, draussen kann man aber schön sitzen mit Blick auf den Pool und das Meer. Ebenso im orientalischen Grill. In den anderen Restaurants kann man nicht draussen sitzen, so dass ich sie nicht genutzt habe. Einmal war ich zum Mittagessen im Fischrestaurant, das war recht gut. Ansonsten war das Essen schlecht. Beim Frühstück war das Rührei kalt, der seinen Namen nicht verdienende Speck auch, das weiche Ei war hart, die diversen Brotsorten schmeckten mir nicht, viele süsse Blätterteigteile, wenig Obst. Alles nicht sehr lecker. Auch beim Abendessen hatte ich Mühe, etwas zu finden. Das Rindfleisch war zäh wie Leder und trocken, dito das Grillhuhn. Der Tischwein war für mich nicht trinkbar. Ich habe mit mehreren Gästen gesprochen, die vom Essen auch nicht gerade begeistert waren. Im orientalischen Kaffee gibt´s Teebeuteltee, das ist für mich auch nicht so das highlight.
Das Personal ist durchweg freundlich. Als alleinreisende Frau hatte ich keinerlei Probleme, alle waren sehr höflich zu mir. Auch an der Rezeption spricht man kein Deutsch, sondern naturgemäß Arabisch, Russisch und etwas Englisch. Die Zimmerreinigung war sehr gut. Es war alles sehr sauber, und ich hatte keinerlei Beanstandungen. Der "Zimmermann" hat sich grösste Mühe gegeben, meinen Schlafanzug dekorativ gefaltet auf das Bett zu legen und mit Blüten zu verzieren. Schlecht war der Service an der Rezeption. Alles was nicht direkt Checkin/Checkout hiess, wurde nicht als Aufgabenbereich der Rezeption betrachtet. Z. B. wurde meiner Bitte, die Reiseleitung anzurufen, erst auf Insistieren meinerseits entsprochen. Bei der Abreise wurde mein Koffer erst nach der 5. Nachfrage gebracht. Es wäre einfacher gewesen, ich hätte ihn selbst geholt. Beim Zimmerwechsel war man nicht in der Lage, mein Gepäck selbständig ins neue Zimmer zu bringen. Ich musste persönlich mitkommen. Dies nur als Beispiele. Gravierende Beschwerden hatte ich zum Glück nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Rezeptionspersonal willens oder in der Lage ist, auch nur das einfachste Problem zu lösen. Da würde man auch mit fliessendem Arabisch nicht weiterkommen. In Ägypten gehen die Uhren sicher anders, aber ich habe das als pures Desinteresse und schlechten Service empfunden. Entsprechend wurde man auch kein einziges Mal gefragt, ob man zufrieden ist, also auch nicht bei der Abreise. Auch im Restaurantbereich war der Service schleppend. Beim Frühstück hatte man Mühe, einen eingedeckten Tisch zu finden, obwohl nicht viel zu tun war. Insgesamt mangelte es wohl an der entsprechenden Schulung, Personal ist ja ausreichend vorhanden.
Zum Flughafen sind es ca. 10 Minuten Fahrtzeit. Trotzdem gibt es keinen Fluglärm. Es fährt ein Hotelbus nach Naama Bay. Den kostenfreien Bus um 18 Uhr sollte man mindestens am Vortag vorbuchen. In der unmittelbaren Nähe der Hotelanlage gibt es keine Einkaufs- oder Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Ausflugsmöglichkeiten sind sehr gut. Ich habe über das Diving-Center, das im Hotel ist, einen Schnorchelausflug gemacht. Bei Windstärke 6 bis 7 etwas abenteuerlich, aber lohnend. Dann habe ich noch über den Reiseveranstalter einen Ausflug nach Petra/Jordanien gebucht. Ansonsten gibt es noch Katharinenkloster, Mosesberg, Kairo und Luxor. Man kann also sehr viel machen, wenn man möchte.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlagen sind sehr schön. Das Spa ist nett, aber die Sauna und das Hammam sind viel zu klein und haben keinerlei Flair. Das kenne ich aus anderen ägyptischen Hotels besser. Die Preise im Spa sind auf deutschem Grossstadtniveau, was ich angesichts des vermutlich recht niedrigen Lohnniveaus einfach als unverhältnismässig empfinde. Die kleine Einkaufsstrasse ist recht nett. Hervorzuheben ist die Apotheke mit der Viagra-Werbung. Der nette Apotheker spricht gut Deutsch und freut sich, wenn er sich mit deutschen Gästen unterhalten kann. Gut auch das grosse Internetcafe. 1 Stunde kostet € 3 und man kann sie über einen Zugangscode beliebig verbrauchen. Die Animation war nicht nach meinem Geschmack, allerdings spreche ich auch kein Russisch. Muss aber auch nicht sein, ich komme ganz gut ohne abendliche Shows aus. Die Poolanlagen sind schön. Der Strand hat mir gar nicht gefallen. Das kleine Hausriff ist zwar ganz nett mit vielen bunten Fischen. Der Strand selbst ist aber eher lehmbraun und nicht sehr gross. Gestört hat mich die fehlende Umkleidemöglichkeit. Mann musste immer zur Toilette, wenn man sich andere Badesachen anziehen wollte. Die Handtuchnummer vermeide ich in arabischen Ländern nach Möglichkeit. Schirme und Liegen gab es ausreichend. Die Auflagen waren schon sehr abgenutzt. Plastikbecher und gebrauchte Handtücher wurden erst abends abgeräumt, sofern die Gäste das nicht selbst gemacht haben. Einen Getränkeservice gibt es am Strand nicht. Die paar Meter zum Strandrestaurant schafft man zwar noch, aber es wäre doch nett gewesen. Personal ist an sich auch am Strand ausreichend da. Sehr weit rausschwimmen kann man nicht, weil wegen der Ausflugsboote abgesperrt ist. Trotz der schönen Poollandschaft daher eher negativ.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im März 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Carolin |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


