Was uns als Familie bei unserem zweiten Besuch im Alhambra innerhalb von einem Jahr maßlos enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass man es tatsächlich geschafft hat, von angegebenen 5-Sternen auf gefühlte 3,5-Sterne abzurutschen. Wenn man es mit ein wenig Sarkasmus beschreiben darf, war das absolute Highlight unseres Urlaubs, dass die Notstromaggregate während eines Stromausfalls innerhalb von 10 Sekunden angesprungen sind und der Betrieb dadurch aufrecht erhalten werden konnte. Eher enttäuscht waren wir allerdings vom Essen, vom Service, vom Zimmerservice, vom momentanen Kundenstamm, man könnte dies endlos weiterführen, denn irgendwie hat sich seit September/Oktober letzten Jahres so gut wie alles verschlechtert. Ob dies nun an der sehr späten Eröffnung des Hotels liegt, oder einen anderen Grund hat, lässt jetzt Raum für Spekulationen. Der Kundenstamm hat sich extrem Richtung ehemaligen Ostblock verändert. Würde man diese vorverurteilen aufgrund vorherrschender Klischees, so kann man sich ein Bild ausmalen, wie es sich anfühlt, momentan Gast im Alhambra zu sein. Zum Glück war man an der Gästebetreung extrem freundlich uns eine neue Strandtuchkarte auszustellen, nachdem während unserer Mittagspause jenes Tüchlein abhanden gekommen ist. Zum Neukauf von Luftmatratzen, welche sich in gleichen Aggregatzustand auflösten, als das Kind nur mal die Wasserrutsche nutzte, sowie dem Wegrollen von Bällen welche in Handtücher eingewickelt auf der Liege lagen während man Getränke holte, möchte ich nicht näher eingehen.
Die Zimmer im Alhambra sind wirklich groß und geräumig. Eine moderne, zeitlose Einrichtung lädt zum Wohlfühlen ein. Leider mussten wir diesmal aber auch feststellen, dass man es mit penibler Reinlichkeit nicht so genau genommen hat. Hätten wir weiße Handschuhe mitgehabt, wären wir mit grauen zurückgereist. Klar gibt es Stellen, an die man nicht unbedingt herankommt, wie beispielsweise die optisch wirklich ansprechende Deckenabhängung mit den Aussparungen, aber man kann eigentlich erwarten, dass das Bettgestell sauber ist. Dies fiel der Frau unserer kleinen familiären Reisegruppe auf, als sie aus Langeweile mal dort drüber strich. Daraufhin schaut man sich dann aber auch gerne etwas genauer um und stellt dann auch andere kleinere Mängel fest. Blasen an der Tapete über den Sockelleisten, eine grottenschlechte Verfugung der Steinplatten im Bad. Auch der Überlauf im Waschbecken, welcher sich "unsichtbar" vorne befindet, war dann auch nicht mehr so reinweiß. Egal, zuhause ist auch nicht alles perfekt. Klimaanlage funktionierte einwandfrei. Anders wären die Nächte auch nicht auszuhalten gewesen. Der Kühlschrank/die Minibar wurde eigentlich täglich aufgefüllt, strahlt aber jede Menge Wärme ab. Der Fernseher verfügt über Programme in verschiedenen Sprachen, ein Manko ist allerdings, dass dieser ab und zu vom Bild und Ton her, ein zwei Sekunden hängt. Stört aber beim Einschlafen nicht. Wir waren ja schließlich nicht zum TV-schauen im Urlaub. Zur Minibarauffüllung: Leider mussten wir am letzten Tag ziemlich lange dursten. Erst nachdem wir an der Rezeption nachgefragt haben, ob wir denn noch mit einer Auffüllung rechnen können, wurde reagiert. Das allerdings, obwohl unsere an dem Tag zugeteilte Reinigungskraft extra nach dem Putzen nochmal ins Zimmer kam und in die Minibar geschaut hatte. War ja ein Tag vor der Abreise, vielleicht dachte man sich, die brauchen nix mehr. Keine Ahnung. Bei unserer von Sonntag-Freitag eingeteilten Reinigungskraft konnten wir uns nicht beschweren, die hat ihre Arbeit wirklich sehr gut gemacht. Allerdings hatte diese am Samstag frei.... Wir bedanken uns aber dennoch für den lecker aussehenden Obstteller den man uns aufs Zimmer schickte. Womit wir diesen verdient hatten, wissen wir bis jetzt immernoch nicht. Leider kamen wir nicht dazu diesen zu essen. Nach ein paar Tagen hätte man so ein zwei Früchte davon auch gerne entfernen können. Haben wir dann selbst gemacht und nur das gute Obst noch liegen gelassen.
Da wir die Gastronomie ja schon kannten und unter anderem genau wegen dieser das Alhambra abermals aufsuchten, waren wir umso erstaunter, dass sich Buffetbereich und Speisesaal verkleinert hatten. Verständlich aber, da das Hotel ja nur zu gefühlt 20% gefüllt war. Als dann aber die Massen anreisten, wurde lediglich der Speisesaal hinten aufgemacht, ergo vergrößert. Um das Buffet herum hieß es allerdings nur anstehen und warten. Auch vermissten wir die reichlich vorhandenen Gimmicks vom ersten Besuch. Die wunderschönen Melonenköpfe etc. fehlten einfach. An denen konnte man sich so wunderschön erfreuen. Während unserer 10 Tage Aufenthalt gab es glaube ich 3 Themenessen. Türkische Nacht und so weiter. Ansonsten glich jeder Tag so gut wie dem anderen. Allerdings muss ich hier auch anmerken, geschmeckt hat es super. In der Amphi-Bar gibt es ja, muss ich anmerken, die Mittagssnacks - Fried Chicken etc. Leider klappte es hier an einigen Tagen überhaupt nicht. Die Küche kam mit der Produktion des Hähnchendönerfleischs, sowie der frittierten Hähnchenschenkel überhaupt nicht hinterher. Mir stellte sich eigentlich nur die Frage, warum man sich so viele Leute ins Haus holt, wenn man nicht das Personal hat um diese zu bedienen. Ferner hätte ich mir im übrigen gewünscht, dass man auch seitens des Personals ein wenig mehr Wert auf den Dresscode gelegt hätte. Vor dem Speisesaal ist diese wunderschöne bildliche Darstellung der erwünschten und der unerwünschten Kleidung. Gegen kurze Hosen bei 49 Grad im Schatten habe ich persönlich nichts und ab dem fünften Tag unseres Urlaubs habe ich mir diese dann auch erlaubt. Aber kann man Gäste die im Badeanzug - Klitschnass - nur mit einem Handtuch um die Hüften oder einem triefendem, übergeworfenem T-Shirt nicht einfach des Essensbereiches verweisen!? Tipp: In Ebene -1 die Pattisserie aufsuchen! Der Kuchen ist dort absolute Bombe. Und für mal einen Kaffee zwischendurch absolut empfehlenswert. Die Servicekraft wirkte irgendwie froh jemanden zu sehen, der sich dorthin verirrt. Und es war echt lecker!
Durchwachsen würde die Beschreibung des Services am ehesten treffen. Wie sagt man so schön, es gibt solche und solche, und das trifft auch auf die Servicekräfte zu. Wir wurden sehr freundlich beim Check-In empfangen. Unsere Koffer wurden uns direkt am Bus abgenommen. An der Rezeption lief auch alles sehr freundlich und zügig ab. Unsere Koffer wurden uns aufs Zimmer gebracht und wir erhielten eine kurze Einweisung. Bis dahin alles optimal. Zu Beginn unseres Urlaubs muss man allerdings sagen, dass dieses Riesenhotel, gefühlt nur zu 20% ausgelastet gewesen ist. Es war quasi leer. Sollte sich allerdings noch ändern. Die Kellner im Speisesaal waren größtenteils sehr freundlich und vor allem auch kinderlieb. Das ist ein großer Pluspunkt, den wir auch schon bei unserem ersten Besuch super fanden. Allerdings merke man einigen Servicekräften an, je voller das Hotel wurde, desto gestresster wurden diese und verloren auch den Überblick. Zum Glück hatten wir die zwei für uns besten Kellner schon gefunden, und versuchten immer einen Tisch in deren Bereich zu bekommen, was uns auch sehr oft gelang. Vielen Dank an die beiden! Leider mussten wir auch ab und an mit anderen Tischen Vorlieb nehmen und warteten dort bis zu 10 Minuten bis dann endlich mal jemand eine Getränkebestellung aufgenommen hat. Wir hatten unsere Getränke dann immernoch nicht und bemerkten bei unserem Lieblingskellner einen freien Platz und setzten uns dort hin. Hier hatten wir dann unsere Getränke schon halb ausgetrunken, bis unsere vorerst bestellten Getränke samt Kellner irgendwo durch den Raum irrten. Ferner fanden unser Kind nebst gewonnener Urlaubsfreundin am letzten Tag einen toten Vogel auf einem Stuhl im Aussenbereich des Speisesaals. Trotz der Meldung bei einem "Weißhemd" auch Vorabeiter, und halbstündiger Totenwache der beiden kleinen, hielt es keiner für nötig, diesen Vogel zu entfernen. Und das obwohl die kleinen diesen schon in ihrem Mitleid samt Stuhl in den Speisesaal getragen hatten, welcher von mir dann schnellstmöglich wieder nach draußen befördert wurde. Was ausserdem auffiel, dieses Mal waren auffällig viele weibliche Servicekräfte im Speisesaal beschäftigt. Diese haben allerdings kaum ein Wort gesprochen und wirkten arg überfordert. Der Service ist demnach teilweise sehr sehr ausbaufähig.
Die Lage des Hotels ist irgendwie einmalig und hat ihren ganz besonderen Charme. Im Süden schließt an das Hotelgelände direkt der Sandstrand mit dem Meer an. Zu Beginn unseres Urlaubs waren hier ausreichend Liegen mit festinstallierten Sonnenschutz vorhanden. Das lag aber eher an der schlechten Auslastung des Hotels, als an der Anzahl der Liegen. Gegen Ende unseres Urlaubs war es hier gerammelt voll. Am Strand befindet sich ein kleiner Getränkestand, sowie auch die Moonlightbar für die etwas größeren Wünsche. Zwischen Strand und Poollandschaft befindet sich der Lunapark für die Kleinen und Großen die zum Abend hin das kleine Freizeitvergnügen suchen. Hier muss man allerdings anmerken, dass die ein oder andere Beleuchtung der Fahrgeschäfte auch schon das Zeitliche gesegnet hat. Ein neuer Farbanstrich hätte es sicher auch getan, genauso wie das Auswechseln der Sonnengebleichten Matratzen beim Trampolin. Im Norden des Hotels landet man direkt auf dem Basar. Dort haben wir mal wieder kräftigst zugeschlagen, mußten sogar noch einen Extra-Koffer kaufen. Am besten waren die Geschäfte in dem "Süral Shopping Center". 'Alles muss raus bei Klaus' war der Slogan der uns ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, zumal wir ihn und seine Angestellten schon vom letzten Besuch her kannten. Zu Empfehlen ist auch der Friseursalon der "Dr. Fish" beinhaltet. Sehr nette, sympathische Leute, die einen Top Job machen. Unsere Kleine ist mit ihrem Zottelzopfkopf immernoch voll zufrieden. Und die Knabberkur der Fische ist echt zu empfehlen. Im Westen befindet sich das Süral Otel, welches aber eher eine Geisterburg, als ein Hotel ist. Außer Wachpersonal und abendliche "Wachhunde" zu dt. auch Straßenköter genannt, haben wir dort niemanden gesehen. Im Osten befindet sich (noch) offenes Gelände. Hier befindet sich noch ein kleiner Spielplatz, sowie die Möglichkeit ein wenig "Outdoor-Fitness" zu betreiben. Die Geräte haben aber eher einen Funfaktor, als einen tatsächlichen Fitnessnutzen. Alles in allem muss man sagen, dass die Hotelanlage sehr gepflegt ist, bewegt man sich allerdings ein wenig nach außen, ist es wie in anderen Ländern mit Touristenballungsgebieten auch. Schutt, Unrat, Müll etc. findet man nicht erst auf den zweiten Blick. Gleiches gilt auch wenn man von den Wasserrutschen zum Amphitheater runter schaut. Dort liegen riesige "Röhren", wofür man diese dort braucht ist mir schleierhaft. Geht man vor dem Hotel nach rechts an dem großen Brunnen vorbei und schaut nach unten zu den großen ?Kühltürmen?, dann weiß man auch, wo der Haustechniker sein Lager hat. Darüber kann man allerdings hinwegsehen, da man sich dort nur beim Eidechsensuchen hin verirrt. Tipp: Dadurch dass das Hotel eins der ersten auf der Transfer-Route vom Flughafen ist, ist man oftmals in unter einer Stunde an der Rezeption. Auf dem Rückweg kann es sich dann andersrum verhalten, man ist wenn man Glück hat, einer der letzten der abgeholt wird. Ausflugsziele haben wir dieses Mal keine angesteuert. Wir waren noch begeistert von unserem letztjährigen Green Canyon Ausflug mit offenem Cabriobus. Dies Mal war es einfach zu heiß. Das Hamam war während unseres Aufenthalts kühler als die Außentemperatur.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlage ist eigentlich absolut top. Leider einige Gäste nicht. Diese meinen ja, ihre Kippen im Wasser auszumachen und die Stummel dann durch die Plastegitter im Nirvana zu versenken. Ekelhaft und das sage ich als Raucher. Zum Glück wurde die Poolanlage jeden frühen Morgen gereinigt. Die Liegen sind übrigens auch sehr bequem. Ein Manko ist allerdings die Tatsache, dass viel zu wenige Sonnenschirme im Poolbereich vorhanden sind. Hier muss man dringend nachrüsten, speziell bei solch Hitzewellen wie bis zum 25.06. herrschten. Schlimm auch die Tatsache, dass die Sonnenschirme, nebst Liegen, spätestens um halb acht in der Früh alle belegt sind. Wellness-Bereich ist sehr gepflegt und top ausgerüstet. Mit Ruheraum, Poolanlage im Gebäude (mit kalten Wasser), Umkleiden, Sanitären Einrichtungen, Saunen und Hamam, dutzenden Massageräumen.... Leider ist die Auslastung sehr gering. Vielleicht schrecken die Preise ja so extrem ab. Aber man wird auch nicht wirklich darüber aufgeklärt, was man dort unten für wieviel nutzen kann, es sei denn man Betritt den Spabereich und erkundigt sich direkt dort. Den Fitnessraum haben wir nicht genutzt, er wirkt von aussen aber sehr gepflegt. Bowlingbahn und Spielecenter haben wir uns wiedermal nur angeschaut. Allerdings wirkt dies alles sehr gut in Schuss gehalten. Das Entertainment Programm ist Geschmackssache. Die erste "White Sensation" war spärlich besucht, die zweite war dann schon okay. Ansonsten kann man über die 3 oder 4 oder waren es 5 Tanzvorführungen diskutieren. Entweder man mag es oder nicht. Die Magiershow letztes Jahr war um Welten besser. Die Shows von Animationsteam sind bis auf ein paar neue Mitglieder aber auch die alten. Dann verbringt man seine Zeit halt anders. Animationen gab es wie letztes Jahr auch genug. Das gute ist, man wird nicht gezwungen mitzumachen. Wasserrutschenanlage... Nunja, wenn ich hierzu etwas sagen darf.. Das Alhambra verfügt über 2 Wasserrutschen, welche man mit Luftreifen berutschen darf. Bei unserem Besuch allerdings verfügte es nur über eine. Man hat es tatsächlich nicht geschafft, eine defekte Wasserrutsche innerhalb von 10 Tagen zu reparieren. Warum auch, ein Flatterband als Absperrung reicht schließlich auch. Zum Glück gingen wenigstens die anderen Rutschen. Kinderclub: Unsere Kleine hatte diesmal tatsächlich das Bedürfnis, den Mini Club aufzusuchen. Was diese alles machen... Also zumindest laut dem Programm was sie dort ausgeben. Ob es dann am Ende auch so umgesetzt wird, dazu sage ich mal lieber nix... Aber wie wir laut Gerüchteküche erfahren mussten, hat der Chef des Kinderclubs das Hotel am selben Tag freiwillig verlassen! Während bei uns lediglich das Urlaubsende und der Rückflug anstanden. Wenn das wahr sein sollte, verstehe ich nicht, wie sich ein 5-Sterne-Hotel, eine der besten Adressen der Region, es erlauben kann, die fähigsten und sympatischsten Mitarbeiter ziehen zu lassen, ohne zu versuchen, sie mit allen Mitteln zu halten. Wir jedenfalls sind extrem unschlüssig, ob wir das Alhambra noch einmal aufsuchen werden oder nicht. Einerseits war unser erster Urlaub so extrem wunderschön, während der zweite ein dem Preis-Leistungsverhältnis eher schlecht bis angemessener Aufenthalt war. Irgendwie würden wir schon gerne wiederkommen, gerade weil wir wissen, wie es sein kann, wenn alles funktioniert. Alle Guten Dinge sind ja bekanntlich drei.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2016 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 3 |
Sehr geehrte Gaeste, Herzlichen Dank für Ihre gute Bewertung bezüglich Ihres Aufenthaltes im Royal Alhambra Palace . Wir freuen uns sehr , dass es Ihnen bei uns gut gefallen hat . Die Kommentare sind sehr wertvoll für uns. Durch Ihre Meinung wissen wir, welche Bereiche und Serviceleistungen wir noch verbessern können, um unseren Gästen einen noch angenehmeren Aufenthalt zu ermöglichen. Wir hoffen Sie wieder im Royal Alhambra Palace begrüssen zu dürfen . Mit freundlichen Grüssen Hotel Managment info@royalalhambrapalace.com


