Das Hotel besteht aus Haupthaus und vielen Bungalows verteilt über eine große Fläche, was je nach Lage des Zimmers zu großen Laufwegen führen kann. Ich hatte an Zustand und Sauberkeit nichts auszusetzen, wobei ich die Zimmer im Haupthaus nicht beurteilen kann, da wir im Bungalow waren. All inclusive war von einem niedrigen Niveau, auf entsprechende Nationalitäten abgestimmt. Hierzu später genaueres. Im Shop gibt es Telefonkarten:Simkarte 5Euro, Guthaben 5Euro. Die Ersparnis ist immens, da die roamingkosten entfallen. Guthaben ist wiederaufladbar. Man kann am Ende eine Hotelbewertungskarte ausfüllen. Wenn man vorher den einen oder anderen Mann vom Personal nach seinem Namen fragt, um ihn positiv zu bewerten, bekommt man ab diesem Zeitpunkt einen Superservice von ihm!
Unser Bungalow (1905) hat vieles rausgerissen. Kurze Wege, tolles Bad, tolle Aussicht, viel Platz. Leider der Kleiderschrank viel zu klein. Minibar füllt man sich auf, indem man in der Cincinattibar Wasserflaschen holt. Der Safe könnte jederzeit einfach als ganzes rausgetragen werden. Zwei große, getrennte Betten. Über Fließenverfugung rede ich hier nicht schon wieder - halt ägyptisch. Tipp: Von Deutschland aus Kontakt aufnehmen im Bezug auf Bungalowlagen-Wunsch (bei mir hat es mit Fax funktioniert, Nummer über Website) Wer TV gucken will: ZDF und RTL (nicht wie hier erwähnt RTL2)
Als ich hier die Hotelbewertungen bezüglich Gastronomie las, dachte ich, alle Essensbewertungen sind nichts wert, das jeder seine eigenen Bedürfnisse hat. Aber leider stimmt alles negative, was hier schon gesagt wurde. Die Auswahl und Qualität ist definitiv auf Leute mit niedrigen Ansprüchen abgestimmt und auf Kostenreduktion für das Hotel. Jeden Tag als Hauptbestandteil aller Salatangebote morgens, mittags, abends Weißkohl-Rotkohlstreifen, Eisbergsalat, selten andere Blattsalate. Tomaten schienen zu teuer zu sein, man konnte sie nur in der ersten Minuten ergattern, danach wurde nicht mehr aufgefüllt. Schon angemachte Salate wie Nudelsalat mußten mit den angebotenen Dressings zusätzlich angemacht werden (dies war in einem Fall: Ketchup in eine Schüssel gefüllt als Dressing). Kartoffeln waren noch roh oder gummiartig im Ofen gebacken, dass man sie nicht schneiden konnte. Fisch mal roh, mal knochentrocken und fast schwarz, jeden Tag Ochsenfleisch, verkohltes Huhn mit mehr Knochen als Fleisch. Durch die Übergarung bekam man das bißchen Fleisch nicht mehr ab. Die Nudeln waren immer so stark überbacken, dass die obere Hälfte als Schuhsohle nicht eßbar war. Die Snackessen, die man vielleicht als Ersatz tagsüber nehmen wollte, waren absolute Katastrophe (Beispiel für eine warme Mahlzeit: Dunkelbrauner Toast geschichtet mit toastdicken,gewölbten Wurstscheiben). Wenn einmal Pommes auftauchten, war dies mit Ketchup noch das beste. Auch hier natürlich wieder Weißkohl, Rotkohl, Eisberg - Dauersonderangebote zum Sparen? Ich könnte hier einen Roman schreiben. Ein Koch hat mich gebeten, ihm Rezepte mit Kochanleitung zu geben! Das habe ich 3Tage lang getan. Eines meiner Rezepte hat er direkt am nächsten Tag schon im Buffet angeboten. Das sagt doch schon alles!!! Das kostenpflichtige Fischrestaurant (La Dorada) sollte man meiden. Keine gegrillten Fische, Tintenfischspieße halbroh mit zwei kalten Scampis, Rotkohlsalat(!) mit vereinzelten Muscheln(!), Fischsuppe ohne jedes Fischstück und Fischgeschmack. Die Gäste sind reihenweise wütend abgehauen, obwohl das Personal noch versucht hat, uns mit neuen, heißen Scampis zu beschwichtigen. Aber das war für viele einfach keine Entschuldigung mehr. Ich schätze, die anschließende "besondere Show" hat ohne Puplikum stattgefunden. Am nächsten Tag gab es übrigens etwas neues im Hauptrestaurant: Tintenfischstücke paniert!!! (Ich unterstelle nichts, aber...) Zum Thema Getränke: Wie kann das sein, dass es an der Poolbar nur total warme Getränke (Bier, Wein, Cuba libre...) gibt? Keine Eiswürfel, die Kühlbehälter offensichtlich ohne Wirkung! Die Plastikgläser sind alle verrottet, die Schicht ist kaputt, dadurch setzt sich Dreck hinein! Und diese "Gläser" werden zur Wiederverwendung nur kurz mit kaltem Wasser ausgespült! Mein Tipp: Kostenlose Wasserflaschen in der Cincinattibar holen, ein großes Plastikglas ergattern und jeden Tag mit sich schleppen. Man kann es dann im Zimmer selbst reinigen (anschließend verstecken)! jHat auch den Vorteil, dass man mehr Inhalt bekommt!
Hier entsteht der erste Mangel. Teilweise ist der Service und die Freundlichkeit sehr gut. Manche Leute ignorieren einen dauerhaft, bis ein Euro rüberkommt und schon sind sie freundlich (aber nur, solange man die gleiche Strandbluse auch noch am nächsten Tag trägt. Ansonsten erkennen sie einen nicht mehr). Auf der anderen Seite hatten wir einen Zimmerboy, der mir sogar ein Sträußchen Blumen (war Basilikum) brachte. Die Leute in der oberen Bar (Cincinatti) waren sehr nett, man konnte auch private Gespräche mit ihnen führen. In der Aurorabar mußte man erst feststellen, welche Laune der jeweilige Angestellte hatte. Einer hat mir tagelang seine "Geheimcocktails" stolz angeboten und wurde auch von mir für die Qualität gelobt. In den Tagen danach hatte er plötzlich keine Lust mehr, weder auf Geheimdrinks noch auf Gespräche. Auf Tischservice schon gar nicht mehr. Im Hauptrestaurant gab es Personal, das einen über den Haufen gerannt hat, als wäre man Luft. Andere wiederum waren superfreundlich und hilfsbereit. Dieses durchwachsene Ergebnis meiner Eindrücke deutet eigentlich auf unterschiedliche Qualifikationen der Angestellten hin. Eine Frage, die sich die Verantwortlichen offensichtlich nicht stellen. Wie kann man z.B. einen unerfahrenen Jüngling als Hauptbarkeeper in die Poolbar stellen? Dies ist nur ein Beispiel von vielen Erlebnissen.
Der Panoramablick direkt über die Bucht ist fantastisch, allerdings gilt das nicht für die Bungalows der hinteren Reihen. Zum Strand kommt man über sehr schwierig zu laufende Treppen, im unteren Bereich ohne Geländer. Die Steinstufen sind sehr uneben und teilweise mit Sand bedeckt, ein Fehltritt und der Urlaub ist zu Ende. Alternativ kann man vom Parkplatz neben dem Hauptrestaurant den kleinen Shuttle benutzen, der nonstop den ganzen Tag rauf und runter fährt. Für Gehbehinderte ist beides nicht ideal. Die Treppen sind sehr heikel und für mich nur mit Geländer nutzbar gewesen. Im letzten Teil war dann der Arm meines Mannes Geländerersatz. Der Ein-und Ausstieg in den Bus ist, da er so hoch liegt, aber auch nicht das einfachste. Ich hatte trotz leichter Gehbehinderung (ohne Krücken) das Al Nabila gebucht aufgrund der tollen Panoramalage und des feinen Sandes. Dadurch konnte man sich Badeschuhe am Hauptstrand sparen. Im Hotel gibt es ein paar Shops, ich fand sie nicht überteuer, man konnte ein bißchen handeln. Die Apotheke existiert nicht mehr. Mit Glück hatte ich alles nötige dabei. Für 8Euro/P. kommt man nach Hurghada hin und zurück. Der hoteleigene Limousinenservice ist unverschämt teuer. Im Makadicenter (ca.4km) gibt es Shops, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten, was ich von früheren Urlauben wußte. Wer wohl für die paar km 20Euro mit der Limousine bezahlen will? Mir war dieser Weg zu Fuß allerdings auch too much und als Strandwanderung ist er nicht machbar, weil man schon das Gelände vom Nachbarhotel nicht betreten darf. Ein Uniformierter hat mich aufgehalten. Wer aber die Hotelküste Ägyptens kennt, der weiß, dass er sich mit einem Ghettodasein abfinden muß. Ausnahmen sind lediglich das Makadicenter und El Gouna. In beiden Gebieten kann man sich frei bewegen und auch einmal andere Hotels betreten. Ausflüge finde ich zu teuer und in einer Woche Urlaub kosten sie mich auch zuviel Zeit. Am ersten Tag will man von Bussen nichts mehr hören und sehen, danach will man sich einleben und den letzten vollen Tag schließlich auch gemütlich ohne Stress verbringen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein positiver Aspekt: Der Hauptpool oben ist beheizt (passend zu den warmen Getränkten). Ansonsten habe ich sehen können, das die Geräte im fitnessraum brauchbar erschienen. Die Strandtreppen waren aber Fitness genug für mich. Abends war nur der Aufenthalt in der Cincinattibar angenehm. In der Aurorabar gab es höllenlaute Musik. Ich bin nur durchgehechtet auf dem Weg zum Bungalow. Was ich sehen konnte: Zweimal war ein Sänger da und die Leute haben verzückt zugehört. Ich bin nicht empfindlich, aber es war grausam laut (Quantität statt Qualität).Hinzu kam eine meist laufende Klimaanlage - es war einfach zu kalt (auch in der Hotelhalle). Im hinteren Bereich der Bungalows gibt es noch einen zweiten Pool mit Poolbar und Zugang zu einem ruhigen Strandabschnitt. Hier ist keine Animation, kein Lärm, allerdings vermutlich die gleichen Snacks wie schon beschrieben mittags. Internet steht teuer zur Verfügung, aber kein WLAN (das gibt es nur hotelintern).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Dezember 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrike |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 15 |


