Wir buchten das Hotel sehr früh, Fokus dieses Aufenthalts sollte vor allem Ruhe und Erholung, Sonne tanken und Baden sein. Wir haben dieses Hotel hauptsächlich aus dem Grund gewählt, weil es seit Mai 2013 kinderfrei ist und wir uns davon bestmögliche Erholung und ein ruhiges, gediegenes Ambiente erhofften. Das mit über 350 Zimmern recht große Hotel liegt in der Madinat Coraya, einer geschützen Bucht nahe des Internationalen Flughafens Marsa Alam. Das Hotel war jederzeit top gepflegt, immer wurde repariert, gewerkelt, gestrichen, geputzt und gewienert. Es ist wie ein orientalisches Dorf aufgebaut, groß, aber mit kurzen Wegen, zudem gegenüber dem dauerhaften Nordwind im Winter gut abgeschirmt. Es wird mit AI oder Halbpension angeboten, aber in Ermangelung anderer gastronomischer Alternativen würden wir jederzeit wieder AI buchen. Zu unserer Reisezeit Mitte Dezember war der Gästemix sehr angenehm, zu größten Teil waren es deutschsprachige Gäste, aber auch alle Herren Ländern Europas waren vertreten: BeNeLux, Italien, Frankreich, Skandinavier, auch ein paar Osteuropäer, keine Russen. Hautsächlich Pärchen gehobeneren Alters (50+), aber auch jüngere Gäste. In der Weihnachtswoche bei 100% Auslastung kamen auch ein paar Familien mit Kindern im Teenager- und Twenageralter an. Aufgrund der doch sehr euphorischen Bewertungen hier bei HC und anderen Portalen kamen wir mit einer sehr hohen Erwartungshaltung hierher. Wir können allerdings die Euphorie der vielen Stammgästebeurteilungen nicht uneingeschränkt teilen. Das Highlight des Hotels ist sicherlich der hohe Erholungs- und Ruhefaktor durch die Kinderfreiheit. Man genießt es jede Minute, es wird offensichtlich, wen man mal auf die andere Seite der Bucht geht und sieht und hört, wie es dort zugeht. Zudem ist die Hotelanlage eine der gepflegtesten Anlagen, die wir (vor allem in Ägypten) je gesehen haben. Die geschützte Bucht erlaubt angenehmes Schnorcheln unabhängig von Wind und Wellengang, die Vielfalt der Flora und Fauna unter Wasser ist noch toll, allerdings wird es mittags schnell trüb und viele andere Gäste (auch aus den anderen Hotels der Bucht) können sich nicht benehmen und zerstören viel. Der Service ist auf der Terrasse des Hauptrestaurant sehr schlecht. Die Angestellten sind sonst freundlich – auch ohne Dauer-Trinkgeld-geben, der Chef schaut bei jeder Gelegenheit vorbei. Das Zimmer ist allerdings eher Durchschnitt, man müsste wohl die Deluxezimmer buchen, wenn man mehr Komfort haben will. Ebenfalls Durchschnitt ist das Essen, da haben wir uns in puncto Auswahl mehr erhofft. Ein negativer Schatten wirft auch die Tatsache auf das Essen, dass wir beide so große Magen&Darm-Probleme hatten wie noch nie in Ägypten. Woher das kam, kann man natürlich nicht abschließend klären, aber ein negativer Beigeschmack bleibt, zumal wir extrem vorsichtig waren. Die Abendunterhaltung durch die Animation war bemüht, haben wir in Ägypten aber schon besser gesehen, der Sänger auf der Terrasse war eine Zumutung. Insgesamt wissen wir nicht, ob wir nochmals in dieses Hotel fahren würden, es wäre sicherlich etwas vom Preis abhängig, denn ein Schnäppchen ist das Hotel für Ägypten nicht. Den Namen als vermeintlich bestes Hotel am Platze und die Kinderfreiheit lässt sich das Hotel gut bezahlen, aber wir würden es jederzeit weiterempfehlen.
Wir haben „das besondere Zimmer“ gebucht, und waren im Vorfeld sehr gespannt. „DZ mit Meerblick in einer bevorzugten Lage“, stand im Katalog. Wir haben ein normales Doppelzimmer im 12er Block mit Blick zur Bucht bekommen. Wer es ruhiger mag, sollte unbedingt ein Zimmer wählen, welches nicht zum Pool bzw. Terrasse ausgerichtet ist. Unser Zimmer war daher von der Lage her sehr gut. Man hörte Abends die Show trotzdem bis zu uns, und zudem die Gepflogenheiten umliegender Bewohner. Es war aber ok, wir konnten ab 22.30 Uhr meist ungestört schlafen. Ansonsten waren wir von der Zimmergröße etwas enttäuscht. Nach Öffnen der Tür kam man in einen 2x2m großen Vorraum, wo der Schrank stand, von dort geht zum einen in ein mittelgroßes Bad mit WC, Waschbecken und begehbarer Dusche, zum anderen geradeaus in das Schlafzimmer. Das harte Bett steht in der einen Ecke, Tisch und Stuhl in der Mitte und an der anderen Seite ein Buffet mit Unterschrank. Dort gab es die Minibar, die im Preis enthalten war, Wasserkocher für Tee und Kaffee und einen Flat-TV mit drei, vier deutschen Programmen. Dann gab es einen schönen Balkon, bei uns in Richtung Süden, im Sommer sicherlich der Horror, im Winter sehr angenehm von der Temperatur. Insgesamt war das Zimmer doch etwas klein und lieblos, aber man ist die meiste Zeit eh draußen. Außer man ist zwei Tage krank wie wir, dann wird’s eng. Das Zimmer war im großen und ganzen sauber, ein paar Flecken auf Teppich, Bett und Vorhängen waren etwas unappetitlich. Unser Roomboy Mohamad hat ansonsten alles soweit gut gereinigt und uns immer wieder nette Handtuchtiere geformt. Insgesamt empfanden wir das Zimmer eher als durchschnittlich, nicht der Klasse des Hotels entsprechend.
Es gibt das große Hauptrestaurant Al Maha, das A-la-Carte-Restaurant Fayrouz (entgeltlich) und die Snackbar am Strand. Bars gibt es ebenfalls mehrere. Das Frühstücksbuffet war für ägyptische Verhältnisse sehr ordentlich, von den vielen Sorten Brot über warme Speisen, Marmeladen bis hin zu Süßes. Käse wird auf Anfrage frisch aufgeschnitten, die Wurst war für uns ungenießbar. Zwei Live-Cooking-Stationen brieten Eier und Omeletts. Ein sehr guter Start in den Tag und für uns das beste Buffet. Mittags konnte man entweder in der Snackbar am Strand Suppe, ein warmes Gericht und Salat oder Snacks zu sich nehmen, oder im Hauptrestaurant speisen. Die Auswahl war aber gegenüber dem Abendessen eingeschränkt. Überhaupt waren wir von der Essensauswahl für ein Hotel dieser Klasse etwas enttäuscht. Es gab zwar eine große Auswahl Vorspeisen (Salate, etc.) und auch die Nachspeisen (sehr süß) waren eine Sünde wert, aber bei den Hauptgerichten fanden wir oft nicht viel, was uns schmeckte. Es gab immer nur eine Sorte Huhn, Rindfleisch, Fisch, Reis, Kartoffeln, je nach „Motto“ des Abends und immer das selbe fade gekochte Gemüse,. Sonst noch einige Kleinigkeiten, Pasta wurde frisch zubereitet, aber der Koch war zu langsam und zu sehr mit seiner Show beschäftigt, und eine Grillstation auf der Terrasse, wo aber nur selten was gegrillt wurde, was uns schmeckte. Zudem ist das Hauptrestaurant sehr groß und ungemütlich und wirkte auf uns wie eine Bahnhofshalle, sehr laut und geschäftig, man saß teilweise mitten in den Gängen. Getränke sind übrigens alle Original, Cola, Sprite, Bier und Wasser aus Dosen bzw. Flaschen, immer versiegelt, keine Getränkeautomaten, was wir aus Hygienegründen sehr angenehm empfanden. Auch sonst war es jederzeit und überall, wo gegessen wurde, sehr sauber!
Der Service war zum großen Teil sehr aufmerksam und freundlich. Wir glaubten es erst, als wir es mit eigenen Augen sahen, aber man wird wirklich am Strand mit Getränken und Snacks versorgt. Auch in der Night&Day-Bar am Abend waren die Kellner außerordentlich freundlich und aufmerksam. Der ein oder andere Geldschein hat die Freundlichkeit und die Aufmerksamkeit natürlich nochmal deutlich erhöht. Im Hauptrestaurant Al Maha war davon allerdings nichts zu spüren. Innen war der Service noch ok, aber auf der Terrasse waren die Angestellten nachlässig und unaufmerksam. Man saß zum Beispiel beim Frühstück dutzende Minuten da, ohne dass es frisches Besteck oder Geschirr gab, von Kaffee, Tee oder Milch ganz zu schweigen. Man wurde bemerkt, es wurde weggegangen, erstmal der Kollege angesprochen, der aber lieber mit allein reisenden Frauen flirtete... das geht gar nicht! Schade, dass dadurch der positive Gesamteindruck beim Service erheblich geschmälert wurde. Ansonsten sprachen die meisten brauchbares Englisch, oder sogar Deutsch („Geht’s gut?“ war eine geflügelte, oberflächliche Formel, es nervte mit der Zeit etwas). Die Spa-Angestellten waren etwas aufdringlich, ansonsten waren alle sehr freundlich, vom Roomboy über die Security bis hin zu den Handwerkern und Gärtnern.
Das Iberotel Coraya Beach Resort liegt am nördlichen Ende der Bucht, etwas abgesetzt von dem Madinat-Coraya-Hotel-Konglomerat. Auf der Südseite sind die Hotels Solaya, Samaya, Lamaya und El Madina. Die Bucht liegt wenige Kilometer nordöstlich des Airports Marsa Alam, Transferzeiten sind fast zu vernachlässigen (5 – 10 min), man hört und sieht ab und an Flugzeuge im Landanflug oder beim Start, stören aber kaum. Die anderen Hotel sind wie eine kleine Stadt, mit ein paar Geschäften, Apotheke und der berühmten Coraya-Divers-Tauchbasis. Ansonsten ist nur Wüste drum herum, nach Port Ghalib sind es 8 km. Wer Highlife, Shopping und Dauerbespaßung sucht, ist hier definitiv falsch! Das Coraya ist durch einen kleinen Zaun und Schildern von den anderen Hotels abgetrennt, es werden Kinder unter 16 sofort wieder von der Security zurückgeschickt (selbst gesehen), um das Ambiente nicht zu stören, was wir sehr positiv empfanden
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt drei Pools, zwei ungeheizte und einen geheizten, wo auch die Poolbar beheimatet war. Highlight ist aber das warme Meer mit den bunten Fischen, Schnorcheln ist durch die geschützte Bucht immer gut möglich. Den Tag über hat die sehr bemühte Animation Aktivitäten angeboten, ohne zu sehr aufdringlich zu sein. Wen man bekannt war, wurde man angesprochen, ob man nicht mit Dart, Aquagym oder Beachvolleyball spielen möchte. Weitere Spielgeräte waren aber teilweise im bemitleidenswertem Zustand, das passte so gar nicht zum Anspruch des Hotels. Die Shows am Abend waren bemüht, das Team hat getan, was es konnte. Liebe Grüße an Tuna, Beth, Sam, Mady, Mino und Mario! Was uns persönlich am meisten störte, war der Sänger am Abend. Das war eine Zumutung! Am Anfang war ein glatzköpfiger Sänger da, das war noch zu ertragen, aber etwas dickliche mit der Brille hat den Vogel abgeschossen: Falsch und viel zu laut nuschelte er vor sich hin und hat viele schöne Lieder total verhunzt. Zu allem Überfluss hat er auch noch auf der Weihnachtsfeier gesungen, was das Ambiente total zerstört hat. Wir wären gerne Abends länger auf der gemütlichen Terrasse mit den Heizpilzen gesessen, aber als der Sänger loslegte, mussten wir flüchten, weil wir es nicht ertrugen!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Dezember 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Vera Und Wolfgang |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 51 |


