Vorweg: vielleicht sind meine Ansprüche auch gestiegen, das vermag ich nicht zu beurteilen. Aber dies ist in drei 3*-Türkei-Urlauben das erste Hotel, welches ich für mich persönlich nicht noch einmal buchen würde und somit nicht weiterempfehlen kann. Zu den Gründen komme ich im Folgenden. Das Hotel ist nicht durchweg schlecht, aber in meinen Augen überwiegen die positiven Eigenschaften leider nicht. Zur Gästestruktur: sehr gemischt. Vom Kleinkind bis zum Rentnerpaar war alles dabei und zwar in ausgewogenem Verhältnis. An Nationalitäten waren vüberwiegend Deutsche zu unserer Reisezeit anzutreffen, außerdem Polen, Skandinavier und Niederländer. Das Hotel bietet als Verpflegungsleistung Halbpension und All inclusive an. Wir hatten HP gebucht, was im Grunde ausreichte. Das Sunny Hill ist schon ein paar Jahre alt, die Einrichtung ist durchgängig etwas antiquiert und teilweise abgenutzt. Viele Ecken sind renovierungsbedürftig (abblätternde Farbe, Risse/gebrochene Ecken an Balkonen u.ä.). Die Architketur und Idee hinter diesem Hotel ist an sich recht niedlich: sehr verwinkelt, viele kleine Häuschen auf unterschiedlichen Ebenen über Treppen miteinander verbunden. Leider nicht adäquat in Schuss gehalten. Vorsicht: für Rollstuhlfahrer absolut ungeeignet. Auch weniger trittfeste Personen werden nichts zu lachen haben. Es kommt drauf an, welcher Art Urlaub man will, aber für diesen Preis gibt es in diesem Marktsegment definitiv bessere Hotels. In unserer Reisezeit Mitte September hatten wir unerwarteterweise absolutes Mistwetter: fast täglich bewölkt, viel Regen und teilweise starke Gewitter. Halbpension hat absolut ausgereicht. Was mich jedoch einigermaßen geärgert hat, war die Tatsache, dass man von außerhalb mitgebrachte Getränke/Lebensmittel (ganz gleich ob adäquates im Hotel erhältlich oder nicht) vor Putzfrauen und "Minibar-Controll" nahezu verstecken musste - meiner Meinung nach eine gnadenlose Abzocke, um die Getränkekasse des Hotels aufzubessern. Außerdem hat mich die unbegründete und nahezu unverschämte Unfreundlichkeit einiger Mitarbeiter sehr traurig gemacht, vergleichbares absolut nicht-gastfreundschaftliches Verhalten ist mir noch nie und zwar nirgends untergekommen. Es tut mir sehr leid, hiermit meine erste negative Bewertung für ein Hotel verfasst zu haben. Hier und da Abstriche zu machen ist in Ordnung und kein Problem, aber in diesem Hotel, das eigentlich sehr schön sein könnte, kommt einfach zu viel negatives zusammen.
Geht gar nicht. Zumindest unser Zimmer (723) habe ich zunächst für einen schlechten Scherz oder zumindest eine Abstellkammer gehalten. Da wir uns am nächsten Tag jedoch davon überzeugen konnten, dass die meisten Zimmer in dieser Größenordnung liegen, haben wir auf einen Wechsel verzichtet. Eingerichtet sind die Zimmer mit TV (div. dt. Sender), Minibar, individueller Klimaanlage und Föhn. Zusätzlich hatten wir einen Balkon mit herrlichem Blick auf Meer & Stadt, was für das Zimmer ein wenig entschädigte. Das Bad schien in jüngerer Zeit renoviert worden zu sein, es war fast so groß, wie der Rest des Zimmers, und in der Aufmachung recht modern - es hat jedoch weder Fenster, noch Abzug, wodurch es hier recht stickig ist, sofern man nicht die Türe auflässt. Die Betten bzw. Matratzen waren in Ordnung, man konnte gut drauf schlafen. Die Größe des Zimmers, wie schon gesagt, absolut indiskutabel: von der Zimmertür aus linker Hand gleich die Minibar und eine klitzekleine Kommode. Rechter Hand konnte man direkt aufs Bett fallen oder sich daran vorbei ins Bad bzw zum in der Wand eingelassenen Schrank zwängen (für fülligere Menschen mit Sicherheit ein Vergnügen). Drei Schritte geradeaus und man stand auf dem Balkon, der wirklich maximal drei Menschen fasst. Einen Platz für unsere Koffer zu finden war nicht allzu einfach. Außerdem gab es gegen zusätzliche Gebühr einen Safe, welchen wir jedoch nicht genutzt haben.
Geschmacklich war das Essen definitiv einwandfrei und für drei Sterne mehr als okay! Von der Auswahl zwar etwas eingeschränkt, so hat doch alles wirklich lecker geschmeckt. Gerade das Frühstück war zwar auswahltechnisch mehr als dürftig (Ei, Joghurt, Müsli, Marmelade, etwas Obst...), der Kaffee war halt "südländisch" und die Säfte typisch türkisch supersüß, aber es hat geschmeckt. Das Abendessen war von der Auswahl her in Ordnung (türkische und globale Küche), jeweils 4 warme Gerichte, ein großes Salatbuffet und viele leckere Nachspeisen. Getränkepreise zum Essen: 2 0,5l Wasser für 3 Lira - ist noch in Ordnung. Jedoch war der Speisesaal viel zu klein. Es gibt zwei Balkone, die jedoch sehr klein und quasi immer besetzt sind, sodass man leider meist drinnen speisen muss. Durch den sehr beengten Raum hat man schon eine ordentliche Geräuschkulisse, außerdem kann es selbst in der Nachsaison vorkommen, dass man auf einen Platz warten muss. Wie das aussieht, wenn das Hotel komplett ausgebucht ist, möchte ich nicht wissen. Das Besteck war sauber, Teller hatten ab und an einen Fleck, Tischdecken hätte man fleckentechnisch ruhig häufiger wechseln können. Neben dem Hauptrestaurant gab es noch eine Bar auf der Terrasse direkt neben der Rezeption mit schöner Sicht auf's Meer. Diese haben wir jedoch nicht genutzt.
Bisher bin ich noch in keinem Urlaub an solch mürrisches Personal geraten. Abgesehen von den immer freundlichen Putzfrauen, dem Kofferträger, dem Kassierer & dem Koch im Restaurant und dem Nachtportier war schon ein einfaches "Merhaba" kaum aus den Kellnern, Barkeepern und Rezeptionisten herauszubekommen. Freundliche Fragen z.B. zu Essenszeiten oder Geldwechsel wurden nur wiederspenstig oder gar nicht beantwortet. Dies war unabhängig von vorheriger Tringgeldgabe, wie wir feststellen mussten. Check-in war noch freundlich und schnell, aber mir schien, als klar war, dass wir uns nicht jeden Abend an die überteuerte Hotelbar setzen würden und somit kein zusätzlicher Umsatz von uns zu erwarten war, lies die Freundlichkeit schlagartig nach. Fremdsprachenkenntnisse waren angemessen: die meisten sprachen ein wenig deutsch, mit englisch ging es überall. Erstaunt hat mich, dass im Hotel ausschließlich türkische Lira akzeptiert wurden. Nicht, dass ich etwas dagegen einzuwenden habe, dass man in einem anderen Land die einheimische Währung benutzt, aber ich verstehe nicht ganz, weshalb sich ein global orientiertes Hotel gegen etwas sperrt, was gerade in dieser Stadt absolut alltäglich ist (jede Rechnung im Alanya ist neben Lira auch gleichzeitig noch in Euro und meist noch in Dollar, teilweise sogar in Rubel umgerechnet!). Die Zimmerreinigung war freundlich, kam bei uns wunschgemäß auch immer erst am späten Nachmittag. darauf war Verlass. Auf eine wirklich gründliche Reinigung dafür eher nicht. Zwar waren die Handtücher und Bettwäsche fleckenfrei, aber die Reinigung entsprach eher einer Art "Katzenwäsche" - mein Bad zu Hause putze ich definitiv gründlicher. traurig fand ich vor allem, dass wir erst um ein neues Stück Seife bitten mussten und die Putzfrauen diese nicht von allein erneuert haben. Zusätzliche Serviceleistungen wurden von uns nicht genutzt, da kann ich keine Aussage zu treffen.
Die Lage an sich ist schon wirklich Klasse: auf halbem Wege hoch zur Burg mit wunderschöner Sicht auf den Kleopatrastrand und über Alanya (siehe Fotos). Gleichzeitg sollte man sich aber darüber bewusst sein, dass man entweder die über 200 Stufen in Richtung Hafen in Kauf nimmt, oder den sehr steilen Berg sehr lansgam bergab/-auf gehen sollte, da man wirklich leicht stürzen kann bei der Steigung. Oder man ist auf den stündlich fahrenden Hotelshuttle (Hotel zum Strand und retour) angewiesen. Diesen nahmen wir nicht in Anspruch, hierzu kann ich keine Aussage treffen. Zum Strand geht man etwa 10 Minuten. Bis zum Hafen sind es locker 15-20 Minuten. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten befinden sich ebenfalls in etwa 5-10 Minuten Entfernung. Das Hotel liegt zwar eigentlich recht zentral, aber durch den steilen Berg braucht man einfach verdammt lange, um irgendwo hinzugelangen. Transferzeit vom Flughafen Antalya: 2-2 1/2 Stunden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt zwei kleinere Pools, beide nicht beheizt und dadurch, dass sie durch die Architektur des Hotels einen Großteil des Tages im Schatten liegen, verdammt kalt. Sauber scheinen sie zu sein. Schandflecken sind dafür die Liegeflächen neben den Pools. Ausgelegt mit einer Art "Golfrasen" (keine Ahnung, wie man sowas nennt), entwickeln diese gerade nach Regen und darauf folgendem Sonnenschein einen wirklich unangenehmen Geruch, der auf einige Bakterien o.ä. an Verunreinigungen schließen lässt. Die Liegen und Schirme am Pool sind sämtlich schon recht altersschwach und gerade die Schirme bei Wind "einsturzgefährdet". Weitere Freizeitmöglichkeiten haben wir nicht genutzt, aber es gibt wohl einen Platz zum Tischtennisspielen, sowie einen Kinderpool, welcher größentechnisch eher "Planschbecken" genannt werden sollte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kristin |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 49 |


