Sehr viel Wert wurde hier auf Designelemente und Architektur gelegt, die Anlage in etwa einem kretischen Dorf nachempfunden. Die Lage an einem künstlich angelegten Ministrand garantiert Ruhe, was auch der isolierten Lage jenseits von touristischen Zentren geschuldet ist. Botaniker finden in dieser Anlage nicht zwingend etwas, was das Herz hõher schlagen lässt, Steppenfanatiker werden jedoch begeistert sein. Wie es auch anders geht, findet sich einige hundert Meter weiter.
Geruchsduschen nach dem Sonnenbad, es müffelt aus der Duschbadewanne, Mõbel sind Standard, wirken aber nach drei Jahren schon teilweise abgenudelt. Hätten wir am Anfang gewusst, das es Badeschuhe gibt, wir hätten uns den dreckigen Boden im Zimmer wegen des Gummiabriebs von den Servicewagen gespart
Die Qualität der Küche liegt knapp über dem Kantinenniveau deutscher Großkonzerne, nichts besonderes. Das Ambiente wirkt eher steril, die Preise sind gemessen an der tatsächlichen gelieferten Qualität überdurchschnittlich. Die Obstauswahl ist mangelhaft.
Die Freundlichkeit des Servicepersonals ist sehr gemischt und von deren Tagesform abhängig, hier gibt es einige positive Ausreisser, die aber an einer Hand abzuzählen sind. Das Sensimar-Animationsteam gehõrt ebenfalls in die Positivkategorie und müht sich nach Kräften. Das Rezeptionsteam kõnnte noch die ein oder andere Kommunikationschulung gebrauchen, zeitweise ensteht der Eindruck aufgrund der Mimik, der Gast sei ein lästiges Übel. Die Freundlichkeit wirkt aufgesetzt. Deutschkenntnisse finden sich überwiegend nicht, Englisch ist Hotelsprache. Beschwerden werden freundlich und ohne Entschuldigung entgegen genommen - schlimm in dieser Kategorie jedoch - sie werden nur teilweise konsequent abgestellt. So mussten wir vier Tage hintereinander um einen Badvorleger bitten.
Die Lage ist wie schon beschrieben etwas isoliert in fast unmittelbarer Nachbarschaft zur Panormo. Das Angebot hier ist nicht üppig, aber es finden sich dort die üblichen Verdächtigen - Läden touristischer Prägung, Juweliergeschäfte, Supermärkte - aber auch einige schõne und urige Tavernen mit Abwechslung für das Auge und Wohlfühlambiente. Es bieten sich schõne Ausflüge in die Städte Chania und Rethymno an, am besten mit einem Leihwagen. Dann ist man auch flexibler, um auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp an einem "richtigen Strand" einzulegen. Der Palast von Knossos bei Heraklion gehõrt zum Standardprogramm - einfach mit dem Leihwagen besuchen, die Fremdenführer warten schon am Eingang auf Kundschaft, die Führung kostet € 10 pro Person, es wurde durch den Archäologen Evans zwar etwas "angebaut"', die Anlage beeindruckt aber trotzdem sehr.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Auch hier setzt sich die Mängelliste fort. Lose Mosaiksteine, die zwischendurch entfernt wurden, im Meerwasserpool. Lockere Poolleitern, abgewetzte Auflagen am Süsswasserpool, Platten schlagen am Poolrand hoch tec.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Klaus |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 3 |


